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A woman pushes a stroller as she walks on the highway close to Roszke, Hungary, Monday, Sept. 7, 2015. Several hundred Arabs, Asians and Africans tired of waiting for buses broke through Hungarian police lines near the Serbian border Monday and marched north on the main highway towards Budapest as authorities once again demonstrated an inability to control the human tide passing through Hungary. (AP Photo/Marko Drobnjakovic)

Flüchtlinge auf der Autobahn nach Budapest.
Bild: Marko Drobnjakovic/AP/KEYSTONE

Hunderte Menschen gehen auf ungarischer Autobahn Richtung Budapest



Am ungarisch-serbischen Grenzübergang Röszke haben Hunderte Flüchtlinge am Montagabend eine Polizeiabsperrung durchbrochen, um auf einer Autobahn Richtung Budapest zu marschieren. Darunter seien viele Familien mit Kindern, berichteten ungarische Medien.

In den Berichten war von schätzungsweise tausend Migranten die Rede. Die Polizei sperrte den betroffenen Autobahnabschnitt und liess die Flüchtlinge gewähren. Zunächst hatte sie erfolglos versucht, sie auf der Autobahn aufzuhalten.

Die Flüchtlinge sollen sich geweigert haben, sich im Transitlager Röszke registrieren zu lassen. Die Flüchtlinge waren illegal aus Serbien gekommen und hatten dafür den Weg entlang der Bahngeleise bei Röszke gewählt, die vom neuen ungarischen Grenzzaun nicht versperrt werden.

Insgesamt kamen am Montag bis zum späten Nachmittag rund 2100 neue Flüchtlinge nach Ungarn. Immer mehr von ihnen scheinen zu wissen, dass eine Registrierung in Ungarn nach EU-Recht bedeutet, dass sie in keinem anderen EU-Land einen Asylantrag stellen dürfen.

Verteidigungsminister zurückgetreten

Etliche marschierten den Angaben zufolge deswegen am Montag gleich nach ihrer Ankunft in Röszke nach Serbien zurück, nachdem sie auf ungarische Polizisten gestossen waren, die an den Gleisen auf sie warteten.

Im Zuge der Flüchtlingskrise trat in Ungarn Verteidigungsminister Csaba Hende zurück, wie die staatliche Nachrichtenagentur MTI meldete. Er habe seinen Rücktritt nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitskabinetts erklärt, bei der über den Zustand des neuen Zauns an der Grenze zu Serbien beraten wurde.

Damit sollen Flüchtlinge am Überschreiten der EU-Aussengrenze gehindert werden. Über die Gründe für den Rücktritt gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Als Nachfolger benannte Ministerpräsident Viktor Orban Istvan Simicsko, der seiner rechten Partei Fidesz angehört.

Tausende in München angekommen

In München sind nach der Ankunft Tausender Flüchtlinge am Wochenende auch am Montag wieder viele Menschen eingetroffen. Bis zum Nachmittag brachten Sonderzüge aus Österreich knapp 2000 Menschen nach München, wie die Bundespolizei mitteilte.

Die Regierung von Oberbayern rechnete bis zum Abend mit insgesamt bis zu 3600 Neuankömmlingen und korrigierte damit die am Morgen genannte Zahl von bis zu 10'000 nach unten. Am Wochenende waren 20'000 Migranten angekommen. (jas/sda/dpa/reu)

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