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Grossbritannien

Britischer Minister warnt Putin nach Laser-Vorfall

«Wir sind bereit»: Britischer Minister warnt Putin nach Laser-Vorfall

Eskalation vor der britischen Küste. Ein Schiff der russischen Schattenflotte blendet Piloten eines britischen Militärjets. Eine britische Fregatte nimmt die Verfolgung auf.
20.11.2025, 07:4920.11.2025, 07:49
Ein Artikel von
t-online

Die britische Regierung hat mit scharfen Worten auf eine Laser-Attacke eines mutmasslichen russischen Spionageschiffs reagiert. Verteidigungsminister John Healey erklärte am Mittwoch: «Meine Botschaft an Russland und an Putin lautet: Wir beobachten euch, wir wissen, was ihr tut, und falls die ‹Jantar› diese Woche nach Süden fährt, sind wir bereit.»

British Defence Secretary John Healey delivers a speech on how the UK's defence industry is delivering growth and national renewal across the UK, at No 9 Downing Street in central London, Wednesd ...
Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt Putin.Bild: keystone

Die «Jantar» kreuzt seit Tagen vor der Küste Schottlands am Rande der britischen Hoheitsgewässer. Nach britischer Darstellung soll sie versucht haben, Piloten eines Poseidon-Aufklärungsflugzeugs der britischen Armee mit Laserstrahlen zu blenden, als diese die Verfolgung eines unbekannten U-Boots aufnehmen wollten. «Dieses russische Vorgehen ist höchst gefährlich, und es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass das Schiff ‹Jantar› in britischen Gewässern operiert», sagte Healey. Nach seinen Angaben nahm eine britische Fregatte die Verfolgung der «Jantar» auf.

Die «Jantar», offiziell ein Forschungsschiff, steht im Verdacht, für Spionagezwecke eingesetzt zu werden. So erklärte Healey vor Journalisten, das Schiff sei «für die Sammlung von Informationen und Kartierung unserer Unterseekabel konzipiert». Erst im September war vor der Küste Dänemarks das Schiff «Boracay» aufgefallen.

Marine nimmt Verfolgung auf

Parallel tauchten Drohnen über verschiedenen dänischen Flughäfen auf. Später brachte die französische Marine das Schiff im Ärmelkanal auf. Begründung: Untersuchung wegen des «fehlenden Nachweises der Nationalität».

Die «Jantar» war im Januar in britisches Hoheitsgebiet eingedrungen und hatte laut Healey unter anderem versucht, Unterwasserkabel aufzuspüren. Die britische Nacvy setzte damals die Kriegsschiffe «HMS Somerset» und «HMS Tyne» in Bewegung, um die Verfolgung aufzunehmen.

Healey stufte die Lage als sehr kritisch ein. Seine Warnung: Die Welt sei in diesem Jahr bereits mehrfach «am Rande» eines Kriegs gewesen.

(t-online)

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30 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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So oder so
20.11.2025 08:58registriert Januar 2020
Russland ist ein Terror Staat .

Russland will die Ukraine Auslöschen auch deren Kultur.

Russland führt jetzt schon seit Jahren einen Hybriden Krieg gegen Europa.

Russland Unterdrückt die eigene Bevölkerung Brutal, wer aufmuckt und kein System Treuer ist bekommt Ärger.
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Helvetiavia Philipp
20.11.2025 09:29registriert Februar 2018
Das Dumme ist, Russland sieht das Zögern des Westens, eine Katastrophe zu verhindern, als Schwäche an.

Über kurz oder lang wird es darauf hinauslaufen, dass der Westen - als Reaktion auf die Provokation oder als Unfall - ein russisches Schiff versenken wird.

Anders hören die Russen nicht auf - sie fühlen sich mächtig und bestätigt darin, dass der woke Westen ihre Schiffe nicht versenken kann.
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