Mit der seit über zwei Jahren geplanten kompletten Neugestaltung des Notre-Dame-Umfelds soll im Herbst 2025 begonnen werden. Die Arbeiten sollen mindestens bis 2028 dauern, wie die Stadt Paris mitteilte. Das Projekt umfasst die Plätze vor und hinter der Kathedrale, sowie die Seitenpassagen. 160 Bäume sollen zusätzlich gepflanzt und Rasenflächen geschaffen werden.
Zur Abkühlung bei heissen Sommertemperaturen ist vorgesehen, dass eine dünne Wasserschicht von fünf Millimetern sich über den Vorplatz verteilt. Anstelle des unterirdischen Parkplatzes vor dem Pariser Wahrzeichen soll ein langes Empfangsgebäude öffnen mit Gepäckaufbewahrung, Toiletten, Buchhandlung, Café sowie einem Zugang zur Krypta.
Die Neugestaltung erstreckt sich über eine Fläche von 4,5 Hektar, das entspricht mehr als sechs Fussballfeldern. Mit der klimafreundlichen Umgestaltung wurde der belgische Star-Landschaftsarchitekt Bas Smets beauftragt.
Bei einem Grossbrand am 15. April 2019 wurde das Meisterwerk der Gotik schwerbeschädigt. Am 8. Dezember soll es für Besucher wieder öffnen. Die Pariser Diözese erwartet mit der Wiedereröffnung jährlich 15 Millionen Besucher.
Besucher der frisch renovierten Pariser Kathedrale Notre-Dame sollen künftig im Schatten Schlange stehen können. Der bisher zugepflasterte Vorplatz des Gebäudes soll nach den Plänen der Stadt bis 2028 komplett umgestaltet werden. Bis dahin sollen unter anderem 150 Bäume gepflanzt werden, die den Vorplatz «wie eine Waldlichtung» erscheinen lassen sollen.
«Wir ändern nicht alles, wir respektieren die lange Geschichte des Ortes, aber wir wollen ihn an den Klimawandel anpassen», sagte der belgische Architekt Bas Smets, der mit dem Umbau betraut ist. Nach der für Anfang Dezember geplanten Wiedereröffnung der bei einem Brand 2019 stark beschädigten Kathedrale werden jährlich bis zu 15 Millionen Besucher erwartet.
Die frühere Tiefgarage unter dem Vorplatz soll in einen Empfangsraum umgestaltet werden, der ein Café, eine Buchhandlung und Toiletten bietet. Von dort aus sollen die archäologischen Grabungen unter der Kathedrale erreichbar sein. Zudem soll ein neuer Zugang zum Seine-Ufer geschaffen werden. Die Bauarbeiten, die im Herbst 2025 beginnen sollen, sollen der Kathedrale «ihren Rahmen zurückgeben, in dem sie strahlen kann», sagte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Die Baukosten werden auf 50 Millionen Euro geschätzt.
Die Kathedrale selbst soll am 7. Dezember, am Vorabend eines katholischen Marienfestes, wieder eröffnet werden. Die erste Messe soll dann am 8. Dezember gefeiert werden. Der Einlass in die Kathedrale wird weiter kostenfrei sein, allerdings sollen sich Besucher im Internet für bestimmte Zeiten anmelden. Die Website ist bisher noch nicht freigeschaltet. (sda/afp)