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Claus-Peter Reisch, the German captain of Lifeline, a private ship that rescues migrants, leaves after an arraignment hearing in Valletta, Malta's capital, Monday, July 2, 2018. The Lifeline rescued 234 migrants in waters off Libya, then headed to Malta after Italy refused entrance to the ship. Reisch was charged with using the boat in Maltese waters without proper registration or license. (AP Photo/str)

Claus-Peter Reisch will nicht zusehen, wie Menschen ertrinken. Bild: AP/AP

1 Jahr Haft für 234 Menschenleben: An diesem Mann soll ein Exempel statuiert werden

Claus-Peter Reisch, früher konservativer Bayer und CSU-Wähler, heute Seenotretter im Mittelmeer. Für sein Engagement soll er nun in Malta verurteilt werden. Im Interview mit watson rechnet er mit Horst Seehofer, Matteo Salvini und der europäischen Flüchtlingspolitik ab. 

26.07.18, 09:54 28.07.18, 06:32


Eigentlich könnte Claus-Peter Reisch ein ruhiges, geordnetes Leben haben. Als selbstständig Erwerbender steht er finanziell auf sicherem Boden, mit seinem eigenen Segelboot zieht es ihn immer wieder in die Ferne. Doch jetzt ist Reisch zwischen die Fronten geraten. In Deutschland prangte sein Antlitz auf jeder Tageszeitung. 

Es ist 2015 als Reisch mit seiner Lebenspartnerin im Sommer nach Griechenland segelt. Die Flüchtlingskrise ist bereits in Gang. Er stellt sich die Frage: «Was tun wir, wenn wir auf ein Flüchtlingsboot treffen?» Zwar trat dieser Fall nicht ein, doch Reisch beschäftigt das Thema weiter. Ein Jahr später beschliesst er, sich ein eigenes Bild von der Situation auf dem Mittelmeer zu machen. «Es wurde so viel gesagt und geschrieben, über die Schlepper, über die Vor- und Nachteile von Seenotrettung. Ich wollte wissen, was die Wahrheit ist», sagt Reisch.

Was er sieht, hinterlässt Spuren. Er beschliesst, seine jahrelange Erfahrung als Schiffskapitän zu nutzen, um Leben zu retten. Im April 2017 fährt er seine erste Mission. Insgesamt ist er inzwischen sechs solche Einsätze gefahren. Die meisten für die Dresdner Nichtregierungsorganisation «Mission Lifeline».

Doch die letzte Mission geht schief. Nachdem Reisch sein Schiff tagelang über das Mittelmeer steuert, weil kein Hafen ihn und die Flüchtlinge an Bord aufnehmen will, endet die Fahrt schliesslich mit seiner Verhaftung in Malta. Die einen werfen ihm vor, einen Shuttle-Service von Libyen nach Italien zu betreiben, die anderen sagen, er sei ein Held.

Und Reisch? Nun, er ist ungewollt zum Symbol der heissesten Debatte dieses Sommers geworden.

Herr Reisch, Sie wollten Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten, jetzt müssen Sie vor Gericht. Was ist passiert?
Claus-Peter Reisch: Angeklagt bin ich, weil man mir vorwirft, dass das Schiff «Lifeline», nicht richtig registriert sei. Bei dem ganzen Schmierentheater geht es also – salopp gesagt – um einen blauen Zettel, und ob der gültig ist oder nicht.

Aber im Grunde geht es um mehr. Nämlich um die Debatte, ob Seenotrettung auf dem Mittelmeer zulässig ist oder nicht.
Ja, als Kapitän der «Lifeline» bin ich zum Bauernopfer geworden für eine Diskussion, die derzeit ganz Europa bewegt. An meinem Fall soll ein Exempel statuiert werden. Die rechten Regierungen der EU brauchen ein Opfer, damit sie die ganzen Schiffe der Seenotretter aus dem Verkehr ziehen können.

zur Person

Claus-Peter Reisch, 57 Jahre alt, stammt aus der bayerischen Stadt Landsberg am Lech. Er führt eine eigene Industrievertretung für Sanitär- und Heizungsprodukte. Seit seinem 14. Lebensjahr ist er passionierter Segler.

Ihnen droht eine Strafe bis zu 11'600 Euro oder ein Jahr Haft.
Es ist grotesk. Aber wissen Sie was? Ich gehe mit erhobenen Hauptes vor Gericht. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Sollte ich tatsächlich dafür verurteilt werden, dass ich mit einem angeblich nicht gültigen blauen Papier Menschen vor dem Ertrinken gerettet habe, dann verstehe ich Europa nicht mehr.

Mit 230 Flüchtlingen an Bord irrten sie Ende Juni fast eine Woche lang über das Mittelmeer. Kein Hafen liess Sie anlegen. Wie erlebten Sie diese Tage?
Wir evakuierten auf dieser Mission vier Schlauchboote und retteten insgesamt 450 Menschen. Die Hälfte der Geretteten konnten wir an Handelsschiffe übergeben, die restlichen blieben bei uns an Bord. Als ich, so wie es üblich ist, die Seenotrettungsstelle in Rom fragen wollte, in welchen Hafen ich die Menschen bringen soll, erhielt ich keine Antwort.

Video: watson

Wussten Sie warum?
Ich hatte ja mitbekommen, dass die europäischen Regierungen miteinander streiten, wer die Flüchtlinge aufnehmen soll. Ich steuerte dann das Schiff vor die Küste Maltas und fuhr dort fünf Tage lang auf und ab.

Warum fuhren Sie nicht nach Italien?
Das wär' eine Möglichkeit gewesen. Aber wenn ich in die italienische Rettungszone einfahre, dann habe ich nur noch einen, mit dem ich mich unterhalten kann und das ist der Herr Salvini. (italienischer Innenminister und Lega-Politiker, Anm. d. Red.) Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee gewesen wäre.

«Seekrankheit macht müde und man schläft ein, trinkt und isst nicht mehr. So sterben die Leute ganz leise.»

Also war es eine politische Überlegung?
Ich musste mir einerseits überlegen, wie ich das Schiff steuere, wie ich mit den Wind- und Wetterbedingungen umgehe und andererseits, wie ich den Menschen an Bord gerecht werde. Darum fuhr ich nicht nach Italien und sagte mir, dass wir das jetzt durchhalten, bis eine Lösung gefunden ist.

Wie muss man sich das vorstellen, fünf Tage mit 234 Flüchtlingen an Bord?
Mit der Crew waren es 250 Personen, über die ich als Kapitän die Verantwortung hatte. Wir stellten unsere Schichten so ein, dass wir sämtliche Leute an Bord alle drei Stunden wecken konnten. Denn die Seekrankheit macht müde und man schläft ein, trinkt und isst nicht mehr. So sterben die Leute ganz leise. Ich habe pro Tag höchstens vier Stunden geschlafen. Es war sehr schwierig.

epa06845936 Migrants aboard the Lifeline NGO rescue vessel stranded in the Mediterranean with more than 200 migrants finally berthed in Valletta, Malta, on 27 June 2018.  EPA/DOMENIC AQUILINA

Enge Platzverhältnisse auf der «Lifeline». So irrte das Schiff fünf Tage auf hoher See umher. Bild: EPA/EPA

Was waren das für Menschen an Bord?
Unter den Flüchtlingen waren 77 unbegleitete Minderjährige, vier Babies, 17 Frauen, darunter eine Schwanger. Es gab drei Burschen, sie waren zwölf und dreizehn Jahre alt, die alleine unterwegs waren. Sie hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Dann hatte es einen Mann, Somalier, der wog höchstens noch 45 Kilogramm. In Libyen haben sie ihn dreimal total verprügelt und misshandelt, während er seine Familie anrufen musste, um noch mehr Geld zu erpressen. Er kam zu uns aufs Schiff mit einem Leistenbruch und einem eingeklemmten Darm, der abzusterben drohte. Zum Glück konnten wir ihn dann notfallmässig evakuieren und auf ein Rettungsboot abgeben, sonst wäre er gestorben.

«Die Flüchtlinge haben keine Ahnung auf was sie sich einlassen.»

Wussten die Leute an Bord, was passiert und warum das Schiff nicht anlegen kann?
Sie stellten Fragen, die wir ihnen versucht haben zu beantworten.

Wissen die Flüchtlinge, wie in Europa derzeit über die Migrationspolitik verhandelt wird?
Nein, die Leute haben keine Ahnung auf was sie sich einlassen.

A child is disembarked from the ship operated by German aid group Mission Lifeline, carrying 234 migrants, after it docked at the Valletta port in Malta, following a journey of nearly a week while awaiting permission to make landfall, Wednesday, June 27, 2018. Eight European nations agreed to accept the passengers who qualify as refugees. (AP Photo/Jonathan Borg)

Ein Kleinkind kommt nach der Ankunft der «Lifeline» in Malta in die Obhut von Ärzten.  Bild: AP/AP

Nach fünf Tagen konnten Sie am Hafen von Malta anlegen. Noch am gleichen Tag wurden Sie von der Polizei vernommen. Was ging Ihnen da durch den Kopf?
Ich dachte an die die Menschen, die ertrinken, während wir über die Gültigkeit eines internationalen Bootzertifikats streiten. Einen anderen Vorwurf haben sie ja nicht gegen mich. Ich habe nicht gegen das internationale Seerecht verstossen, ich habe nicht mit den Schleppern zusammengearbeitet. Die Justiz hat nur dieses blaue Stück Papier, an dem sie sich verzweifelt festhält. Wir streiten nicht über die Seenotrettung und darüber, dass vor der libyschen Küste Menschen jämmerlich ersaufen.

Die Öffentlichkeit debattiert jetzt, ob Sie ein Held oder ein Krimineller sind. Wie gehen Sie mit der Kritik um?
Diese Frage macht mich wütend und lässt mich manchmal fast verzweifeln. Den Leuten, die mir sagen, ich würde einen Mittelmeer-Tourismus betreiben rate ich, selbst mal dorthin zu fahren und sich das mit eigenen Augen anzusehen. Ich sehe, was dort abgeht, ich habe die Informationen aus erster Hand. Doch man hackt auf mir und den anderen Nichtregierungsorganisationen rum. Die Schiffe sitzen jetzt seit bald einem Monat in den Häfen fest, die Suchflugzeuge erhalten keine Starterlaubnis mehr. Die Folge ist, dass mehr Menschen ertrinken. Im Juni waren es 629 und im Juli über 200 dokumentierte. Die Dunkelziffer ist viel höher.

«Das Geschäft ist für die Schlepper dann gemacht, wenn die Flüchtlinge aufs Wasser geschoben werden. Das sind Mörder.»

Eine Kritik ist, dass sich gerade wegen den NGOs immer mehr Flüchtlinge aufs Meer wagen.
Das stimmt einfach nicht! Die Schlepper interessieren sich null dafür, ob wir da sind oder nicht. Ansonsten würden jetzt, wo die ganze Welt weiss, dass keine NGOs mehr auf dem Mittelmeer sind, keine Flüchtlingsboote mehr ablegen. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist denen völlig egal, ob die Menschen sterben. Das Geschäft ist dann gemacht, wenn die Flüchtlinge aufs Wasser geschoben werden. Das sind Mörder.

Und welche ist Ihre Rolle?
Man kann uns sozusagen als eine Art Notarzt sehen. Doch das Bild, das von mir und von anderen Helfern der NGOs gezeichnet wird, ist völlig falsch. Weil hinter uns kein mächtiges Unternehmen steht, sind wir eine leichte Beute für solche polemische Aussagen. Wissen Sie, sechzig Prozent der Flüchtlinge werden von Handelsschiffen und vom Militär gerettet, nicht von uns. Aber keiner traut sich, etwas gegen die damalige Marineoperation Mare Nostrum oder die jetzige Operation Sophia zu sagen, die ebenfalls Seenotrettungen vornehmen. Dann würde man ja einen Staat angreifen. Einer NGO lässt sich leichter in den Hintern treten.

Die Kontroverse um Ihre Person ist eine stellvertretende. Im Zentrum steht die Frage, wie Europa mit der Migration umgehen soll. Wie denken Sie darüber?
Ich finde es beschämend, dass ein Horst Seehofer (Deutscher Innenminister, Anm. d. Red.) sich öffentlich darüber freuen kann, wenn an seinem 69. Geburtstag 69 Flüchtlinge abgeschoben werden. Ich finde es befremdend, wenn ein Matteo Salvini von «Menschenfleisch», das transportiert wird spricht. Solche Aussagen sind so widerlich. Ich weiss nicht, wie man so was über die Lippen bringt. Ich dachte eigentlich, dieser Jargon sei vor siebzig Jahren für immer begraben worden.

16.07.2018, Bayern, München: Claus-Peter Reisch, Kapitän des Seenotrettungsschiffs

Auf Kaution durfte er Malta bis zum nächsten Gerichtstermin verlassen: Claus-Peter Reisch nach seiner Ankunft am Flughafen in München. Bild: DPA

Sie sind Bayer, wo die Christlich-Soziale Union mit Horst Seehofer die grösste Partei ist.
Und wissen Sie was? Auch ich habe früher die CSU gewählt. Ich habe damals sogar für Herrn Seehofer gestimmt. Jeder macht mal Fehler. Ich bin eigentlich ein stolzer Europäer, ich liebe meine Heimat Bayern und ich bin im Grunde ein konservativer Bayer. Aber Bayern war immer ein weltoffenes Land. Unser Leitspruch ist: «Leben und leben lassen». Davon ist nicht mehr viel spürbar.

