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A British Union flag from Brexit day celebrations lies in the grass in front of the Palace of Westminster in London, early Saturday, Feb. 1, 2020. Britain officially left the European Union on Friday after a debilitating political period that has bitterly divided the nation since the 2016 Brexit referendum. (AP Photo/Alastair Grant)

Verwaiste Fahnen nach einer wilden Partynacht in London. Bild: AP

Interview

Wirtschafts-Experte: «Beim Brexit gibt es nur Verlierer»

Lukas Weyell / watson.de



Nach dem Brexit ist vor den Verhandlungen. Am Freitag ist Grossbritannien aus der EU ausgetreten. Bis Ende 2020 gilt jetzt eine Übergangszeit, in der die bisher geltenden Regelungen zwischen der EU und Grossbritannien bestehen bleiben. Währenddessen soll verhandelt werden, wie genau das Verhältnis zwischen Festland und der Insel ab dem 1. Januar 2021 aussehen soll.

Völlig unklar sind dabei noch viele Fragen, die die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen EU und Grossbritannien betreffen. Und an diesen Fragen könnte das bisherige Brexit-Abkommen auch noch einmal scheitern. So sagte der Wirtschaftsexperte und IfW-Präsident Gabriel Felbermayr gegenüber watson: «Ein No-Deal ist noch immer möglich und wäre auch für die EU teuer.»

Watson hat mit dem Wirtschaftsexperten Fabian Zuleeg von der Denkfabrik «European Policy Centre» in Brüssel gesprochen. Er berät die europäischen Institutionen in Wirtschaftsfragen und hat einen Einblick in die Verhandlungen nach dem Brexit. Wir wollten von ihm wissen, welche Fragen jetzt noch geklärt werden müssen, wie das innerhalb von nur elf Monaten passieren soll – und ob Frankfurt tatsächlich London als Finanzzentrum Europas ablösen wird.

«Das sind alles wichtige Fragen, für die man bisher keine Lösung gefunden hat.»

Watson: Am 31. Januar wurde der Brexit vollzogen. Jetzt ist eine Übergangszeit bis zum 31.12. vereinbart. Was bedeutet das denn jetzt? Sind die Briten drinnen oder draussen?
Fabian Zuleeg: Zunächst mal ist wichtig, dass am 31.1. der Brexit stattfand. Das ist ganz unabhängig von der Übergangsfrist. Das heisst, seit dem 1. Februar ist Grossbritannien nicht mehr Teil der EU. Ob sich dann ein Vertrag finden lässt, der die zukünftige Zusammenarbeit regelt, ist noch nicht klar. Aber selbst, wenn es diesen Vertrag nicht gibt, ändert das nichts daran, dass Grossbritannien die EU verlassen hat.

Bild

Wirtschafts-Experte Fabian Zuleeg. bild: european policy centre

Über den Experten

Fabian Zuleeg ist Geschäftsführer und Chefökonom des European Policy Centre, einer Denkfabrik in Brüssel. Er berät die europäischen Institutionen zu Wirtschaftsfragen. Unter anderem war er für die schottische Regierung nach dem Brexit-Votum beratend tätig.

Und was passiert nun in der Übergangszeit?
Wir haben jetzt elf Monate, um einen sehr komplizierten Vertrag zu verhandeln, mit vielen politischen Fallen, die man umgehen muss. Ausserdem muss der Vertrag noch ratifiziert werden. Effektiv bedeutet das, dass wir vielleicht neun Monate haben, um zu verhandeln. Das ist sehr kurz, gemessen an dem, was da alles noch offen ist. Das gab es eigentlich noch nie, dass so ein komplizierter Vertrag in so kurzer Zeit verhandelt wurde.

Was könnte dabei herausgekommen?
Wenn überhaupt, kann das nur ein sehr beschränkter Vertrag sein. Das grosse Ziel, eine tiefe Bindung zwischen Grossbritannien und der EU zu schaffen, kann in der Zeit nicht erreicht werden.

