International
Thailand

30 Schildkröten am Körper – Frau am Flughafen Bangkok gefasst

30 Schildkröten am Körper – Frau am Flughafen Bangkok gefasst

29.04.2026, 11:2029.04.2026, 11:20

Ein ungewöhnlicher Schmuggelversuch hat am Flughafen von Bangkok für Aufsehen gesorgt: Eine 19-Jährige aus Taiwan hatte Dutzende lebende Schildkröten mit Klebeband an ihrem Körper fixiert.

Die Passagierin wollte von Thailand aus zurück in die Heimat – dann aber wurden Sicherheitsbeamte auf ihr auffälliges Verhalten aufmerksam, wie die Zeitung «Bangkok Post» unter Berufung auf Wildtierinspektoren am Suvarnabhumi Airport berichtete.

Indische Sternschildkröte geochelone elegans *** Indian Star tortoise Geochelone elegans Copyright: imageBROKER/G.xLacz ibllag08236187.jpg Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen des deutsche ...
Die Indische Sternschildkröte gilt als gefährdet.Bild: IMAGO / imagebroker

Bei einer genaueren Untersuchung entdeckten die Einsatzkräfte mehrere Stoffbeutel an ihrem Körper, in denen 30 unter Schutz stehende Indische Sternschildkröten (Geochelone elegans) versteckt waren. Der Handel mit den Tieren ist sehr lukrativ, aber verboten. Nach Angaben der Behörden war eine Schildkröte bereits tot.

Wegen auffälliger Panzerzeichnung beliebt

Die Tiere wurden sichergestellt, die Frau festgenommen. Medienberichten zufolge soll sie Flugbegleiterin für eine vietnamesische Fluggesellschaft sein. Gegen sie wird nun wegen Verstössen gegen das Artenschutzgesetz ermittelt.

Die Indische Sternschildkröte gilt als gefährdet. Sie ist im internationalen Artenschutzabkommen Cites gelistet und erzielt auf dem Schwarzmarkt hohe Preise. Wegen ihrer auffälligen Panzerzeichnung sind die Tiere im Haustierhandel sehr begehrt, was zu intensiver Wilderei führt. Zusätzlich setzen ihnen Lebensraumverlust durch Landwirtschaft und Besiedlung sowie der Verzehr in einigen Regionen zu. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Diese 4 Stolpersteine könnten den Iran-Deal jetzt noch gefährden
Die USA und der Iran haben sich auf ein Abkommen geeinigt. Was darin steht, ist bisher noch nicht wirklich bekannt. Doch klar ist: Einfach so wird nicht so schnell Ruhe einkehren.
Digital soll das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran bereits unterzeichnet sein, eine Zeremonie soll noch diese Woche auf dem Bürgenstock folgen. Was im Abkommen steht, wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Entsprechend skeptisch bleiben Aussenstehende. Auch sonst ist der Frieden durch verschiedene Faktoren gefährdet. Ein Überblick.
Zur Story