«Die Debatte wird von dem rechten politischen Spektrum, dazu zähle ich inzwischen auch die CSU, mit Ängsten befeuert, die durch nichts verifizierbar sind.»

Was hat sich geändert?
Der gesamte Diskurs um die Migration hat sich verlagert. Die Debatte wird von dem rechten politischen Spektrum, dazu zähle ich inzwischen auch die CSU, mit Ängsten befeuert, die durch nichts verifizierbar sind. Die sprechen von Überfremdung, von einer Überflutung Europas. Dabei kommen derzeit so wenige wie seit Jahren nicht mehr über das Meer. Auch kann man von der EU nicht wirklich mehr von einer Solidargemeinschaft sprechen. Geht es darum, Geld aus dem grossen Topf zu nehmen, langen alle zu. Doch mit anpacken wollen die wenigsten.

Nebst Kritik erhalten Sie auch viel Unterstützung für Ihr Engagement. Der Fernsehmoderator Jan Böhmermann hat in einer Videobotschaft zur Spende für Ihre Anwaltskosten aufgerufen. In kürzester Zeit sind 200'000 Euro zusammengekommen.
Ich hatte noch keine Gelegenheit mich persönlich bei Jan Böhmermann zu bedanken, aber seine Unterstützung ist sehr wertvoll für uns. Er ist eine gewisse Institution, bringt viele Leute auf seine Seite. In diesem Sinne kann ich der ganzen Geschichte auch etwas Positives abgewinnen. Die Mission «Lifeline» war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Dank meinem Fall zeigen viele Menschen jetzt Flagge.

Jan Böhmermann sammelt Geld für Claus-Peter Reisch. Video: YouTube/janboehm

Sie haben Ihr Leben mit Ihrem Einsatz für die Mission «Lifeline» völlig auf den Kopf gestellt. Machen Sie weiter?
Eigentlich wollte ich noch eine Mission fahren, danach nach Hause kommen, mich um meinen Garten kümmern und danach mit meiner Lebenspartnerin in den Urlaub verreisen. Doch fällt das Urteil gegen mich negativ aus, werde ich es an die nächste Instanz ziehen. Wenn nötig, klage ich mich bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte durch. Ich bin jemand, der verlässlich ist und die Dinge bis zum Schluss durchzieht.

Was haben Flüchtlinge auf ihren Smartphones?

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219
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219Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • woman 26.07.2018 22:27
    Highlight Den Herrn Reisch würd ich au gerne mal kennelernen - respect http://D
    30 46 Melden
  • de_spy 26.07.2018 20:50
    Highlight Vielen Dank für dieses bemerkenswerte Interview, Watson!
    82 51 Melden
  • dding (@ sahra) 26.07.2018 20:17
    Highlight Der Mann retten Leben. Und gefährdet durch sein Handeln wiederum anderes Leben, in dem mithilft, eine Sogwirkung nach Europa aufzubauen.
    Eine Paradoxe Situation.

    Nur Helfen wollen, ohne für die Konsequenzen seines Handelns Verantwortung zu übernehmen, ist nicht der richtige Weg.

    So einfach geht es leider nicht.
    Wir sitzen letztendlich alle im selben Boot.
    115 209 Melden
    • geissenpetrov 26.07.2018 21:25
      Highlight @dding: Die "Sogwirkung" gibt es nicht. Steht an zwei Stellen im Artikel geschrieben.
      104 94 Melden
    • _kokolorix 26.07.2018 21:52
      Highlight 1. Die Sogwirkung von Europa ist nicht die Rettung aus Seenot, es ist die von gigantischen Werbebudgets befeuerte Vorstellung, dass in Europa alle in Saus und Braus leben ohne dafür arbeiten zu müssen. Real trifft das nur auf die reichsten 20% zu.
      2. Wir sitzen definitiv nicht alle im gleichen Boot. Das reichste Prozent nutzt die anderen 99% schamlos aus, hinterlässt durch seinen pervers verschwenderischen Lebenswandel Verwüstungen von gigantischem Ausmass und überlässt die Folgen zu 100% dem Rest. Wird es ungemütlich, packen sie ihre hunderttausend Sachen und verschwinden.
      151 36 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:06
      Highlight und weil wir Menschen alle im gleichen Boot sitzen ist es legitim, Menschen absaufen zu lassen, Waffen in andere Länder zu liefern um Tod und Elend zu produzieren, deren Märkte mit subventionierten PRodukten zu überschwemmen und die Märkte kaputt machen, das Steuersubstrat aus diesen Ländern abzuziehen und hierher umzuleiten, unseren Elektroschrott und Giftmüll in diese Länder zu exportieren?
      Weil wichtig ist dass der selbstgerechte "Eidgenosse" sein Leben in Sicherheit und Wohlstand leben kann ohne das Elend mitanschauen zu müssen, das seinen Wohlstand ausmacht.
      Toll diese Welt
      117 52 Melden
    • äti 26.07.2018 23:05
      Highlight NICHT Helfen wollen, ohne für die Konsequenzen seines Handelns Verantwortung zu übernehmen, ist nicht der richtige Weg.

      Sollte es doch heissen! Oder?
      39 36 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 27.07.2018 02:18
      Highlight @dding

      Die sitzen in einem Boot, Sie auf einem Ledersessel.
      54 30 Melden
    • Ludovigo 27.07.2018 03:12
      Highlight @Fabio74. Das hat nichts mit selbstgerechten Eidgenossen zu tun. Die Schweiz hat auch schon grosse Armut und Hungersnot erlebt. Einige sind ausgewandert und haben sich in einem anderen Land ein neues Leben aufgebaut, ohne das sie je Sozialgelder erhalten haben. Doch der Grossteil der Bevölkerung ist in der Schweiz geblieben und hat gemeinsam und mit vereinter Kraft gegen die Not gekämpft und die Basis für den heutigen "Wohlstand" und Sozialstaat geschaffen.
      64 48 Melden
    • UHauser 27.07.2018 09:18
      Highlight @dding: Wir sitzen letztendlich alle im selben Boot.

      Glaube kaum dass Sie zur Zeit in einem überfüllten Boot auf dem Mittelmeer sitzen und um Ihr Leben fürchten! Oder sprechen Sie von einem anderen Boot..?
      50 25 Melden
    • Fabio74 27.07.2018 10:28
      Highlight @ludovigo Falsch. Gemeinden waren aktiv Leute aus dem Land zu bringen. Und diese gingen wegen Hunger und Perspektivlosigkeit.
      Heute sind andere auf dieser Flucht.
      Das ganze auf Sozialhilfe zu reduzieren und den Rest ausblenden ist billige Rechtsnationale, selbstgerechte Art sich die Welt schön zu malen
      42 33 Melden
    • dding (@ sahra) 27.07.2018 14:39
      Highlight UH wo ist mein korrekter Kommentar geblieben?

      Ah.. vergessen!
      7 14 Melden
    • Ueli der Knecht 28.07.2018 00:56
      Highlight Schon wieder hast du den Artikel nicht gelesen, dding. Oder wiedermal zeigt sich dein Mangel an Lesekommpetenz.

      "Helfen wollen, ohne für die Konsequenzen seines Handelns Verantwortung zu übernehmen, ist nicht der richtige Weg"

      Hättest du das Interview gelesen, bzw. könntest du das Gelesene auch verstehen, dann würdest du ohne weiteres bemerken können, dass Herr Reisch nicht nur helfen will, sondern tatsächlich auch hilft, und dass er für sein Handlungen auch durchaus Verantwortung übernimmt und die Konsequenzen trägt.

      Nur was versteht ein Verantwortungsloser wie du schon von Verantwortung.
      34 18 Melden
  • Miikee 26.07.2018 19:32
    Highlight Klar sollte man den Menschen dort helfen. Klar ist es schlimm. Aber so leid es mir tut, der Herr Reisch ist ein Schlepper und er setzt aktiv falsche Anreize.
    113 168 Melden
    • geissenpetrov 26.07.2018 21:14
      Highlight Du liegst leider (absichtlich?) falsch, lieber Miikee.
      Hier der Unterschied von Fluchthilfe und Schlepperei:
      "Wer Fremde ohne Aufenthaltsrecht durch die EU oder ein anderes Nachbarland nach Österreich bringt und dafür unverhältnismäßig viel Geld verlangt, macht sich wegen Schlepperei (§ 114 Fremdenpolizeigesetz (FPG)) strafbar. Dafür können bis zu zwei Jahre Haft verhängt werden. Wer Menschen ohne Aufenthaltstitel aber nur für ein angemessenes Fahrtgeld oder gratis über die Grenze bringt, ist kein Schlepper." https://bit.ly/2uoBk9H

      Was Du tust, nennt man üble Nachrede und ist strafbar.
      122 78 Melden
    • durrrr 26.07.2018 22:34
      Highlight @Miikee
      Danke für die Grafik!
      Bei solchen Fakten ist die Gutmenschen-Fraktion hier immer leise!
      63 77 Melden
    • Miikee 27.07.2018 01:36
      Highlight @geissenpetrov
      Du hast natürlich Recht. Gemäss § 114 ist er KEIN Schlepper. 🤦

      Das Wort wird auch nur Missbraucht weil es einfach erklärt was dort passiert. Oder wie würdest du es nennen? Seenotretter geht nicht. Warten bis ein Boot kommt und die dann aufladen, ist keine Seenotrettung. Eher Eurotaxifahrer oder so was.

      Das Beispiel Australien zeigt es doch ganz klar. Diese NGOs tragen genau so eine Mitschuld wie alle anderen an der heutigen Situation.

      Ich weiss es klingt Rechts (was ich definitiv nicht bin) aber hört auf naiv zu sein. Schutz vor Ort und hartes durchgreifen, rettet leben!

      58 71 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 27.07.2018 02:15
      Highlight Was auf dem Papier phantastisch aussieht, ist auf Manus oder Nauru eine verdammte Katastrophe. Australien ist kein Vorbild und einfach die Probleme outsourcen ist keine Lösung.

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/australien-warum-die-fluechtlingspolitik-kein-vorbild-fuer-europa-sein-kann-a-1181555-amp.html
      37 25 Melden
    • zombie woof 27.07.2018 06:49
      Highlight @durrr: Ist mir klar, das gehört nicht unbedingt zum Thema. aber erklär du mir mal was denn das Gegenteil vom Gutmenschen ist. Weiter, was trägst du eigentlich zur Lösung bei, ausser zu kommentieren?
      34 12 Melden
    • Fabio74 27.07.2018 06:58
      Highlight @durrt Frsgst du dich in einem lichten Moment warum du dich als Schlechtmensch bezeichnest?
      37 13 Melden
    • NoCapitalism 27.07.2018 07:37
      Highlight Naiv ist der der denkt dass schutz und hartes durchgreifen vor ort möglich ist. Solange weiterhin gezielt länder destabilisiert werden umd profit daraus zu schlagen ist das ganz einfach illusorisch zu glauben es gäbe schutz und sicherheit in ihren ländern.
      53 18 Melden
    • geissenpetrov 27.07.2018 08:37
      Highlight @Miikee:
      Da er Menschen rettete, die in Seenot geraten sind, wäre der Terminus 'Seenotretter' korrekt. Ich sehe das Problem nicht.

      @durrrr:
      Die Grafik ist von offizieller Seite.
      Sehr viel sagt sie aber nicht aus.
      - Seit 2013/2014 kommen 0 Flüchtlinge in Australien an.
      - Wenn 0 Flüchtlinge kommen sinkt auch die Zahl Ertrunkener auf 0.

      Vielleicht magst Du mir erklären, was Du noch alles ableiten kannst und wo genau der Zusammenhang zu Europa und dem hier erschienenen Interview besteht.
      50 16 Melden
    • Maracuja 27.07.2018 09:02
      Highlight @Miikee, durrr

      Australien hat die illegale Immigration nicht durch schikanieren von NGOs unterbinden können, sondern durch Verträge mit Drittstaaten (Papua Neuguinea, Nauru, Kambodscha), in die jeder (auch Kinder!) abgeschoben wurde, der versuchte Australien auf eigenem Weg zu erreichen. Europa hat wenig Chancen auf solche Verträge, die nordafrikanischen Staaten möchten keine solchen Lager.
      43 12 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 27.07.2018 13:25
      Highlight Ich bin auch davon überzeugt, dass es Australien schafft 36735 Kilometer Küste zu kontrollieren und Europa an den 5740 Kilometern der Afrikanischen Mittelneerküste scheitert. Klingt legitim....... nicht. 0 ist eine eher gewagte Zahl.

