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FILE - In this March 9, 2017 file photo, a large cloud of smoke rises during fighting between Iraqi security forces and Islamic State militants as civilians walk toward Iraqi security forces after fleeing their homes on the western side of Mosul, Iraq. The U.S. is deepening its involvement in the war against the Islamic State group after an unprecedented American airlift of Arab and Kurdish fighters to the front lines in northern Syria, supported by the first use of U.S. attack helicopters and artillery in the country.  (AP Photo/Khalid Mohammed, File)

Bild: Khalid Mohammed/AP/KEYSTONE

Mehr als 100 tote Zivilisten bei gewaltiger Explosion in Mossul



Bei einer gewaltigen Explosion während der Offensive gegen die «IS»-Terrormiliz in der nordirakischen Grossstadt Mossul sind Berichten zufolge mehr als hundert Zivilisten getötet worden.

Ein irakischer General erklärte am Donnerstag, unter Gebäudetrümmern seien 108 Leichen geborgen worden, darunter Frauen und Kinder. Ein Aktivist mit dem Decknamen «Mosul Eye» meldete mehr als 130 Tote. Der kurdische Fernsehsender Rudaw spricht sogar von 230 Opfern.

Die Ursache der Explosion ist unklar. «Mosul Eye» berichtete, ein Luftangriff auf das Viertel Al-Dschadida in West-Mossul habe am Mittwoch einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen getroffen. Danach habe es eine doppelte Explosion gegeben. Irakische Sicherheitskräfte hätten das Gebiet ebenfalls beschossen.

Der Aktivist «Mosul Eye» hatte bis vor kurzem anonym unter Lebensgefahr direkt aus Mossul berichtet, die Stadt aber vor einigen Wochen aus Sicherheitsgründen verlassen.

Der irakische General Mohammed al-Dschaburi berichtete hingegen der Nachrichtenagentur DPA, die «IS»-Terrormiliz habe mehrere Häuser mit Sprengladungen versehen. Diese seien explodiert, als die Bewohner nach der Befreiung des Viertels in die Gebäude zurückgekehrt seien.

Mossul ist die letzte Hochburg der sunnitischen Fanatiker vom so genannten «Islamischen Staat» («IS») im Irak. Die Offensive auf die Stadt hatte im vergangenen Oktober begonnen. Im Januar konnten die irakischen Sicherheitskräfte den Osten Mossuls einnehmen.

Seit Februar läuft der Angriff auf den Westen der Stadt mit der historischen Altstadt – es ist der am dichtesten bewohnte Teil der ganzen Stadt. Berichten zufolge nutzt der «IS» Zivilisten als menschliche Schutzschilde. (nfr/sda/dpa)

Kampf um Mossul

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