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Briten-Wahl: Labour-Chef Miliband tritt zurück ++ Siegerpartei von Cameron kann alleine regieren

Die Konservative Partei von Premierminister David Cameron hat die für eine Alleinregierung nötige absolute Mehrheit im britischen Unterhaus gewonnen.
07.05.2015, 08:5008.05.2015, 13:22
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13:42
Konservative Partei hat absolutes Mehr erreicht
Jetzt ist es definitiv: Die Konservativen von David Cameron haben 326 ausgezählte Sitze bisher erreicht. Noch sind noch nicht alle Wahlkreise ausgezählt. Sieben fehlen noch.
13:21
Miliband tritt zurück
Labour Party leader Ed Miliband arrives at his party's headquarters after Britain's general election, in London, May 8, 2015. REUTERS/Paul Hackett
Bild: PAUL HACKETT/REUTERS
Ed Miliband hat so eben vor den Medien seinen Rücktritt erklärt. «Grossbritannien braucht eine starke Labour-Partei. Es ist nun Zeit, dass jemand anders die Partei führt.» Der Rücktritt sei ab sofort. Die Parteileitung werde ad interim Fraktionschefin Harriet Harman übernehmen.
12:56
Cameron hat die absolute Mehrheit und kann alleine regieren
Die Konservative Partei von Premierminister David Cameron hat die für eine Alleinregierung nötige absolute Mehrheit im britischen Unterhaus gewonnen.

Nach Auszählung von 640 der 650 Wahlkreise kommt die Partei nach Angaben der Wahlkommission auf 325 Mandate. Vier Sitze aus Nordirland bleiben traditionell unbesetzt. (sda/reu/dpa)
12:39
Nigel Farage ist zurückgetreten
Er hat es tatsächlich getan: Ukip-Chef Nigel Farage ist nach seiner Nicht-Wahl zurückgetreten - wie vorher angekündigt.

Der Vorsitzende der eurokritischen Partei verlor mit 32 Prozent der Stimmen bei der Unterhauswahl in seinem Wahlkreis an der britischen Ostküste. Der Kandidat der Konservativen Partei, Craig Mackinlay, konnte sich mit 38 Prozent den Einzug ins Parlament sichern.

«Ich gratuliere dem Premierminister dazu, dass er eine Mehrheit erlangt hat», sagte Farage nach der Niederlage. Überraschend schob er nach: «Mir fällt eine grosse Last von den Schultern – ich habe mich nie besser gefühlt.»
Nigel Farage, leader of the United Kingdom Independence Party (UKIP) stands on stage as the results of the vote are read at Winter Gardens in Margate, southeast England, May 8, 2015. REUTERS/Suzanne Plunkett
Bild: SUZANNE PLUNKETT/REUTERS
11:52
Miliband: «Ich bin verantwortlich für die Niederlage»
11:49
Tritt Frage auch zurück?
Ukip-Chef Nigel Farage sagte, dass er «innert 10 Minuten» vom Parteichefamt zurücktreten werde, wenn er die Wahl in seinem Wahlkreis nicht schafft.
11:41
Nigel Farage verpasst die Wahl
Chef der fremdenfeindlichen Ukip-Partei, Nigel Farage, hat die Wahl in seinem Wahlkreis South Thanet verpasst. Seine Partei kommt so auf nur einen Sitz im neuen Parlament.
11:32
Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling kann es nicht glauben