      Ausser natürlich der Verteidigungsring um Australien ist so gut wie teuer. Ich meine jetzt nicht einwenig teuer, sondern echt teuer. So teuer, dass man stattdessen Flüchtlingen ein besseres Leben bieten könnte. Was Australien hat ist Platz und zwar echt eine Menge davon.
      22 9 Melden
  • dave1771 26.07.2018 18:29
    Highlight Keine Worte! Der Mann ist ein Held!!!
    102 89 Melden
  • Walser 26.07.2018 17:48
    Highlight Ich ziehe den Hut vor Menschen wie Reisch. Grundsätzlich habe ich jedoch wenig Hoffnung für eine wirkliche Veränderung. Zu viele Leute profitieren von der jetzigen Situation. Zu wenige haben Interesse an einer Veränderung. Offenbar sind das mächtige Leute.
    58 47 Melden
  • StereoFM 26.07.2018 17:06
    Highlight Wow finde diese Solidarität herrlich beispiellos. Jemand der Flüchtlinge rettet, wird hier verehrt. Sicher was dieser Mann macht verdient höchsten Respekt. Doch finde ich es ein wenig ironisch, dass genau diese Leute, die noch vor ein paar Wochen, Menschen die hier geboren und aufgewachsen sind und für die Nationalmannschaft spielen so sehr kritisiert haben. Will mal sehen was diese Menschen sagen, wenn man die Flüchtlinge direkt in die Schweiz bringt statt Italien.
    27 63 Melden
    • NoCapitalism 27.07.2018 07:40
      Highlight Nur zu. No borders, no nations. Jeder hat die selben rechte. Jeder sollte selbst bestimmen wo und wie er sein leben leben will. NUR denkt der typische europäer es wäre unser privileg hier in sicherheit leben zu dürfen. Und es wäre "unser" land und was an anderen orten passiert sei ja nicht sein problem.
      43 20 Melden
  • zeusli 26.07.2018 16:36
    Highlight In Malta ist doch der Malteser Orden zu Hause? Wie diese Tradition mit dem jetzigen Verhalten Maltas zusammen passt? Ich empfehle euch allen den Dok Film Eldorado von Markus Imhof...
    26 23 Melden
  • durrrr 26.07.2018 14:58
    Highlight Die wahre Sogwirkung entfalten nicht die NGOs, welche im Mittelmeer schippern, sondern die europäisches Politik, welche direkte Migration in die Sozialsysteme zulässt. Diese Politik wird in einer globalisierten Welt obsolet und gefährlich. Junge Afrikaner träumen nicht von einer Arbeit in Afrika. Sie träumen vom Geld in Europa. Das ist alles andere als nachhaltig. Tote im Meer und in der Sahara sind das Eine, nebenbei werden durch den Exodus ganze Regionen destabilisiert und Europa wird gespalten. Europa muss seine Migrationspolitik ändern, die Aussengrenzen sichern und in Afrika investieren!
    146 71 Melden
    • Heinz Schmid 26.07.2018 15:40
      Highlight Das kann ich so nicht stehen lassen. Klar gibt es den Pull-Faktor des höheren Lebenstandards, jedoch sind es die Push-Faktoren, welche die Menschen zur Flucht ermutigt.
      Kein Afrikaner hat auch nur einen Hauch von Ahnung des Sozialsystems von irgendeinem europäischen Staat, vergessen Sie's.
      Dem Rest kann ich zustimmen.
      64 45 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 16:11
      Highlight Falsch. Die Sogwirkung ist das Gebaren der Europäer, Amerikaner und Chinesen in Afrika.
      Das Hätscheln von Regimes solange sie uns dienlich sind, sprich zulassen das Steuersubstrat abgezogen wird, dass wir Wegschauen bei Missbrauch, bei miesen Arbeitsbedingungen, Ausbeutungen. Dass wir nach wie vor Elektroschrott dort runter schicken, wohlwissentlich der Giftigkeit. Dass wir mit Waffenliefetungen Kriege befeuern. Dass wir mit subventionierter Ware deren Märkte fluten und diese zerstören!
      71 46 Melden
    • Platon 26.07.2018 18:04
      Highlight @durrrr
      Deine Kommentare sind einfach Schwachsinn. Wer will schon sein Leben lang von der Sozialhilfe leben? In den meisten Kantonen gibt es nicht einmal mehr Sozialhilfe für vorläufig aufgenommene, die bekommen praktisch fast nichts mehr. Und dann kommst du und sagst, das ist der Traum eines jeden Afrikaners. Also entweder, du hast ein komische Vorstellung davon, was Afrikaner träumen oder träumst selbst davon, mit so lächerlich wenig Geld auszukommen. Go ahead, wenns so ein Schlaraffenland ist!
      Die Leute wollen Arbeit! Leute, die gar nicht arbeiten wollen, muss man erst einmal suchen.
      70 46 Melden
    • durrrr 26.07.2018 21:44
      Highlight @Fabio
      "Das Hätscheln von Regimes solange sie uns dienlich sind, sprich zulassen das Steuersubstrat abgezogen wird, dass wir Wegschauen bei Missbrauch,..."

      Trifft aber auf den Staat mit den meisten Migranten gerade nicht zu! Eritrea ist international isoliert und wird sanktioniert. Das Regime dort profitiert i.G. enorm von Zahlungen der eritreischen Diaspora (also unserem Steuergeld). Völlig Irre! Dieses Beispiel widerlegt also deine Theorie. Beim letzten Teil stimme ich dir voll und ganz zu.

      @Heinz
      Natürlich wissen auch die Menschen in Afrika über das eur. Sozialsystem bescheid. Internet?
      47 30 Melden
    • _kokolorix 26.07.2018 21:59
      Highlight Stell dir einfach mal vor, wie viel Hoffnungslosigkeit es braucht um mit einem Rucksack voll Kleider und einem geladenen Handy aus deiner vertrauten Welt abzureisen und dich tausende von Kilometern entfernt in ein Land zu begeben dessen Sprache und Sitten du nur vom Hörensagen kennst.
      Die meisten Schweizer schaffen es noch nicht einmal die 50-100 km ins Welschland!
      54 29 Melden
    • Walser 26.07.2018 22:23
      Highlight @Heinz Schmid. Es kann nicht Ihr Ernst sein zu glauben die Afrikaner würden unser Sozialsystem nicht kennen. Die Afrikaner sind wie die meisten Flüchtenden bestens informiert. Sie wissen wo die Fluchtrouten sind, wo die besten Chancen, wo ihre Gleichgesinnten sind. Sie sind ja immer Nachzügler von zig Tausenden desselben Fluchtlandes.
      47 16 Melden
    • Saraina 26.07.2018 22:30
      Highlight Alle afrikanischen Armutsmigranten die ich kennengelernt habe, hatten den Wunsch zu arbeiten und den Willen zum Einsatz. Die Idee, dass diese Menschen hier vom Sozialamt leben wollen ist absurd. Tatsächlich werden sie durch Trauma auf der Flucht und Arbeitsverbot während dem Asylverfahren erst von ihrem Ziel abgebracht.
      43 28 Melden
    • AlainG 27.07.2018 00:36
      Highlight @fabio74: Im Gegensatz zu den Europäer,welche Afrika jahrzehntelang ausgebeutet haben und den Amerikaner,welche mit allen Mitteln ihre geopolitische Interessen verteidigen,begrüssen inzwischen viele Afrikaner das Engagement der Chinesen. Der Handel zwischen China und Afrika boomt!

      https://www.google.com/amp/s/www.zeit.de/amp/wirtschaft/2017-06/china-handel-investition-entwicklungshilfe

      ...sollte sich in einigen Jahren ein Mittelstand in Afrika gebildet haben, wird die EU die Quittung für ihre (Migrations-)Politik erhalten: erschwerter Marktzugang u. die Rohstoffe gehen an die Chinesen
      33 8 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 27.07.2018 01:59
      Highlight @durrrr

      Das hätten Sie Nevsun auch sagen können, die fördern in Eritrea seit einem Jahrzeht Kupfer und Gold.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nevsun_Resources
      14 4 Melden
    • Fabio74 27.07.2018 06:59
      Highlight @alain Die Chinesen nutzen Afrika aus. Es geht um Ressourcen. Dafür wird Infrastruktur gebaut. Nachhaltig ist nichts.
      17 3 Melden
    • Fabio74 27.07.2018 07:01
      Highlight @durr Afrik besteht aus über 50 Staaten. Eines rauspickrn zeigt eher fehlendes Verständnis für Zusammenhänge am rechten Rand. Übrigens gibt ein Vielfaches an Binnenflüchtlingen innerhalb Afrikas
      17 12 Melden
    • durrrr 27.07.2018 14:48
      Highlight @Fabio74
      "Afrika besteht aus über 50 Staaten...."

      Und trotzdem kommen in der Schweiz über zwei Drittel der afrikanischen, illegalen Migranten aus nur EINEM Staat (Eritrea). Einem Staat, in dem weder Krieg herrscht, noch jemand hungern muss. Ein Regime, dass indirekt gestärkt wird durch das Geld der europ. Steuerzahler. Ist das nicht völlig Irre!??
      Befass Du dich zuerst einmal mit der Realität, bevor du Anderen fehlendes Verständnis vorwirfst!
      15 15 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.07.2018 18:29
      Highlight Fabio
      Du hast kein Verständnis!
      Was durr sagt gilt für alle Staaten, von denen Flüchtlinge hier sind. Nach Senegal werden von Migranten jährlich Milliarden verschoben, die irgendwo versickern.
      Mach dich endlich auch über die unerfreulichen Fakten kundig.
      12 15 Melden
  • why_so_serious 26.07.2018 14:46
    Highlight Gratuliere Welt - Personen, die Menschenleben retten, werden eingesperrt. Grossartige Entwicklung
    96 70 Melden
  • Paul_Partisan 26.07.2018 14:41
    Highlight So lange Europa Waffen liefert, ganze Kontinente ausbeutet und Rohstoffe plündert, so lange werden auch Menschen nach Europa fliehen. Es ist unsere moralische Pflicht, diesen Menschen zu helfen. Diesen Menschen, die lieber den Tod riskieren, als weiter in z.B. Lybien zu bleiben. Die Europäische Migrationspolitik ist an Menschenverachtung kaum zu überbieten.
    119 61 Melden
    • Bobo B. 26.07.2018 17:05
      Highlight Zu behaupten, dass Europa keine Fehler macht und von Schuld frei ist, kann man sicherlich nicht. Und trotzdem staune ich immer wieder, wie es Typen wie du schaffen mit keiner Silbe die Selbstverantwortung Afrikas zu erwähnen. Gibt es die nicht oder wird die ideologiebedingt ausgeblendet? Und was ist mit der Verantwortung Chinas, das diesen Kontinent schon ziemlich im Würgriff hat?
      60 14 Melden
    • Regas 26.07.2018 17:12
      Highlight Paul_Partisan: Es sind vor allem die Chinesen die die Rohstoffe plündern, folglich sollten die Flüchtlinge nach China gebracht werden!
      Als Kriterium für den verteil-schlüssel der Kriegsflüchtlinge sollten die Waffenlieferung der verschiedenen Länder dienen.
      28 18 Melden
    • JackMac 26.07.2018 19:40
      Highlight Das ist jetzt ein wenig einfach gestrickt, nicht?
      Dazu kennen Sie die Geschichten und Mechanismen der Warlords, Stammesfehden, Religionsgruppen etc. zu wenig. Einfach nur in das imerialistische Horn zu blasen ist zu billig.
      16 22 Melden
    • geissenpetrov 26.07.2018 21:44
      Highlight @Regas: "Es sind vor allem die Chinesen die die Rohstoffe plündern, folglich sollten die Flüchtlinge nach China gebracht werden!"
      Es war die Idee des IWF, die Märkte der afrikanischen Länder zu deregulieren und die Staaten zu Strukturreformen zu zwingen. Wenn nun die Chinesen kommen, ist das nichts anderes als der freie Markt.