Welche Fragen sind denn nach wie vor ungeklärt?
Im Prinzip: Alle. Was bisher geregelt wurde, waren die drei zentralen Fragen: Die finanziellen Verpflichtungen Grossbritanniens, der Schutz der Rechte der EU-Bürger in Grossbritannien und eine Regelung für Nordirland. Ausserdem hat man sich auf eine Übergangsfrist geeinigt, aber alle anderen Fragen sind noch offen. Gerade im wirtschaftlichen Bereich müssen die Handelsbeziehungen neu geregelt werden, aber auch die Aussen- und Sicherheitspolitik, das sind alles wichtige Fragen, für die man bisher keine Lösung gefunden hat und dann gibt es noch Bereiche, in denen man noch gar nicht angefangen hat, zu verhandeln.

«Das ist leider die traurige Wahrheit beim Brexit: Es ist nicht nur ein Verlust für Grossbritannien, sondern auch für den Rest Europas. Beim Brexit gibt es keine Gewinner, nur Verlierer.»

Das ergibt den Eindruck, dass man die heiklen Themen aufgeschoben hat ...
Es ist nicht so, dass man nur die einfachen Themen
geklärt hat. Aber es ist eben auch noch nicht klar, wo die Probleme entstehen werden. Aber es wird sicher noch einmal schwierig werden, wenn es um die Frage geht, inwieweit der Finanzsektor Grossbritanniens weiterhin Zugang zum europäischen Markt hat. Es kann gut sein, dass einige Mitgliedsstaaten der EU sich querstellen oder Widerstand leisten werden und Grossbritannien in einigen Punkten einknicken muss, um überhaupt einen Deal zu bekommen. Das wird zum Beispiel bei der Fischerei der Fall sein. Aber auch bei der Frage, wie man mit Gibraltar umgeht. Die Verhandlungen werden für Grossbritannien nochmal sehr unangenehm werden.

Im Zuge des Brexit wurde schon überlegt, ob der Finanzsektor aus London abwandern könnte und wenn ja, wohin. Da waren Paris und Frankfurt im Gespräch. Könnte Frankfurt das neue London werden?
Da muss man unterscheiden. Die City of London hat verschiedene Funktionen als Finanzstandort. Ein Teil der Finanzdienstleistungen ist unabhängig von der EU. Da geht es um weltweiten Handel und der kann nach wie vor in London stattfinden. Allerdings ist London da auch im Konkurrenzkampf mit dem Rest der Welt. Ein Teil der Finanzleistungen könnte also nach China oder Singapur abwandern, oder in die USA. In dem Fall würden weder die EU noch Grossbritannien profitieren.

Und was ist mit Finanzdienstleistungen innerhalb der EU?
Da sind im Moment vier Städte im Gespräch, das sind Dublin, Amsterdam, Paris und eben Frankfurt. Es wird sicherlich Funktionen geben, die aus London in eine dieser Städte abwandern. Aber insgesamt denke ich nicht, dass eine dieser Städte London ersetzen wird. Es ist eher so, dass hier eine Lücke entsteht, von der weder Grossbritannien noch die EU profitieren. Das ist leider die traurige Wahrheit beim Brexit: Es ist nicht nur ein Verlust für Grossbritannien, obwohl Grossbritannien am meisten verliert, sondern auch für den Rest Europas. Beim Brexit gibt es keine Gewinner, nur Verlierer.

Two participants in a flash mob wearing masks of British Prime Minister Boris Johnson and Queen Elizabeth II stand in front of the Brandenburg Gate in Berlin Friday, Jan. 31, 2020 to mark Britain's withdrawal from the European Union. Britain has left the European Union after 47 years of membership, taking a leap into the unknown in a historic blow to the bloc. (Christoph Soeder/dpa via AP)

Bild: AP

Wie werden die Verbraucher den Brexit zu spüren bekommen?
Es wird sicher Produkte geben, bei denen man das spüren wird. Aber das wird eher beschränkt sein, weil Grossbritannien wenig Industriegüter exportiert. Ausserdem ist das durch den Wechselkurs beeinflusst und das Pfund ist jetzt schon sehr niedrig und wird womöglich noch fallen, um die Wettbewerbsnachteile gegenüber der EU auszugleichen. Wo man es eher spüren könnte, ist im Dienstleistungsbereich. Das ist nicht so offensichtlich, aber wird sich längerfristig auswirken. Es sind zum Beispiel viele Anwaltskanzleien aus London nach Dublin abgewandert. Wie gross dieser Verlust ist, lässt sich jetzt aber noch nicht absehen.

