International
Gesundheit

Erste Penis-Transplantation der Welt: Patient wohlauf, Organ voll funktionsfähig

Erste Penis-Transplantation der Welt: Patient wohlauf, Organ voll funktionsfähig

13.03.2015, 17:2613.03.2015, 17:26

Südafrikanische Ärzte haben die erste erfolgreiche Penis-Transplantation der Welt vorgenommen. Einem 21-Jährigen sei Mitte Dezember der Penis eines Verstorbenen transplantiert worden, erklärten die Mediziner am Freitag in Kapstadt.

Der Patient sei wohlauf und das Organ sei voll funktionsfähig. «Wir haben bewiesen, dass es möglich ist - wir können jemandem ein Organ geben, das genauso gut ist wie das, was er hatte», erklärte der Chirurg Frank Graewe von der Universität Stellenbosch.

Penis wegen Beschneidung amputiert

Dem Patienten war vor drei Jahren nach einer Infektion infolge einer schlecht ausgeführten Beschneidung der Penis amputiert worden. In einer neunstündigen Operation am Tygerberg-Spital in Kapstadt erhielt er das Organ eines verstorbenen Spenders.

Bereits im Jahr 2006 hatten Ärzte in China eine Penis-Transplantation vollzogen. Chirurgisch war der Eingriff ein Erfolg, doch mussten die Mediziner dem Mann das Organ nach zwei Wochen wegen «schwerer psychologischer Probleme des Patienten und seiner Frau» wieder abnehmen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
140 Menschen nach Boots-Vorfällen nahe Mauretanien vermisst
Nach mehreren Vorfällen mit Booten vor der Küste Mauretaniens sind dort nach UN-Angaben mehr als 140 Menschen ums Leben gekommen oder werden vermisst.
Die Flüchtlinge und Migranten hätten die gefährliche Überfahrt von Westafrika nach Europa versucht, teilte das UN-Flüchtlingswerk UNHCR heute mit. Die Route zu den Kanaren «bleibt eine der weltweit tödlichsten» wegen langer Strecken, der Bedingungen auf See, nicht seetauglicher, überfüllter Boote und wenig Chancen auf schnelle Rettung.
Zur Story