      Als die Leute in der Schweiz gegen diese Entwicklung demonstrierten, warst Du wahrscheinlich zuhause vor dem PC und hast was über "Linke Chaoten" geschrieben.
      26 19 Melden
    • _kokolorix 26.07.2018 22:07
      Highlight @jackmac
      Auch die Warlords, Stammesfürsten und Diktatoren werden letztlich von rücksichtslosen Geschäftemachern aus den entwickelten Ländern unterstützt.
      Wer Europa vor 500 Jahren sehen würde, hätte in Etwa das gleiche vor sich, was heute in Afrika abgeht. Eine reiche Elite, welche sich wie die Maden im Speck verhält. Auch hier bei uns ist es trotz des höheren Niveaus kaum besser
      24 6 Melden
    • Fabio74 27.07.2018 07:01
      Highlight @regas Falsch es sind Chinesen, Amerikaner, Europäer
      8 5 Melden
    • Bobo B. 27.07.2018 11:11
      Highlight @Fabio74: Ja, sind es. Für die Folgen sollen aber nur die sich ständig selbstgeisselnden Europäer aufkommen. Die Chinesen zum Beispiel scheren sich einen Dreck um die Folgen ihres Tuns und das wird sich ganz bestimmt auch niemals ändern.
      6 4 Melden
  • Heinz Schmid 26.07.2018 13:45
    Highlight Ein wahrer Held, der sich den rechtsnationalistischen Antagonisten widersetzt; Der Gattung Menschen, welche flüchtende Menschen lieber ersäufen sieht, als ein bisschen Platz auf ihrem Staatsterritorium zu teilen.
    Der Schlag Mensch welche Opfer und Helfer zu Tätern diffamiert, und uns versucht von einer Mund zu Mund Kunde zwischen Menschen auf dem Weg zum Meeresgrund und Neuankömmlingen in Lybien zu überzeugen.
    Die Menschen welche haltlos NGO des Menschenhandels bezichtigen.
    Ihr seit sch**sse!
    95 98 Melden
    • Paul_Partisan 26.07.2018 14:31
      Highlight *seid
      abgesehen davon, total mit dir einverstanden :D
      36 39 Melden
    • Nosgar 26.07.2018 15:03
      Highlight Diese NGO sind Helfer des Menschenhandels, solange die Bootsmigranten nahe der Küste augegriffen und dann nach Europa gebracht werden. Ich kann deren Handeln durchaus nachvollziehen, aber das Dilemma bleibt. Mehr solche NGO - mehr Bootsmigranten und schlussendlich wahrscheinlich mehr Tote.
      71 80 Melden
    • Flughund 26.07.2018 15:08
      Highlight Ist halt sehr einfach vom Sofa aus die Moralkeule zu schwingen und alle die nicht gleich denken wie Du als sch**sse zu bezeichnen.
      53 65 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:13
      Highlight @flughund: Er hat zu 100% recht. Wer diesen Menschen als Verbrecher diffamiert ist eben sch....
      Wem so offenbar Menschenleben so egal sind, der ist sch..
      Und ja Moral und Anstand sind nichts mehr wert heute leider. Umso nerviger wenn es Menschen gibt die diese noch hochhalten
      28 22 Melden
  • chnobli1896 26.07.2018 13:45
    Highlight Die ganze Situation ist erbärmlich und ein Armutszeugnis für das heutige Europa (inkl. Schweiz).
    97 69 Melden
  • matt21463 26.07.2018 13:08
    Highlight Es ist bezeichnend, dass die "Schuld" in einem blauen Zettel gesucht werden muss. Bürokratie funktioniert immer... Seenotrettung ist eine Pflicht, da würde wohl sogar italiens Innenminister zustimmen. Das Problem der ganzen Misere benennt Claus-Peter Reisch klar und deutlich: "Das Geschäft ist für die Schlepper dann gemacht, wenn die Flüchtlinge aufs Wasser geschoben werden. Das sind Mörder." Die Frage ist also, wie diesen Mördern das Handwerk gelegt werden kann. Sorry, eine Antwort darauf habe ich leider auch nicht. Aber Menschen etrinken lassen darf bestimmt nicht die Lösung sein...
    99 25 Melden
  • neutrino 26.07.2018 13:00
    Highlight Ich glaube (und hoffe), dass für jeden normaldenkenden Bürger dieser Mann ein Held ist. Aber langfristig braucht's ja schon eine andere Lösung.

    Es ist eine Tatsache, dass heute in einem Grossteil der afrikanischen Staaten Menschenrechte (teilweise massiv) missachtet werden. Demokratische Strukturen nach unserem Massstab gibt's in Afrika wohl nur in paar einzelnen Staaten. Soll aber nun jedem afrikanischen Bürger aus einem Staat, in dem Menschenrechte missachtet werden, ein Recht auf Asyl zugestanden werden? Ich würde meinen Nein, weil dann wohl rund 1 Mrd Menschen das Recht auf Asyl hätten.
    43 46 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 16:21
      Highlight Das sagt ja auch keiner. Aber es kann nicht sein dass Retter kriminalisiert werden und dass Europa nicht fähig eine nachhaltige Lösung zu finden mit Afrika zusammen.
      Und zwar nicht Geld schieben und Augen zu
      21 14 Melden
  • Paddiesli 26.07.2018 12:57
    Highlight Ein wichtiger Mitgrund für mein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative.
    Danke für den Artikel.
    62 35 Melden
    • Regas 26.07.2018 17:16
      Highlight Ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative wird diese Konzerne einfach aus der Schweiz vertreiben, geholfen ist damit niemandem.
      18 23 Melden
    • lily.mcbean 26.07.2018 17:52
      Highlight Amen! Sie brocken uns das ein also sollen sie die Verantwortung für ihr gieriges Treiben gefälligst auch selber tragen!
      20 5 Melden
    • Paddiesli 26.07.2018 20:39
      Highlight @Regas
      Dann sollen sie.
      20 3 Melden
    • Mr. Malik 27.07.2018 10:29
      Highlight @regas
      Moral ist nicht immer gratis..
      Dann gehen sie halt...
      10 2 Melden
  • Murky 26.07.2018 12:24
    Highlight Ein Held.
    116 96 Melden
  • AdiB 26.07.2018 12:16
    Highlight jetzt verstehe ich welche werte die rechten meinen mit "unseren werten". die werte sind, weiss, christlich, geld und kein gew0iessen haben (ein ars...och sein). mann muss wohl alles erfühlen, ansonsten gilt es nicht. aussnahmen gelten für diktatoren, scheichs und adelige.
    unsere vorväter würden sich im grabe umdrehen. sie kämpften für die freiheit aller, egal welcher herkunft und glaube. die demokratischen grundgesetze, die ehere des menschen ist unantastbar und all die freiheiten wie religionsfreiheit u.v.m. dies wird alles über bord geworfen.
    89 60 Melden
  • no-Name 26.07.2018 12:14
    Highlight “Aber im Grunde geht es um mehr. Nämlich um die Debatte, ob Seenotrettung auf dem Mittelmeer zulässig ist oder nicht.“

    Wann bitte ist die Rettung von Menschenleben nicht zulässig??

    Ich “rette“ in meinem Berufsalltag 95 jährige alkoholiker vor dem Edel-Singlemaltinduziertem Leberversagen aber die, die nicht mal sauberes Trinkwasser hsber soll man verrecken lassen MÜSSEN?!?
    118 40 Melden
  • Me, my shelf and I 26.07.2018 12:06
    Highlight Denkt mal drüber nach, ihr Helden, die ihr NGOs verflucht.

    Quelle: Sea-Watch
    77 75 Melden
    • Lumpirr01 26.07.2018 12:45
      Highlight @Me, my shelf and I, bitte bedenke, es gibt x - mal mehr NGOs, welche in den afikanischen Ländern Projekte realisieren als solche, welche sich an der Flucht aus Afrika beteiligen. Nicht alle von denen habe Freude an Leuten, welche die Flucht nach Europa antreten. Ergo, alle NGOs in einen Topf zu werfen, ist hier absolut daneben......
      48 31 Melden
    • Me, my shelf and I 26.07.2018 14:23
      Highlight Lumpirr01
      Kannst du mir deine Aussage bitte erklären? Kapiert nicht wirklich was du mir sagen willst.
      17 19 Melden
    • Friction 26.07.2018 14:37
      Highlight @lumpirr01: eine NGO, die sich gegen die Rettung von Menschenleben stark macht? Echt jetzt? Ich würde ihr keinen Rappen spenden. Das ist lein Wert, der unterstützungswürdig ist.
      25 17 Melden
    • Lumpirr01 26.07.2018 16:09
      Highlight @Me, my shelf and I: Wir machen bei uns Vorträge für spendenfreudige Menschen für Trinkwasserbrunnen, Schulhäuser ect. mit dem Ziel, dass sich die Infrastruktur in Afrika verbessert. Die privaten NGOs sammeln kaum Geld, um die Leute auf eine Reise zu uns zu locken.

      @Friction: "Rettung von Menschenleben" appeliert richtigerweise an die Hilfsbereitschaft der Menschen. Leider ist die Fluchtunterstützung einiger weniger NGOs nachweislicherweise aber zu einem verbotenen Shutteldienst entartet, welche nicht mehrheitsfähig ist. Deshalb läuft jetzt dieser Prozess gegen diesen Herrn aus Bayern.
      16 12 Melden
    • Friction 26.07.2018 20:46
      Highlight @Lumpirr01: da beziehen Sie sich wohl auf andere Fakten, als die, die mir bekannt sind. Internationales Gewässer. Was ist dort jetzt rechtens und was nicht?
      8 10 Melden
    • Ludovigo 27.07.2018 03:44
      Highlight Die Erwartungshaltung auf Hilfe von Aussen ist in Afrika so tief verankert, dass sie selber nichts unternehmen, um ihre Situation zu verbessern. Z.B. ist der Bevölkerungswachstum trotz Armut und Hungersnot überproportional hoch.
      11 10 Melden
  • Schlafwandler 26.07.2018 11:39
    Highlight Botschaftsasyl wieder einführen und die Sache wäre erledigt. Aber das wäre wohl zu einfach.
    99 33 Melden
    • Heinz Schmid 26.07.2018 13:31
      Highlight Danke! Der einzige aufrechte Lösungsansatz, meine Damen und Herren!
      38 8 Melden
    • demokrit 26.07.2018 18:16
      Highlight Von wegen: Kein europäisches Land bietet Botschaftsasyl an. Die Schweiz unterhält in vielen Ländern nicht einmal eine Botschaft.
      3 11 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:15
      Highlight @demokrit: Darum braucht es Zusammenarbeit, Solidarität, Unterstützung, globale Abkommen und keine Einzalaktionen ohne Verstand
      14 12 Melden
    • demokrit 27.07.2018 09:11
      Highlight Das Botschaftsasyl wäre so eine undurchdachte Einzelaktion, zudem noch von einem völlig unbedeutenden kleinen Land.
      2 5 Melden
  • Me, my shelf and I 26.07.2018 11:29
    Highlight Danke Watson für diesen Artikel, der mal die andere Seite reden lässt.
    Seenotrettung ist kein Verbrechen!
    148 74 Melden
  • tony love 26.07.2018 11:19
    Highlight Wie kann man helfen, wo kann man spenden?
    92 87 Melden
    • SaraSera 26.07.2018 12:18
      Highlight Auf der Webseite der Mission Lifeline, auf jener der Seawatch oder bei der humanitären Piloteninitiative
      98 94 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 26.07.2018 14:34
      Highlight Wie kann eine Aussage wie diese von SaraSera negativ bewerten? Das war ja keine Meinung oder so, sondern eine Information. Habt ihr Hitzestau?
      66 40 Melden
    • tony love 26.07.2018 19:32
      Highlight Flenders würde sagen, auch sie brauchen hilfe
      5 16 Melden
  • andrew1 26.07.2018 11:13
    Highlight Menschen in seenot retten ganz klares ja. Aber sie 25 km vor der afrikanischen küste retten und hunderte km über das Mittelmeer führen und in europa abladen geht zu weit. Man sollte doch möglichst schnell festland erreichen. Zudem sendet diese praxis völlig falsche anreize nach dem motto:" wir müssen nur ein paar km durchhalten denn nimmt uns schon wer mit". Extrem gefährlich.
    186 140 Melden
    • SaraSera 26.07.2018 11:20
      Highlight Im internationalen Gewässer gelten die internationalen Gesetze. Dazu gehört die Verpflichtung, zu Retten wer in Seenot gerät. Die Leute zurück nach Libyen zu bringen würde gegen das Gesetz verstossen. Denn: Es darf nicht in ein Land zurück geschafft werden, wo gegen die Menschenrechte verstossen wird.
      186 204 Melden
    • DerSimu 26.07.2018 11:25
      Highlight @SaraSera muss ja nicht Lybien sein, es gibt such andere Länder an der afrikanischen Küste 😉
      127 82 Melden
    • Rabbi Jussuf 26.07.2018 11:26
      Highlight Man sollte nicht vergessen, dass diese Leute auch einmal freiwillig nach Libyen gegangen sind. Warum sollte das zurück nicht auch gehen?
      152 161 Melden
    • jhuesser 26.07.2018 11:50
      Highlight Die afrikanischen Länder sind alle nicht wirklich sicher.

      https://www.volksverpetzer.de/gastkommentar/mittelmeer-retten/
      34 60 Melden
    • Amboss 26.07.2018 11:55
      Highlight @SaraSera: Völlig richtig, was du schreibst. Aber irgendwie kann es das ja auch nicht sein, dass man die Migranten einfach bis 25km vor die Küste bringt.
      Und danach Europa quasi gezwungen ist, die restlichen 450km bis Italien zu "übernehmen".
      Da muss man den Unmut schon verstehen. Kanns ja irgendwie nicht sein.
      Es ist genau diese Ohnmacht, es nicht selbst kontrollieren zu können, welche für die aktuelle Stimmung in Europa sorgt.
      120 48 Melden
    • Binnennomade 26.07.2018 12:16
      Highlight Rabbi, wenn sich jemand in ein Wespennest gesetzt hat, und jemand hilft ihm raus, bist du dann der, der ihn wieder reinschüpft, mit der Begründung, er habe sich ja vorhin auch schon da reingesetzt?
      96 41 Melden
    • SaraSera 26.07.2018 12:21
      Highlight @Amboss: Wäre für Sie denn das Problem gelöst, wenn die Seenotretter nicht 25Km sondern 150km vor der Küste retten würde? Was macht das für einen Unterschied?
      82 118 Melden
    • DerSimu 26.07.2018 12:29
      Highlight @SaraSera naja, 125 km. Ich meine, dann wäre eine Rettungsaktion, die in Europa endet eher gerechtfertigt.

