Die Europawahl beginnt an diesem Donnerstag in den Niederlanden. Als erste dürfen die rund 13,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger des Königreiches ihre Stimme für die Abgeordneten des Europaparlaments abgeben. Nach den Umfragen wird die radikal-rechte Partei für die Freiheit (PVV) des Populisten Geert Wilders stärkste Kraft werden, gefolgt von dem rotgrünen Bündnis der sozialdemokratischen Partei von der Arbeit und der grünen GroenLinks.
Die europafeindliche Anti-Islampartei von Wilders hatte vor fünf Jahren nur einen Sitz im Brüsseler Parlament bekommen. Doch im November hatte Wilders überraschend die Parlamentswahl im eigenen Land gewonnen und wird nun mit drei weiteren rechten Parteien eine Koalition bilden. Wilders hatte allerdings die Forderung nach einem «Nexit», dem Austritt der Niederlande aus der EU, vor der Europawahl auf Eis gelegt.
Im neuen Europaparlament werden die Niederlande mit 31 Abgeordneten vertreten sein. Erste Prognosen werden am Donnerstagabend um 21.00 Uhr erwartet. Doch Ergebnisse dürfen erst dann bekannt gemacht werden, wenn in allen EU-Staaten die Wahllokale geschlossen sind. Das ist am Sonntagabend.
Die Bürger der übrigen 26 EU-Mitgliedsstaaten können in den kommenden Tagen ihre Stimme abgeben. Am Sonntag wählt der grösste Teil. (hkl/sda/dpa)