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Sommer ist, wenn die «Schatzis» einfallen: Der Kosovo in Schweizer Hand – die Reportage

Blick auf die Altstadt von Prizren. Bild: watson

175’000 Menschen mit Wurzeln im Kosovo leben in der Schweiz. Viele von ihnen besuchen im Sommer ihre Verwandten und verwandeln den Kosovo in eine Schweizer Exklave. Ein Augenschein vor Ort – und fünf Begegnungen mit Kosovo-Schweizern in ihrer zweiten Heimat, wo sie trotzdem Fremde bleiben.

christoph bernet, pristina



«Hajde, Kiss Kiss»: Mit diesen Worten beendet ein Passagier auf dem Rollfeld des Flughafens Zürich ein Gespräch mit seiner Liebsten. Dann besteigt er die Edelweiss-Maschine. Das Gespräch hat er noch auf Schweizerdeutsch geführt. Während der nächsten paar Wochen wird der junge Mann hauptsächlich Albanisch reden.

What's on, Kosovo?

Die Kosovaren sind eine der grössten Einwanderergruppen der Schweiz. Und ohne die Schweizer geht im Kosovo fast nichts. watson hat sich darum aufgemacht, um das jüngste Land Europas zu besuchen. Unser Reporter traf junge Schweiz-Kosovaren, die sich in ihrer Heimat zu erfolgreichen Unternehmern gemausert haben, begegnete Menschen aus allen Teilen der Schweiz, die ihre Verwandten im Kosovo besuchen und sprach mit Oppositionsführer Visar Ymeri, der verspricht, seine Partei werde das Land von der Korruption befreien. Alles zum Thema gibts von Dienstag bis Freitag in unserer grossen Kosovo-Serie.

Es geht, wie für Tausende andere auch, in die Ferien in den Kosovo. In den Sommermonaten verlassen 52 Linienflüge wöchentlich die Schweiz mit Ziel Pristina – hinzu kommen Tausende Schweiz-Kosovaren, die per Auto oder Charterflug anreisen. Schätzungen gehen von jährlich 100’000 Besuchern aus der Schweiz aus. Bei einer ständigen Wohnbevölkerung des Kosovo von 1,7 Millionen. Sie und die anderen in Westeuropa lebenden Kosovaren werden von der einheimischen Bevölkerung «Schatzis» genannt – wegen ihres in den Ferien locker sitzenden Geldes und in Anlehnung an das Kosewort, das man auch im Kosovo kennt.

Von den 700’000 Kosovaren, die im Ausland leben, sind 25 Prozent in der Schweiz zuhause – nach Deutschland die zweitgrösste kosovarische Diaspora. Gemäss der kosovarischen Zentralbank überwiesen sie alleine im letzten Jahr über 95 Millionen Franken an ihre Verwandten in der alten Heimat. Kein anderes Land der Welt ist so stark durch die Schweiz geprägt wie der Kosovo, der jüngste Staat Europas.

Kosovo-Serie: Arben Rashiti

«Die Strasse hierher zu den Wasserfällen ist wirklich in einem schlechten Zustand, muss ich sagen. Mein Vater wurde ziemlich durchgeschüttelt. Bleib hier, Baba, stell dich neben mich. Der Mann ist Journalist aus der Schweiz und möchte ein Foto von uns machen. Ich wohne in Menziken im Aargau und mache drei Wochen Ferien hier im Kosovo. Ich bin mit einer Schweizerin verheiratet. Dieses Jahr haben wir erstmals ihre Eltern mitgenommen. Bis jetzt sind sie völlig begeistert vom Kosovo, es gefällt ihnen unglaublich gut hier.»

— Arben Rashiti (links)

Diesen Einfluss merkt man das ganze Jahr über: Wollen Ladeninhaber den Eindruck erwecken, qualitativ besonders hochstehende Waren anzubieten, setzen sie hier wahlweise das Wort «Swiss» oder das Wort «German» vor ihren Geschäftsnamen: «Swiss Doors», «German Farben», «Swiss Foods». Beide Länder gelten als Synonyme für einwandfreie Ware. Nicht immer klappt die Eigenwerbung mit Hinweis auf deutsche oder schweizerische Qualität: «Ihre professional Wahl», heisst es etwa im Claim eines Werkzeughändlers.