«Ich kann nicht die Einzige sein, die sich den Kopf über die Frage zerbricht, was derzeit in David Milibands vorgeht, oder?»
David Miliband ist der Bruder des unterlegenen Labour-Chefs Ed Miliband und wurde von diesem einst in einem internen Machtkampf aus dem Weg geräumt. Labour-Anhänger dürften sich jetzt fragen, ob sie mit David bei der Wahl besser abgeschnitten hätten.
11:00
Sarko gratuliert Cameron
Der ehemalige – und möglicherweise zukünftiger Präsident Frankreichs gratulierte soeben Cameron auf Twitter zu seinem Sieg.
10:55
Schafft Nigel Farage die Wahl?
RAMSGATE, ENGLAND - MAY 06:  Ukip leader Nigel Farage addresses supporters during his final rally before the general election on May 6, 2015 in Ramsgate, England. Mr Farage is canvassing in South Thanet on the final day of campaigning before the general election polls open.  (Photo by Carl Court/Getty Images)
Bild: Getty Images Europe
15 Wahlkreise wurden noch nicht ganz ausgezählt. Unteranderem South Thanet, wo Ukip-Chef Nigel Farage kandidierte. Die Konservativen haben 315 Sitze bereits auf sicher, sechs fehlen noch für das absolute Mehr.
10:28
Miliband tritt zurück
Die britische Tageszeitung «The Guardian» schreibt, dass Miliband in wenigen Minuten mit der Labour-Parteileitung sprechen wird. Er soll dabei unteranderem seinen Rücktritt ankündigen. Miliband hatte zuvor schon seine Niederlage bei der Parlamentswahl eingeräumt. Die von ihm seit fünf Jahren geführte Labour-Partei kommt nur noch auf rund 230 Sitze.

Update folgt …
9:43
Das Pfund legt nach Camerons Wahlsieg zu
Der Wechselkurs des britischen Pfunds ist nach dem wahrscheinlichen Sieg des bisherigen Premierministers David Cameron bei den Parlamentswahlen in Grossbritannien gestiegen.

Der Wert der britischen Währung zog sowohl im Vergleich zum Euro als auch zum US-Dollar an. Zum Franken notierte das Pfund am Freitagmorgen bei 1,43 nachdem es am Vortag zeitweise noch weniger als 1,39 Franken gekostet hatte.

Der Euro ist nach seinen zuletzt deutlichen Kursgewinnen wieder auf dem Rückzug. Die Gemeinschaftswährung rutschte knapp unter die Marke von 1,12 Dollar - am Donnerstag hatte sie in der Spitze noch ein Zweieinhalb-Monats-Hoch von 1,139 Dollar markiert. Zum Franken notierte der Euro bei 1,035 Franken, während der Dollar 92,3 Rappen kostete.

Der erwartete Wahlsieg der regierenden Konservativen bei der Parlamentswahl beflügelte auch die britischen Nebenwerte. Ihr Index stieg um 4,1 Prozent auf ein Rekordhoch von 18'161 Punkten. Der Londoner Leitindex FTSE gewann im frühen Handel 2,2 Prozent. Mit 7036,79 Zählern fehlten ihm noch knapp 100 Stellen bis zu einer neuen Bestmarke. (sda/dpa/reu)
9:01
Die BBC prognostiziert den Konservativen 329 Sitze



Inzwischen sagt die BBC den Tories 329 Sitze voraus – 326 Sitze reichen für die absoluten Mehrheit.
8:17
Liberaldemokraten stürzen ab
Nicht nur Milibands Labour-Partei stürzt massiv ab. Die zweite Verlierer des Wahltags sind die Liberaldemokraten. 2010 konnten sie einen massiven Sitzgewinn verzeichnen und holten sich die Grösse, Koalitionspartner der Konservativen zu werden. Heute jedoch stürzten sie ab. Sie verlieren über 40 Sitze.
7:53
Warum Cameron das absolute Mehr schaffen wird
Camerons Konservativen sind je nach Prognose 1 bis 2 Sitze von der absoluten Mehrheit von 325 Sitzen entfernt. Und trotzdem gehen Politanalysten davon aus, dass er alleine regieren kann. Wieso? Grund dafür liegt bei der nordirischen Partei Sinn Féin («Wir selbst»). Hauptziel von Sinn Féin ist laut Parteiprogramm der Austritt Nordirlands aus Grossbritannien und die Vereinigung mit der Republik Irland, die ihrer Meinung nach «demokratisch und sozialitisch» sein sollte.

Sie weigern sich deshalb auch, den Treueeid auf die britische Königin zu schwören. Davon wird Cameron profitieren können. Je kleiner die Gegnerschaft, desto eher schafft man das absolute Mehr.
7:47
Cameron mag Augen
Hier etwas Auflockerung … es ist ja schliesslich morgen: Cameron freut sich. Und zwar so sehr, dass er am liebsten das Auge seiner Frau vernaschen würde.