Und gesamtwirtschaftlich gesehen?
Es ist in jedem Fall ein Verlustgeschäft für Grossbritannien, wie auch für die EU. Für Grossbritannien wird es aber deutlich höher ausfallen. Innerhalb der EU gibt es noch Möglichkeiten, die Verluste auszugleichen. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel nicht mehr in Grossbritannien produziert, kann es in einem EU-Land produzieren. Das ist für Grossbritannien natürlich nicht möglich, weil es sich durch den Brexit selbst isoliert.

Sehen Sie eine Chance, dass Grossbritannien eines Tages doch wieder Teil der EU wird?
Man sollte nie nie sagen, aber das ist nichts, was in den nächsten Jahren wahrscheinlich ist. Dafür wird auch der Abstand zwischen Grossbritannien und dem Rest Europas in den nächsten Jahren zu gross werden. Je länger Grossbritannien ausserhalb der EU ist, desto schwieriger wird es, wieder in die EU einzutreten. Ausserdem ist es so, dass Grossbritannien einen Antrag stellen müsste und das zu den Standardkonditionen. Die letzten Jahrzehnte profitierte Grossbritannien von Sonderkonditionen, die sonst kein Mitgliedsstaat hatte. Ein Wiedereintritt zu schlechteren Konditionen als zuvor wird sich politisch sehr schlecht verkaufen lassen. Die Möglichkeit ist sehr, sehr klein.

Was halten Sie für wahrscheinlicher?
Dass ein Teil Grossbritanniens wieder reinkommt. Es kann gut sein, dass eine Folge des Brexits das Auseinanderbrechen Grossbritanniens ist. Es ist gut möglich, dass beispielsweise ein unabhängiges Schottland wieder Mitglied der EU sein wird.

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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hiker 02.02.2020 11:05
    Highlight Highlight Der Brexit ist doch nur der total missratene Versuch eines David Cameron an der Macht zu bleiben. Seither wird in GB alles was im Land schief läuft reflexartig auf die EU abgeschoben. Das Land ist auf Jahrzehnte tief gespalten. Das verheisst nichts gutes für die Zukunft Grossbritanniens. Ab gestern ist es für die Britischen Parlamentarier nicht mehr so einfach die vielen Probleme im Land einfach der EU in die Schuhe zu schieben. Ab gestern müssen sie liefern. Nichts anderes erwartet das britische Volk jetzt von seinen Vertretern. Viel Spass!
  • stadtzuercher 01.02.2020 19:47
    Highlight Highlight Oha. Ein sogenannter Wirtschaftsexperte. Selbstredend sehens die Grossverdiener und Profiteure immer anders als das normale Volk.
  • Lowend 01.02.2020 14:28
    Highlight Highlight Die rechtspopulistischen Kräfte Europas, die von Putins Russland und von den nationalistischen Kräften der USA unterstützt werden, haben mit dem Brexit zweifellos gewonnen.

    Wer aber glaubt, dass Russland und die USA ein Interesse an einer starken EU oder einem starken England haben, ist meiner Meinung nach ein politischer Analphabet, der den populistischen Rattenfängern jeden Mist abkauft.

    Heute ist ein rabenschwarzer Tag für Europa, denn in Moskau und Washington knallen die Korken.
    • stadtzuercher 01.02.2020 20:18
      Highlight Highlight Tja, Lowend. Man muss halt die richtigen Entscheidungen vorher treffen. Und nicht im Nachhinein jammern. Man darf nicht vergessen: Es ist die Bevölkerung, die entschieden hat. Gegen die Interessen der Elite in Politik und Wirtschaft.
    • Lowend 02.02.2020 10:58
      Highlight Highlight Es bleibt der Umstand, dass sich Russland und die USA genüsslich zurück lehnen können, weil politische Analphabeten den Rechtsextremisten, die von Putin und Trump gesponsert werden, jeden Müll abkaufen und diesen zerstörerischen Kräften beim Destabilisieren Europas in ihrem blinden Hass zur Seite stehen.

