DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Konservativer soll Porno im britischen Parlament geguckt haben

27.04.2022, 15:42
Bild: keystone

Ein Abgeordneter der Konservativen Partei soll im Sitzungssaal des britischen Parlaments auf seinem Handy einen Porno geguckt haben. Der Chefeinpeitscher (Chief Whip) der Tories, Chris Heaton-Harris, kündigte am Mittwoch eine Untersuchung zu dem «völlig inakzeptablen» Verhalten an.

Nach Informationen der Zeitung «Daily Mirror» handelt es sich bei dem Beschuldigten um ein Regierungsmitglied. Eine neben ihm sitzende Kabinettskollegin habe den Vorfall miterlebt und gemeldet, berichtete das Blatt. Die Zeitung «The Sun» schrieb, schockierte Abgeordnete hätten Heaton-Harris aufgefordert, den Parlamentarier aus der Fraktion zu werfen.

Premierminister Boris Johnson betonte, sexuelles Fehlverhalten sei ein Entlassungsgrund. Frauenfeindlichkeit habe keinen Platz im Parlament, sagte Johnson am Mittwoch im Unterhaus.

Derzeit tobt in Grossbritannien eine Debatte über Sexismus in der Politik. Die «Mail on Sunday» hatte berichtet, mehrere konservative Abgeordnete würden der Vize-Chefin der oppositionellen Labour-Partei, Angela Rayner, vorwerfen, Johnson bei der wöchentlichen Befragung des Premiers abzulenken, indem sie ihm gegenüber sitzend gezielt ihre Beine überschlüge. Johnson kritisierte die anonymen Aussagen scharf und sprach Rayner seine Unterstützung aus.

Ebenfalls am Sonntag war bekanntgeworden, dass drei Regierungsmitglieder und Dutzende weitere Abgeordnete wegen mutmasslicher sexueller Belästigung an ein entsprechendes Aufsichtsgremium gemeldet worden sind. Bei einem ranghohen Krisentreffen am Dienstagabend schilderten mehrere konservative Abgeordnete ihre Erfahrungen mit Frauenfeindlichkeit im Parlament, wie die «Sun» berichtete. Eine Sprecherin Johnsons wies Vorwürfe zurück, dass die Tories ein Sexismus-Problem hätten. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Boris Johnson

1 / 10
Boris Johnson
quelle: x02954 / neil hall
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So sieht Boris Johnsons Fauxpas im Video aus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

18 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Pudelrumser
27.04.2022 16:20registriert Februar 2021
Genau dafür ist der Arbeitsplatz ideal. Oder soll der arme Mann sowas in seiner Freizeit zuhause machen müssen? Wenn man schon nicht zu den Partys vom Chef eingeladen wird, darf man es sich doch sonst gut gehen lassen. Man ist ja nicht umsonst Politiker geworden.-....
592
Melden
Zum Kommentar
avatar
Retiru
27.04.2022 16:36registriert Januar 2017
wie kommt man nur auf solch eine idee😂😂
360
Melden
Zum Kommentar
avatar
sansibar
27.04.2022 16:36registriert März 2014
Also wenn jeder der am Arbeitsplatz einen Porno schaut ein Sexist ist… 👀
348
Melden
Zum Kommentar
18
Eine Pannenserie im französischen AKW-Park bedroht die Versorgungssicherheit
In Frankreich steht über die Hälfte der 56 Reaktoren still. Der Atomkurs der Regierung verliert damit sein wichtigstes Argument – das der Versorgungssicherheit.

Frankreich ist stolz auf den zweitgrössten AKW-Park nach den USA. Bloss funktioniert er nur noch halbwegs. 29 von 56 Reaktoren stehen derzeit still, wie der Stromkonzern Electricité de France (EDF) auf Anfrage bestätigt. Für 61.4 Gigawatt konzipiert, liefern die Kernkraftwerke insgesamt weniger als 30 Gigawatt. So wenig Strom haben französische Meiler noch nie produziert, seitdem sie Ende des 20. Jahrhunderts ihren heutigen Bestand erreicht hatten.

Zur Story