7:34
Cameron kann alleine regieren
Premierminister David Cameron kann nach einer neuer Prognosen der BBC in Grossbritannien mit seiner Konservativen Partei künftig alleine regieren. Die Torys werden demzufolge 325 der 650 Sitze im Parlament erhalten; vier Parlamentarier der nordirischen Sinn-Fein-Partei nehmen ihre Sitze traditionell nicht ein. Damit verfügt Cameron effektiv über eine Mehrheit. Er hatte sich zuvor bereits praktisch zum Wahlsieger erklärt und gesagt, er werde bei seiner weiteren Arbeit die Interessen Aller vertreten.




Die oppositionelle Labour-Partei unter Führung von Ed Miliband kommt Nachwahl-Befragungen zufolge auf 239 Sitze, die schottischen Nationalisten als drittstärkste Kraft auf 58. Miliband räumte seine Niederlage am Freitagmorgen bereits ein und sagte, er bedauere den Wahlausgang zutiefst.

Cameron hatte im Wahlkampf erklärt, im Falle eines Sieges bis 2017 eine Volksabstimmung über die weitere Mitgliedschaft des Landes in der Europäischen Union abzuhalten. (sda/afp/reu/dpa)
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7:33 Uhr: Zwischenanalyse
von Petar Marjanović
Grossbritannien hat gewählt. Das Resultat hat bis heute niemand so erwartet. Keine Umfrage sah voraus, dass Cameron nicht nur die Wahl gewinnen wird, sondern sich bis zur absoluten Mehr steigern kann. Er wird die nächsten fünf Jahre Grossbritannien nach jüngster Prognose von BBC alleine regieren.

Der Verlierer des Tages heisst Ed Miliband. Er konnte mit seiner Labour-Partei nicht den Wandel in der britischen Politik schaffen, zu fade war sein Wahlprogramm, zu insziniert seine Auftritte. Die Briten setzten stattdessen auf das Altbewährte. Im Land, das nach dem Prinzip «The Winner takes it all» wählt, keine gute Voraussetzung für Oppositionelle, welche sich für einen Machtwechsel einsetzen.

Gewonnen hat Ukip, die mit ihrem fremdenfeindlichen und eu-kritischen Wahlprogramm Grossbritannien wieder einen nationalistischen Geist eingehaucht haben. Wichtige Fragen des Wahlkampfs waren, wie die grosse Insel mit religiösem Extremismus und Arbeitsmigranten umgeht. Dieser Debatte stellte sich auch Cameron, der mit rhetorisch brillanten Reden seine Bevölkerung von seinem Programm überzeugen konnte.
7:12
Miliband gesteht Niederlage ein
Der Trend spricht eine deutliche Sprache: Die Konservativen werden weitere vier Jahre Grossbritannien regieren. Labour-Chef Ed Miliband zeigt sich enttäuscht über die Wahlniederlage seiner Partei bei den britischen Unterhauswahlen: «Es war eine schwierige Nacht für Labour», sagte er. «Ich bedauere sehr, was passiert ist.»

Seiner Partei seien nicht die erwünschten Zugewinne in England und Wales gelungen – in Schottland sei Labour von einer «Welle des Nationalismus erdrückt» worden, sagte Miliband. Er selbst konnte seinen Parlamentssitz verteidigen. (reu)
Britain's opposition Labour Party leader Ed Miliband reacts to the results of the count  of his seat in Doncaster, northern England, Britain, May 8, 2015. REUTERS/Darren Staples
Bild: DARREN STAPLES/REUTERS
06:12
300 von 650 Sitzen sind ausgezählt



Zwischenresultat nach 300 ausgezählten von 650 Sitzen: Labour führt, aber die Prognose für die Konservativen ist deutlich besser. Sie könnten unter Umständen sogar ganz knapp die absolute Mehrheit schaffen. Schwere Verluste mussten demgegenüber die Liberaldemokraten hinnehmen.
05:50
Londons Bürgermeister Boris Johnson zieht ins Parlament ein
Der konservative Londoner Bürgermeister Boris Johnson zieht ins britische Unterhaus ein. Bei der Parlamentswahl gewann er das Direktmandat in seinem Wahlkreis Uxbridge. «Es ist klar, dass die Leute wollen, dass wir weitermachen», sagte er.

