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Macron zur Schlichtung der Krise in Neukaledonien eingetroffen

Macron zur Schlichtung der Krise in Neukaledonien eingetroffen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist in Neukaledonien eingetroffen, um in dem von schweren Unruhen erschütterten französischen Überseegebiet zu schlichten.
23.05.2024, 03:13
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«Ich stehe an der Seite der Bevölkerung für die Rückkehr zu Frieden, Ruhe und Sicherheit», sagte Macron nach seiner Landung auf dem Flughafen der 1500 Kilometer östlich von Australien gelegenen Inselgruppe am Donnerstagmorgen (Ortszeit). Während seines Besuches würden Entscheidungen getroffen und Ankündigungen gemacht, versprach Macron vor Gesprächen mit örtlichen Politikern und Wirtschaftsvertretern.

French President Emmanuel Macron speaks with the press upon arrival at Noumea
Emmanuel Macron bei seiner Ankunft in Neukaledonien.Bild: keystone

Neukaledonien ist für Frankreich vor allem militärisch und geopolitisch sowie wegen grosser Nickelvorkommen von Bedeutung. Auslöser der vor über einer Woche ausgebrochenen Unruhen mit mehreren Toten und zahlreichen Verletzten ist eine geplante Verfassungsreform der Regierung in Paris. Diese soll Tausenden französischstämmigen Bürgern das Wahlrecht und somit mehr politischen Einfluss einräumen. Dagegen wehren sich Befürworter einer Unabhängigkeit der Inselgruppe.

Frankreich verhängte vorübergehend den Ausnahmezustand in Neukaledonien und entsandte zusätzliche Polizei- und Militärkräfte auf die Inselgruppe. Inzwischen hat sich die Lage etwas beruhigt. Während seines Besuches wird Macron von Innenminister Gérald Darmanin und Verteidigungsminister Sébastien Lecornu begleitet. (sda/dpa)

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3 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bero
23.05.2024 07:38registriert April 2019
Hab gerade ein Paar kennengelernt, dass dort seine Existenz aufgebaut hat. Deren Angst war real und spürbar.

Ihren Aussagen nach sind die Unruhen durch China finanziert. Der Chef der Bewegung habe ein Abkommen mit externen Quellen gemacht. Die Brände seien in den Städten mehrfach und parallel gelegt worden und hätten sehr koordiniert gewirkt.

Das Thema „Wahlbeteiligung“ ist wohl nur ein Vorwand, um eine weitere Südseeinsel zu destabilisieren und zu erobern. Tuvalu zeigt, was der Plan ist. Unabhängig in die Krise, dann Ausverkauf an China.
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