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epa05630506 Rumen Radev, the Bulgarian President-elect, of the Initiative Committee, formally supported by the Bulgarian Socialist Party (BSP), speaks during a press conference in Sofia, Bulgaria, 13 November 2016. The winner in the second round of the presidential elections in Bulgaria is the socialist opposition's candidate, former general Rumen Radev with 58 per cent of the vote, as shows the first exit pool of Alpha Research and Gallup International. The pro government candidate Tzetzka Tsacheva scores 35 per cent of voter's support.  EPA/STR

Holte rund 58 Prozent der Stimmen: Rumen Radew. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Prorussischer Oppositionskandidat wird neuer Präsident Bulgariens



Bei der Stichwahl für das Präsidentenamt in Bulgarien hat der russlandfreundliche Oppositionskandidat Rumen Radew einen klaren Sieg eingefahren. Für den Kandidaten der Sozialisten (ehemals KP) stimmten offiziellen Zwischenergebnissen zufolge 59,08 Prozent der Wähler.

Die bürgerliche Regierungskandidatin Zezka Zatschewa kam auf lediglich 36,34 Prozent, wie die Zentrale Wahlkommission in der Nacht zum Montag mitteilte. Das amtliche Endergebnis der Stichwahl vom Sonntag soll spätestens bis Dienstagabend bekannt gemacht werden. Der frühere General und künftige Präsident Radew soll am 22. Januar 2017 sein Amt antreten.

Kurz nach Bekanntgabe der Zahlen kündigte Ministerpräsident Boiko Borisow seinem Rücktritt an. Er hatte diesen Schritt bereits angedroht, nachdem Zatschewa schon in der ersten Wahlrunde Anfang November unterlag.

Sein Rückzug wird wahrscheinlich Neuwahlen im März nach sich ziehen. Angesichts vieler politischer Gruppierungen in Bulgarien wird zudem anschliessend mit Monate andauernden Koalitionsgesprächen gerechnet.

Von Beziehung zu Moskau profitieren

Der frühere Luftwaffenkommandant Radew hatte im Wahlkampf erklärt, sein Land müsse in den Beziehungen zur EU und zur NATO pragmatisch sein und nach Wegen suchen, von einer Beziehung zu Moskau zu profitieren. Auf dem politischen Parkett ist Radew ein Neuling. Er hat von der Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Mitte-Rechts-Regierung von Borisow profitiert.

Den Bulgaren zeigte der Kampf gegen Korruption zu wenig Erfolge, sie sind enttäuscht von der EU und sorgen sich zunehmend vor einer Entfremdung eines immer selbstbewusster auftretenden Russland. (cma/sda/reu/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • dan2016 14.11.2016 10:47
    Highlight Highlight Die Bulgaren machen es echt spannend. Und positionieren sich als erstes Kampffeld der Neufreunde Putin und Erdogan. Evtl. Eine Teilung eintlang Balkangebirge?
  • Fumo 14.11.2016 08:48
    Highlight Highlight Das ein General ein Neuling auf den politischen Parkett ist würde ich nicht unbedingt behaupten. Wer kennt die Launen der Politiker besser als ihr Handlanger der die Kämpfe austragen muss?

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