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Dieser britische Abfalleimer wurde in Worthing vom Pier geworfen. Sechs Monate später wurde er auf einer deutschen Insel angespült. bild: Frerk Richter

Die wundersame Reise des Abfallchübels aus Worthing

Ein Abfalleimer, der in England ins Meer geworfen worden war, hat auf einer deutschen Insel ein neues Leben als Vogelhaus gefunden.



«Die Reise startete mit unüberlegtem Vandalismus am Worthing Pier, aber endete mit einem Happy End 725 Kilometer entfernt in einem Strandhaus in Deutschland», ist auf der Webseite des Worthing Borough Council zu lesen. Doch was ist passiert?

Nun, in Worthing, im Südwesten Englands, fehlte plötzlich ein schwarzer Abfalleimer der Gemeinde. Er wurde wohl vom Pier ins Meer geschmissen. Lange glaubte der Stadtrat, der Behälter sei für immer verloren. Stattdessen unternahm er eine sechsmonatige Reise über den Ärmelkanal und die Nordsee und liess sich schliesslich an den Ufern von Borkum nieder, einer kleinen Insel im Nordwesten Deutschlands.

Ein Bewohner der Insel, Frerk Richter, fand den angespülten Abfalleimer und meldete sich bei der Gemeinde Worthing.

Andrew Mugan, Projektleiter im Abfall- und Recycling-Team von Worthing, spricht von einem der «ungewöhnlichsten E-Mails, die wir je erhalten haben». «Ich bin erstaunt, dass der Mülleimer an den Ufern von Borkum in Deutschland gelandet ist. Zumindest unter Umweltgesichtspunkten befindet sich der Mülleimer nicht länger im Meer», sagte er.

Frerk Richter verwandelte den Eimer in einen Pflanzenbehälter und ein Vogelhaus. Dieser befindet sich nun in seinem Garten.

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Der Finder wandelte den Mülleimer in einen Pflanzenbehälter und ein Vogelhaus um. bild: Frerk Richter

«Ich reinigte den Eimer mit einem Hochdruckreiniger, er sieht nun grossartig aus. Dann stellte ich ihn in unseren Garten, platzierte eine Pflanze darin. Unsere Tochter hat ihn fertiggestellt, indem sie oben ein Vogelhaus hinzugefügt hat», schrieb er in seiner E-Mail.

Auch wenn diese Geschichte ein Happy End hat, sei das Littering ein ernstes Problem, schreibt die Bezirksbehörde weiter: «Jedes Jahr werden Schätzungen zufolge allein acht Millionen Tonnen Plastik in das Meer geworden. Wir setzen uns für die Erhaltung, den Schutz und die Verbesserung der Umwelt ein und fordern unsere Mitmenschen nachdrücklich auf, dazu beizutragen, unsere Ozeane sauber zu halten», heisst in der Mitteilung. (cki)

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    Alle Leser-Kommentare
  • swisskiss 12.06.2020 12:42
    Highlight Highlight Tolle Geschichte die zeigt, wie stark Meereströmungen sein können.

    Da könnte man auch andere Dinge nach Deutschland treiben lassen.
    Gummientchen, Flaschenpost, Boris Johnson.... und das Vogelnest wär auch schon vorhanden.
  • Dani B. 12.06.2020 12:32
    Highlight Highlight Ein Aspekt ist, dass alle "öffentlichen Abfalleimer" Eigentum des Prince of Wales (Charles) sind. Das man Strandgut behalten darf ist eher Gewohnheitsrecht oder Legende. Charles soll seinen Kübel abholen!

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