Die «Schatzis» auf Sommerurlaub bringen die lokale Wirtschaft zum Brummen – eine von der Schweizerischen Entwicklungshilfe DEZA finanzierte Studie stellte 2009 fest, dass das Bruttoinlandsprodukt während der Sommermonate spürbar anstieg.

Kein Wunder: Nicht nur lassen es sich die «Schatzis» in Restaurants, bei Ausflügen und auf Shoppingtouren gut gehen. Auch ihre Verwandten haben in dieser Zeit mehr Geld zur Verfügung – sie profitieren von Geldgeschenken der Feriengäste.

Wer übers Land fährt, sieht neben den zahlreichen ärmlichen, unverputzten Häuschen die luxuriös ausgestatteten, neuen Häuser, welche Kosovaren aus der Schweiz und anderswo für sich selber als Ferienhäuser oder für die im Kosovo gebliebenen Familienangehörigen gebaut haben. Was die Biederkeit der Vorgärten angeht, brauchen sie den Vergleich mit Einfamilienhausquartieren im Schweizer Mittelland nicht zu scheuen.

Kosovo-Serie: Behar Hyla

«Warst Du schon einmal in Burgdorf? Nicht? Du musst unbedingt mal vorbeischauen und ein Burgdorfer Bier trinken, das ist das Beste. Ich bin in Burgdorf zuhause, arbeite aber in Olten im Kantonsspital. Jetzt habe ich drei Wochen Ferien und besuche meine Verwandten im Kosovo. Auch mein Bekannter Naser macht gerade hier im Kosovo Ferien, er lebt normalerweise in Deutschland. Gott sei dank muss ich dieses Jahr auf keine Hochzeit. Aber andere Familienfeste gibt es ja auch noch genug.»

— Behar Hyla, 42 (rechts)

Die Sommermonate sind auch die Hochsaison für Hochzeiten. Die beiden Sitznachbarn auf dem Hinflug kennen sich nicht – finden aber schnell ein gemeinsames Gesprächsthema: «Wie viele Hochzeiten hast du dieses Jahr? Ich muss zum Glück nur auf eine», sagt der eine. «Ich müsste an vier Hochzeiten gehen, aber ich glaube zwei davon lass ich sausen und fahre stattdessen nach Albanien ans Meer», antwortet der andere.

Hochzeiten sind im Kosovo eine grosse Sache – mehrere hundert Gäste eher die Regel als die Ausnahme. Das braucht Platz. Entlang der Ausfallstrassen der Städte stehen mitten auf der grünen Wiese erbaute, blütenweiss gestrichene Gebäude – eigens für die Trauungen und die Partys danach errichtet. Sie tragen Namen wie «Imperial», «Emerald» oder «Luxor».

Ihre der Strasse zugewandten Fassaden werden von mächtigen griechischen Säulen getragen, die nicht so recht zwischen die Möbelhäuser und Autogaragen in unmittelbarer Nachbarschaft passen wollen. Auf den Vorplätzen plätschern Springbrunnen, aus dem Innern schimmern riesige Kronleuchter durch die schweren Samtvorhänge.

Die grosszügigen Parkplätze vor den Hochzeitslokalitäten sind voll mit Autos mit Schweizer Nummernschilder, genauso wie die Strassen. Die Nummernschilder zeigen auch exemplarisch, wie die Emigration aus dem Kosovo vielerorts nach dem in der Wissenschaft als «chain migration» bekannten Muster funktioniert hat: Ausgewandert wird dorthin, wo schon Verwandte leben, die einem vielleicht einen Job besorgen können und beim Start ins neue Leben helfen.

