International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08663771 French activist Jerome Rodrigues (C) from the 'Gilets Jaunes' (Yellow Vests) movement participates during the 'act XCVI' demonstration of yellow vests movement in Paris, France, 12 September 2020. Yellow Vest protests are expected in several cities across France.  EPA/JULIEN DE ROSA

Der Gelbwesten-Aktivist Jerome Rodrigues bei der Demonstration am Samstag. Bild: keystone

Dutzende Festnahmen bei Gelbwesten-Protest in Paris



Bei den ersten Protesten der «Gelbwesten»-Bewegung in Paris nach der Sommerpause ist es zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Etwa 200 Menschen seien dabei im Nordwesten der französischen Hauptstadt festgenommen worden, berichtete der Sender FranceInfo am Samstag. 78 von ihnen befanden sich demnach auch noch am Nachmittag zu Befragungen in Polizeigewahrsam, wie die Pariser Staatsanwalt mitteilte.

Etwa 1000 Menschen hatten sich FranceInfo zufolge am Platz Wagram eingefunden, wo es zu den Ausschreitungen kam. Die Polizei postete auf Twitter konfiszierte Gegenstände wie Messer, Handschuhe, Masken und einen Bogen zum Abschiessen von Pfeilen.

Die Proteste richteten sich laut diverser Facebook-Einträge der Bewegung unter anderem gegen Reformen der französischen Regierung um Präsident Emmanuel Macron, aber auch gegen den Kapitalismus.

Weitere Proteste gab es an der Alten Börse in der Pariser Innenstadt. Demonstrationen an der Prachtmeile Champs-Élysées im Zentrum der französischen Hauptstadt waren zuvor verboten worden, lokale Medien berichteten von starker Polizeipräsenz vor Ort.

In der südfranzösischen Stadt Toulouse untersagten die Behörden eine geplante Demonstration der Bewegung. Das Coronavirus breite sich in der Region schnell aus und Abstands- sowie Hygieneregeln könnten bei Versammlungen nicht eingehalten werden, hiess es zur Begründung.

Die Gelbwesten hatten 2018 ihre Proteste als regionale Bewegung gegen die Erhöhung der Benzinpreise begonnen. Schnell weiteten sich ihre Forderungen auf Themen wie hohe Lebenshaltungskosten oder direkte Demokratie aus und brachten grosse Menschenmengen auf die Strasse. Zuletzt mobilisierten sie nicht mehr so viele Anhänger. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Massive Gewalt bei Gelbwesten-Protest

Camille Kündig aus Paris

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Demetria 13.09.2020 10:40
    Highlight Highlight Der Staat dient doch nur noch den Reichen und das wird als wirtschaftliche Notwendigkeit verkauft, als wäre es ein Gesetz, dass Wachstum nur auf dem Buckel der Armen möglich ist . Stimmt aber nicht: es ist eine gigantische Ressourcenverschwendung und im Grunde nicht mal Neoliberal. Für echte Neoliberale soll der Beste die Ressource verwalten. Wo aber steht geschrieben, dass der Beste nur vom Züriberg kommt? Talente gibt es auch bei den Armen, nur fördert das niemand weil alle behaupten wir wären eh genetisch minderwertig. Wirtschaftsliberal? Eher eine sozialdarwinistische Form des Feudalismus.
  • ujay 12.09.2020 17:32
    Highlight Highlight Gibts die noch?.......Das Benzin ist doch günstiger geworden!
    • Demetria 13.09.2020 10:26
      Highlight Highlight Das ist eine neue Entwicklung. Die Bewegung ist älter und damals ging es tatsächlich darum die Dinge teurer zu machen. Zwar mit guter Absicht, aber grüne Politik ist nur dann nachhaltig, wenn sie die Bedürfnisse der Armen ebenfalls berücksichtigt. Glücklicherweise ist das nun am ändern, weil die Leute sehen, dass der Raubbau der Natur die gleichen Manager als Ursache hat wie der Raubbau an der Unterschicht. Haben wir ja auch: CO2 Abgabe für Ferienflüge, aber Privatjets müssen nichts bezahlen. Aber klar, ein paar Themen wo das Abwägen Armut/Umwelt schwierig ist gibt es, v.a. bei Energiekosten.
  • Lustiger Baum 12.09.2020 16:34
    Highlight Highlight Unterdrückung der Bewegung macht es nicht unwahr. Die Schere zwischen Arm und Reich geht jedes Jahr schneller auf. Immer schneller und immer mehr Menschen - auch in der Schweiz - können sich ein Leben nicht mehr ohne Hilfe leisten.

    Wenns so weiter geht, ist rein statistisch in 5 Jahren, über ein Drittel der Bevölkerung in der Schweiz, nicht mehr in der Lage mit Arbeit für Essen und Dach der Familie zu sorgen.

    Nur abwarten. Heute noch schreien und in ein par Jahr selbst zum armen Tropf gehören.
  • Basti Spiesser 12.09.2020 16:23
    Highlight Highlight Was machen Lukaschenkos Schergen in Paris?

Sektenblog

Wenn Leichen lächeln und Leberkäse leben – willkommen bei der Bioresonanz

«Der Leberkäse-Test ist der kürzeste und präziseste Beweis, dass Bioresonanz-Geräte Betrug sind», sagt der deutsche Kinder- und Allergiearzt Walter Dorsch. (Der bayerische Leberkäse ist vergleichbar mit unserem Fleischkäse.) Für den Arzt ist der Leberkäse in diesem Zusammenhang symbolträchtig: «Leberkäse enthält weder Käse und Leber – er ist eigentlich ein Etikettenschwindel, genau wie die Bioresonanz», sagt er.

Walter Dorsch versucht zusammen mit anderen Allergologen seit vielen Jahren, …

Artikel lesen
Link zum Artikel