      Habt ihr Pöbler auch etwas zu diesem Inhalt meines Kommentars zu sagen, oder wollt Ihr mich einfach nur durch dümmliche Angriffe auf meine Person zermürben, weil ich zu meiner Meinung stehe? Wenn Ja, was für armselige Wesen müsst ihr dann sein!
  • meliert 01.02.2020 14:12
    Highlight Highlight Wieder so ein Experte.... keiner weiss wie es wirklich rauskommt!
    wie die Engländer zu sagen pflegen:

    it has to get worse before it gets better 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿

    ich bin zuversichtlich, weil ich England sehr gut kenne und deren Bewohner.

    Die Schotten können ruhig zur EU (zurück), der Rest der UK braucht SCO nicht, schon eher umgekehrt!

  • De-Saint-Ex 01.02.2020 13:47
    Highlight Highlight Ich sehe es genau anders rum. Wenn jetzt endlich intelligent gehandelt würde, könnte es am Ende nur Gewinner geben. Entweder die EU entwickelt sich zurück zu einem reinen Wirtschaftsverbund oder macht endlich Nägel mit Köpfen und implementiert einen Staatenbund der Willigen mit Rechten und Pflichten, die dann ENDLICH von allen respektiert und angewandt werden. Letzteres wäre schon nur geostrategisch aufgrund der kürzlichen Vorkommnissen in den USA überlebensnotwendig.
    • DemonCore 01.02.2020 18:23
      Highlight Highlight Die EU ist bereits ein Staatenbund mit verbindlichen Rechten und Pflichten für die Mitglieder. Dass die EU gewisse Schwächen in der Durchsetzung hat ist von den Mitgliedern selbst so gewollt.
  • orso129 01.02.2020 13:39
    Highlight Highlight Ein Gewinnwr gibts: Trump... er kann den Briten nun seine Handelsverträge aufdrücken. Die doch im globalen Handeln starke EU ( 512 Mio Menschen) ist ihm ja ein Dorn im Auge, die ist jetzt schwächer geworden...
    • LarsBoom 01.02.2020 13:49
      Highlight Highlight Seit heute nur noch 447 Mio Menschen 😉
  • Jaklar 01.02.2020 13:38
    Highlight Highlight Wen man es sachlich anschaut und offen, dann muss man sehen, dass die briten witschaftlich schlechter dastehen werden. Aber die haben es ja so gewollt. Die eu wird auch schwächer. Ganz zur freude von russland und china.
    Für uns schweizer ist es doppelt schlecht. Die eu ist unser wichtigster kunde. Wir brauchen eine stabile eu sonst gnade gott unserere wirtschaft. Fast 60 % unsere einkünfte kommen von der eu. Wer in der schweiz arbeitet und der eu schlechtes gedeien wünscht, der ist schlicht und einfach dumm.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 01.02.2020 14:12
      Highlight Highlight Jaklar
      Natürlich ist zu hoffen, dass es Europa gut geht.
      Aber der EU? Diese sollte ein Wirtschaftsprojekt sein. Und nicht ein Vehikel zur Abschaffung des Nationalstaats.
    • Läggerli 01.02.2020 14:40
      Highlight Highlight Und falls die EU auseinanderbricht verschwinden all die importwilligen Länder? Europa würde auch ohne Staatengemeinschaft existieren und deren Bedarf an unseren Gütern weiterhin bestehen.
    • orso129 01.02.2020 15:51
      Highlight Highlight ...ganzklar formuliert, danke!
    Weitere Antworten anzeigen
  • AquaeHelveticae 01.02.2020 13:30
    Highlight Highlight Vielleicht ebnet der Brexit ja auch den Weg für eine modernere europäische Zusammenarbeit.
    Eine Zusammenarbeit, welche sich darauf fokussiert wirtschaftlich mit den Schwergewichten im Westen und Osten mitzuhalten. Und dafür die kulturellen Eigenheiten der einzelnen Ländern gerechter wird. Mit weniger Regulierungen, Bürokratie und Eingriffen in die Innenpolitik.
    Es wäre schade, wenn die einzelnen Länder ihre Eigenheiten verlieren würden.
    • redeye70 01.02.2020 13:48
      Highlight Highlight Das sollte nicht nur ein Vielleicht sein sonder ein Muss, sonst wird die EU nicht überleben. Da würde auch für mich ein Beitritt akzeptabel werden. Aber mit Merkel wird das nicht geschehen da alles alternativlos ist.
    • D_M_C 01.02.2020 16:40
      Highlight Highlight Zusammenarbeit braucht auch die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen.

