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epa08538584 A woman carrying a toddler walks pass as the health workers wearing personal protective equipment (PPE) arrive to carry a  medical checkup to the residents of a 'containment zones' in Ambujwadi area, a COVID-19 hotspot, in Mumbai, India, 10 July 2020. India is now the third worst hit country by coronavirus.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI

Eine Frau trägt ihr Kind, während im Hintergrund medizinisches Personal in einem Viertel von Mumbai die Bewohner aufklärt. Bild: keystone

Situation in Indien spitzt sich zu: «Katastrophe steht erst bevor»

Indien erreicht neue Höchststände bei Infiziertenzahlen. Reiche bekommen Arzttermine, Arme bleiben auf der Strecke – ein deutscher Arzt und eine Caritas-Vertreterin berichten von schlimmen Zuständen vor Ort. 

Melanie Muschong / t-online



Ein Artikel von

T-Online

In Indien infizieren sich aktuell jeden Tag im Schnitt so viele Menschen mit dem Coronavirus, wie in einer Stadt wie Garmisch-Partenkirchen (rund 27'000 Einwohner) leben. Am Sonntag teilte das Gesundheitsministerium mit, dass innerhalb von 24 Stunden 28'637 Menschen positiv getestet wurden. Und die Dunkelziffer ist aufgrund der vergleichsweise wenigen Tests noch viel höher.  

Das war nicht immer so: Denn von März bis Anfang Juni hat es in Indien einen Lockdown gegeben. Seit Juni wurden die Ausgangssperren aufgehoben – die Zahl der Neuerkrankten ist immens in die Höhe geschossen. Und zwar so sehr, dass in Zentren wie Bangalore und Pune seit Dienstag wieder ein Lockdown gilt.

In Indien müssen zwei Drittel der Menschen täglich mit weniger als 2 US-Dollar (rund 1.70 Euro) überleben. Schutzkleidung und Masken? Können sich die meisten Menschen nicht leisten. Abstand halten? Ist wegen der meist beengten Situation vor Ort in den Grossstädten und Slums nicht möglich. In einer typischen Unterkunft in Ballungsräumen leben rund sieben Personen auf zehn Quadratmetern Grundfläche. 

A health worker takes a nasal swab sample of a woman at an urban health centre in Ahmedabad, India, Thursday, July 16, 2020. India's virus cases surged another 32,695 as of Thursday, taking the nation closer to 1 million and forcing a new lockdown in the popular western beach state of Goa two weeks after it was reopened to tourists. (AP Photo/Ajit Solanki)

Eine Frau führt einen Corona-Test in Ahmedabad durch. Bild: keystone

In grossen Städten wie Delhi und Kalkutta gehen dagegen inzwischen Behördenmitarbeiter von Haus zu Haus, um die Bevölkerung zu testen. Zudem werden die Strassen mit Desinfektionsmittel besprüht. Versuche, das Virus einzudämmen. 

«Kein Einkommen, keine Rücklagen, keine Sozialhilfe, kein Essen» 

Dr. Tobias Vogt ist seit 1998 in Kalkutta im Einsatz. Der deutsche Arzt für Innere Medizin und heute 51-Jährige arbeitet für die Organisation German Doctors . Wovon er berichtet, ist schockierend und alarmierend zugleich. 

«Es sind irrationale Ängste im Spiel», sagt Vogt, als er auf die Situation in der Nachbarschaft in Kalkutta eingeht. «Sehr viele Männer arbeiten hier auf Tagelohnbasis an grossen Baustellen und Fabriken. Das steht jetzt alles still, und die Tagelöhner haben seit mehr als drei Monaten kein Einkommen mehr.»

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Dr. Tobias Vogt: Der Arzt für Innere Medizin arbeitet seit 22 Jahren in Kalkutta. bild: german doctors

Daraus folgt eine Situation, die für viele Tagelöhner lebensbedrohlich ist. «Sie haben keine Rücklagen, es gibt auch keine Sozialhilfe für sie», fährt der Arzt fort. «Laufende Kosten können sie nicht mehr bezahlen, und dann wird ihnen zum Beispiel der Strom abgestellt. Ganze Familien haben nichts zu essen.»