      Bei einem Autounfall wird man auch in das nächste Spital gebracht, nicht in das, in dem der Hausarzt arbeitet.
      88 50 Melden
    • Amboss 26.07.2018 12:36
      Highlight @Sara: Nun, 25km, dafür genügt ein gutes Wetter und ein billiges Gummiboot.

      Müssten sie 350km fahren, so müssten sie zumindest ein grösseres Schiff haben. Das ist teurer, benötigt Fachpersonal etc... .Zumindest wäre ihr Geschäft komplizierter, teurer, aufwändiger, weniger einträglich.

      Aber nein: Das Problem wäre natürlich nicht gelöst. Ich sag mal so: Es lässt sich wohl gar nicht lösen.
      71 28 Melden
    • neutrino 26.07.2018 13:07
      Highlight Die einzig wirklich humane Lösung wäre, den Flüchtlingen direkt in Lybien Asyl zu gewähren - dann müssten sie auch nicht für 25km auf ein schitteres Boot.

      Gewährt man den Flüchtlingen in Lybien direktes Asyl, müsste man dies fairerweise auch denjenigen in Somalia, Eritrea, etc. zugestehen, die es gar nie nach Lybien schaffen (können) (zB. via Botschatsasyl). Weil auch in diesen Staaten werden Menschenrechte nicht beachtet. So human dies wäre, ich glaube, dann wäre das ganze Asylsystem so nicht mehr zu praktizieren.
      20 9 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 26.07.2018 14:37
      Highlight Wisst ihr wie man die echten Schlepper am besten unterstützt? In dem sie ein und dieselbe Person mehrfach transportieren können.
      27 11 Melden
    • Friction 26.07.2018 14:43
      Highlight @Andrew:Spielten die Pulleffekte wirklich eine so grosse Rolle, gäbe es nicht diese grossen schwankungen von Monat zu Monat und Jahr zu Jahr. Bzw. würde die Restriktivere Gangart ja bereits ihre „Wirkung“ zeigen. Tut sie nicht. Also führen wir hier eine Scheindiskussion bzw. Versuchen Sie hier eine Tatsache nach Ihrem Gutdünken zu verdrehen.
      22 16 Melden
    • Rabbi Jussuf 26.07.2018 18:52
      Highlight Friction
      Natürlich trägt die härtere Gangart bereits Früchte. Die Zahlen sinken massiv auf der Italien/Libyenroute. Jetzt ist Spanien angesagt.
      22 14 Melden
    • Heinz Schmid 26.07.2018 20:39
      Highlight @neutrino Sie sind auf dem richtigen Weg, aber stoppen vor dem Ziel.
      Das Asyl im der Botschaft erlaubt erstmals die Migration gezielter zu kontrollieren. Damit kann einerseits die individuelle Lage besser eingeschätzt werden, sowie ohne Ausschaffung abzulehnen. Ausserdem kann Brain Drain vermieden werden.
      Dies erfordert sicherlich Ausbau der Infrastruktueren, erlaubt aber auch eine bessere Anwendung von Entwicklungshilfe durch Infos vor Ort.
      Ich weiss nicht wie Sie auf die Idee kommen der Tod im Mittelmeer sei der bessere Filter als eine intelligente und flexible Botschafts-Asylinstitution.
      13 2 Melden
    • Maracuja 26.07.2018 21:41
      Highlight @Rabbi Jussuf: Jetzt ist Spanien angesagt

      D.h. die Verzweifelten weichen einfach auf andere Routen aus, aber es werden nicht so schnell weniger, die sich auf den Weg machen.
      13 3 Melden
    • Maracuja 26.07.2018 21:46
      Highlight @Rabbi Jussuf: Man sollte nicht vergessen, dass diese Leute auch einmal freiwillig nach Libyen gegangen sind. Warum sollte das zurück nicht auch gehen?

      Es macht für dich also keinen Unterschied, ob sich jemand aus Verzweiflung, Unwissenheit/Naivität selbst in Gefahr begibt - Libyen ist für diese Menschen offensichtlich gefährlich - oder ob „Retter“ diese Menschen in die Gefahrenzone zurückbringen?
      13 5 Melden
    • neutrino 26.07.2018 22:12
      Highlight @Heinz Schmid: ihre Argumente sind durchaus überzeugend...ohne Ironie.
      8 1 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:16
      Highlight @yussuf und sonst weichen sie woanders hin aus. Zäune, Selbstschussanlagen, Minen etc und Leute wissentlich absaufen lassen, löst kein einziges Problem
      11 14 Melden
    • Amboss 26.07.2018 22:20
      Highlight @Rabbi: "Die Zahlen sinken massiv "
      Da nähme mich die Quelle schon wunder. Da würde ich jetzt gerne Zahlen sehen...

      @Schmid: Alles richtig, was sie schreiben. Nur: Damit löst man das Problem nicht, denn über Libyen und das Mittelmeer werden trotz Botschaftsasyl noch Migranten kommen
      3 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.07.2018 02:05
      Highlight Amboss
      Ach jetzt, wo ich den Linken und "Humanisten" freihaus ein Argument liefere, muss ich noch eine Quelle dazu liefern?
      Dass die Zahlen auf der Italienroute abnehmen, sagen doch alle.
      Die Frage ist nur, woran das liegt.
      10 8 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.07.2018 02:12
      Highlight Maracuja
      Nein, es macht keinen grossen Unterschied. Sobald es durchsickert, dass man von Libyen nicht mehr weg kommt, werden die Leute auch nicht mehr dahin gehen. Nach Ägypten gehen sie ja auch kaum.
      Unwissenheit ist kein Grund. Sie wissen ja sonst auch alles in Windeseile, wie kürzlich die "Tunesier", die in Italien KEINEN Asylantrag gestellt haben - weil sie weiter nach Norden wollten.
      11 6 Melden
    • Amboss 27.07.2018 10:26
      Highlight @Rabbi: Ja, eine Quelle wäre schon nett. Um zu sehen, ob das Argument auch effektiv eins ist, oder ob es nur ein erfundenes Argument ist und allfällige Rückgänge nicht auch andere Ursachen haben kann.
      "Sagen doch alle" ist einfach ein bisschen wenig. Gerade in einem politsch so aufgeladenen Thema wird mal schnell noch Äpfel mit Birnen verglichen um die eigene Ansicht mit Fakten oder alternativen Fakten zu belegen. Das verstehst du doch, oder?

      7 5 Melden
  • Theor 26.07.2018 11:03
    Highlight "Menschlichkeit" ist eine Wortkreation, die 2018 nicht weiter von ihrem biologischen Pendant entfernt sein könnte.
    82 47 Melden
  • Madison Pierce 26.07.2018 11:00
    Highlight So einfach ist es leider nicht: Seit es organisierte Rettungen gibt, verlassen sich die Schlepper darauf. Die Boote haben genug Benzin, damit es über das libysche Hoheitsgebiet hinausreicht, mehr nicht. Einer auf dem Boot hat ein Satellitentelefon und ist instruiert, die italienische Küstenwache anzurufen.

    Den Schleppern ist nicht total egal, ob ihre "Kunden" ertrinken. Denn mit zu viel "Verlust" hätten sie weniger neue Kunden.

    Aber natürlich ist es zynisch, zu sagen "wir lassen jetzt ein halbes Jahr lang alle ertrinken, dann kommen nachher weniger".

    Eine Lösung müsste in Afrika beginnen.
    140 80 Melden
    • DerSimu 26.07.2018 11:09
      Highlight Ich bin deiner Meinung, was die Lösung in Afrika angeht, der rest ist gelinde gesagt Bockmist.
      84 77 Melden
    • Baba 26.07.2018 11:18
      Highlight Das Problem ist, dass Europa schon zu lange sehr gute Geschäfte mit den afrikanischen Despoten macht... Die haben ihr Geld auf Schweizer Banken liegen, kaufen deutsche Autos, französische Mirage, haben einen Zweitwohnsitz in London und und und.

      Solange gewisse (leider sehr viele) Machthaber in Afrika das Sagen haben, wird sich an der Situation der einfachen Leute nichts ändern. Es gibt kaum Bildung, denn Bildung erlaubt Menschen kritisch zu hinterfragen und dann wird's eng für die Oberen, wenn diese ausser warmen Worten nix zu liefern haben.

      Dazu kommt das weit verbreitete Stammesdenken...
      63 18 Melden
    • manuro 26.07.2018 11:28
      Highlight Sind Sie ein Schlepper, dass Sie so gut Bescheid wissen ?
      25 57 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 11:35
      Highlight Naiv Diese Leute zahlen vor dem Einsteigen . Insofern ist es ja egal ob die absaufen.
      Und solange der Migrationsdruck hoch ist kimmen weitere nach
      63 32 Melden
    • geissenpetrov 26.07.2018 11:42
      Highlight @Madison Pierce: "Eine Lösung müsste in Afrika beginnen."
      Bitte erinnere Dich daran, wenn folgende Abstimmung vor der Türe steht.
      https://konzern-initiative.ch/
      64 24 Melden
    • AdiB 26.07.2018 12:32
      Highlight @geissenpetrov, diese initiative ist ein erster, wichtiger und zugleichvgrosser schritt in die richtige richtung. nur werden genau die, die sagen es braucht hilfe vor not und eine lösung für afrika wie amboss, dagegen stimmen. es könnte ihm etwas steuern kosten. aber für steuererleichterungen für reiche und eben dieser konzerne stehen sie ein, denn es kommt von der richtigen partei.
      42 10 Melden
    • Madison Pierce 26.07.2018 12:46
      Highlight @Fabio74: Die Flüchtlinge haben Kontakt mit ihren Familien und Freunden. Wenn niemand mehr ankommt spricht sich das schon rum. (Wobei wohl sehr viele ertrinken müssten, damit es Wirkung zeigte. Denn schon jetzt ist das Risiko hoch, die Verzweiflung aber auch...)
      32 14 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 13:10
      Highlight Träum weiter. Es leben Millionen in Armut und Perspektivlosigkeit
      20 25 Melden
    • DerSimu 26.07.2018 14:38
      Highlight @fabio aber die armen sind ja nicht die, die kommen. Die können sich eine flucht meist gar nicht leisten. es kommen jene die das land, das sie verlassen eigentlich für den wirtschaftlichen aufbau brauchen würde.
      26 9 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 17:15
      Highlight @simu Auch diese Leute sind arm und vor allm fehlen Jobs und Perspektiven.
      8 9 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:18
      Highlight @simu Wirtschaftlicher Ausbau funktioniert nur wenn die Welt dazu bereit ist zu unterstützen
      Keine subventionierte Ware dort auf den Markt schmeissen, keinen Giftmüll mehr dorthin exportieren. Steuersubstrat was dort erwirtschaftet wird, nicht abziehen.
      Faire und anständige Arbeitsbedinungen schaffen (KOnzernverantwortungsinitiative) um mal einen Anfang zu machen.
      11 9 Melden
  • Lumpirr01 26.07.2018 10:57
    Highlight Menschen vor dem Ertrinken zu retten kann eindeutig kein Verbrechen sein. Aber hier in diesem Artikel wird von "Armutsmigration" gesprochen. Aber als Kenner und vor Ort tätiger Helfer in Westafrika muss ich darauf hinweisen, dass es eben nicht die Ärmsten sind, welche die Flucht nach Europa antreten. Vielfach sind es die bestens ausgebildeten Studenten und Hochschulabgänger, welche befähigt wären, ihr eigenes Land weiter zu entwickeln, währenddem die einfache Landbevölkerung z. Bsp. aus der Sahelzone überhaupt keine Fluchtgedanken hegt..........
    121 24 Melden
    • geissenpetrov 26.07.2018 11:38
      Highlight @Lumpirr01: Und wo ist der Zusammenhang mit dem Artikel?
      22 89 Melden
    • Huber50 26.07.2018 12:34
      Highlight @geissenpetrov: Hintergrundinformationen zur Flucht aus Afrika sind wichtig, wenn man hier mitreden will!
      51 7 Melden
    • Friction 26.07.2018 14:49
      Highlight Aber spielt es denn eine Rolle, wer genau ersäuft??? Sollen die Armen gerettet werden und die „mittelständigen“ oder „reichen“ ersaufen? Deshalb ist die Frage von Geossenperrov durchaus berechtigt.
      Es spielt einfach KEINE Rolle! Menschen sollen vor dem Ertrinken bewahrt werden. Basta.
      19 18 Melden
  • NaSkivaL 26.07.2018 10:56
    Highlight sehr aussagestark:
    118 46 Melden
    • Me, my shelf and I 26.07.2018 14:28
      Highlight Dieses Bild wollte ich eigentlich schicken, es ist allerdings in meinem Feed untergegangen und ich hab's nicht mehr gefunden.
      Danke fürs posten.
      8 12 Melden
  • Rabbi Jussuf 26.07.2018 10:51
    Highlight Lommt eigentlich niemand der Gedanke, dass gerade weil die NGOs behindert werden, weniger Migranten über die Italienroute kommen?
    Dann gibt es nicht wenige Kommentatoren, aber auch Journalisten und andere Akteure, die unterstellen, dass man die Leute ertrinken lassen sollte. Wissen diese Leute, wie sie damit andere verleumden?
    Ich denke, niemand will Menschen ertrinken lassen, würden sogar NGOs begrüsst, die in der Gegend agieren, wenn sie die "Geretteten" wieder nach Libyen/Afrika zurückbringen würden.
    117 91 Melden
    • SaraSera 26.07.2018 11:23
      Highlight 3x3 macht 4 fidefifdefit und 3 macht neune, ich mach mir die Welt, trallallalla la wie sie mir gefällt.
      112 131 Melden
    • Rabbi Jussuf 26.07.2018 11:39
      Highlight Sara
      Ja den Eindruck habe ich auch.
      Wenn du das schon selber sagst...
      94 70 Melden
    • Maracuja 26.07.2018 11:59
      Highlight @Rabbi Jussuf

