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Britische Marine und Französische Fischer verlassen Jersey

Fishing vessels at sea seen from the coast of Jersey, Thursday, May 6, 2021. French fishermen angry over loss of access to waters off their coast have gathered their boats in protest off the English C ...
Die Royal Navy beobachtet die Lage vor Jersey.Bild: keystone

Nach Eskalation vor Jersey: Britische Marine und Französische Fischer verlassen die Insel

06.05.2021, 22:2906.05.2021, 22:29

Nachdem französische Fischer ihre Blockade der Kanalinsel Jersey beendet haben, hat die britische Regierung den Rückzug ihrer Marine angekündigt.

«Da die Situation vorerst geklärt ist, werden sich die Patrouillenschiffe der Royal Navy darauf vorbereiten, in ihren Hafen im Vereinigten Königreich zurückzukehren», teilte das Büro von Premierminister Boris Johnson am Donnerstagabend mit. «Wir bleiben in Bereitschaft, um im Falle weiterer Anfragen von Jersey Unterstützung zu leisten.»

Die Regierung betonte, die Behörden von Jersey hätten das Recht, die Fischerei in ihren Gewässern zu regeln. Über Twitter dankte Johnson der Royal Navy für ihren raschen Einsatz: «Ich freue mich, dass die Situation in Jersey gelöst wurde.» Jerseys Regierungschef John Le Fondre berichtete von konstruktiven Gesprächen mit Vertretern der Fischer.

Fishing vessels at sea off the coast of Jersey, Thursday, May 6, 2021. French fishermen angry over loss of access to waters off their coast have gathered their boats in protest off the English Channel ...
Französische Fischerboote blockieren den Hafen von Saint Helier.Bild: keystone

Dutzende französische Fischerboote hatten seit dem frühen Morgen den Hafen der Inselhauptstadt Saint Helier blockiert. Hintergrund ist ein Streit um Fischereilizenzen im Ärmelkanal, der wegen des Brexits erneut hochgekocht ist. Auch Frankreich hatte Marineschiffe in die Region geschickt.

Jersey ist als sogenannter Kronbesitz nicht Teil des Vereinigten Königreichs, das aber für die Aussen- und Sicherheitspolitik der Kanalinsel etwa 25 Kilometer vor der französischen Küste verantwortlich ist. Frankreich hatte diese Woche gedroht, die Stromversorgung für die Insel zu kappen, wenn sich Grossbritannien in Sachen Fischereilizenzen nicht bewege. (sda/dpa)

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