Kosovo-Serie: Gazmen Krasniqi, Florian Susuri, Tina Susuri

«Watson? Klar kennen wir euch, wir sind ja selber Leser. Zuhause sind wir im Oberwallis, und machen gerade Ferien hier. Jetzt sind wir zur Festung von Prizren hochgestiegen, um eine kleine Fotosession zu machen, das Licht ist gerade sehr schön. Unsere Verwandten sind in Prizren zuhause. Wir kommen eigentlich immer sehr gerne in den Kosovo, mindestens einmal im Jahr. Klar, die Tage gleichen sich: Man besucht Verwandte, geht Kaffee trinken oder macht kleine Ausflüge. Gazmen hat Glück, er ist für einen ganzen Monat hier und darf an eine Hochzeit. Wir andern bleiben nur zwei Wochen und verpassen das Fest. Aber vielleicht kommen wir extra für die Hochzeit nochmals zurück. 400 Gäste, die ausgelassen feiern, das wollen wir uns eigentlich nicht entgehen lassen.»

— Gazmen Krasniqi, 23, Chemikant, Florian Susuri, 21, Mitarbeiter Bundesverwaltung / Student, Tina Susuri, 24, Mitarbeiterin Post / Studentin (v.l.n.r.)

So führte diese «Kettenmigration» dazu, dass aus gewissen Gebieten Kosovos besonders viele Menschen in bestimmte Regionen der Schweiz auswanderten. In der Region Gjakova im Westen des Landes sieht man viele Nummern aus den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau sowie aus der Ostschweiz. Rund um Ferizaj im Süden des Landes hingegen trifft man auf viele Kosovo-Schweizer aus der Romandie: Die Autos mit Schweizer Nummernschildern sind vorwiegend aus den Kantonen Genf, Waadt, Neuenburg und Freiburg.

Die zahlreichen Autos der «Schatzis» verstopfen im Sommer die Strassen und bringen die Parkplätze an den touristischen «Hot Spots» an den Rand ihrer Kapazität.

Natürlich löse der sommerliche Massen-Besuch der reichen Verwandten aus Westeuropa auch Neid aus, erklärt Liza Gashi, Programmdirektorin bei der NGO Germin, die sich für eine bessere Vernetzung zwischen der Diaspora und dem Heimatland einsetzt. Manche Kosovaren hielten die «Schatzis» für ungeduldig und werfen ihnen vor, die lokalen Traditionen zu wenig zu respektieren.

Diese zwiespältigen Gefühle der lokalen Bevölkerung bringt einer der beiden Passagiere im Flugzeug nach Pristina zum Ausdruck. Fünf Jahre sei er unterdessen nicht mehr im Kosovo auf Verwandtenbesuch gewesen, sagt der junge Mann aus dem Kanton Luzern: «Wahrscheinlich rollen sie mir den roten Teppich aus, wenn ich ankomme. Aber sie werden mir sicher auch sagen: Du bist ja ein Ausländer geworden.»

Kosovo-Serie: Rrahim Kosumi mit Familie

«Hier in den Bergen bei Prevalla haben mein Bruder und ich als Kinder jeweils Heidelbeeren gesammelt und am Strassenrand verkauft. Es ist ein schönes Gefühl, wieder hierherzukommen und daran zurück zu denken. Ich lebe jetzt schon seit 20 Jahren in der Schweiz und arbeite als Lagerist im Tessin. Jetzt kommen wir gerade von einer Woche Ferien mit der Familie meines Bruders am Meer in Albanien und machen einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Ferizaj, wo unsere Verwandten leben. Dort bleiben wir dann nochmals zwei Wochen.»

— Rrahim Kosumi, 39 (2. von rechts) mit seinem Sohn Festim, 17 (rechts), sowie seinem Bruder Naim, 43, mit Kindern

«Die allermeisten Kosovaren sind sehr glücklich über die Unterstützung und den Besuch aus dem Ausland», sagt Liza Gashi von Germin. Sie lebte während ihrer Ausbildung selbst jahrelang in den USA und in Argentinien. Die Menschen im Land wüssten zu schätzen, dass ihre Verwandten die Sommerferien Jahr für Jahr im Kosovo verbringen, sagt die junge Frau. Denn das sei längst keine Selbstverständlichkeit mehr: «Gerade die Kinder unserer Diaspora hören ja nach den Sommerferien die Ferienerlebnisse ihrer Klassenkameraden aus Portugal, Dubai oder sonst wo.»