      Einverstanden, niemand will, dass Menschen ertrinken. Werden NGO behindert, ertrinken aber mehr Menschen! Ob sich durch die grössere Gefahr mehr von der Reise abhalten lassen? Ab einer gewissen Anzahl Toter vielleicht, vielleicht schicken dann aber die Schlepper seetüchtigere Boote los und erhöhen Preise, oder es wird auf andere Routen ausgewichen. Ethisch fragwürdig, dass man jetzt zwecks evtl. Abschreckung viele Ertrinkene in Kauf nimmt. Da es um Menschenleben geht, müsste man nicht erst beim Mittelmeer ansetzen, denn viele sterben schon beim Durchqueren der Sahara.
      45 22 Melden
    • KXXY 26.07.2018 12:16
      Highlight Jusuf: Deine Aussage ist schlicht und einfach falsch. Nach Deiner perversen Logik müssten wir dir Flüchtlingsbote aus der Luft Bombardieren ...
      37 45 Melden
    • Nocciolo 26.07.2018 13:14
      Highlight Man kann schon einfach nur die letzten paar Monate anschauen und daraus eine Kausalität machen. Das sind dann die Statistiken der SVP. Man kann aber auch einen Trend über die letzten zwei Jahre anschauen und dann feststellen, dass, nach einem Höhepunkt vor drei Jahren, die Migration von Afrika nach Europa abgenommen hat, obwohl gerade dann mit der Seerettung durch NGOs begonnen wurde. Daher stimmt diese Aussage schlichtweg nicht.
      28 13 Melden
    • saco97 26.07.2018 13:39
      Highlight Dann hol dir doch ein Schiff, rette die Menschen und bring sie nach Libyen zurück, wenn das deiner Meinung nach richtig ist.

      Oder google nach der C-Star...
      15 15 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 26.07.2018 15:10
      Highlight Wenn die NGOs behindert werden, dann kommen weniger Migranten auf der Italienroute durch. Das bedeutet, dass mehr Migranten auf dieser Route sterben.

      Man kann also unmöglich die Forderung vertreten, dass die NGOs auf dieser Route weniger Menschen retten sollen, ohne mehr Migranten ertrinken lassen zu wollen.
      10 8 Melden
    • Rabbi Jussuf 26.07.2018 19:29
      Highlight Natürlich stimmt meine Aussage nicht - wenn man so eingspurig denkt, wie so manche hier.
      Ist doch logisch, dass es mehrere Gründe gibt, die zu einer Zu- oder Abnahme führen.

      Natürlich stimmen auch die Aussagen nicht, die versuchen meine zu widerlegen. Auch da gibt es genügend andere Gründe.
      15 14 Melden
    • Rabbi Jussuf 26.07.2018 19:33
      Highlight Maracuja
      Die NGOs werden ja an der Rettung nicht behindert, nur an der Landung in Europa.
      Die Libyenroute gibt es schon sehr lange, nicht erst die letzten paar Jahre. U.a. kommen daher auch die extrem vielen Illegalen in Italien. Als noch niemand genauer hingeschaut hatte war das durchaus auch mit Menschenhandel auf der italienischen Seite verbunden...
      16 8 Melden
    • Maracuja 26.07.2018 21:36
      Highlight @Rabbi Jussuf: Die NGOs werden ja an der Rettung nicht behindert, nur an der Landung in Europa

      Im Artikel steht aber etwas anderes: <Die Schiffe sitzen jetzt seit bald einem Monat in den Häfen fest, die Suchflugzeuge erhalten keine Starterlaubnis mehr. Die Folge ist, dass mehr Menschen ertrinken>
      8 9 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.07.2018 02:08
      Highlight Maracuja
      Hast recht. Aber das liegt daran, dass die mit den Flüchtlingen unbedingt nach Italien, oder Hauptsache nach Europa kommen WOLLEN. Das aber soll abgestellt werden.
      8 3 Melden
  • Angelo C. 26.07.2018 10:48
    Highlight Man kann das Gesülze dieser “Retter” und Zudiener krimineller Schlepper nicht mehr hören und lesen, denn seit dem CLUB auf SF1 vom vergangenen Dienstag weiss man das, was man schon längst wusste, noch detaillierter - und das aus erster Hand 🙄!

    Es wurde dort u.v.a. bestätigt, dass zahlreiche Schlepper die Nummern und die Erreichbarkeit dieser sog. Retter bestens kennen, ihnen sogar anrufen, um zu melden, wo sie gerade wieder ein Boot auf die Reise geschickt haben.

    Es werden dann mehrheitlich Leute “gerettet” die sich nicht mal in Seenot befinden.

    Schiffe beschlagnahmen, Zudiener bestrafen!
    175 150 Melden
    • Gähn 26.07.2018 11:15
      Highlight Auf WELCHER Rechtsgrundlage?
      Wenn du schon solche Dinge forderst, liefer uns gefälligst auch die entsprechende Rechtsgrundlage.
      58 100 Melden
    • Gähn 26.07.2018 12:55
      Highlight Wie geil ist es doch, Blitze fürs hinterfragen solcher Gedanken zu kassieren.
      Ganz besonders wenn sich niemand dazu berufen fühlt, es mit Argumenten zu versuchen. 😈
      20 56 Melden
    • Angelo C. 26.07.2018 14:59
      Highlight Ich weiss nicht, ob man auch einfältige Fragen beantworten sollte, aber ich versuch’s mal 😊!

      Ein Schlepper ist ein Krimineller, verstösst also klar gegen das Gesetz. Einer der ihm (bewusst!) zudient, macht sich juristisch der Beihilfe schuldig.

      Es ist rechtlich ein ähnliches Verhältnis wie zwischen einem Dieb und einem Hehler, der Eine stiehlt, der Andere verkauft das Diebesgut.

      Wenn demnach ein Pseudoretter von einem kriminellen Schlepper/Abzocker avisiert wird, dass er irgendwo seine in Fahrt gesetzten Migranten (ohne Seenot, notabene!) abholen soll, macht er sich als Beihelfer strafbar.
      66 19 Melden
    • geissenpetrov 26.07.2018 19:57
      Highlight @Angelo: "Einer der ihm (bewusst!) zudient, macht sich juristisch der Beihilfe schuldig."
      Juristisch ist erst schuldig, wer schuldig gesprochen ist. In der Regel braucht es für einen Schuldspruch einen Beweis und zwar von echten Richtern. -> alles Fan­tas­te­rei.

      "Diebesgut" -> wir reden immer noch von Menschen.

      "Pseudoretter" -> Definiere mal was einen echten von einem unechten Retter unterscheidet.

      Dein Beispiel ist zwar fantasievoll, verdeutlicht aber lediglich, dass Dir die Argumente ausgehen.
      Ich denke, Du solltest dein Weltbild in diesem Punkt revidieren. Tut nicht weh ;)
      11 24 Melden
    • Maracuja 26.07.2018 21:27
      Highlight @Angelo C.: Einer der ihm (bewusst!) zudient, macht sich juristisch der Beihilfe schuldig.

      Aus dem Bericht geht klar und deutlich hervor, dass er nicht deswegen vor Gericht erscheinen muss, sondern weil die Gültigkeit der Bootszertifikation bezweifelt wird. Juristisch scheint Ihr Vorwurf offensichtlich haltlos, sonst wäre wohl eine andere Anklage erhoben worden.
      12 16 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:21
      Highlight nur Angelo Man macht ihm den Prozess wegen eines Zertifikat fürs Boot und nicht für die Rettung.
      Was nun wenn deine Anklage zusammen gebrochen ist?
      10 16 Melden
  • DerSimu 26.07.2018 10:48
    Highlight Willkommen in 2018, wo Menschen Helfen wollen, weil die Politik unfähig ist, eigene Lösungen zu bringen und sie dann dafür verhaftet werden.

    Die Anstalt bringt es mal wieder auf den Punkt:
    83 36 Melden
  • geissenpetrov 26.07.2018 10:40
    Highlight Aye aye Watson. Sehr gutes Interview!
    Gemessen am Ganzen sind die paar Migranten nun wirklich keine Gefahr.
    Was mir viel mehr Sorge bereitet, ist die Tendenz, dass viele Menschen in Europa wieder derart anfällig auf Angstmacherei und Propaganda geworden sind.
    Die neun Jahre Schulpflicht scheinen nicht zu genügen, um das Erbe der Aufklärung zu halten oder fortzuführen.
    139 82 Melden
  • opwulf 26.07.2018 10:30
    Highlight Ganz egal wie man die Flüchtlingssituation sieht & auch wenn er nur Symptome bekämpf, dieser Mensch begab sich in seinem Alter (nicht abschätzig gemeint) aus seiner Komfortzone heraus & rettet leben, trotz den Umständen & Hindernisse die zT künstlich herbeigeführt wurden, um ihn daran zu hindern! Herr Kapitän sie haben meinen Respekt & ich ziehe meinen symbolischen Hut! Betreffend der europäischen Flüchtlingspolitik brauchen wir aber auf kurz oder lang, einen neuen Weg. Gerade im Bezug zur sich ausbreitenden Wasserknappheit in weiten Teilen Afrikas & Asiens, werden Völkerwanderungen zunehmen.
    131 39 Melden
  • Borki 26.07.2018 10:22
    Highlight Als bürgerlicher Sack bin ich ganz klar für eine Einschränkung der Migration. Vor allem der offensichtlichen Armutsmigration. Besser vor Ort helfen. ABER: Die Migration einschränken, in dem man Menschen ersaufen lässt, was dann wieder andere Menschen abschrecken soll, ist doch einfach widerlich und Europa nicht würdig!!!
    Es gäbe andere Mittel und Wege, wenn der politische Wille nur da wäre!
    746 157 Melden
    • Amboss 26.07.2018 11:08
      Highlight Nein, es gibt eben keine anderen Wege und Mittel. Wenn es sie gäbe, würde man es schon längst machen.
      An einer Landgrenze kann man eine Mauer machen, wer draussen ist, kann kein Gesuch stellen, ist somit nicht "Angelegenheit" Europas -> man hat die Kontrolle.
      Das ist aber im Mittelmeer schlichtweg nicht möglich.
      Sobald ein europäisches Schiff die Migranten aufnimmt, ist Europa zuständig - genau das, was man ja nicht will, weil man die Magration so nicht kontrollieren kann.
      Bleibt: Sie zurückschicken/nach Libyen fahren (geht vielleicht) oder ersaufen zu lassen (will man ja auch nicht)



      34 66 Melden
    • Lord_Mort 26.07.2018 11:20
      Highlight Zum Glück gibts auf allen Seiten noch Menschen wie dich, die eine differenzierte Meinung haben. Bürgerlich sein ist nichts schlechtes. Genauso wenig wie es schlecht ist links zu sein. Wir sollten diesen Aspekt der Demokratie wieder stärker nutzen. Über Meinungsgrenzen hinweg miteinander Lösungen finden. Das wäre wahre Stärke unserer Gesellschaftsform.
      74 41 Melden
    • no-Name 27.07.2018 08:59
      Highlight @amboss
      Ach was?! Du hast also die totalkomplette Übersicht um sagen zu können: „Anders gehts nicht“?!

      Ich bin froh gibt es Menschen die anders Denken. Sonst würden wir noch heute unsere Fäkalien aus dem Nachttopf auf die Strasse leeren.... Ideen entstehen aus dem Willen Bestehendes zu verändern.
      7 3 Melden
    • Amboss 27.07.2018 10:20
      Highlight @no-Name: Nein, ich habe natürlich nicht die kompletttotale Übersicht. Ich beobachte nur. Und sehe: Die Migration im Mittelmeer ist seit Jahren ein Thema. Tausende Personen jeglicher politischer Ausrichtung / jeglichen Bildungsstandes, Intelligenz etc... befassen sich in verschiedenen Formen und Funktionen damit...
      Und mehr als "Lybische Küstenwache stärken" und "NGOs vom Retten abhalten" ist seither nicht herausgekommen.
      Wenn du also einen anderen Ansatz hast - ich bin sehr interessiert
      1 5 Melden
    • no-Name 27.07.2018 20:01
      Highlight @Amboss:
      Ich habe keinen. Ich habe aber auch nicht behauptet dass: „Nein, es gibt eben keine anderen Wege und Mittel. Wenn es sie gäbe, würde man es schon längst machen.“

      Ich bin sogar überzeugt, dass es keine Lösung braucht. Den das Problem ist in den Köpfen. Die Secondos der Tunnelbauer, die „Jugos“ der 90er und vieleviele andere Migranten konnten die Ängste der Migrationsgegner nicht bestätigen. Auch die 2002 von der SVP herausgegebene Hochrechnung das 2020 90% der schweizer Bevolkerung Muslimisch ist wird sich kaum bewahrheiten können.

