bedeckt
DE | FR
7
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
EU

Die Verhandlung im Brüsseler Terror-Prozess beginnt heute

Die Verhandlung im Brüsseler Terror-Prozess beginnt heute

05.12.2022, 07:41

Mehr als sechs Jahre nach den islamistischen Terror-Anschlägen in Brüssel beginnen am Montag (9.00 Uhr) die Gerichtsverhandlungen in dem Fall. Der Prozess um die Anschläge von März 2016 wurde bereits im September offiziell eröffnet, die Anhörungen verzögerten sich jedoch wegen eines Streits darum, wie die Angeklagten im Saal untergebracht werden sollten. Sie werden nun gemeinsam in einem Glaskasten sitzen.

FILE - A banner for the victims of the bombings reads "I am Brussels" at the Place de la Bourse in the center of Brussels, March 23, 2016. The trial of 10 men accused over the 2016 suicide b ...
Bei den Terroranschlägen starben 32 Menschen.Bild: keystone

Bei den Angriffen am 22. März 2016 hatten drei Selbstmordattentäter der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Bomben am Brüsseler Flughafen Zaventem und in einer U-Bahnstation im EU-Viertel gezündet. Dabei wurden 32 Menschen getötet und Hunderte teils schwer verletzt. In dem Prozess sind zehn Menschen angeklagt, einer davon gilt als vermisst – es wird vermutet, dass er in Syrien gestorben ist.

Sechs der Angeklagten wurden bereits im Prozess um die Pariser Attentate am 13. November 2015 verurteilt. Damals hatten Extremisten bei einer Anschlagsserie 130 Menschen getötet und 350 weitere verletzt. Die Anschläge in der französischen und in der belgischen Hauptstadt gehen wahrscheinlich auf dieselbe Terrorzelle zurück. So steht der Hauptangeklagte im Pariser Prozess, Salah Abdeslam, nun auch in Brüssel wieder vor Gericht.

Acht Angeklagten wird 32-facher terroristischer Mord, versuchter terroristischer Mord an 695 Menschen sowie die Beteiligung an den Aktivitäten einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Den Angeklagten gegenüber stehen mehr als 900 Nebenkläger. Opfer und Opferorganisationen beklagten in den vergangenen Jahren immer wieder unzureichende und komplizierte Unterstützung des Staats.

Das öffentliche Interesse an dem Verfahren ist riesig – deshalb wird der Prozess in umgebauten Räumlichkeiten des früheren Nato-Hauptquartiers im Nordosten der Stadt geführt. Wegen eines Streits über die Sicherheitsvorkehrungen war der ursprünglich für Mitte Oktober geplante Verhandlungsstart verschoben worden.

Die Verteidigung hatte sich zum Prozessauftakt im September darüber beschwert, dass die Angeklagten in geschlossenen Einzelkabinen aus Glas sitzen sollten. Daraufhin entschied die Vorsitzende Richterin, dass die Kästen gegen die Menschenrechtskonvention verstossen. Es soll stattdessen eine grosse Glaskabine bereitgestellt werden, in der die Angeklagten gemeinsam sitzen können. Wegen des Umbaus verzögerte sich der offizielle Beginn der Verhandlungen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7
Putins Kirchenpatriarch Kirill spionierte in der Schweiz – das sind die Sonntagsnews
Anschuldigungen aus den USA gegen die Schweiz, ein ehemaliger russischer Spion in der Schweiz und Forderungen zur Weitergabe von Waffen aus der Schweiz: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:

Wähler und Wählerinnen der sechs grössten Schweizer Parteien haben sich mehrheitlich für die Weitergabe von Waffen an die Ukraine ausgesprochen. Das zeigte eine Umfrage, die das Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag der «NZZ am Sonntag» durchgeführt hatte. Mit 58 Prozent Ja-Stimmen war die Zustimmung der GLP-Wählerschaft am deutlichsten auf die Frage: «Soll die Schweiz anderen Ländern die Weitergabe von Waffen aus Schweizer Produktion an die Ukraine erlauben?». Anhängerinnen und Anhänger der SVP sagten mit 67 Prozent am deutlichsten «Nein», wie eine Grafik in der «NZZ am Sonntag» zeigte. Insgesamt antwortete laut der Zeitung rund ein Drittel mit «Ja» und ein Fünftel mit «eher Ja».

Zur Story