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In this Wednesday, Oct. 5, 2016 photo, Indian spiritual guru, who calls himself Saint Dr. Gurmeet Ram Rahim Singh Ji Insan, arrives for a press conference ahead of the release of his new film

Der indische Guru Gurmeet Ram Rahim Singh Bild: AP/AP

Indischer Guru wegen Vergewaltigung zu 20 Jahren Haft verurteilt – Anhänger randalieren



Der wegen Vergewaltigung zweier Anhängerinnen verurteilte indische Guru Gurmeet Ram Rahim Singh muss für 20 Jahre hinter Gitter. Diese Strafe verkündete ein Richter am Montag in einem Gefängnis im nordindischen Rohtak.

Diese Strafe verkündete ein Richter am Montag in einem Gefängnis im nordindischen Rohtak, wie Staatssekretär Ram Niwas vom Innenministerium des Bundesstaates Haryana der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Der Richter war per Helikopter in den Ort nahe der Hauptstadt Neu Delhi geflogen worden, wo Ram Rahim seit seiner Verurteilung in Haft sass. Damit sollten erneute Ausschreitungen verhindert werden.

Dera Sacha Sauda sect members overturn an OB van on the streets of Panchkula, India, Friday, Aug. 25, 2017. Deadly riots have broken out in a north Indian town after a court convicted their guru, who calls himself Saint Dr. Gurmeet Ram Rahim Singh Ji Insaan, of raping two of his followers. Mobs also attacked journalists and set fire to government buildings and railway stations. (AP Photo/Altaf Qadri)

Anhänger des Gurus randalieren in der Stadt Panchkula. Bild: AP/AP

Mehr als 100'000 Anhänger des extravaganten 50-jährigen Gurus waren zu der Urteilsverkündung am vergangenen Freitag in den Ort Panchkula gekommen und randalierten anschliessend. Dabei kamen dort 32 Menschen ums Leben, sechs weitere starben im rund 250 Kilometer entfernten Sirsa, wo die Sekte von Ram Rahim beheimatet ist.

Mehr als 250 Menschen wurden verletzt. Die meisten Opfer wurden durch Polizeischüsse getötet. Mehr als 900 Mitglieder der «Dera Sacha Sauda» (etwa: Sekte des wahren Geschäfts) wurden festgenommen.

Am Montag waren die Vorkehrungen entsprechend streng - insgesamt rund 30'000 Sicherheitskräfte waren in verschiedenen Orten des Bundesstaats Haryana im Einsatz. In Sirsa, wo eine Ausgangssperre galt, wurden Medienberichten zufolge zwei Autos angezündet. Darüber hinaus wurden zunächst keine Zwischenfälle bekannt. Die Sekte hat nach eigenen Angaben 60 Millionen Mitglieder. (cma/sda/dpa)

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