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epa06598780 French railroad workers display a banner  reading ' Sud Rail won't let you destroy the SNCF Status' in front of the area dedicated to celebrate the 80th anniversary of the French railroad company SNCF as they demonstrate against the railroad reforms and the abolition of some of their advantages in Paris, France, 12 March 2018.  EPA/ETIENNE LAURENT

Auch am 80. Geburtstag der SNCF wurde bereits gestreikt. Bild: EPA/EPA

Frankreichs Eisenbahner läuten 3 Monate langen Streik ein – Schweiz auch betroffen



In Frankreich hat am Montagabend der «Kampf der Schiene» gegen die geplante Reform der staatlichen Bahngesellschaft SNCF begonnen. Gegen 19.00 Uhr begannen die Eisenbahngewerkschaften mit einem Streik, der bis Ende Juni jeweils an zwei von fünf Tagen stattfinden soll.

Entgegen der Warnungen der Gewerkschaften lief der Rückreiseverkehr in Frankreich nach dem langen Osterwochenende trotz des Streikauftakts normal. Am Dienstag dürften nach Einschätzung der SNCF allerdings nur jeder achte TGV-Schnellzug und nur jeder fünfte Regionalzug planmässig fahren.

Zugverbindungen vom Dienstag in die Schweiz, nach Spanien und Italien wurden komplett gestrichen. Von den Eurostar-Verbindungen nach Grossbritannien sollten hingegen drei Viertel planmässig verkehren, die Thalys-Züge nach Belgien und Deutschland sollten praktisch normal fahren.

Hinzu kommt, dass die Beschäftigten der Fluggesellschaft Air France für Dienstag einen Streik ankündigten, um 6 Prozent mehr Gehalt zu erkämpfen.

Fronten verhärtet

Die Streiks der Eisenbahner richten sich gegen die Wirtschafts- und Arbeitsmarktreformen der Regierung von Präsident Emanuel Macron, die unter anderem vorsehen, dass die SNCF-Beschäftigten ihren beamtenähnlichen Status verlieren. Die Arbeitsniederlegungen gelten als grosser Belastungstest für die Durchsetzungskraft sowohl der Gewerkschaften als auch der Regierung Macron, die sich grundlegende Umstrukturierungen im Land zum Ziel gesetzt hat.

Wie verhärtet die Fronten sind, machte am vergangenen Dienstag eine Äusserung von Verkehrsministerin Elisabeth Borne deutlich. «Keiner kann verstehen, dass die Eisenbahnergewerkschaften einen langen und schädlichen Streik starten, während die Regierung einen Dialog führt», kritisierte sie. (viw/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Skip Bo 03.04.2018 07:41
    Highlight Highlight Das typische Muster: Ein neuer F Präsident verspricht alles, wird in den Heiligenstand gehoben, fängt an zu arbeiten, Streik, Einknicken, Reformstau, über Wasser halten, privater Skandal, Korruption. Die Reihenfolge ist das einzige was die Präsidenten unterscheidet
    Damit hat er seine 7 Jahre geschafft.
    8 1 Melden
  • Dein Vater 03.04.2018 01:33
    Highlight Highlight Sie verlieren den Beamtenstatus...
    Wow...
    16 2 Melden
    • Markus Kappeler 03.04.2018 09:00
      Highlight Highlight Vielleicht wollen die Medien nicht die Wahrheit sagen? Es geht darum die Löhne zu senken und die Arbeitszeit zu erhöhen, plus Rentenalter zu erhöhen. Die Eisenbahner haben also allen Grund die Arbeit nieder zu legen.
      2 5 Melden
  • Maon 02.04.2018 23:13
    Highlight Highlight Fight for your rights! ✊🏻
    13 54 Melden
  • Sir Konterbier 02.04.2018 23:10
    Highlight Highlight "Am Dienstag dürften nach Einschätzung der SNCF allerdings nur jeder achte TGV-Schnellzug und nur jeder fünfte Regionalzug planmässig fahren."

    Super, dann ändert sich ja gar nichts und alles geht weiter wie bisher!

    Grüsse aus Frankreich!🤙
    38 0 Melden
  • Pirat der dritte 02.04.2018 23:02
    Highlight Highlight Diese Gewerkschaften in F sind radikal und komplett neben den Schienen 😄.
    66 11 Melden
  • Howard271 02.04.2018 22:58
    Highlight Highlight 6 Prozent mehr Lohn? Was sollen denn solche Forderungen?
    28 21 Melden
  • amazonas queen 02.04.2018 22:55
    Highlight Highlight Es gab mal einen bösen Spruch:
    Was macht ein französischer Lokführer in einer Lokomotive?
    Er hat vergessen zu streiken.
    66 5 Melden
  • Hayek1902 02.04.2018 22:48
    Highlight Highlight Man sah heute viele Flixbusse auf französischen Autobahnen. Ich gratuliere den Franzosen wieder einmal zu ihrer Weitsicht und bleibe dabei: das Land muss erst pleite gehen, bevor man es reformieren kann.
    124 22 Melden
    • Grégory P. 02.04.2018 23:20
      Highlight Highlight Heute besonders viele Flixbusse auf französischen Autobahnen? "man" hat schlecht gesehen, den heute gab es kein Streik...
      22 3 Melden
  • Redly 02.04.2018 22:44
    Highlight Highlight Kunden werden davon laufen, womit es langfristig noch weniger Eisenbahner braucht.
    PS: wer mit den Bedingungen des Arbeitgebers nicht einverstanden ist, soll sich einen besseren suchen oder es selbst als Arbeitgeber besser machen.
    (Und jetzt Blitze her von jenen, die keine Selbstverantwortung wollen.)
    116 54 Melden
    • tubel 03.04.2018 00:26
      Highlight Highlight Der SNCF gehört das gesamte Schienennetz in Frankreich. Wie soll ein französischer Eisenbahner einen anderen Arbeitgeber finden? Eine eigene Eisenbahn gründen?
      34 5 Melden
    • Beat Galli 03.04.2018 05:21
      Highlight Highlight Zum Beispiel.
      5 7 Melden
    • Redly 04.04.2018 11:08
      Highlight Highlight Bestehende Mitarbeiter haben Besitzstandswahrung (absoluter Kündigungsschutz, 10 Wochen Ferien, Lokführer Pensionierung mit 50 ...).
      In F geht es aktuell nur um Regeln für neue Mitarbeiter. Und Gewerkschaften streiken... 🤦‍♂️🤦‍♀️
      2 0 Melden
  • meine senf 02.04.2018 21:47
    Highlight Highlight Die Fernbusanbieter und die Autoverkäufer und Billigflieger dürften sich freuen ... Nach drei Monaten werden die Kunden dann kaum noch zurückkehren. (Das Regionalzugsangebot abseits der Haupt-TGV-Achsen und Grossmetropolen ist in Frankreich schon im Normalfahrplan etwa 5 mal geringer als in der Schweiz).
    91 9 Melden

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