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Bild: THAIER AL-SUDANI/REUTERS

Sniper War in Mossul: Mit Präzisions-Gewehr und Koffein-Pillen gegen den «IS»



Die Schlacht um Mossul, die letzte Hochburg des sogenannten «Islamischen Staats» im Irak, geht in die Endphase. Nachdem die Regierungstruppen im Januar das Ostufer der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht haben, tobt jetzt im dicht besiedelten Westen der Häuserkampf. Hüben wie drüben schlägt die Stunde der Scharfschützen.

«Genau so, wie wir uns vor ihnen verstecken, verstecken sie sich vor uns», sagt Muqtada al-Saidi, der eine Scharfschützen-Einheit der irakischen Spezialkräfte befehligt, gegenüber Reuters. Die «IS»-Kämpfer mögen in der Unterzahl und auch punkto Bewaffnung unterlegen sein – doch ihre Sniper sind in der Lage, den Vormarsch der Regierungstruppen immer wieder zu bremsen. Dessen ist sich auch al-Saidi bewusst: «Die Funktion eines Scharfschützen ist mehr defensiv als offensiv».

Krieg besteht hauptsächlich aus Warten, das gilt für niemanden mehr als die Scharfschützen. «85 bis 90 Prozent ist Verstecken und Ausdauer. Sie ergänzen sich. Manche können sich verstecken, aber sie haben keine Ausdauer. So jemand kann kein Sniper werden», sagt al-Saidi.

Sniper War in Mossul

Koffeinpillen helfen seinen Männern, wach zu bleiben und den Hunger zu unterdrücken. Doch manchmal nützt alle Ausdauer nichts. Dann fordert er schwere Waffen oder Luftschläge an, um einen besonders hartnäckigen «IS»-Sniper auszuschalten. Die Terroristen leisten zähen Widerstand und haben den Vorstoss der der Regierungstruppen in den letzten Tagen zum Stillstand gebracht. 

«Man sagt, Scharfschützen seien Feiglinge, weil sie hinter den Truppen agieren und sich verstecken», sagt Abo Ali aus der Einheit al-Saidis. Und fügt hinzu: «Wir verstecken uns, und wir töten.»

Am Dienstag hatten Eliteeinheiten der irakischen Armee die wichtigsten Regierungsgebäude in Mossul eingenommen. Die Rückeroberung der Verwaltungsgebäude ist von symbolischer Bedeutung und hilft den irakischen Truppen bei Angriffen auf die Extremisten in der nahe gelegenen Altstadt. Vor zwei Wochen startete die irakische Armee die Offensive auf den Westteil der Stadt. Der Kampf gilt als schwieriger, weil in den engen Gassen der Altstadt keine gepanzerten Fahrzeuge eingesetzt werden können. 

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Video: watson.ch

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    Alle Leser-Kommentare
  • Soli Dar 12.03.2017 21:20
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt ist dieser Beitrag blanker Hohn für alle irakischen Kriegsopfer. Warum porträtiert Watson/Reuters einen Scharfschützen, statt wie bei Aleppo auch über das Kriegsdrama von Mosul zu berichten? 750'000 Menschen stehen unter Beschuss, doppelt so viele Zivilisten wie in Aleppo sind eingekesselt. In den letzten 2 Jahren sind im Irak fast 50'000 Zivilisten Opfer der Gewalt im Land geworden. Mindestens 2200 - 3200 zivile Todesopfer gab es im Irak 2016 durch Luftangriff der US-Koalition!
    http://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Mossul-750000-Einwohner-beschossen--Medien-schweigen
  • koks 12.03.2017 18:34
    Highlight Highlight auf all den bildern nur männliche scharfschützen. wenn männer sich weigern würden, könnte der rest der gesellschaft die kriege alleine führen (die medien bringen ja allenthalben stolz und fortschrittsgeil berichte über neue frauentruppen, in norwegen, von den kurden etc)
  • Spooky 11.03.2017 20:50
    Highlight Highlight Wilhelm Tell war ein Sniper, übrigens.
    • pedrinho 12.03.2017 15:22
      Highlight Highlight "meuchelmoerder" --- gem. strafgesetz von oesterreich ;)
  • Pinkes Einhorn 11.03.2017 19:14
    Highlight Highlight Wir schaffen das!
    • Silent_Revolution 12.03.2017 04:21
      Highlight Highlight @ Rendel

