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Filmmaterial zeigt Alec Baldwin nach tödlichem Schuss am Film-Set

Ein von der Polizei veröffentlichtes Körperkameravideo zeigt dramatische Momente am «Rust»-Set. Zu sehen ist Schauspieler Alec Baldwin nach dem Abfeuern der Waffe, die Kamerafrau Halyna Hutchins tötete.
26.04.2022, 13:0026.04.2022, 16:18
Der Tatort.
Der Tatort.Bild: keystone
Ein Artikel von
t-online

Neues Filmmaterial aus einem Körperkameravideo zeigt die Szenen nach dem tödlichen Schuss am «Rust»-Set im Oktober 2021. Das Videomaterial wurde vom Büro des Sheriffs von Santa Fe im Rahmen der Untersuchungen veröffentlicht. Die Kamerafrau Halyna Hutchins war durch den Schuss am Set des Western ums Leben gekommen.

In dem Video ist unter anderem Schauspieler Alec Baldwin mit der Waffe in der Hand zu sehen – sowohl vor dem tragischen Vorfall als auch nach dem abgegebenen Schuss. Hutchins liegt dann von Ersthelfern umringt am Boden. 

Die US-amerikanische Nachrichtenseite «CBS News» zeigt zudem Fotos von dem Revolver und von Baldwins Händen nach dem Schuss. Eine weitere Videoaufnahme zeigt den Hollywoodstar im Verhör mit zwei Beamtinnen, denen er erklärt, dass er den Abzug während der Probe der Szene nicht betätigt habe. Zudem betont er, er wisse nicht, wer die Pistole mit einer scharfen Patrone geladen habe. «Ich ziehe die Waffe heraus, und sobald der Lauf frei ist, drehe ich mich um und entsichere die Waffe, und sie geht los», sagt Baldwin in dem Beweisvideo.

Veröffentlichtes Bodycam-Video zeigt die dramatischen Momente:

Video: watson/Twitter/CBS Evening News

Höchststrafe für Produktionsfirma wegen Arbeitsbedingungen

In einem Bericht über die Arbeitsbedingungen am «Rust»-Set war zuvor festgestellt worden, dass die Produktionsfirma «wusste, dass die Sicherheitsvorkehrungen für Schusswaffen am Drehort nicht befolgt wurden» und dass dennoch «keine Abhilfemassnahmen ergriffen» worden seien.

Bild: keystone

Rust Movie Productions, LLC erhielt die höchstmögliche Strafe wegen «offensichtlicher Gleichgültigkeit gegenüber den offensichtlichen Gefahren im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Schusswaffen am Set, die zu einem Todesfall, schweren Verletzungen und unsicheren Arbeitsbedingungen führten». Dies geht aus einer Pressemitteilung der Behörde für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz des Umweltministeriums von New Mexico hervor, die am 20. April veröffentlicht wurde.

«Ich weiss, dass ich nicht verantwortlich bin»

Baldwin war auch als Produzent an dem Film beteiligt, gibt sich aber nicht die Schuld an dem Unfall. «Ich habe das Gefühl, dass jemand für das Geschehene verantwortlich ist, und ich kann nicht sagen, wer das ist, aber ich weiss, dass ich es nicht bin», sagte er zuvor.

Die Polizeibeamten erklärten, dass sie noch auf Telefonaufzeichnungen und ballistische Informationen warten, um die strafrechtlichen Ermittlungen abzuschliessen. Eine Anklage gibt es nicht. Die Ermittler haben aber nicht ausgeschlossen, dass es noch zu einer kommen könne.

(spot on news,t-online)

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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8004 Zürich
26.04.2022 15:14registriert Februar 2015
Schuld und Verantwortung sind zwei verschiedene Dinge. Mag sein, dass er keine Schuld an diesem Unfall trägt; ich finde aber, dass er es sich als Produzent eingehender mit seiner Verantwortung auseinandersetzen muss, da unter anderem mit seinen Ressourcen gearbeitet und gemanagt wurde.
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esmereldat
26.04.2022 17:45registriert März 2016
Doofe Videovorschau.
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Hans Tom
26.04.2022 15:30registriert Juni 2021
Jeder der mit Waffen arbeitet muss wissen, dass schlussendlich er und nur er verantwortlich ist für das was geschieht. Bevor man eine Waffe in die Hand nimmt, muss man immer checken ob sie geladen ist. Da ist der Träger dafür verantwortlich, ob Filmset oder Kaserne.

“Jede Waffe ist immer als geladen zu betrachten” oder so was ähnliches.
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