DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
British Prime Minister, David Cameron leaves 10 Downing Street in London, Britain, September 7, 2015.  Cameron will address Parliament on Britain's response to the migrant crisis in Europe. REUTERS/Peter Nicholls

Der britische Premier Cameron hat nicht ganz alle Anliegen durchs Parlament gebracht.
Bild: PETER NICHOLLS/REUTERS

Cameron kassiert erste Niederlage im Parlament – aber die EU-Abstimmung kommt

Bis spätestens Ende 2017 sollen die Briten über den Verbleib in der EU abstimmen können. Eine überwältigende Mehrheit des Parlaments hat dem Referendum zugestimmt. 



Grossbritanniens Unterhaus hat sich für das Abhalten eines Referendums über den Verbleib des Landes in der Europäischen Union ausgesprochen. Mit 316 zu 53 stimmten die Abgeordneten in der Nacht zum Dienstag für den Plan von Premierminister David Cameron.

Bis spätestens Ende 2017 will Cameron eine entsprechende Volksabstimmung ansetzen. Das Referendum könnte aber auch bereits im kommenden Jahr stattfinden. Nun muss sich noch das Oberhaus mit dem Vorhaben befassen.

Erste Abstimmungsniederlage Camerons

Cameron musste zugleich aber auch seine erste Niederlage im Parlament seit seiner Wiederwahl im Mai einstecken. Er wollte in einer weiteren Abstimmung eine Regel lockern, die es der Regierung im unmittelbaren Vorfeld der Volksabstimmung verbietet, etwas zu unternehmen, was den Ausgang beeinflussen könnte.

Das lehnten 312 Abgeordnete am Montag ab, darunter auch 37 Mitglieder aus Camerons eigener Partei. Es war die erste Abstimmungsniederlage des Premierministers seit dem Sieg seiner Tories bei der Parlamentswahl im Mai.

Dies deutete daraufhin, dass unter den Konservativen eine heftige interne Debatte über den EU-Kurs tobt. Cameron hatte erklärt, er wolle sein Land in der EU halten. Allerdings will er die Rolle Grossbritanniens in der Staatengemeinschaft neu definieren. Mehrere Mitgliedsländer sperren sich gegen die dafür nötigen EU-Vertragsänderungen.

Gespaltene Bevölkerung

Eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage des Instituts Survation im Auftrag der europaskeptischen «Sunday Times» ergab erstmals, dass mit 43 Prozent mehr Briten für einen EU-Austritt sind als für einen Verbleib (40 Prozent). 17 Prozent waren demnach noch unentschlossen.

Bei der Umfrage sagten ausserdem 22 Prozent der EU-Befürworter, dass sie ihre Haltung ändern könnten, wenn sich die Flüchtlingskrise in der EU verschärfe. (dwi/sda/afp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bye-bye, Britain! Diese Karikaturen bringen den endgültigen Brexit auf den Punkt

Seit Neujahr ist Grossbritannien aus dem EU-Binnenmarkt raus. Damit ist die Scheidung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich auch wirtschaftlich vollzogen. Wir zeigen den Brexit nochmals im Spiegel der Karikaturisten.

Grossbritannien hat den finalen Bruch mit der Europäischen Union besiegelt und ist seit dem Jahreswechsel auch aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion ausgetreten. «Dies ist ein grossartiger Moment für dieses Land. Wir haben die Freiheit in unseren Händen, und es liegt nun an uns, das Beste daraus zu machen», sagte Premierminister Boris Johnson in seiner Neujahrsansprache.«Wir werden wieder die Kontrolle übernehmen», versprach Johnson.

Grossbritannien war nach 47 Jahren Mitgliedschaft bereits …

Artikel lesen
Link zum Artikel