Anstatt sich über die Parkplatzprobleme aufzuregen, würde man besser für mehr Parkmöglichkeiten sorgen, meint Gashi. Und wegen einzelner «Schatzis», die sich im Strassenverkehr nicht an die Regeln hielten, wolle niemand auf die immens wichtige Unterstützung aus dem Ausland verzichten.

Ein solcher Auto-Rowdy löst an einem Freitagabend in Pristina eine unerwartete Reaktion aus: Als ein Auto mit Schweizer Nummernschild an einer Verkehrsampel bei Gelb beschleunigt und mit quietschenden Reifen über die Kreuzung donnert, dreht sich ein Passant nach dem Wagen um. In astreinem Hochdeutsch wendet er sich danach an seine Kollegen, allesamt junge Deutsch-Kosovaren: «Mann, die gehen mir so auf den Sack, all diese Schweizer hier.»

Kosovo-Serie: Abflughalle

«Wir waren bereits zum zweiten Mal im Kosovo und fliegen nun wieder nach Hause. Meine Frau und ich stammen beide aus der Ostschweiz und arbeiten im Schulbereich. Die Eltern eines Kindergartenkindes von Barbara haben uns aus Dankbarkeit dafür, wie ihr Kind im Unterricht behandelt wurde, in ihr Herkunftsland eingeladen. Beim ersten Besuch wohnten wir eine Woche beim Grossvater des Kindes. Jetzt waren wir zur zweitägigen Hochzeit einer Tante eingeladen, das war toll. Als Pädagogen ist es auch spannend, den kulturellen Hintergrund von Kindern aus dem Kosovo zu sehen. Beim Anblick der Kriegsdenkmäler für die Gefallenen in den Dörfern merkt, man, wie präsent dieser Krieg noch ist. Das hilft einem zu verstehen, in welcher Kultur diese Schüler aufwachsen.»

— Peter, 61, Barbara, 52 und Janica, 13, aus dem Kanton St. Gallen (wollten nicht für ein Foto posieren)

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81Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rubby 09.08.2017 05:55
    Highlight Highlight Dingsda:....SUPER GESCHRIEBEN...du bringst diese verschönigungen und verherrlichungen auf den punkt..!!!...diese propaganda ist verfälscht und ganz einfach lächerlich..!!!
  • Rubby 09.08.2017 05:50
    Highlight Highlight Wenn die kosovaren ihr land so unglaublich gut finden...dann frage ich mich ernsthaft wieso dann so viele hier sind..??.
    An die redaktion: in der schweiz herrscht meinungsfreiheit...dann kann ich erwarten dass mein artikel aufgeschaltet wird...!!
    • unejamardiani 09.08.2017 07:50
      Highlight Highlight Die selbe Frage könntest du ja auch den Italienern stellen oder Spaniern oder was weiss ich, aber tust du nicht! Warum?
  • KaGa 08.08.2017 23:02
    Highlight Highlight Ich habe da jetzt nichts Neues gelesen. Ausser dass es LehrerInnen gibt, die sich von Eltern ihrer Schüler zu Ferien einladen lassen. Aha
  • Dingsda 08.08.2017 16:30
    Highlight Highlight Und es geht wieder los mit der sinnlosen Kosovo-Propaganda...
    Anstatt alles zu beschönigen und lobhudeln, würde es mehr sinn machen die Probleme dort anzusprechen.
    Menschenhandel, Organhandel, Zwangsprostitution, Zwangsheirat, IS-Rekrutierung, Blutrache, Unterdrückung, Vertreibung und Enteignung, Drogenschmuggel und Handel, scheitern des KFOR (zig verlochte Millionen),...