Die Briten hätten für ein Programm mit «gesundem wirtschaftlichen Verstand» gestimmt, sagte Johnson, der rund 50 Prozent der Stimmen bekam. Die konservativen Tories unter dem amtierenden Premierminister David Cameron wurden laut einer ersten Prognose bei der Wahl am Donnerstag stärkste Kraft. (sda/dpa)
04:28
«Keiner kann den schottischen Löwen ignorieren»
«Heute Nacht wird ein Löwe brüllen, ein schottischer Löwe, und er wird mit einer Stimme brüllen, die keine Regierung, welcher politischen Couleur auch immer, ignorieren kann.»

Das sagte der frühere Erste Minister von Schottland, Alex Salmond, am frühen Freitagmorgen zum Wahlerfolg der Scottish National Party (SNP) bei der britischen Parlamentswahl. (sda/dpa)
23:25
Herausforderer Ed Miliband enttäuschend
Die Prognose ergab ein enttäuschendes Ergebnis für Labour-Herausforderer Ed Miliband. Seine Sozialdemokraten kämen nur auf 239 Sitze und wären damit deutlich von einer Mehrheit entfernt.

Der schottischen Unabhängigkeitspartei SNP sagte die Prognose im Norden des Königreichs einen Sieg und den Gewinn von 58 der 59 in Schottland zu vergebenden Sitze voraus.
REFILE - CORRECTING SPELLING OF MILIBAND

Leader of Britain's opposition Labour party Ed Miliband speaks at an election rally in Glasgow, May 1, 2015.  REUTERS/Paul Hackett
Bild: PAUL HACKETT/REUTERS
23:23
Noch keine Mehrheit für die Konservativen
Ob Cameron eine regierungsfähige Mehrheit schmieden kann, war zunächst nicht völlig klar. Sein bisheriger Koalitionspartner, die Liberaldemokraten, rutschten von bisher 57 auf voraussichtlich zehn Sitze ab. Gemeinsam kämen die bisherigen Partner damit auf 326 Sitze und somit knapp über die nötige Mehrheit von 325.
23:17
Cameron gewinnt mit deutlichem Vorsprung vor Miliband
Die Konservative Partei von Premierminister David Cameron ist einer Prognose zufolge stärkste politische Kraft geworden. Sie kommt demnach auf 316 der 650 Sitze und verfehlt damit eine absolute Mehrheit.

Sollte sich die Prognose der britischen BBC bestätigen, schnitten die Tories deutlich besser ab als laut Umfragen erwartet und wären der klare Wahlgewinner. Camerons Partei hätte der Prognose zufolge sogar mehr Sitze gewonnen als bei der zurückliegenden Wahl 2010, als sie auf 307 Sitze kam.
23:00
Stimmlokale seit 23 Uhr MEZ geschlossen
Jetzt heisst es: Stimmen auszählen, die Nacht hindurch. Die ersten Resultate sollten um 1 Uhr MEZ da sein.

21:06
My Beautiful Laundrette in Oxford
epa04736727 An electoral official talks to a voter at a launderette polling station in Oxford, Britain, 07 May 2015. Britons are voting in a general election which will determine the next Prime Minister of the United Kingdom.  EPA/ANDY RAIN
Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE
Diese Stimme ist reingewaschen: Waschsalon in Oxford wurde zum Stimmlokal umfunktioniert.
15:03
Panzer vor Wahllokal
14:55
Guguseli! – Spitzenkandidaten haben gewählt
Ed Miliband
Britain's opposition Labour Party leader Ed Miliband leaves after voting with his wife Justine in Doncaster, northern England, Britain, May 7, 2015. REUTERS/Darren Staples
Bild: DARREN STAPLES/REUTERS
David Cameron
Britain's Prime Minister David Cameron and his wife Samantha leave after voting in Spelsbury, central England, Britain May 7, 2015. British voters get to decide on Thursday who they want to rule the world's fifth-largest economy in a tight election that could yield weak government, propel the United Kingdom towards a vote on EU membership and stoke Scottish desire for secession.  REUTERS/Toby Melville
Bild: TOBY MELVILLE/REUTERS
Nigel Farage
RAMSGATE, ENGLAND - MAY 07:  Ukip leader Nigel Farage waves from his car as he leaves after casting his vote for the South Thanet constituency  on May 7, 2015 in Ramsgate, England. The United Kingdom has gone to the polls to vote for a new government in one of the most closely fought General Elections in recent history. With the result too close to call it is anticipated that there will be no overall clear majority winner and a coalition government will have to be formed once again. (Photo by Carl Court/Getty Images)
Bild: Getty Images Europe
14:45
Die Schotten als eigentliche Wahlsieger
Mit dem Unabhängigkeits-Referendum hat es nicht geklappt. Bei der heutigen Parlamentswahl dürfte die Schottische Nationalistenpartei (SNP) einen Erdrutschsieg verzeichnen, frei nach dem Motto von Friedrich Nietsche: «Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.»

