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Frankreich streicht US-Botschafter Zugang zu Regierung

Frankreich streicht US-Botschafter Zugang zu Regierung

Der US-Botschafter in Frankreich, Charles Kushner, soll keinen direkten Zugang zu französischen Regierungsmitgliedern mehr erhalten, weil er trotz einer Einbestellung nicht im Aussenministerium in Paris erschienen ist.
24.02.2026, 04:1924.02.2026, 04:19

Frankreichs Aussenminister Jean-Noël Barrot habe die Massnahme «angesichts dieses offensichtlichen Unverständnisses für die grundlegenden Erwartungen an einen Botschafter» gefordert, hiess es aus diplomatischen Kreisen. Kushner sollte sich am Montagabend wegen Äusserungen der US-Regierung zum mutmasslichen Mord an einem rechten Aktivisten aus Frankreich im Ministerium einfinden.

FILE - U.S. Ambassador to France Charles Kushner gives a news conference marking the 250th birthday of the U.S. in 2026, in Paris, Dec. 4, 2025. (AP Photo/Christophe Ena, File)
Charles Kushner
Charles Kushner wird von der französischen Regierung sanktioniert.Bild: keystone

«Er ist nicht erschienen», lautete die Angabe aus diplomatischen Kreisen. Kushner kann demnach weiterhin zu Gesprächen ins Aussenministerium kommen, «um die Irritationen auszuräumen, die in einer 250 Jahre alten Freundschaft unvermeidlich auftreten können». Der US-Botschafter liess sich bei dem Termin am Montagabend laut einer diplomatischen Quelle wegen persönlicher Verpflichtungen von einem Botschaftsvertreter vertreten.

epa12709794 French Foreign Minister Jean-Noel Barrot speaks during a press conference in Beirut, Lebanon, 06 February 2026. Barrot's visit aims to reinforce international support for Lebanese sov ...
Frankreichs Aussenminister Jean-Noël Barrot.Bild: keystone

Zuvor hatte die US-Botschaft in Frankreich eine Mitteilung des Anti-Terror-Büros des US-Aussenministeriums auf X verbreitet, in der ein Tötungsdelikt in Lyon als Beleg für eine besorgniserregende Bedrohung durch linksextremistische Gewalt gewertet wurde. Dabei war Mitte Februar am Rande einer rechten Kundgebung ein 23-jähriger Aktivist angegriffen und tödlich verletzt worden. Frankreichs Behörden ermitteln derzeit, ob und inwieweit linksextreme Gruppen daran beteiligt waren.

Der Pariser Aussenminister Barrot wies die Äusserungen der US-Regierung zurück und entgegnete, man brauche keine Belehrung. Nach der Einbestellung des Botschafters ist die Einschränkung seines Regierungszugangs ein weiteres deutliches diplomatisches Signal der Unzufriedenheit. Es ist jedoch keine formelle völkerrechtliche Sanktion, Kushner bleibt weiter offiziell Botschafter. (sda/dpa)

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Clandestino
24.02.2026 06:22registriert Mai 2025
Das ist nur konsequent. Wer sich nicht an Regeln und diplomatische Gepflogenheiten hält, muss dann auch die Konsequenzen tragen. Nur so lernt man es. Bravo Frankreich!
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tss
24.02.2026 07:05registriert Juni 2020
Vätterli Wirtschaft. Solle es wieder einmal einen Präsidenten in den USA geben der dieses Amt Ehre macht, wird dieser Botschafter seinen Posten abgeben müssen, ggf. Auch für seinen Mist gerade stehen müssen.
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