«Nachbarschaft hat solche Angst, dass sie Leute aus Viertel treibt» 

Vogt hat daher in den letzten zwei Monaten rund 2'000 Lebensmittelpakete mit verpackt. Allerdings reichen diese gerade mal für eine Woche, nicht, um eine Familie langfristig zu versorgen.

Besonders für Wanderarbeiter, die sonst Tausende Kilometer weit reisen, um Arbeit zu finden, damit sie ihre Familien ernähren können, ist die Situation existenzbedrohend. Durch den Lockdown und den damit verbundenen Stillstand von Fabriken sind die Arbeiter zurück in die Städte gereist, aus denen sie ursprünglich kommen. Doch dort werden sie nicht mehr herzlich empfangen, sondern nur gefürchtet. «Die Nachbarschaft hat solche Angst, dass sie diese Leute aus dem Viertel treibt», berichtet Vogt.

Die Folge: Die Arbeiter müssen sich in ihren jeweiligen Heimatstädten in Sammelunterkünfte begeben und auf das Coronavirus testen lassen, bevor sie ihre Unterkünfte betreten dürfen. «Dabei ist ihr Risiko, an Covid-19 zu erkranken, nicht anders als das Risiko der Wohnbevölkerung», berichtet der Arzt.

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Sprechstunde: Dr. Vogt und sein Team in Schutzkleidung.

«Hygiene hat keine Priorität» 

Einen ähnlichen Eindruck hat auch Martina Appuhn. Sie vertritt den Deutschen Caritasverband in Indien, war bis vor der Ausganssperre in Neu-Delhi tätig und musste mit dem letzten Flieger nach Deutschland reisen. Seitdem ist sie per Video und Nachrichten mit den Personen vor Ort aus dem Homeoffice verbunden. Auch sie berichtet, dass die Armen die Leidtragenden sind.

epaselect epa08490339 Indian healthcare workers and volunteers of Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS) wearing personal protective equipment (PPE) arrive to conduct medical check-up on residents at Ramabai Ambedkar Nagar, in Mumbai, India, 17 June 2020. According to media reports, the number of confirmed cases of coronavirus in India rose to more than 354,000 and more than 11,000 people deaths.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI

Gesundheitsmitarbeiter auf dem Weg zu einem Einsatz in Mumbai. Bild: keystone

«Mit dem Beginn des Lockdowns wurden einige Slums abgeriegelt, was die Versorgung der dort lebenden Menschen verschlechtert hat», so Appuhn. Die abgeriegelten Zäune sind seit den Lockerungen verschwunden, die Probleme bestehen noch immer. Appuhn weiter: «Die hygienische Versorgung in den Slums ist schlecht: Es teilen sich oft mehr als hundert Familien eine Toilette und die Waschmöglichkeit. Wenn Wasser da ist, trinken es die Menschen, um zu überleben. Hygiene hat da keine Priorität.»

Wanderarbeiter waren zum Teil über 20 Tage unterwegs, um zurück in ihre Heimatorte zu gelangen. Viele haben dabei über 1'000 Kilometer zurückgelegt. Würde die Regierung ihnen Unterstützung anbieten, wäre für diese Menschen ihr eigener Lohn die oberste Priorität, danach käme der Erhalt von Lebensmitteln. Keiner der Arbeiter denkt an Hygiene oder die Gesundheit. Dies ergab eine Umfrage der Caritas Indien unter Wanderarbeitern.

