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EU-Parlament stoppt Arbeit zu Umsetzung von Zolldeal mit USA

EU-Parlament stoppt Arbeit zu Umsetzung von Zolldeal mit USA

21.01.2026, 16:5621.01.2026, 17:41

Das Europäische Parlament hat die Arbeiten zur Umsetzung des im vergangenen Jahr vereinbarten Zollabkommens zwischen den USA und der EU formell auf Eis gelegt.

«Mit der Androhung von Extrazöllen im Zusammenhang mit Grönland hat der US-Präsident den Bogen endgültig überspannt», teilte der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange (SPD), in Strassburg mit.

In den Handelsbeziehungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten droht damit erneut eine Eskalation. Die jetzt gestoppten Arbeiten sollten eigentlich dazu führen, dass Industriegüter aus den USA künftig zollfrei in die EU eingeführt werden können. Zudem sollten sie einen verbesserten EU-Marktzugang von bestimmten Meeresfrüchten und Agrarprodukte ermöglichen.

FILE - Chairman of European Parliament's Committee on International Trade (INTA) Bernd Lange attends a news conference in Jakarta, Indonesia, Wednesday, April 16, 2025. (AP Photo/Tatan Syuflana,  ...
Bernd Lange.Bild: keystone

Zolldeal führte zur Senkung von Autozöllen

Im Gegenzug für diese EU-Zusagen verzichtete US-Präsident Donald Trump im vergangenen Sommer auf die Einführung von Sonderzöllen in Höhe von 30 Prozent auf Importe aus der EU und veranlasste auch die Senkung von Autozöllen. Die Umsetzung der Versprechen wurde von der EU-Kommission bereits vor Monaten auf den Weg gebracht, für den Vollzug braucht es aber die Zustimmung des Parlaments und der Mitgliedstaaten zu den entsprechenden Verordnungen.

Die neuen Zollpläne von US-Präsident Donald Trump sehen vor, ab dem 1. Februar Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus Deutschland und sieben anderen europäischen Staaten zu verhängen. Der US-Präsident will damit den Widerstand gegen einen Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland an die Vereinigten Staaten brechen. Die Regierung in Kopenhagen schliesst ein solches Geschäft bislang aus und wird dabei aktiv von mehreren europäischen Staaten unterstützt. Die Zölle sollen nun diejenigen treffen, die jüngst symbolisch Soldaten nach Grönland entsendet hatten. Neben Dänemark und Deutschland waren das unter anderem Frankreich, Grossbritannien und die Niederlande.

Handelspolitiker Lange: USA untergraben Stabilität der Beziehungen

Der SPD-Handelspolitiker Lange sagte nach einer Sitzung für die Aushandlung einer gemeinsamen Parlamentsposition, Trump habe das Abkommen gebrochen, indem er einen zusätzlichen Zoll auf europäische Güter ankündigte, wenn Grönland nicht im Juni zu den Vereinigten Staaten gehören sollte.

Indem die USA die territoriale Integrität und Souveränität eines EU-Mitgliedstaats bedrohen und Zölle als Zwangsinstrument einsetzen, untergraben sie die Stabilität und Vorhersehbarkeit der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA, wie der Europaabgeordnete mitteilte.

KEYPIX - epa12667507 Spain's King Felipe VI (L), European Parliament President Roberta Metsola (C), and Portugal's President Marcelo Rebelo de Sousa (R) pay their respects during a minute of ...
EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola.Bild: keystone

Lange kündigte ausserdem an, im Handelsausschuss des Europaparlaments in der kommenden Woche weitere Schritte nach Trumps Zolldrohungen zu besprechen - etwa den Einsatz des Instruments gegen wirtschaftliche Zwangsmassnahmen.

Bereits am Wochenende hatte der Chef der grössten EU-Parlamentsfraktion EVP, Manfred Weber (CSU), angekündigt, dass Spitzenvertreter von Fraktionen derzeit gegen die Fortsetzung der Arbeiten zur Umsetzung des Zollabkommens seien. (rbu/sda/dpa)

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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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sivetech
21.01.2026 17:17registriert April 2020
Der BR sollte auch den Scamdeal um die F35 endlich auf Eis legen!
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Der Buchstabe I (Zusammenhang wie Duschvorhang)
21.01.2026 16:58registriert Januar 2020
Oha, hat die EU ihr Rückgrat gefunden?
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Reinhard51
21.01.2026 17:10registriert November 2025
Tretet diesen Deal in die Tonne.
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