» Zur Analyse von Wirtschaftsautor Philipp Löpfe
14:31
Camerons Wahlkampf-Song
Okay, zugegeben. Es ist ein Zusammenschnitt. Diesem künstlerischen Meisterwerk wollen wir trotzdem die notwendige Aufmerksamkeit geben.
14:18
Was passiert nach der Wahl?
Die Urnen werden 23 Uhr Schweizer Zeit geschlossen. Das genaue Resultat wird wahrscheinlich erst am Freitag bekannt gegeben. Der Wahlsieger wird dann mit der Regierungsbildung beauftragt. Da weder Labour noch die Konservativen das absolute Mehr voraussichtlich gewinnen werden, werden beide beim Wahlsieg Koalitionsverhandlungen mit den kleineren Parteien aufnehmen müssen.

Gemäss letzten Umfragen ist es unklar, welche von den traditionellen Grossparteien die Wahl gewinnen wird.
13:59
Ein langweiliger Wahlkampf
Der Wahltag in Grossbritannien ist vor allem eines: lange und langweilig. Der Wahlkampf davor war es ebenfalls. Erstmals in der britischen Geschichte setzten beide Spitzenkandidaten, Cameron und Miliband, professionelle Wahlkämpfer aus den Vereinigten Staaten ein. Mit der Konsequenz, dass die Auftritte der Politiker fade, instruiert und gestellt aussahen.

12:01
Welche Partei würdest du wählen?
Jetzt mal ehrlich. Wenn du Brite wärst, welche Partei würdest du wählen?
11:43
Koalition goes Downing Street
Wie auch immer die Wahlen am 7. Mai ausgehen, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass erneut eine Koalitionsregierung in die Downing Street einzieht. Ob die Briten die zunehmende Verzerrung des Wählerwillens durch ihr lange Zeit hochgelobtes Wahlsystem weiterhin ohne zu murren hinnehmen werden, ist dagegen ungewiss. Wer allerdings schnelle Änderungen erwartet, sollte sich an das Referendum erinnern, mit dem die Liberaldemokraten vor vier Jahren das Wahlrecht zu ändern hofften: Es wurde mit fast 70 Prozent verworfen.
10:50
Umfrage: Patter als patt – Links-grün gleichauf mit Rest
Die Webseite may2015.com gewichtet die letzten Umfragen und rechnet sie zusammen. Dieser Berechnung nach kommen Labour, SNP und Grüne auf genau 325 Sitze – genau die Hälfte. Sprich: Es wird ein Kopf an Kopf rennen.
10:30
Daily Record: «Kickt Cameron raus!»
10:24
«The Winner Takes It All»
Kleine Parteien, deren Anhänger übers ganze Land verteilt sind, bleiben im Wahlsystem Grossbritanniens auf der Strecke. Dies gleich aus zwei Gründen: Weil erstens die Stimmen, die für sie abgegeben wurden, in allen Wahlkreisen unberücksichtigt bleiben, in denen eine der grossen Parteien siegte. Und zweitens, weil dies für die Wähler einen starken Anreiz schafft, ihre Stimme nicht an kleine Parteien zu verschwenden.

Das Ergebnis ist eine politische Landschaft, die von zwei Parteien dominiert wird. Die Architektur des Sitzungssaals im Palace of Westminster widerspiegelt dieses faktische Zweiparteiensystem: Zwei ansteigende Bankreihen, in denen das Regierungs- und das Oppositionslager sitzen, stehen einander gegenüber. Der Abstand zwischen den vordersten Bänken entspreche zwei gezogenen Schwertern, schreibt der Economist süffisant.