A migrant worker family crosses a street as they leave city to go back to their villages during a nationwide lockdown to curb the spread of new coronavirus in New Delhi, India, Thursday, May 21, 2020. India's lockdown was imposed on March 25 and has been extended several times. On May 4, India eased lockdown rules and allowed migrant workers to travel back to their homes, a decision that has resulted in millions of people being on the move for the last two weeks. (AP Photo/Manish Swarup)

Wanderarbeiter verlassen Neu Delhi zu Beginn des Lockdowns. Bild: AP

«Die Verstorbenen werden mit Taxis zu Krematorien gefahren» 

Appuhn hat zudem von Kollegen, die noch in Delhi sind, erfahren, dass vieles ausser Kontrolle gerät: «Das Gesundheitssystem ist völlig überlastet. Es gibt nicht genug Krankenhausbetten und Intensivstationen, sodass Kranke abgewiesen werden. Die Anzahl der Krematorien reicht nicht aus, um Verstorbene in Delhi einzuäschern. Die Verstorbenen werden schon mit Taxis zu Krematorien gefahren, weil Bestattungsunternehmer überlastet sind. Auch Eisenbahnwagons, Stadien und Hotels wurden in Lazarette umgewandelt. Es ist eine riesige Katastrophe.»

Schutz gibt es für die Armen kaum, wie Tobias Vogt weiss. «Ich selbst kann mich optimal schützen, aber die Einheimischen haben nicht das Geld. Wenn man die Leute draussen sieht, tragen vielleicht 50 Prozent eine Maske. Die allerwenigsten Familien haben Hände-Desinfektionsmittel», berichtet der Arzt aus Kalkutta.

Hygiene ist nicht das einzige Problem. Auch die Wirtschaft spielt eine Rolle. «Arbeitsrechte wurden ausgesetzt, um die Industrie zu stärken», sagt Appuhn. Die Folgen davon sind gerade für Kinder nicht gut. «Das, wofür Nichtregierungsorganisationen (NGOs) jahrelang gekämpft haben, wurde nun zum Teil für Jahrzehnte ausgesetzt. Kinderarbeit, häusliche Gewalt und Menschenhandel werden nach Aussagen von lokalen NGOs in den nächsten Jahren wieder zunehmen.»

epaselect epa08505916 A general view of the slums in Kajupada area, a COVID-19 hotspot, in Mumbai, India, 24 June 2020. According to media reports, the Indian government has eased some coronavirus related restrictions but has said the lockdown will continue until 30 June, in 'containment zones'. The number of confirmed cases of coronavirus in Mumbai crossed 68,000 cases on 23 June.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI

Abstand halten schwierig: Blick auf einen Slum in Mumbai, der zum Corona-Hotspot avancierte. Bild: keystone

Gewalt zwischen den Bürgern und der Polizei  

Die Situation in den Grossstädten ist angespannt. In einigen Stadtvierteln sind die Bürger wütend auf die Polizei. «Wenn Polizisten die Warteschlangen vor einem Markt oder vor einer Bankfiliale zerstreuen wollen, reagieren die Menschen, die sich dort anstellen, verärgert. Es kam auch zu Gewalt zwischen den Menschen einer Warteschlange und Polizisten hier in unserer Strasse», erzählt Vogt.

Der Arzt macht sich Sorgen. Denn neben dem Coronavirus gibt es im Land weitere schlimme Krankheiten wie Tuberkulose. Die Covid-19-Pandemie hat auch den Umgang mit diesen Leiden verändert. Normalerweise hat Vogt 30 bis 40 Tuberkulose-Diagnosen pro Monat, zuletzt waren es ein Zehntel davon. «Das bedeutet, dass es derzeit in den Ghettos viele Tuberkulosekranke geben dürfte, die unsere Dienste nicht erreicht. Vermutlich sterben derzeit viele Menschen, weil sie keine qualifizierte Hilfe finden», erzählt der Arzt.

 «Die absolute Katastrophe steht jedoch erst bevor»  

Er darf inzwischen wieder ambulant arbeiten. Auch wenn dies nicht immer einfach ist. «Unter der persönlichen Schutzausrüstung wird es sehr warm und man verliert viel Flüssigkeit.» Auch wenn es in Indien ab August den von der Regierung geplanten Impfstoff Covaxin geben könnte, glaubt Vogt nicht an eine schnelle Veränderung im Land. «Wir werden uns noch länger gedulden müssen», sagt er.