    • Klaus07 01.02.2020 18:52
      Highlight Highlight Mainstreamnutzer
      Trump versucht nun seit drei Jahren das Handelsbilanzdefizit der USA zu korrigieren.
      Hmmm. Bis jetzt haben Strafzölle ausser ein Aufblähen der Staatsschulden noch nichts bewirkt. Im Gegenteil. Das Defizit stieg 2018 auf Rekordniveau und auch 2019 zeigt keine Trendwende an.

      Zu China. 2007 lag das Wirtschaftswachstum bei 14,25%. Seit da sank das Wachstum kontinuierlich. Zur Zeit liegt das Wirtschaftswachstum bei 6,14%. Nur mit Trump hat die Entwicklung sehr wenig zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Booker 01.02.2020 13:21
    Highlight Highlight Einige sehr negative Aussagen eines EU-Freundes. Es gibt aber auch anderweitige Meinungen.
    Kurz- und vielleicht auch mittelfristig wird es GB schlechter gehen, aber längerfristig lohnt sich die Sache allemal.
    • Hallwilerseecruiser 01.02.2020 13:54
      Highlight Highlight "Längerfristig" ist viel zu lang für einen Wahlzyklus.
    • Ich hol jetzt das Schwein 01.02.2020 13:56
      Highlight Highlight Und du weisst das, weil Marty McFly es dir gesagt hat?
    • Jaklar 01.02.2020 17:08
      Highlight Highlight das hört man oft booker aber es gibt einfach keine vernünftigen gründe dafür.
      die briten können zwar handelsverträge abschliessen, aber sie haben eigentlich nur sehr wenig anzubieten. die industrie ist eigentlich in ausländischen händen. der grösste kunde ist die eu. diese wird natürlich jetzt nur auf sich schauen und sicher nicht auf die interessen der briten. zudem ist die gefahr gross, dass nordirland und die schotten sich abspalten. ist nich sicher aber eher wahrscheinlich.
      zudem hat boris viel sehr viel versprochen. das muss er einhalten, sonnst läuft seine show nicht. das kostet.
  • 044 508 39 39 het sie gseit 01.02.2020 13:16
    Highlight Highlight “Je länger Grossbritannien ausserhalb der EU ist, desto schwieriger wird es, wieder in die EU einzutreten“.

    Sogar mir als Nichtexperte fällt auf wie unwahrscheinlich und manipulativ diese Behauptung ist.

    Die Industrienation England wird immer heiss begehrt sein. (Wie die CH ja auch)
    • Beat-Galli 01.02.2020 14:25
      Highlight Highlight Welche Industrie?
    • Cpt. Jeppesen 01.02.2020 15:47
      Highlight Highlight @anm: Wieso wird immer als selbstverständlich angenommen, dass die Schweiz begehrt sei? Weil vor über 20 Jahren mal ein Mitgliedsantrag ausgehändigt wurde? Das heisst erst mal gar nichts. Denn zuerst müssten die Mitglieder darüber abstimmen ob sie die Schweiz von heute überhaupt noch haben wollen. Und die EU von heute sieht komplett anders aus als die EU von vor 25 Jahren.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 01.02.2020 16:26
      Highlight Highlight Jeppsen

      Überleg doch mal. Weil die CH das mit Abstand reichste Land ist.
      Als Mitglied werden wir zum grossen Nettozahler werden.