      Das Hauptproblem ist m.E. Die Angst vor nichts.
      6 1 Melden
  • Natiih 26.07.2018 10:21
    Highlight Ich finde, er hat richtig entschieden. Es ist ein Unding, wie mit den Menschen umgegangen wird!
    Sehr gerne würde ich mithelfen, am liebsten natürlich Allen! Doch ich als einzelner Mensch kann nichts erreichen.
    Viele Menschen sterben, alle schauen zu, keiner will etwas tun, und die, die gerne würden, können nicht!
    Ungerechte Welt...

    Hut ab vor ihm!
    56 78 Melden
    • domimi 26.07.2018 10:42
      Highlight Er ist das beispiel dafür, dass ein einzelner mensch auch etwas erreichen kann! Er hat leben gerettet!
      62 30 Melden
    • ezclips 26.07.2018 10:47
      Highlight Das kenianische Pilot-Programm von „GiveDirectly.org“ wo Dorfbewohner direkt per Handy pro Monat ungefähr CHF 22 Bargeld erhalten, wäre so ein Beispiel mit dem Sie helfen könnten. Man kann leicht selber ausrechnen wie viele Menschen man mit dem € 13 Millionen Jahresbudget der Mittelmeer NGOs unterstützen könnte.
      35 7 Melden
    • SemperFi 26.07.2018 12:40
      Highlight @ezclips: Oder mit den 600 Milliarden des US-Rüstungsbudgets?
      27 15 Melden
    • LeserNrX 26.07.2018 13:18
      Highlight @ezclips: Afrika verliert jährlich durch illegale Geldabflüsse Milliarden von Franken, die es eigentlich durch Rohstoffe erwirtschaftet hat (https://www.nzz.ch/milliarden-aus-afrika-1.18099274). Dies dürfte mitunter ein Grund für die Armut und die Flüchtlinge sein. Erstens wird man mit lächerlichen 13 Millionen diese Verluste nie und nimmer kompensieren und zweitens macht man durch den Boykott der NGOs Europa den Gefallen, dass man nicht einmal die Folgen (sprich Flüchtlinge) dieser katastrophalen Ausbeutung zu spüren bekommt und deshalb auch nichts daran ändern wird.
      14 5 Melden
    • Natiih 26.07.2018 14:20
      Highlight @domimi Ja klar, er konnte das, mir aber bleibt das verwehrt...
      3 1 Melden
    • ezclips 26.07.2018 15:39
      Highlight Meine Meinung:
      ...Give a Man a Fish, and You Feed Him for a Day. Teach a Man To Fish, and You Feed Him for a Lifetime...
      8 3 Melden
    • TJ Müller 26.07.2018 19:46
      Highlight @ezclips
      Wenn du aber den Fischer ausbildest und ihm aber jeden Tag seinen ganzen Fang klaust, dann wird er trotzdem verhungern! Und genau das geschieht im grossen Stil, genau das möchte dir LeserMrX klarmachen. Solange etwa 10mal mehr Geld von Afrika illegal abgezogen wird, wie im Endeffekt investiert wird, kannst noch so viele Menschen ausbilden, die Armut wird bleiben.
      11 2 Melden
  • Matrixx 26.07.2018 10:20
    Highlight So funktioniert nunmal die Welt.
    Töte Menschen in einem Krieg und du kehrst als gefeierten Helden zurück.
    Rette Menschen aus einer Not und du kehrst als geächteter Verbrecher zurück.

    Und die Leute fragen sich dann, warum Menschen im Alltag lieber wegschauen, statt zu helfen.
    110 40 Melden
    • Madmessie 26.07.2018 10:47
      Highlight Der Mensch ist bekannterweise grundsätzlich ein sehr hilfsbereites Wesen. Es ist sozusagen tief in seinen Genen verankert. Warum im Fall der Migration übers Mittelmeer die Hilfsbereitschaft bis zu dem Grad abgenommen hat, dass hunderte von Menschenleben in Kauf genommen werden, weiss ich nicht. Es würde mich aber interessieren. Kann man da ev. einen Experten fragen, Watson?
      24 21 Melden
  • Groovy 26.07.2018 10:18
    Highlight Er kannte die Regeln. Nachher zu jammern ist erbärmlich.
    106 229 Melden
    • Bits_and_More 26.07.2018 10:32
      Highlight Menschen ertrinken zu lassen ist erbärmlich.
      165 67 Melden
    • tagomago 26.07.2018 10:39
      Highlight Nein. Er ist ein Held, gerade weil er sich nicht an die Regeln hält.
      77 44 Melden
    • HabbyHab 26.07.2018 11:15
      Highlight Deshalb wurde er ja wegen seinem angeblich fehlerhaften Schiffsschein verhaftet..
      39 3 Melden
    • SaraSera 26.07.2018 12:27
      Highlight Er hat sich an die Regeln gehalten. Das ist ja genau das Absurde. Per Gesetz ist man zur Rettung verpflichtet. Es sind andere, welche Regeln brechen.
      45 63 Melden
    • Groovy 26.07.2018 14:31
      Highlight Er ist ein Schlepper, sorry...
      42 30 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 17:16
      Highlight Nein er idt rin Helfer in Not
      19 31 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:23
      Highlight würden sich alle an Regeln halten, hätte es NIE Widerstand gegen Gewalt, gegen Faschismus und Unschenschlichkeit gegeben.
      Und wer applaudiert dass MEnschen absaufen, der ist kein Mensch mehr.
      11 7 Melden
  • Roterriese 26.07.2018 10:06
    Highlight Verbrecher bleibt Verbrecher. Von einem Exempel kann bei einem Jahr keine Rede sein.
    121 303 Melden
    • corsin.manser 26.07.2018 10:14
      Highlight Weshalb soll er ein Verbrecher sein?
      170 111 Melden
    • Gähn 26.07.2018 10:20
      Highlight Welches ist das grössere Verbrechen?
      Dass er Leute vor dem ertrinken gerettet hat?
      Oder dass die Sache mit der Registrtration vorgeschoben wird, um ihn fertig zu machen?
      Wo bleibt deine Kritik an denen die eben den grösseren Teil der Flüchtlinge retten?
      Oder ist es etwas andere wenn grosse Unternehmen und der Staat etwas Aktionismus veranstalten um das Wahlvieh zu beruhigen?
      Bin gespannt.
      76 60 Melden
    • Friction 26.07.2018 10:30
      Highlight Menschen vor dem Ertrinken zu retten ist neuerdings ein Verbrechen. Das geht über keine Kuhhaut!
      Es sollen sich schämen, die, die sowas portieren und in den Spiegel schauen, wenn ihnen so was über die Lippen flupst.
      Im Übrigen. Unterlassene Hilfestellung ist nicht zulässig. Die Schuldfrage ob der zu unterstützenden Person steht nicht zur Debatte. Zum Glück nicht!
      80 31 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 10:32
      Highlight Bist nicht Du ein angehender RA?
      dann erkläre uns einmal nach welcher Rechtsmittelgrundlage der Mann ein Verbrecher ist.
      75 40 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 26.07.2018 10:32
      Highlight Ein Verbrechem ist es, Menschen, die ertrinken NICHT zu retten!
      85 42 Melden
    • Sepp1212 26.07.2018 10:32
      Highlight "Weshalb soll er ein Verbrecher sein? "

      Ganz einfach. Wenn es diese "private Seenotrettung" nicht gäbe, würden die Menschen mit der Zeit merken, dass sich dieser Weg nicht lohnt. Da die Schlepper den Menschen jedoch sagen, dass sie auf See gerettet werden, machen sich immer mehr auf diesen gefährlichen Weg und ertrinken leider oftmals auch wenn "private Seerotnetter" in der Nähe sind. Deshalb ist er ein Verbrecher. Er muntert Menschen auf sich auf eine lebensgefährliche Reise zu machen, auf welcher viele sterben. Indirekt fördert er somit den Tod vieler Menschen, oder nimtm diesen in Kauf.
      98 147 Melden
    • TheManoure 26.07.2018 10:33
      Highlight Art. 2 EMRK (Recht auf Leben). Wer bewusst auf eine Rettung verzichtet , obwohl die Mittel dazu vorhanden sind und keine überhöhte Selbstgefärdung besteht, oder wer gar aktiv eine Rettung verhindert entzieht den Menschen auf dem Wasser bewusst und in voller Absicht das Recht auf Leben. Was mit den Flüchtlingen nach der Rettung passiert, ist eine politische Fage und erlaubt einen gewissen Spielraum. Aber wer bewusst und in voller Absicht Menschen ertrinken, verhungern und verdursten lässt verrät alles wofür Europa nach dem WW II gekämpft hat und gehört in die Reihen der schlimmsten Despoten.
      92 26 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 10:39
      Highlight @Sepp1212; Dann sind wir also alles Verbrecher, denn unser Lebensstandard ermuntert diese Menschen eine gefährliche Flucht einzugehen? Hätten wir diesen Standard nicht, dann gäbe es ja auch keine Flüchtlinge.

      Versuche einmal das dicke Brett vor Deinem Kopf etwas auf die Seite zu schieben.
      72 49 Melden
    • geissenpetrov 26.07.2018 10:45
      Highlight @Sepp1212: bitte lies doch erst das Interview bevor du komentierst. Danke!
      50 33 Melden
    • aglio e olio 26.07.2018 10:56
      Highlight Art. 10 Abs. 1 StGB:
      "Verbrechen sind Taten, die mit Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren bedroht sind."

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    • Maracuja 26.07.2018 10:57
      Highlight 1. Noch ist der Mann nicht verurteilt, von einem Verbrecher zu reden, ist eine Vorverurteilung, die gegen die Unschuldsvermutung verstösst.
      2. Bei einer Ordnungswidrigkeit (nicht korrekte Registrierung) von einem Verbrechen zu sprechen, offenbart nur Ihre Gesinnung.
      3. Ethisch gesehen ist das Retten von Menschenleben eine gute Tat und kein Verbrechen.
      74 11 Melden
    • TheDude10 26.07.2018 11:04
      Highlight @sepp1212 es gibt keine Hinweise, dass private Seenotrettung die Flüchtlingszahlen steigen lässt. Wie im Artikel erwähnt ist den Schleppern egal, ob die Menschen auf der Flucht über das Meer überleben.
      54 17 Melden
    • P.Rediger 26.07.2018 11:07
      Highlight @sepp1212: Und wieder einer, der das Interview nicht gelesen hat, aber jetzt seinen Senf dazu gibt.

      Eine Kritik ist, dass sich gerade wegen den NGOs immer mehr Flüchtlinge aufs Meer wagen.
      Das stimmt einfach nicht! Die Schlepper interessieren sich null dafür, ob wir da sind oder nicht. Ansonsten würden jetzt, wo die ganze Welt weiss, dass keine NGOs mehr auf dem Mittelmeer sind, keine Flüchtlingsboote mehr ablegen. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist denen völlig egal, ob die Menschen sterben. Das Geschäft ist dann gemacht, wenn die Flüchtlinge aufs Wasser geschoben werden.
      60 18 Melden
    • Macto 26.07.2018 11:13
      Highlight Sepp1212 Hast du das Interview gelesen? Triffst du ein Marineboot wirst du auch gerettet. Das Mittelmeer besteht nicht nur aus Booten von NGOs. Und hast du das Gefühl Menschen, die teilweise monate- oder jahrelang brauchten um an die Mittelmeerküste zu gelangen bleiben dann einfach dort, weil du NGOs verbietest auf See zu laufe? Bist du so weit gekommen willst du sicher nicht in Lybien verenden, wo Sklavenhandel und Folter mittlerweile an der Tagesordnung sind.
      48 11 Melden
    • manhunt 26.07.2018 11:15
      Highlight wenns bloss am blauen zettel liegt und die anklage sich nur darauf stützt, ists kein verbrechen sondern ein vergehen. kann jedoch leicht verwechselt werden, wenn man tagtäglich mit luxusproblemen beschäftig ist.
      35 5 Melden
    • SaraSera 26.07.2018 11:16
      Highlight Denken wir das mal zu Ende. Stellen Sie sich vor, sie retten im Zürichsee ein paar gekenterte Menschen vor dem Ertrinken. Dann wollen Sie mit Ihrem Boot am Steg anlegen, aber man lässt Sie nicht. Als Sie schliesslich anlegen können, kommt die Polizei und überprüft Ihre Bootspapiere und behauptet, sie seien gefälscht. Wär doch absurd, nicht?
      62 75 Melden
    • Linus Luchs 26.07.2018 11:16
      Highlight @Sepp1212: Deine Logik lautet: Schau zu, wie Menschen krepieren, damit andere merken, dass das der falsche Weg ist.

