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Indien

Mindestens 90 Tote bei Einsturz einer Hängebrücke in Indien

Hängebrücken-Einsturz in Indien: Zahl der Todesopfer steigt auf mindestens 130

Die Zahl der Toten beim Einsturz einer Hängebrücke über einem Fluss im Westen Indiens hat sich auf mindestens 130 erhöht. Zudem sind rund 100 Menschen verletzt worden, zwei Personen werden noch vermisst.
30.10.2022, 17:2431.10.2022, 04:06

Bei dem Einsturz einer Hängebrücke über einem Fluss im Westen Indiens sind laut Medienberichten weit über hundert Menschen ums Leben gekommen. Regierungsvertreter des Bundesstaats Gujarat sprachen zuerst von mindestens 68 Toten, die Zahl erhöhte sich aber in der Folge noch deutlich. Zudem seien etwa 100 Menschen verletzt worden.

Rescuers on boats search in the Machchu river next to a cable bridge that collapsed in Morbi town of western state Gujarat, India, Monday, Oct. 31, 2022. The century-old cable suspension bridge collap ...
Rettungskräfte suchten bis spät in die Nacht nach weiteren möglichen Todesopfern.Bild: keystone

Das Unglück habe sich am Sonntagabend (Ortszeit) in Morbi im Bundesstaat Gujarat ereignet, meldeten die Zeitung «The Times of India» und lokale Medien. Viele Opfer seien ins Wasser gefallen. Ein grosser Rettungseinsatz sei im Gange. Helfer waren auch in Booten unterwegs. Gujarats Innenminister Harsh Sanghavi sagte in einer ersten Mitteilung, mehr als 70 Menschen seien gerettet worden. Dem Sender NDTV zufolge erhöhte sich auch die Zahl der Geretteten am Montagmorgen auf 177 Menschen.

Die über den Fluss Machchhu führende Fussgängerbrücke sei nach Sanierungsarbeiten erst diese Woche wiedereröffnet worden, hiess es weiter. Das Bauwerk stamme aus dem 19. Jahrhundert. Zum Zeitpunkt des Einsturzes seien viele Menschen auf der Hängebrücke gewesen. Laut «The Times of India» waren es rund 400 Menschen, dem Sender NDTV zufolge gar etwa 500 Menschen. Eine Untersuchung sei im Gange, sagte Gujarats Arbeitsminister Brijesh Merja NDTV.

Auf Bildern und Videos in sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie das Bauwerk in der Mitte auseinanderzubrechen scheint und mehrere Menschen sich festklammern, um nicht ins Wasser zu stürzen.

Zu der Ursache gab es zunächst keine offiziellen Angaben. In Medienberichten hiess es, möglicherweise habe die Konstruktion der Last zu vieler Menschen nicht standgehalten. Das Büro von Premierminister Narendra Modi kündigte auf Twitter Entschädigungen für die Familien der Opfer an. (con/sda/dpa)

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