International
Grossbritannien

Gestrandete Grindwale auf Orkney-Insel in Schottland sind alle tot

77 gestrandete Wale in Schottland – nun sind alle gestorben

12.07.2024, 11:5112.07.2024, 11:51
Gestrandete Wale in Schottland
Insgesamt 77 Grindwale – auch Pilotwale genannt – waren auf Sanday gestrandet.Bild: x/@strandings_man

Keiner von dutzenden Grindwalen, die auf der schottischen Orkney-Insel Sanday gestrandet sind, hat überlebt. Zwölf Tiere mussten eingeschläfert werden, wie die Organisation British Divers Marine Life Rescue (BDMLR) mitteilte.

Ihr Zustand habe sich angesichts der vielen Stunden, die sie an Land verbrachten, stetig verschlechtert.

«Sie erlitten Quetschungen durch ihr eigenes Gewicht, und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie mit der herankommenden Flut Wasser eingeatmet haben», hiess es weiter. «Der Untergrund, auf dem sie lagen, ist ausserdem unglaublich weich, was bedeutet, dass sie noch tiefer in den Sand eingesunken sind, als die Flut über sie hinweg schwappte, sodass sie sich leider nicht wieder selbst retten konnten.»

Abtransport per Traktor

Insgesamt 77 Grindwale – auch Pilotwale genannt – waren auf Sanday gestrandet. 65 waren bereits tot, als Rettungskräfte eintrafen.

Tierschützer und Mediziner wollen nun einige Tiere obduzieren. Emma Neave-Webb vom BDMLR sagte der BBC, es sei ein «gewaltiges Unterfangen mehrerer Behörden» nötig, um die Wale zu bergen. Örtliche Landwirte stehen bereit, die verendeten Wale mit Traktoren und Anhängern abzutransportieren. Noch heute sollen Untersuchungen beginnen, um herauszufinden, «was in aller Welt hier passiert ist», sagte Neave-Webb. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Flávio Bolsonaro fordert Annullierung der Wahl in Brasilien
Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro will die Stichwahl in Brasilien wegen einer um zwei Stunden verlängerten Öffnungszeit der Wahllokale im Land annullieren lassen. Er könne das Ergebnis unmöglich anerkennen und werde juristisch dagegen vorgehen, sagte der rechte Senator und Sohn des früheren Staatschefs Jair Bolsonaro vor Journalisten. Zuvor hatte das Oberste Wahlgericht den linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva zum Sieger der Stichwahl erklärt.
Zur Story