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In der Schule gemobbt, auf der Strasse beleidigt: Transsexuelle Jugendliche nimmt sich in den Frühlingsferien das Leben



«Ich habe viele Freunde verloren, sehr viele. Es war die Hölle. Jeden Tag sitze ich beim Mittagessen alleine in der Schule.» Die 16-jährige Taylor Alesana beschrieb mit diesen Worten auf YouTube ihr Leben als junges, transsexuelles Mädchen. In unzähligen Videos erzählte sie von dem täglichen Mobbing, Cyber-Bullying und den Beleidigungen auf offener Strasse und forderte ihre Leidensgenossen immer dazu auf, zu sich selbst zu stehen.

Wie das LGBTQ Resource Center in North County auf seiner Webseite schreibt, war Taylor ein schönes und mutiges Mädchen. «Alles was sie wollte, war es, akzeptiert zu werden.» Am 2. April nahm sie sich das Leben.

«Dieser Hass ist erlernt»

Max Disposit, Direktor des LGBTQ-Centers erklärt: «Kinder können grausam sein – diesen Hass haben sie aber gelernt.» Er kritisierte zudem das passive Verhalten der Schulen im Kampf gegen Homo- und Transphobie, welches mitverantwortlich für den verbreiteten Hass sei.

Die Schule von Taylor hielt sich in ihrer Erklärung kurz: «Eine Schülerin der Fallbrook High School verstarb tragischerweise während der Frühlingsferien. […] Unsere Schule hat verschiedene Dienste, die sicherstellen, dass jeder Schüler unterstützt wird und erfolgreich ist.»

Taylors Ableben ist nicht der erste medial bekanntgewordene Suizid. Im Dezember 2014 nahm sich die 17-jährige Leelah Alcorn das Leben. In ihrem letzten Blogbeitrag schrieb sie auffordernd: «Mein Tod muss etwas bedeuten. Repariert die Gesellschaft. Bitte.» US-Präsident Barack Obama erklärte diese Woche, er wolle ein Verbot von Konversionstherapien für Homosexuelle anstreben. (pma)

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