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Nach aufwendiger Suche: Bewaffneter Mann in Frankreich gefasst

31.05.2021, 14:2231.05.2021, 14:32
Bild: keystone

Nach gut anderthalb Tagen haben Einsatzkräfte im Südwesten Frankreichs einen gesuchten bewaffneten Mann in Gewahrsam genommen. Der Mann sei bei einem Schusswechsel verletzt worden und werde medizinisch behandelt, sagte der Präfekt der Dordogne, Frédéric Périssat, am Montagmittag.

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin hatte zuvor auf Twitter geschrieben, der Mann sei «neutralisiert» worden. Das Wort kann im Französischen unter anderem «ausschalten» oder «töten» heissen. Die Gendarmerie Nationale sprach von Verletzungen.

Ehemaliger Soldat eröffnet das Feuer

Mit einem Aufgebot von gut 300 Sicherheitskräften war zuvor nach dem 29 Jahre alten Mann gesucht worden. Die Gendarmerie hatte auch einen Zeugenaufruf mit Foto veröffentlicht.

Der ehemalige Soldat soll am frühen Sonntagmorgen den neuen Freund seiner ehemaligen Partnerin angegriffen und dann auf Sicherheitskräfte geschossen haben. Anschliessend sei er in ein Waldgebiet in der Nähe des Dorfes Le Lardin-Saint-Lazare geflohen.

Wollte der Täter von der Polizei getötet werden?

General André Pétillot zufolge wurde der Mann am Montag geortet und eröffnete das Feuer auf die Gendarmen. Diese schossen zurück und verletzten den Mann. Unter den Gendarmen gibt es demnach keine Verletzten. Bereits zuvor hatten die Einsatzkräfte versucht, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen. Dieser soll als Antwort stets auf sie geschossen haben.

Pétillot sprach von einer suizidären Logik. Der Mann könnte das Profil eines Menschen haben, der von der Polizei getötet werden wolle, hatte er im Radiosender France Info gesagt.

Er war kein Unbekannter

Medienberichten zufolge war der Mann wiederholt wegen häuslicher Gewalt verurteilt worden und trug bei seiner Flucht ein elektronisches Armband.

Das Dorf, in dessen Nähe der Mann aufgegriffen wurde, war für die Suche abgeriegelt worden. Schulen und Firmen blieben dort am Montag teilweise geschlossen oder in eingeschränktem Betrieb. Périssat zufolge soll es nun eine schrittweise Rückkehr zur Normalität geben. (aeg/sda)

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