    Aber nein,... man stellt sich aus das gleiche Niveau vom Blick und verspricht sich mehr Klicks durch verblendete Kosovo-Albaner die auf die Schweiz scheissen würden, wenn es hier kein Geld gäbe.
    • Firefly 08.08.2017 18:36
      Highlight Highlight Es gibt genug Probleme über die berichtet wird, geh einfach zum nächsten Artikel und du bist bedient.
    • Walter Sahli 08.08.2017 19:47
      Highlight Highlight Zu diesen Anschuldigungen hätte ich doch ganz gerne ein paar Quellen und ein paar Stimmen von Kosovaren.
    • Amanaparts 08.08.2017 20:39
      Highlight Highlight @Walter

      Hier mal eine Schweizerisch-Kosovarische Stimme zu den Anschuldigungen:

      Menschenhandel, Zwangsprostitution
      Ein weit verbreitetes Problem im ganzen Balkan. Schmuggler verdienen sich Reich und gerade Frauen aus ärmeren ehemaligen SovietSatelliten sind oft die Opfer. Kosovo sticht im Balkan aber weder in der Bekämpfung noch in der Förderung von diesem überregionalen Problem hervor. Evtl. würde sich hier generell ein Bericht über Menschenhandel und Zwangsprostitution im Balkan anbieten. @Watson
    Weitere Antworten anzeigen
  • pachnota 08.08.2017 15:04
    Highlight Highlight Ich würde mir für die "Kosovo Serie" wünschen, das Thematisiert würde, das viele in der CH geborene Mädchen mit kosovarischen Wurzeln, gezwungen werden einen ihrer Landsleute im Kosovo zu heiraten.
    • Chrigi-B 08.08.2017 15:54
      Highlight Highlight Jup! Meine Rede!
    • Mia_san_mia 08.08.2017 16:25
      Highlight Highlight Was ist mit den Buben mit Kosovarischen Wurzeln, die gezwungen werden eine Frau in Kosovo zu heiraten? 😀
    • pachnota 08.08.2017 17:59
      Highlight Highlight @Beri_sha_24a
      Du musst es ja wissen!
      ; )
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 08.08.2017 14:51
    Highlight Highlight Eine Kroatienserie, Serbienserie oder sonstige Serie von anderen Einwanderergruppen würde ich nach dieser Serie Befürworten. So kann man ein besseres Bild machen von Einwanderergruppen machen und beurteilen welche besser ist. Zumal ich finde das bei dieser Serie der Kosovo viel zu schön wegkommt. Da gibts massig Probleme, man sollte nicht zu schonunglos sein. Sonst bekommt es einen Propagandatouch.
    • flogsou 08.08.2017 15:32
      Highlight Highlight beurteilen welche besser ist!?!
    • Knox420 08.08.2017 15:37
      Highlight Highlight Ohne jetzt jemandem auf die Schuhe treten zu wollen, behaupte ich, dass Serben die Sympathischsten sind. Eigene Erfahrung.
    • rite 08.08.2017 17:29
      Highlight Highlight @Knox420, ja eben 'eigene Erfahrungen'.

      Man kann nicht von eigenen Erfahrungen auf ganze Gruppen schliessen, geschweige denn wenn es fast 200'000 sind.

      'Ich finde Inder Sympatischer als Chinesen, weil ich je zwei kenne.'
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 08.08.2017 14:33
    Highlight Highlight «Gerade die Kinder unserer Diaspora hören ja nach den Sommerferien die Ferienerlebnisse ihrer Klassenkameraden aus Portugal, Dubai oder sonst wo.»

