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Tsipras und Meimarakis im TV-Duell. 
Bild: Lefteris Pitarakis/AP/KEYSTONE

«Europa will uns nicht töten»: Tsipras und Meimarakis duellieren sich im TV – und sind sich in einem Punkt einig

Wenige Tage vor den Parlamentswahlen in Griechenland haben sich am Montagabend die beiden Hauptkontrahenten ein direktes Fernseh-Duell geliefert. Beide versprachen ein «sanfteres» Sparprogramm.
15.09.2015, 04:3915.09.2015, 07:04

Die Diskussion des linken Ex-Regierungschefs Alexis Tsipras und des Konservativen-Vorsitzenden Evangelos Meimarakis wurde landesweit von fast allen Fernsehsendern übertragen: Tsipras schloss gleich zu Beginn eine grosse Koalition seiner linken Syriza mit den Konservativen aus. Es könnte jedoch eine Koalition mit den kleineren Parteien geben.

«Entweder wird es eine progressive oder eine konservative Regierung geben», sagte er. Eine grosse Koalition wäre eine «unnatürliche» Kooperation. Meimarakis dagegen wollte eine grosse Koalition nicht ausschliessen, um das Land aus der schweren Krise zu führen. «Wir brauchen eine (politische) Nationalmannschaft», sagte er.

Wahlplakat von Meimarakis in Athen.<br data-editable="remove">
Wahlplakat von Meimarakis in Athen.
Bild: Lefteris Pitarakis/AP/KEYSTONE

Tsipras gab Fehler während seiner siebenmonatigen Amtszeit in diesem Jahr zu. «Die Bürger wollen einen Regierungschef, der ihnen die Wahrheit sagt. Wir haben Fehler gemacht. Aber wir haben daraus gelernt», sagte er. Meimarakis erklärte seinerseits, auch seine Partei habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Wichtig sei jetzt, nicht über die Vergangenheit sondern über die Zukunft zu reden.

Beide versprechen sanfteres Sparprogramm

Beide Spitzenpolitiker versprachen ein «sanfteres» Sparprogramm, dessen Details noch ausgehandelt werden müssten. Sie wollten etwa nach Alternativen bei der Besteuerung der Landwirte suchen. «Europa will uns nicht töten. (Der deutsche Finanzminister Wolfgang) Schäuble und (Bundeskanzlerin Angela) Merkel sind keine Wesen mit Krallen», sagte Meimarakis.

Zum Flüchtlingsdrama erklärte Tsipras, man könne Flüchtlinge nicht mit Gewalt und militärischen Mitteln stoppen. «Du kannst nicht unschuldige Menschen schlagen», sagte Tsipras zu den Vorwürfen, Griechenland kontrolliere seine Grenzen nicht.

Flüchtlingskrise auf der Ferieninsel Kos

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Flüchtlingskrise auf der Ferieninsel Kos
quelle: x00025 / yannis behrakis
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Alle Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der linken Syriza-Partei und der konservativen Nea Dimokratia (ND) am kommenden Sonntag hin. (sda/dpa)

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