>>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Inzwischen ist Indien laut Johns-Hopkins-Universität das am drittstärksten betroffene Land weltweit hinter den USA und Brasilien. Martina Appuhn bedrücken zudem die langfristigen Folgen: «Die Menschen werden kaum getestet – besonders trifft das auf ländliche Regionen zu. Man vermutet daher, dass die Dunkelziffer viel, viel höher ist. Die absolute Katastrophe steht jedoch erst bevor und resultiert aus der gestiegenen Arbeitslosigkeit.»

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Indien im Kampf gegen das Virus

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • marcog 17.07.2020 11:25
    Highlight Highlight Überbevölkerung, Klimawandel, Umwelverschmutzung, soziale Ungleichheit. Die Menschheit ist unfähig diese Probleme zu lösen. Dann kommt noch Corona dazu und das System bricht zusammen. Was folgt als nächstes? Bürgerkrieg?
  • Dr no 17.07.2020 08:49
    Highlight Highlight Die Menschheit kann sich nicht unendlich vermehren. Die erde hat nicht unendlich platz
    • banda69 17.07.2020 11:10
      Highlight Highlight @dr

      Was genau möchten Sie uns damit sagen?
    • Dr no 17.07.2020 20:40
      Highlight Highlight Das all die empörung fehl am platz ist. Zu kurz gedacht alles. Was nützt es krampfhaft leben zu retten wenn sie eh keine Perspektiven haben, kein wasser, keine wohnung, kein job etc. Die natur regelt ihr gleichgewicht.
  • Nora Flückiger 17.07.2020 05:37
    Highlight Highlight Leute schaut her, und ihr jammert wenn ihr ein paar Wochen nicht wie gewohnt leben könnt und im ÖV Masken tragen müsst!
  • CalibriLight 16.07.2020 23:01
    Highlight Highlight Ein Land wie Indien mit dieser Riesenschere zwischen Arm und Reich ist gegen Corona (oder jede andere Pandemie) verloren.
    Ein Lockdown verdammt Hunderttausende zu Hunger oder Tod. Die Wanderarbeiter müssen arbeiten können. In den Slums muss das Elend unvorstellbar sein. Das Kastensystem macht Hilfe für die Ärmsten auch nicht leichter.
    Es ist schrecklich.
  • Rhinopower 16.07.2020 22:27
    Highlight Highlight Die Situation in Indien ist immer zugespitzt.
  • VileCoyote 16.07.2020 20:07
    Highlight Highlight Und wieder versagt der Humanismus...
  • Gipfeligeist 16.07.2020 19:50
    Highlight Highlight Der Ausdruck "Wir sitzen alle im gleichen Boot" ist absolut falsch und verachtent ignorant. Vielleicht fahren wir durch den selben Sturm, aber die einen in einer Yacht, die anderen auf einem Floss...
  • Zaytoun 16.07.2020 18:56
    Highlight Highlight Sorry aber äh Garmisch-Partenkirchen?!
    • kettcar #lina4weindoch 16.07.2020 19:34
      Highlight Highlight Artikel von T-Online. Aber dachte zuerst das Gleiche.
    • Peter Vogel 16.07.2020 21:25
      Highlight Highlight 1.70 Euro
    • bullygoal45 16.07.2020 23:23
      Highlight Highlight Habe auch gedacht mit Rapperswil-Jona kommt perfektf auf 27‘000 Einwohner und dann kommt Garmisch 🤔😁😁😁!
  • d10 16.07.2020 17:44
    Highlight Highlight Sobald Modi seinen krassen und sofortigen Lockdown verkündete war klar, dass Millionen von Existenzen und Leben dadurch bedroht sind. Es wurde viel über die Wanderarbeiter geschrieben, doch es gibt dort auch Hunderte von Millionen von Taglöhnern vor Ort. Sie alle hatten kein Einkommen mehr und konnten ihre Sippen nicht mehr ernähren, den Rest kann man sich vorstellen.