Früher waren die Konservativen (Torys) und die Liberalen die dominierenden Parteien, nach dem Ersten Weltkrieg verdrängte Labour die Liberalen aus diesem Spitzenduo. 1951 erreichte dessen Dominanz einen Höhepunkt: Zusammen holten die beiden Partien nicht weniger als 96,8 Prozent aller Stimmen.
9:48
«Tue nicht etwas, das du später bereust»
9:32
Wahlwerbung? Piss off!
9:11
Darf die Queen eigentlich wählen?
Britain's Queen Elizabeth reacts after presenting New Colours to the 1st Battalion Welsh Guards at Windsor Castle, England April 30, 2015. REUTERS/Cathal McNaughton
Bild: CATHAL MCNAUGHTON/REUTERS
Theoretisch ja. Die Aufgabe der Monarchie ist es jedoch, im Königreich Kontinuität zu stiften und die Gesellschaft zu einen. Deshalb nimmt das Königshaus sein Wahlrecht nicht wahr. Die Queen hat übrigens auch keinen Pass. Britische Pässe werden im Namen «Ihrer Majestät» ausgestellt, die Queen bestätigt damit, dass ein britischer Bürger ein Brite ist. Es wäre unlogisch, wenn sie sich selbst als Britin bestätigen müsste.
8:57
Erdrutschsieg für SNP erwartet
Als sicher gilt ein grosser Erfolg der schottischen Nationalisten von der SNP. Ihnen wird im Norden von Grossbritannien ein überwältigender Sieg mit über 50 der 59 dort zu vergebenden Sitze vorausgesagt. Die SNP könnte eine Labour-Minderheitsregierung tolerieren.

Mit Spannung wird das Abschneiden der rechtspopulistischen, EU-feindlichen UK Independence Party (UKIP) von Nigel Farage erwartet. Ihr werden zwar kaum Chancen eingeräumt, nach der Wahl politisch gross mitzumischen, aber bis zu 15 Prozent der Stimmen könnte die Partei, die Grossbritannien aus der Europäischen Union lösen will, auf der Insel bekommen. (sda/reu)
8:56
Wer wird gewinnen?
Wer künftig in Grossbritannien regieren wird, ist laut Umfragen völlig offen. Erwartet wird ein knappes Rennen zwischen dem konservativen Premierminister David Cameron und seinem Herausforderer Ed Miliband von der linken Labour-Partei. Wahlforscher sahen die Chancen für die beiden Politiker bei 50 Prozent. Ob Cameron seine Regierungskoalition mit den Liberaldemokraten fortführen können wird, ist fraglich.

Experten befürchten nach der Wahl eine Hängepartie, sollten keine klaren Mehrheit zustande kommen. Die britische Wahl wird in ganz Europa mit grossem Interesse verfolgt. Cameron hat im Falle einer Wiederwahl ein Referendum über den Verbleib Grossbritanniens in der Europäischen Union angekündigt. (sda)
8:55
Die Urnen sind eröffnet
Heute entscheidet Grossbritannien über ihre nächsten vier Jahre. Auf der ganzen Insel sind seit 8 Uhr Schweizer Zeit rund 50'000 Urnen geöffnet, damit rund 50 Millionen registrierte Wähler ihre insgesamt 650 Abgeordnete wählen können. Wer wird gewinnen, wer wird verlieren? Dies weiss man erst morgen Freitag ganz genau. Die Urnen schliessen erst kurz vor Mitternacht.
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8 Kommentare
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Putin gibt den Feldherrn: Jetzt greift er persönlich auf dem Schlachtfeld ein
Russlands Präsident Wladimir Putin legt laut einem Bericht jetzt bei taktischen Entscheiden selbst Hand mit an – und scheitert dabei kläglich.

Mindestens 485 tote russische Soldaten, ein Verlust von 70 russischen Militärfahrzeugen, mindestens ein verlorenes russisches Bataillon. Das ist die geschätzte Negativbilanz einer gescheiterten Überquerung des Flusses Siwerskyj Donez im Donbas letzte Woche – und Präsident Putin höchstpersönlich soll Befehle gegeben haben bei diesem misslungenen Manöver.

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