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epa03956763 Foreign construction workers qleave a construction site in Doha, Qatar, 19 November 2013. The previous day, football's ruling body FIFA said it will continue to put pressure on 2022 World Cup hosts Qatar over the conditions of migrant workers in the country's construction sector, but issued no deadline for improvement. Britain-based rights group Amnesty International said 17 November that workers in the oil- and gas-rich Gulf state suffered difficulties including 'non-payment of wages, harsh and dangerous working conditions, and shocking standards of accommodation.'  EPA/STR

Die Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter in Katar werden demnächst in der Schweiz vor Gericht verhandelt. Bild: EPA

FIFA muss in Zürich vor Gericht – wegen Arbeitsbedingungen in Katar

Jetzt klagen ausländische Gewerkschaften die FIFA wegen Menschenrechtsverletzungen in Katar an. Der Fall ist historisch einmalig. 



Zum ersten mal in der Geschichte wird eine in der Schweiz registrierte Vereinigung wegen Menschenrechtsverletzungen im Ausland vor einem hiesigen Gericht belangt. Die holländische Gewerkschaft Federatie Nederlandse Vakbeweging verklagt die FIFA, wie der «Tages Anzeiger» (TA) schreibt.

Zu den Klägern gehören auch zwei Gewerkschaften aus Bangladesch. Dabei geht es um die schlechten Arbeitsbedingungen von Gastarbeitern in Katar: Diese bauen derzeit an der Infrastruktur für die WM 2022.

FIFA soll Druck ausüben

In der Klage verlangt die Gewerkschaft, dass die FIFA dem Arbeiter Nadim Shariful Alam aus Bangladesch 4000 Dollar Schadenersatz und 30'000 Franken Genugtuung zahlt. Er musste das Land sofort verlassen, nachdem ihn sein Arbeitgeber auf die Strasse gesetzt hatte. Seine Geschichte dient den Klägern dazu, die FIFA allgemein zum Handeln zu bewegen. 

Sie fordern, dass der Verband sich beim katarischen Regime dafür einsetzt, dass sich die Arbeitsbedingungen ändern. So soll die Regierung dafür sorgen, dass die Gastarbeiter ihre Arbeitsverträge kündigen können und dass sie ihre Pässe behalten können – diese werden ihnen abgenommen. 

Bereits Amnesty International hat die Zustände in Katar kritisiert. Die Gastarbeiter würden unter schlechten hygienischen Bedingungen leben, hiess es. Zudem würden viele oft monatelang keinen Lohn erhalten und würden trotzdem zur Arbeit gezwungen.

epa03955188 An Amnesty International handout photo dated October 2012 shows a bedroom in PCSI Specialties Qatar (PCSI) construction company workers' accommodation in the Industrial Area of Doha, Qatar. Amnesty International on 17 November 2013 released a report blasting the conditions of migrant construction workers in Qatar, as the country prepares its infrastructure for the 2022 FIFA football World Cup. Workers in the oil- and gas-rich Gulf state suffer difficulties including “non-payment of wages, harsh and dangerous working conditions, and shocking standards of accommodation,” the Britain-based rights group said.  EPA/AMNESTY INTERNATIONAL/HANDOUT MANDATORY CREDIT: AMNESTY INTERNATIONAL HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

So sieht es in den Unterkünften der Gastarbeiter in Katar aus. Bild: EPA

«Muss eine Schweizer Vereinigung, die gegen aussen verlautbart, Menschenrechte einzuhalten, sich darauf behaften lassen? Wir meinen, ja», sagt der Zürcher Haftpflichtrechtler David Husmann, der die Kläger vertritt, dem TA.

FIFA weist Vorwürfe von sich

Der Fussballverband wehrt sich in einem Brief an die Gewerkschaft. Darin betont er, dass die WM-Verantwortlichen vor Ort Standards für die Arbeitsbedingungen eingeführt hätten, die auch kontrolliert würden.

Der Experte für Haftungsfragen, Gregor Geisser, betont, dass die Gewerkschaften mit der Klage rechtlich Neuland betreten. Es sei unklar, inwiefern die FIFA für das Verhalten der katarischen Arbeitgeber verantwortlich gemacht werden könne, sagt er gegenüber dem TA. (rwy)

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    Alle Leser-Kommentare
  • themachine 09.12.2016 08:19
    Highlight Highlight Bestärkt mich in meinem Vorhaben keine Sekunde dieser drecks WM in Katar zu schauen. Es wird davon ausgegangen, dass bis zur Fertigstellung der Stadien 4000 Gastarbeiter ihr Leben auf den Baustellen lassen werden. Das muss man sich mal vorstellen in einem reichen Land wie Katar. Da muss doch mal ein junger Fussballspieler die dann im besten Alter wären (z.B.Embolo) oder ein Verband (z.B. der DFB) hinstehen und klar machen, dass wenn das so weitergeht wir da nicht mitmachen werden und die WM boykottieren. Aber natürlich man darf ja das sportliche nicht mit dem politischen vermischen^^🙈🙉🙊
  • _kokolorix 09.12.2016 07:08
    Highlight Highlight Solange es mio von Dumpfbacken gibt, die begeistert zuschauen wie ein paar wehleidige Narzissten sich um einen, von misshandelten Kindern hergestellten, Ball balgen, solange werden auch zehntausende Ausgebeutet um genau dieses Spektakel zu ermöglichen. Hier werden nur die absolut stossendsten Fälle thematisiert. Die korrupte Welt des Spitzensports ist ein Vorgeschmack auf das was die einfältigen Wutbürger uns ganz allgemein einbrocken, indem sie lautstarke Egomanen in mächtige Positionen wählen

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