      Die EU wartet doch nur darauf.
      Sie wären ja blöd...
    Weitere Antworten anzeigen
  • 044 508 39 39 het sie gseit 01.02.2020 13:12
    Highlight Highlight Ein sehr EU freundlicher Experte.
    Gibt ja sicher genug Experten die das genaue Gegenteil behaupten.
    • Juliet Bravo 01.02.2020 16:22
      Highlight Highlight Welche?
    • 044 508 39 39 het sie gseit 01.02.2020 16:28
      Highlight Highlight JB

      Du jedenfalls nicht 😅
    • Juliet Bravo 01.02.2020 16:32
      Highlight Highlight Behaupte ich auch nicht. Aber wer denn?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Auric 01.02.2020 13:11
    Highlight Highlight Aha einer der das ganze neutral und unvoreingenommen von aussen betrachtet hat gibt seine Vorhersagen ab.

    „Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen“ (Mark Twain)

    Aber was wäre eine Schlagzeile wenn sie nicht NEGATIV wäre, eine Schlagzeile wie:

    Wirtschafts-Experte: «ein noch nie angegangenes volkswirtschaftliches Experiment»

    Würde das wirklich niemand hier lesen??

  • Meyer Andrej 01.02.2020 13:04
    Highlight Highlight Und andere Rxperten sagen das Gegenteil.
    • Auric 01.02.2020 13:14
      Highlight Highlight Nur Gewinner?? glaub ich nicht, irgend ein Verlierer wird sich bestimmt finden lassen.

      Aber ganz klar es wird spannend zu sehen was dabei rauskommt.
    • Kant 01.02.2020 13:22
      Highlight Highlight Hmm, eine neue Vorstellung für mich, dass eine Wirtschaft ohne Verträge besser sein könnte. Aber das kannst du uns bestimmt erklären?
    • FrancoL 01.02.2020 13:29
      Highlight Highlight Richtig es gibt solche die die negative Seite für UK klar schlechter einstufen und solche, die optimistisch immer argumentieren; es wird nicht viel passieren . . . . .
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 01.02.2020 13:00
    Highlight Highlight Bei so vielen offenen Fragen und ungelösten Problemen können selbst Experten sich nur der Glaskugel bedienen. Es ist fast nichts klar vorherzusagen und alles beruht auf Annahmen.
    • Kant 01.02.2020 14:06
      Highlight Highlight Nein, das ist ziemlich voraussehbar. Klar, die Details kann man nicht wissen. Aber man kann auch nicht aus einem Verein austreten und dann meinen, weil man ausgetreten ist, die besseren Konditionen, zum Beispiel fürs Fussball spielen, aushandeln zu können.
    • Pafeld 01.02.2020 15:53
      Highlight Highlight Sorry, aber bei so vielen offenen Fragen, der knappen Zeit und Brexit-Vorstellungen, die auf längst widerlegten Lügen basieren, ist eine pessimistische Prognose deutlich wahrscheinlicher. Der Brexit ist jetzt da. Wäre spätestens jetzt an der Zeit, sich von den blumigen Möglichkeiten und Versprechen zu verabschieden und sich der Realität zu stellen. Der aktuelle Sieg der Brexiter wird sie aber kaum zu Realitätsbekenntnissen motivieren.
  • Basti Spiesser 01.02.2020 12:44
    Highlight Highlight 😂😂 diese Experten wieder... wie oft wurde das schon behauptet, und das Gegenteil ist passiert?
    • Pafeld 01.02.2020 15:55
      Highlight Highlight Bei der Anzahl an nicht eingetretenen Untergangsprognosen der EU würde ich den Ball flachhalten, wenn ich Prognosen lediglich nach ihrer Quantität und nicht der Qualität beurteilen könnte.
  • Faxepo 01.02.2020 12:37
    Highlight Highlight Ich bin gespannt, wie sich UK nun entwickeln wird. UK wird nun
    Benchmark sein für die verbliebenen EU Länder.
  • Raphael Stein 01.02.2020 12:31
    Highlight Highlight Denkfabrik in Brüssel, ok.
    So lassen sich die Aussagen etwas besser zuordnen.

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