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Greta Thunberg kritisiert Kopenhagen für Abwasser im Meer

Am vergangen Wochenende wollte die Kopenhagener Stadtverwaltung 290'000 Kubikmeter ungereinigtes Abwasser in den Öresund leiten – nicht zum ersten Mal. Greta Thunberg und dänische Politiker kritisieren das Vorgehen scharf.



Die Stadtverwaltung von Kopenhagen ist in die Kritik geraten, weil sie jahrelang Milliarden von Kubikmetern Abwasser in den Öresund geleitet hat.

Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg schrieb am Mittwoch auf Facebook und Twitter: «Es stellte sich heraus, dass Kopenhagen seit 2014 über 35 Mrd. Liter ungefiltertes Toilettenwasser direkt in den Öresund entsorgt hat. Ja, dasselbe Kopenhagen, das sagt, es werde bis 2025 »klimaneutral« sein.»

Die Behörden gestanden ein, dass das Abwasser in die Meerenge zwischen Dänemark und Schweden abgeleitet werde, wenn die städtischen Kläranlagen grosse Wassermassen nicht bewältigen können, zum Beispiel bei starkem Regen. Der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge gab es 2015 allein 120 Tage, an denen das Kopenhagener Kloakennetz überlief. Zwischen 2014 und 2018 sollen einem Bericht des dänischen Fernsehsender TV 2 zufolge 35 Milliarden Liter Abwasser in die See geflossen sein.

Ausgelöst wurde die Debatte, nachdem bekannt geworden war, dass am vergangen Wochenende 290'000 Kubikmeter ungereinigtes Abwasser in den Öresund geleitet werden sollten. Nach zahlreichen Protesten aus allen politischen Lagern wurde die Entleerung nun auf Oktober verschoben. (sda/dpa)

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • creative 28.05.2020 07:36
    Highlight Highlight Da ist sie ja wieder, die gute Greta. Mensch, haben wir News über dich vermisst. Nicht.
  • Bildung & Aufklärung 28.05.2020 01:03
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Bivio 27.05.2020 22:27
    Highlight Highlight Ich habe hierzu eine Frage. Wäre schön, wenn jemand hier Klarheit schaffen kann.
    Unter der Annahme, dass "unfiltered toilet water" bedeutet, dass Festkörper wie Feuchttücher etc. herausgesiebt sind und nur Fäkalien ins Meer gelangen, ist dies schädlich für die Natur?

    Wirkt dies:
    a) als zusätzliches Nahrungsangebot für die Fauna?
    b) ist trotzdem schädlich?
    c) hat gar keinen Einfluss?

    Danke für die Antwort
    • Bündn0r 27.05.2020 22:59
      Highlight Highlight Ein grosses Problem ist, dass im Normalbetrieb das Wasser sehr langsam fliesst und sich Ablagerungen bilden, die zu Beginn des Regens aufgewühlt werden. Die Schadstoffkonzentration ist dann extrem hoch. Das darf nicht entlastet werden.
      Ist dieser erste Schmutzstoss vorbei, werden die Schadstoffe stark verdünnt. Entlasten ist dann Standard. Alternativen gibt es nicht direkt.
      (Langfristig natürlich die Umrüstung auf ein Trennsystem, sprich Trennen von Regen- und Abwasser)

      Neben WC sind übrigens auch noch Küche, oder Industrie an der ARA angeschlossen... Pipi ist da ein kleines Problem.
    • Feihua 27.05.2020 23:15
      Highlight Highlight a) und b) sind richtig.

      Kohlenstoff (Fäkalien), Stickstoff und Phosphor (Urin) wirken erstmal als Nahrung bzw. Dünger.

      Zuviel davon kann aber z.B. zu starkem Algenwachstum führen, welche beim Absterben Sauerstoff zehren und so ein Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen (dem sagt man Eutrophierung). Zudem sind auch im vorgereinigten Abwasser noch andere Verunreinigungen drin (Medikamentenrückstände etc).

      Ist alles eine Frage der Mengen und Konzentrationen (Verdünnung)
    • Gubbe 27.05.2020 23:17
      Highlight Highlight Alle Lebewesen die ihr Leben im Wasser verbringen, machen ihre Notdurft ins Wasser. Habe noch keinen Fisch, Wal an Land kacken gesehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 27.05.2020 21:49
    Highlight Highlight Mh, ist Corona vorbei und es hat wieder Platz für Greta?
    • Luukituuki 29.05.2020 09:11
      Highlight Highlight Medialisch gesehen ist es auf dem abmarsch. Ist auf jedem fall mein ei druck
  • BigDaddy 27.05.2020 21:05
    Highlight Highlight Erster! ^^
    Ich nehme es mir heraus zu sagen: Danke, Watson, Greta und all die anderen, die uns über die Missstände informieren.
    Es ist nicht nur unsere Welt, sondern auch die unserer Nachfahren. Sollen sie doch auch Spass in ihr haben :)
  • John Henry Eden 27.05.2020 20:10
    Highlight Highlight Wäre kein Problem, wenn die Leute nur ihre eigenen Ausscheidungen die Toilette runterspülen würden.

    Idioten, die Windeln, Tampons etc. übers WC entsorgen, sollte man zur "Abwasserfilterung von Hand" einteilen.

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