      Das ist Entmenschlichung, Sepp. Das ist der Verlust der Zivilisation. Wenn sich eine solche Logik durchsetzt, die inzwischen in Europa auch von neofaschistischen Politikern vertreten wird, wird der Weg geebnet für Verhältnisse, wie sie in Deutschland bis 1945 herrschten.
      51 32 Melden
    • Regas 26.07.2018 11:26
      Highlight FrancoL: "Hätten wir diesen Standard nicht, dann gäbe es ja auch keine Flüchtlinge." Da wir bis heute leider Machtlos sind den Lebensstandard in gewissen Ländern zu verbessern, und Kriege zu beenden, bleibt uns also nur die Option unseren Lebensstandard soweit abzusenken bis keine Flüchtling mehr motiviert werden nach Europa auszuwandern ?!
      34 12 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 11:49
      Highlight @Reags; Lesen ist wohl Glücksache. Ich denke nur den Ansatz von Sepp1212 zu ende und stelle fest dass wir also alle Verbrecher sein müssen weil wir Anreize schaffen. Damit möchte ich den Sepp etwas zum nachdenken bringen.

      Und ja vermutlich müssen wir unseren Standard etwas senken, nicht um weniger attraktiv zu sein, sondern um den anderen die wir teilweise schamlos ausgebeutet haben auf die Beine zu helfen.
      35 28 Melden
    • Sepp1212 26.07.2018 12:24
      Highlight Was für eine Palette an Reaktionen.-

      Ihr tut hier so, als wäre der Wohlstand, der die Schweiz und Europa sich erarbeitet haben ein Lotteriegewinn war. Ich erinnere an Zeiten, in denen der Lebenssstandard auch in Europa vergleichbar mit demjenigen war, der heute in afrikanischen Slums herrscht. Es ist einfach seine Familie alleine zurückzulassen, um hier in einen höheren Lebensstandard zu migrieren. Es ist jedoch nicht so einfach, diesen Lebensstandard zu erarbeiten. Ich weiss nicht, was ihr für Grosseltern hattet, aber meine haben mir von Zeiten erzählt, die beileibe mehr als schwierig waren.
      46 35 Melden
    • AdiB 26.07.2018 12:24
      Highlight @roterriese, hast du captain amerika civil war gesehen? wenn ja, dan warst du gegen cap und seine truppe, denn sie wurden auch zu verbrechern. sie wurden zu verbrechern weil cap nicht wollte das ein held sich irgendeiner führung beugt. weil er nicht wollte dass ihm jemand sagt und er um erlaubnis bitten muss wer gerettet wird. weil er ein held der bürger sein möchte und nicht der bodyguard ein par reicher politiker. er will kriege beenden und nicht unterstützen. cap will frei sein, denn die kräfte wurden ihm gegeben damit er allen bedürftigen hilft.
      11 10 Melden
    • Regas 26.07.2018 12:27
      Highlight @FrancoL: Ganz Recht, wir sind Verbrecher weil wir Anreize schaffen indem wir den Flüchtlingen helfen das Mittelmeer zu überqueren und so den Flüchtlingsstrom am Leben Erhalten.
      Andererseits sind wir aber auch Verbrecher wenn wir nicht helfen und die Flüchtlinge absaufen lassen, damit der Flüchtlingsstrom reduziert wird.
      So oder so bleibt die Humanität auf der Strecke.
      So lange in Afrika Kinder in unbegrenzter Zahl auf die Welt gestellt werden die keine Aussicht auf ein vernünftiges Leben Haben wird sich der Flüchtlingsstrom Jährlich zunehmen. Gangbare Lösungen sind gefragt.
      28 8 Melden
    • Sepp1212 26.07.2018 12:29
      Highlight "Denken wir das mal zu Ende. Stellen Sie sich vor, sie retten im Zürichsee ein paar gekenterte Menschen vor dem Ertrinken".

      Doch ein sehr weltfremder Vergleich, stellt man die Rettung Ertrinkender in einem Binnengewässer, wohlverstanden in der Schweiz, gleich mit dem privaten Shuttleservice, der von Afrika nach Europa betrieben wird. Niemand will Mneschen ertrinken sehen, solange es aber Stimmen gibt, die zu dieser unverantwortlichen Reise animieren, solange wird das Sterben auf dem Mittelmeer weitergehen.
      45 33 Melden
    • Gähn 26.07.2018 12:47
      Highlight @Regas
      Sag das dem Altherrenverein namens Vatikan.
      In Afrika gibt es verdammt viele Christen. Und so lange der Klerus die Benutzung von Kondomen als Sünde hinstellt, so lange werden auch in Afrika nicht nur unbegrenzt Kinder auf die Welt gestellt, sondern AIDS kann auch munter wüten.
      18 23 Melden
    • SemperFi 26.07.2018 12:52
      Highlight @Regas: In einer globalisierten Welt wird es über kurz oder lang so sein, dass sich der Lebensstandard angleicht. Einfache Erkenntnis aus der Physiologie. Wenn Sie das nicht wollen, müssen Sie Mauern bauen und Männer mit Gewehren auf die Mauern stellen oder eben den Lebensstandard auf faire Art angleichen.
      16 4 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 26.07.2018 13:34
      Highlight Sepp:
      1. Damals als die Zustände so bei uns waren, sind massenhaft Schweizer ins Ausland als Arbeitsmigranten geflüchtet anstatt hier mitanzupacken. Wenn du mal in die betroffenen Länder gehst, würdest du sehen, dass es schlichtweg nichts anzupacken gibt. Ausser, dass man die Politiker ganz anders anpacken müsste dort.
      2. Hast du selber wohl ziemlich wenig dazu beigetragen. Aus dem sicheren Hafen lässt sich gut argumentieren.
      3. Fusst ein nicht zu kleiner Teil unseres Wohlstands auf dreckigem Geld aus genau diesen Staaten, gestohlenem Gold und Ausbeutung (Glencore, Nestle,...)
      26 7 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 14:15
      Highlight @regas; Mit der Bildung sinkt auch die Kinderrate, aber das müsste sie ja wissen. Und die Bildung ist vor Ort nicht einfach vom Baum zu pflücken sondern muss ermöglicht werden und das geht nun mal nur wenn man mit Afrika einen fairen Handeln treibt und nicht deren Ressourcen plündert.
      15 13 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 14:17
      Highlight @Gähn; und die kinderreichen Familien von andern Religionen sind dann was genau?

      So ein einfaches Bild ist kaum zu glauben!
      17 4 Melden
    • Friction 26.07.2018 14:25
      Highlight @Sepp: sie haben in der Lotterie gewonnen. Sie wurden hier in der CH zufällig aus einem Uterus rausgepresst... Sei es Ihnen verdankt, dass sie nach dieser beschwerlichen Reise nicht auch noch diese über das Mittelmeer überstehen mussten. Also entspannen Sie - gerade in der Ferienzeit wünsche ich Ihnen das. Und wenn in dieser Zeit Menschen andere Menschen retten, anstatt nach Irgendwohin zu fliegen, dann Respekt für all das Engagement für andere Menschen!
      26 6 Melden
    • Gähn 26.07.2018 15:48
      Highlight @Franco
      Nein, ist natürlich vollkommen logisch.
      Und so simpel wie von mir beschrieben ist es auch nicht.
      Aber dennoch ein nicht zu vergessender Faktor in dieser grossen und komplexen Gleichung.
      4 5 Melden
    • Sepp1212 26.07.2018 15:53
      Highlight @friction

      Zuersteinmal bemitleide ich Sie, wenn Sie denken dass in dieser Welt etwas aus Zufall geschieht. Zum zweiten waren es all die Generationen vor mir, die diesen Wohlstand aufgebaut haben. Zum dritten sind Sie doch wahrlich naiv zu glauben, dass in Europa Disney Land Verhältnisse herrschen. Es gibt auch hier in der ach so reichen Schweiz Menschen, deren Leben nicht einfach ist. Einfach mal úber den ideologischen Tellerrand blicken.
      9 21 Melden
    • Regas 26.07.2018 17:04
      Highlight FrancoL: Das ist doch vor allem eine Frage des Zeithorizontes das sollten Sie doch auch wissen. Wie lange Dauert es bis die Bildungsmassnahmen Wirkung zeigen, bis die alten eingefleischten Traditonen gebrochen sind, welche den Kinderüberfluss als segensreich betrachten? Ich bin da sehr pessimistisch und glaube das es für eine Umkehr min. 2-3 Generationen braucht. So viel Zeit haben wir nicht mehr, die Immigration wird ohne gegenmassnahmen hemmungslos zunehmen.
      3 3 Melden
    • Friction 26.07.2018 17:41
      Highlight @Sepp1212 zufall oder nicht. Ich schätze mich glücklich dieses Zufalls (meines Erachtens). Letzterer Aussage von Ihnen wonach es auch in der Schweiz Menschen gibt, die nicht reich sind, die nicht auf der Sonnenseite stehen will ich nicht widersprechen. Ganz im Gegenteil. Es gibt eine hohe Anzahl an Menschen in relativer Armut (Armutsbericht Caritas)An dieser Stelle muss genau so angesetzt werden. Aber nicht auf Kosten anderer Leben - im Mittelmeer oder wo auch immer. That‘s all...
      15 2 Melden
    • Friction 26.07.2018 17:46
      Highlight @Sepp1212: ich benötige Mitleid im Übrigen nicht. Vielleicht wäre ein stück Empathie für Menschen, die im Mittelmeer ertrinken angebrachter.
      17 2 Melden
    • demokrit 26.07.2018 18:38
      5 4 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 19:36
      Highlight @Regas; Wissen Sie wie lange es dauert bis man Gewinn bringend Ressourcen abbauen kann? je nach Produkt bis zu 15 bis 20 Jahren. Und das machen wir ohne mit der Wimper zu zucken. Nun hängen Sie noch 50% dazu und man käme mit Bildung auf einen grünen Zweig.
      Aber alle haben wie Sie Ausflüchte. Mein Grossvater war von 1923 bis ca 1933 in Afrika und hat in dieser kurzen Zeit ein ganzes Konstruktionssystem mit einer einfachsten Vorfarikation auf die Beine gestellt, dass für viele Jahre ihren Dienst getan hat, genau bis zum Pkt an dem man plötzlich diese „Hilfe“ nicht mehr stützen mochte.
      6 3 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 19:40
      Highlight @Gähn; ja die vielen Faktoren, alle schreien nach Faktoren die es zu berücksichtigen gilt, die man abklären muss, Faktoren die man werten, elenkieren und, niederschreiben muss und dann nochmals untersuchen. Und in dieser Zeit baut man munter Ressourcen ab, plündert teilweise Afrika und Afrika geht den Bach runter.
      9 1 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:26
      Highlight @sepp: 1. Europa hat ein besseres Klima. 2. In Europa wurde anfang 19. Jahrhundert im grossen Stil industrialisiert. Damit dies gelang brauchte es die Kolonien die man ausbeuten konnte ohne jede Rücksicht auf Mensch und Umwelt. Nur mit billiger Ware war es möglich, dass so viele Menschen an neue Produkte ran kamen.
      3. Bis weit ins 19.Jh wanderten Millionen Europäer aus, wegen bitterster Armut.
      4.Das PRofitieren von billiger Ware hält bis heute an auch wenn dejure dies alles eigene Staaten sind
      5 Wir ziehen massivst Steuersubstrat dort unten ab, damit die Glencores hier Steuern zahlen
      10 2 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:29
      Highlight @sepp: 6. WIr sorgen dafür dass jenes Regime an der Macht ist, das Europa zu dient
      7. Wir sorgen sonst mit Waffenlieferungen dass es so bleibt
      8.Wir überschwemmen deren Märkte mit unserer subventionierten Ware und machen deren Märkte kaputt
      9. Es geht KEINEM Schweizer heute so schlecht, dass er nicht weiss wie er überleben kann. Wir haben ein soziales Auffangnetz im Land, dass unsere SVP kaputt machen will und das es zu verteidigen gilt. Aber dass jemand hungern muss oder Angst haben muss tot geschlagen zu werden gibt es hier schlichtweg nicht
      9 1 Melden
  • Lord_Mort 26.07.2018 10:03
    Highlight 2018. Menschen, die Menschen retten sollen ins Gefängnis. Während Menschen in Syrien, Afghanistan, Lybien usw. sterben. Menschen werden vertrieben, um an Rohstoffe zu gelangen. Ganze Wälder werden abgeholzt. Dabei ist es hingegen einfach in Ordnung zuzuschauen.
    Schöne neue Welt.
    808 263 Melden
    • Ludovigo 27.07.2018 02:52
      Highlight Es sind ja nicht Syrier, Afghanen und Lybier welche über das Mittelmeer kommen.
      7 4 Melden
    • Lord_Mort 27.07.2018 09:57
      Highlight @Ludovigo. Es spielt keine Rolle auf welcher Fluchtroute die Menschen wegen der Untätigkeit unserer Politiker sterben. Schauen Sie sich mal die Zahlen an über die wir hier diskutieren. Dann schauen Sie sich mal an wie viele Flüchtlinge Libanon (ca. 6.2Mio Einwohner), Jordanien (ca. 9.5 Mio Einwohner, dazu mind 1 Mio syrische Flüchtlinge) aufgenommen haben. Was hier in Europa abläuft ist himmeltraurig für einen Kontinent, der sich gerne als Wiege der Demokratie und Aufklärung sieht. Europa war schon immer ein Kontinent, der sich gerne vor den Konsequenzen seines eigenen Handelns drückte.
      9 2 Melden

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