    Dann wurde der Lockdown zu früh und zu stark gelockert. Indien ist noch in der ersten Welle, Social Distancing ist unmöglich, das kann verheerend werden mit dem dortigen Gesundheitswesen :(
  • Coffeetime ☕ 16.07.2020 16:44
    Highlight Highlight Eins kann man sagen: Corona zeigt schön auf, was auf dieser Welt nicht gut funktioniert.

    Ich habe leider auch kein Patentrezept, aber es gäbe auch in Indien sicher genügend Geld, um die Slums und die Armut konsequenter anzugehen?
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 16.07.2020 17:42
      Highlight Highlight Das gäbe es und es gäbe auch genügend Essen für 10 Milliarden Menschen auf der Welt, nur gibt es die passenden Menschen welche bereit sind fair zu leben und zu teilen nicht.
    • _andreas 16.07.2020 17:45
      Highlight Highlight Tja, so ist es halt.. Wir leben in einer Gesselschaft da zählt nur das ICH. Und die Priviligierten wollen auch um jeden Preis priviligiert bleiben. Die Menschen werden sich nicht ändern, das merkt man in dieser Kriese wieder einmal mehr sehr gut.
    • Birdperson 16.07.2020 20:51
      Highlight Highlight Die Corona-Pandemie zeigt auf grausame Art und Weise was schief läuft. In Indien müssen über 800 Millionen Menschen mit weniger als 2 US Dollar überleben. Das zu ändern dauert schon in normalen Zeiten Jahrzehnte und in einer Krise wie jetzt würde alles Geld der Welt eine grosse Katastrophe nicht abwenden können weil die Infrastruktur fehlt um Gegenmassnahmen umzusetzen. Ich hoffe trotzdem dass es der Weltgemeinschaft gelingt zu helfen und nicht einfach tatenlos zusieht
    Weitere Antworten anzeigen
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 16.07.2020 16:18
    Highlight Highlight wenn wir noch 30 Fälle mehr pro Tag haben, dann haben wir gleich viele Fälle wie Indien gerechnet auf die Einwohnerzahl.
    • Berner_in 16.07.2020 17:43
      Highlight Highlight Diese Zahlen aus Indien sind nur ein Bruchteil der schlimmen Wahrheit... Für uns nicht vorstellbar, was da abgeht... und nicht im geringsten mit der Situation hier zu vergleichen...
    • lilie 16.07.2020 17:55
      Highlight Highlight @nadassagenwir: Die beiden Länder vergleichen zu wollen ist nicht wie Äpfel und Birnen, sondern eher wie Orangen und Rollladenkurbeln - einfach nicht sinnvoll:

      - Indien hat eine riesige Dunkelziffer, da einerseits die Strukturen nicht zur Verfügung stehen, um rigoros zu testen, die Leute sich aber aus Furcht vor Stigmatisierung auch nicht testen lassen
      - Wir hingegen versuchen gerade, unsere Dunkelziffer auf 0 zu senken
      - Indien hat seit Monaten exponentiell steigende Fallzahlen, eine Verlangsamung ist nicht abzusehen
      - Unsere Zahlen sind einigermassen stabil, R liegt derzeit wieder unter 1
    • wasps 16.07.2020 18:21
      Highlight Highlight Der Vergleich hinkt. Die Dunkelziffer wird in Indien astronomisch hoch sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maria Cardinale Lopez 16.07.2020 16:05
    Highlight Highlight Einfach nur traurig

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Ein experimenteller Coronavirus-Impfstoff der US-Biotech-Firma Novavax hat nach Angaben des Herstellers bei ersten Tests ermutigende Ergebnisse gezeigt. In der ersten Phase der klinischen Tests hätten alle Probanden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt.

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