International
Gesellschaft & Politik

Greta Thunberg kritisiert Kopenhagen für Abwasser im Meer

Greta Thunberg kritisiert Kopenhagen für Abwasser im Meer

Am vergangen Wochenende wollte die Kopenhagener Stadtverwaltung 290'000 Kubikmeter ungereinigtes Abwasser in den Öresund leiten – nicht zum ersten Mal. Greta Thunberg und dänische Politiker kritisieren das Vorgehen scharf.
27.05.2020, 18:0627.05.2020, 18:06

Die Stadtverwaltung von Kopenhagen ist in die Kritik geraten, weil sie jahrelang Milliarden von Kubikmetern Abwasser in den Öresund geleitet hat.

Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg schrieb am Mittwoch auf Facebook und Twitter: «Es stellte sich heraus, dass Kopenhagen seit 2014 über 35 Mrd. Liter ungefiltertes Toilettenwasser direkt in den Öresund entsorgt hat. Ja, dasselbe Kopenhagen, das sagt, es werde bis 2025 »klimaneutral« sein.»

Die Behörden gestanden ein, dass das Abwasser in die Meerenge zwischen Dänemark und Schweden abgeleitet werde, wenn die städtischen Kläranlagen grosse Wassermassen nicht bewältigen können, zum Beispiel bei starkem Regen. Der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge gab es 2015 allein 120 Tage, an denen das Kopenhagener Kloakennetz überlief. Zwischen 2014 und 2018 sollen einem Bericht des dänischen Fernsehsender TV 2 zufolge 35 Milliarden Liter Abwasser in die See geflossen sein.

Ausgelöst wurde die Debatte, nachdem bekannt geworden war, dass am vergangen Wochenende 290'000 Kubikmeter ungereinigtes Abwasser in den Öresund geleitet werden sollten. Nach zahlreichen Protesten aus allen politischen Lagern wurde die Entleerung nun auf Oktober verschoben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Klimastreik der Schüler
1 / 41
Klimastreik der Schüler
Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler demonstrierten am schweizweiten Klimastreik gegen die Klimapolitik und für einen sicheren Klimaschutz am Freitag, 18. Januar 2019 in Luzern.
quelle: keystone / urs flueeler
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Klimaaktivistin Greta Thunberg teilt aus
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Mordfall Widdecombe: Angeklagter hatte wohl auch Anschlag auf Nigel Farage geplant
Der Angeklagte im Mordfall der britischen Brexit-Ikone Ann Widdecombe soll nun auch wegen eines Terrorplans gegen den Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage strafrechtlich verfolgt werden.
Dem 28 Jahre alten Briten werden «Handlungen zur Vorbereitung terroristischer Anschläge», unter anderem gegen den Vorsitzenden der Partei Reform UK, vorgeworfen, wie die britische Staatsanwaltschaft auf ihrer Webseite mitteilte. Er soll demnach am 7. Oktober in London vor Gericht erscheinen.
Zur Story