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Kosovos Präsident lehnt Gebietstausch mit Serbien ab (aber lässt eine Hintertür offen)



Der Präsident des Kosovos, Hashim Thaci, lehnt einen Landtausch mit Serbien strickt ab. «Ich werde niemals einem Austausch von Territorien zustimmen, ich treibe keinen Handel mit Territorien des kosovarischen Staatsgebiets.»

Kosovo's President Hashim Thaci, left, shakes hands for the media with European Council President Donald Tusk before their meeting at the European Council headquarters in Brussels, Monday, April 15, 2019. (AP Photo/Francisco Seco)

Hashim Thaci und EU-Ratspräsident Donald Tusk am Montag in Brüssel. Bild: AP/AP

Dies sagte Thaci vor einem Westbalkan-Treffen in Berlin zur Nachrichtenagentur DPA. Er sei allerdings für eine «Korrektur von Grenzen» und die Eingliederung mehrerer mehrheitlich albanisch bevölkerter serbischer Gemeinden in das Staatsgebiet des Kosovos. Serbien solle im Gegenzug dafür eine Perspektive für einen EU-Beitritt erhalten.

Serbien führt seit 2014 Beitrittsverhandlungen mit der EU. Die Aussöhnung mit dem Kosovo gilt aber als zentrale Bedingung dafür, dass die Gespräche irgendwann einmal erfolgreich abgeschlossen werden können. Das fast ausschliesslich von Albanern bewohnte Kosovo war früher eine serbische Provinz und hatte sich 2008 für unabhängig erklärt.

Grosse Runde

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron wollen an diesem Montag bei dem Mini-Gipfel in Berlin Bewegung in den festgefahrenen Konflikt zwischen Serbien und seiner abtrünnigen Provinz Kosovo bringen.

Eine deutsche Regierungssprecherin hatte am Freitag gesagt, für beide sei die Stabilität der Region von besonderer Bedeutung. Bei dem Treffen kommen Merkel und Macron mit den Staats- und Regierungschefs von Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Kosovo, Montenegro, Serbien, Slowenien sowie der für die Vermittlung im Kosovo-Konflikt zuständigen EU-Aussenbeauftragten Federica Mogherini zusammen.

Nach Angaben der Regierungssprecherin soll das Treffen im Kanzleramt vorrangig dem Meinungsaustausch dienen. Aus Élyséekreisen hiess es, Frankreich wolle in der Region wieder stärker Flagge zeigen. Historisch habe es ein enges Verhältnis mit Serbien.

In Berlin solle es dezidiert nicht um die Erweiterung der EU gehen. Einen Vorschlag für eine deutsch-französische Initiative zur Lösung des Konflikts zwischen Serbien und Kosovo werde es zwar nicht geben. Merkel hält ein europäisches Engagement in der Region aber für wichtig, weil sich China und Russland dort um stärkeren Einfluss bemühen.

EU mit offenen Armen

Vor dem Westbalkan-Gipfel in Berlin warb EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn für eine zügige Aufnahme der Balkanländer in die Union. «Es geht nicht nur um die Menschen in Südosteuropa, es geht auch um unsere ureigensten Interessen», sagte Hahn dem deutschen «Handelsblatt» vom Montag. «Entweder wir exportieren Stabilität oder wir importieren Instabilität.»

epa07469576 European Commissioner for Neighborhood Policy and Enlargement Negotiations Johannes Hahn during a meeting with Serbian President Aleksandar Vucic in Belgrade, Serbia, 28 March 2019. EU commissioner for Enlargement Negotiations Johannes Hahn is in Serbia for a two-day official visit.  EPA/KOCA SULEJMANOVIC

EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn. Bild: EPA/EPA

Die Balkanländer seien Nachbarn, betonte Hahn. «Ihre politische und wirtschaftliche Situation kann und darf uns nicht egal sein.»

Der Kommissar sprach sich für eine sukzessive Aufnahme der Länder des Westbalkan in die EU aus: «Wer als Land schneller in seiner Annäherung zur EU vorankommt, soll nicht darunter leiden müssen, dass andere Staaten langsamer sind. Wettbewerb auch unter Staaten ist gut und spornt an.» (sda/dpa/afp)

So kämpfen eine Serbin und eine Albanerin für Gerechtigkeit

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ich schwör 29.04.2019 14:11
    Highlight Highlight Als nächstes noch Gebietsansprüche in Montenegro und Mazedonien geltend machen. Da wird von einem Grossalbanien geträumt.

    Gefährliche Tendenzen.
  • Philboe 29.04.2019 09:23
    Highlight Highlight Spaltet den Kosovo endlich auf. Norden ab Mitrovica zu Serbien inklusive Zvecan, Zubin Potok etc. Südteile von Serbien welche Albanische Kultur haben zum Kosovo und Problem gelöst. Dann baut man eine Betonmauer dazwischen und bewacht die Grenze und irgendwann findet dann die grosse Wiedervereinigung statt. Wo habe Ich das schon mal gehört hmmm glaube etwas nördlich der Schweiz. Ich war lange genug dort unten um zu wissen dass es eigentlich egal ist und nur ums Geld geht bspw Rohstoffe wie die Trepca Miene wo man Rohstoffe im Wert von mehreren Mrd vermutet. Geld regiert auch hier die Welt
    • Howard271 29.04.2019 09:40
      Highlight Highlight Wenn das so einfach wäre, hätte man es schon längst gemacht...
  • Dan Rifter 29.04.2019 07:39
    Highlight Highlight Abtrünnige Provinz finde ich ein bisschen harsch.

    • MrNiceGuy 29.04.2019 10:08
      Highlight Highlight inwiefern?

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