      Solange Merkel hinter den Kriegstreibern der Nato/USA steht (nebenbei den Irakkrieg unterstützt hat) und sich für höhere Militärausgaben ausspricht, ja solange hätte sie besser geschossen.

      Flüchtlinge aus dem Irak, Afghanistan, Libyen und Pakistan sind nicht hier, weil man das Volk vor bösen Diktatoren beschützen wollte, sonst hätte die EU und USA kaum beste Beziehungen zu Katar, Kuwait, Saudi Arabien und afrikanischen Diktaturen.

      Finanz- und Ressourcenkriege der Globalterroristen um den Dollar zu erhalten und Ressourcen billig mit Übergangsregierungen zu verhandeln, nichts weiter.
    • Soli Dar 12.03.2017 20:48
      Highlight Highlight @Rendel (hoffentlich) niemand will unschuldige Flüchtlinge erschiessen. Gebe ihnen Recht, dass dies einer der wenigen Momente war, wo Merkel Menschlichkeit bewiesen hat. Dies ist jedoch längst Schnee von gestern.

      @Revolution. Gleichzeit hast auch du auch absolut recht. Eine der wenigen richtigen Entscheidungen von Schröder war, jene, beim illegalen & völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak, nicht mitzumachen. Merkel kritisiert ihn dafür!

      Natürlich geht es um Ressourcen, Öl- und Gaspipelines und selten um "böse" Diktatoren, Terroristen, Grundschulen, Demokratie und Menschenrechte.
  • Wehrli 11.03.2017 16:50
    Highlight Highlight Sniper sind Feiglinge, kein echter Krieger schiesst dir in den Rücken.
    Unser Zeitalter, Feiglinge und und Krieg durch die Optik.
    • SemperFi 11.03.2017 17:13
      Highlight Highlight Na Sie werden es wissen (G)Wehrli! 😂
    • Bowell 11.03.2017 17:18
      Highlight Highlight Scharfschützen schiessen zudem auch nicht in den Rücken. Das würde ja bedeuten, dass sie sich hinter den gegnerischen Linien befinden.
    • Wehrli 11.03.2017 17:22
      Highlight Highlight Metaphorisch. Feiglinge, all the way.
      Aber was wisst ihr schon vom Krieg
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 11.03.2017 15:51
    Highlight Highlight Einfach toll was die US Steuergelder so für Waffen kaufen - kommen die nächsten Spinner, rennen sie weg und lassen die Waffen erneut liegen🙄 Die Amis und ihre Vasallen werden einfach nicht schlauer! Bombing for peace is like fucking for virginity...
    • Chrigi-B 11.03.2017 22:52
      Highlight Highlight Ähm das Land nicht angreifen? Was hat der Irak den Amis / Europäern angetan? Wollten sie die Ölfelder nicht an Exxon oder BP abtreten?
    • Soli Dar 12.03.2017 20:54
      Highlight Highlight Stimme Chrigi-B 100% zu! Wer Wind sät erntet Sturm. Wird ein Terrorist getötet, werden 10 neue zu Terroristen. Wobei der Krieg gegen den Terror seit 2001 über 1,5 Mio. Menschenleben kostete, die wenigsten von Ihnen davon waren Terroristen.
  • The Destiny // Team Telegram 11.03.2017 15:38
    Highlight Highlight Wurde diese Aussage gekürzt ?

    «Man sagt, Scharfschützen seien Feiglinge, weil sie hinter den Truppen agieren und sich verstecken», sagt Abo Ali aus der Einheit al-Saidis. Und fügt hinzu: «Wir verstecken uns, und wir töten.»

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