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Irak hängt elf wegen «Terrorismus» verurteilte Personen

Irak hängt elf wegen «Terrorismus» verurteilte Personen

Irakische Behörden haben mindestens elf wegen «Terrorismus» verurteilte Personen hingerichtet.
25.04.2024, 04:1025.04.2024, 04:10

Sie hätten der Dschihadistenmiliz «Islamischer Staat» (IS) angehört und seien in einem Gefängnis in der Stadt Nasirija «unter Aufsicht einer Gruppe aus dem Justizministerium» gehängt worden, verlautete aus Sicherheitskreisen.

Iraqi Prime Minister Mohammed Shia al-Sudani attends a press conference with Turkish President Recep Tayyip Erdogan, in Baghdad, Iraq, Monday, April 22, 2024. (Thaier Al-Sudani/Pool Photo via AP)
Der irakische Premierminister Mohammed Shia al-Sudani.Bild: keystone

Das Gesundheitsamt habe die Leichen von elf hingerichteten Personen erhalten, bestätigten Gesundheitskreise vor Ort.

Den Angaben zufolge wurden die Verurteilten bereits am Montag gehängt. Alle elf stammten demnach aus der Provinz Salahaddin. Das irakische Recht sieht die Todesstrafe für Mord und Terrorismus vor. Hinrichtungsanordnungen müssen vom Präsidenten unterzeichnet werden. In den vergangenen Jahren haben irakische Gerichte hunderte Todesurteile verhängt. Menschenrechtsgruppen kritisieren die Prozesse als übereilt. Geständnisse sollen bisweilen durch Folter erlangt worden sein.

Amnesty International verurteilte die Hinrichtungen wegen «zu weit gefasster und vager Terrorismusvorwürfe». Der Organisation zufolge wurden insgesamt 13 Männer erhängt, elf davon wegen ihrer Verbindung zum IS.

Ende Juni hatten Uno-Experten bereits ihre «tiefe Besorgnis» über Berichte geäussert, dass der Irak mit Massenhinrichtungen in seinen Gefängnissen begonnen habe. (sda/afp)

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