    Niemand zwingt die Kosovaren dazu immer wieder nur Ferien im Kosovo zu machen. Arm sind die hier ja nicht noch werden sie benachteilligt. Ist heutzutage keine grosse Sache mehr sich gute Ferienorte zu leisten.
    • DerTaran 08.08.2017 14:41
      Highlight Highlight Doch, die Eltern, siehe auch mein Posting etwas hier.
    • Alterssturheit 08.08.2017 15:00
      Highlight Highlight Das mit den Eltern mag teilweise sein, aber ich hoffe mal, dass sich die Albanien/Schweizer spätestens im Erwachsenenalter durchsetzen und selbstständig entscheiden, ob und wie häufig sie ins "Heimatland" fahren werden.
      Allerdings ist der Familienzusammenhalt dort generell (wie in vielen anderen Ländern auch) eindeutig höher als bei uns - das finde ich eigentlich sympathisch.
    • Abel Emini 08.08.2017 17:40
      Highlight Highlight Nein, danke. Lieber Albanien statt Dubai.
      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caprice 08.08.2017 14:24
    Highlight Highlight Mega spannend. Ich, als Schweizerin mit Migrationshintergrund (aber nicht Kosovo sondern noch ein Mü klassischer: Italien), habe den Kosovo auch schon bereist und habe nur positive Erinnerungen mit nach Hause genommen. Umso mehr freut mich jetzt die angekündigte Kosovo-Serie!
    • Abel Emini 10.08.2017 13:10
      Highlight Highlight Dann besuch mal Albanien :D teilweise wirst du dir vorkommen wie Zuhause.
    • Caprice 10.08.2017 13:26
      Highlight Highlight Haha, steht auch noch auf der Bucket-List! Vor Kosovo waren wir in Montenegro und haben Albanien nur mit dem Bus kurz passiert. Die Reise war auf jedenfall ein Erlebnis, insbesondere die nächtlichen Stopps im Nowhere und niemand weiss warum :-D
  • Matthiah Süppi 08.08.2017 14:19
    Highlight Highlight Ist das jetzt einfach Zufall, dass der Blick und ihr genau das gleiche Thema ausgewählt habt?
    • Christoph Bernet 08.08.2017 14:28
      Highlight Highlight Hallo jSG
      Das ist tatsächlich ein Zufall. Der Besuch im Kosovo fand Ende Juli statt, bevor die Kosovo-Serie im Blick erschienen war. Wir bei watson wussten nichts von den Plänen der Kollegen vom Blick und umgekehrt war das ebenfalls nicht der Fall, nehme ich an.
      Freundliche Grüsse
    • Luca Brasi 08.08.2017 17:14
      Highlight Highlight Sogar den "Schatzi"-Slang habt ihr übernommen.
      Fehlt nur noch das 20min auch dort unten war.
      Kosovo wird nicht von Schweiz-Albanern überrannt im Sommer, sondern von der schweizerischen Medienlandschaft. :D
  • DerTaran 08.08.2017 14:13
    Highlight Highlight Früher als ich noch Auslandschweizer war, haben meine Eltern mit uns jeden Urlaub in der Schweiz verbracht. 😀
    • Abel Emini 10.08.2017 13:10
      Highlight Highlight Wann kommt ihr wieder?
    • DerTaran 10.08.2017 14:15
      Highlight Highlight Na ja, jetzt bin ich Schweizer und lebe in der Schweiz. Remigriert sozusagen.
  • naitsabeS 08.08.2017 14:13
    Highlight Highlight Spannender Artikel, Danke dafür
  • miro1604 08.08.2017 14:05
    Highlight Highlight Scheint eine interessante Serie zu werden, jedoch kann man nicht wirklich behaupten, dass Kosovo in "schweizer" Hand ist.
    • dechloisu 08.08.2017 14:32
      Highlight Highlight Wenn man die wirtschaftliche Abhängigkeit bedenkt ist es schon nicht so abwägig.
      So finde ich zumindest.
    • wasylon 08.08.2017 15:24
      Highlight Highlight Kosovo als Satellitenstaat der Schweiz?
    • Knox420 08.08.2017 15:39
      Highlight Highlight Kosovo der unsichtbare 27. Kanton?
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«Ich will mich sterilisieren lassen» – warum Norah (25) keine Kinder möchte

Wenn Frauen keine Kinder wollen, irritiert das – auch heute noch. Mit 19 Jahren hat Norah Steiner ihrer Frauenärztin zum ersten Mal gesagt, dass sie sich sterilisieren lassen will. Diese war schockiert und blockte ab.

Die 25-jährige Norah Steiner setzt sich auf den Bistro-Stuhl in einem französischen Café in Luzern. Sie bestellt einen Verveine-Tee, «ich ernähre mich jetzt vegan», und zieht ihre Multifunktions-Jacke aus. Dann sagt sie das, was die Gynäkologen schockiert, das Umfeld irritiert und die Gesellschaft nicht akzeptiert: «Ich möchte keine Kinder, deshalb will ich mich sterilisieren lassen.»

Diesen Wunsch hegt sie schon lange. Mit 19 Jahren hat sie zum ersten Mal ihre Frauenärztin gefragt, ob das …

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