«Wir sind bereit»: Britischer Minister warnt Putin nach Laser-Vorfall
Die britische Regierung hat mit scharfen Worten auf eine Laser-Attacke eines mutmasslichen russischen Spionageschiffs reagiert. Verteidigungsminister John Healey erklärte am Mittwoch: «Meine Botschaft an Russland und an Putin lautet: Wir beobachten euch, wir wissen, was ihr tut, und falls die ‹Jantar› diese Woche nach Süden fährt, sind wir bereit.»
Die «Jantar» kreuzt seit Tagen vor der Küste Schottlands am Rande der britischen Hoheitsgewässer. Nach britischer Darstellung soll sie versucht haben, Piloten eines Poseidon-Aufklärungsflugzeugs der britischen Armee mit Laserstrahlen zu blenden, als diese die Verfolgung eines unbekannten U-Boots aufnehmen wollten. «Dieses russische Vorgehen ist höchst gefährlich, und es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass das Schiff ‹Jantar› in britischen Gewässern operiert», sagte Healey. Nach seinen Angaben nahm eine britische Fregatte die Verfolgung der «Jantar» auf.
Die «Jantar», offiziell ein Forschungsschiff, steht im Verdacht, für Spionagezwecke eingesetzt zu werden. So erklärte Healey vor Journalisten, das Schiff sei «für die Sammlung von Informationen und Kartierung unserer Unterseekabel konzipiert». Erst im September war vor der Küste Dänemarks das Schiff «Boracay» aufgefallen.
Marine nimmt Verfolgung auf
Parallel tauchten Drohnen über verschiedenen dänischen Flughäfen auf. Später brachte die französische Marine das Schiff im Ärmelkanal auf. Begründung: Untersuchung wegen des «fehlenden Nachweises der Nationalität».
Die «Jantar» war im Januar in britisches Hoheitsgebiet eingedrungen und hatte laut Healey unter anderem versucht, Unterwasserkabel aufzuspüren. Die britische Nacvy setzte damals die Kriegsschiffe «HMS Somerset» und «HMS Tyne» in Bewegung, um die Verfolgung aufzunehmen.
Healey stufte die Lage als sehr kritisch ein. Seine Warnung: Die Welt sei in diesem Jahr bereits mehrfach «am Rande» eines Kriegs gewesen.
(t-online)

