International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zwei weitere Franzosen zum Tod verurteilt, weil sie sich dem «IS» im Irak anschlossen



Der beschwerliche Kampf um Mossul

Erneut sind im Irak zwei Franzosen wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht in der Hauptstadt Bagdad verhängte am Dienstag die Todesstrafe gegen Brahim Nejara und Karam El Harchaoui.

Damit stieg die Zahl der im Irak zum Tode verurteilten Franzosen auf sechs. Der französische Aussenminister Jean-Yves Le Drian kündigte Schritte an, um die Hinrichtung französischer Staatsbürger zu verhindern.

Im Januar waren zwölf Franzosen aus Syrien in den Irak überstellt worden. Am Sonntag und Montag wurden bereits vier von ihnen wegen IS-Mitgliedschaft zum Tod durch den Strang verurteilt, am Dienstag folgten zwei weitere Todesurteile. Die übrigen sechs Franzosen sollen in Kürze vor einen Richter gestellt werden.

Paris will ihre Hinrichtung verhindern. Aussenminister Jean-Yves Le Drian sagte dem Radiosender France Inter, die Regierung werde weitere Schritte ergreifen, um den Franzosen «die Todesstrafe zu ersparen».

Sie haben nach irakischem Recht 30 Tage Zeit, um Berufung einzulegen. Im Irak wurden bereits mehr als 500 Ausländer wegen IS-Mitgliedschaft verurteilt, doch wurde bisher noch kein Todesurteil vollstreckt.

Im Irak steht auf die Mitgliedschaft in einer «Terrororganisation» die Todesstrafe, egal ob die Betroffenen gekämpft haben oder nicht. Menschenrechtler werfen der irakischen Justiz vor, in den Schnellverfahren die Rechte der Angeklagten zu verletzten.

Zudem bestehe eine «echte Gefahr von Folter» in den irakischen Gefängnissen. Im vergangenen Jahr wurden im Irak 271 Menschen zum Tode verurteilt und 52 hingerichtet.

Le Drian betonte gegenüber France Inter, Frankreich lehne die Todesstrafe ab. Zugleich bekräftigte er, eine Rücknahme der französischen IS-Mitglieder komme nicht in Frage. Sie müssten dort verurteilt werden, «wo sie ihre Verbrechen begangen haben», sagte der Aussenminister.

Der französische Geheimdienst wirft dem am Dienstag verurteilten Nejara vor, Dschihadisten nach Syrien eingeschleust zu haben. Der tunesischstämmige Franzose aus der Nähe von Lyon sagte vor Gericht, er sei 2014 in seinem Auto mit seiner Frau, seiner Tochter und seinem Schwager aus Frankreich nach Syrien gefahren.

Er soll dort Kontakt zu einem der Pariser Attentäter von 2015 gehabt haben. Nach den Anschlägen trat er in einem IS-Propagandavideo auf. Der zweite Angeklagte, El Harchaoui, versicherte vor Gericht seine Unschuld.

Nicht nur Frankreich bereitet die Frage Kopfzerbrechen, wie mit Staatsbürgern umgegangen werden soll, die sich der IS-Miliz angeschlossen haben. (aeg/sda/afp)

Militante islamistische Gruppen

«Historisches Verbrechen»

Play Icon

Terror des sogenannten Islamischen Staates

Intelligent, homophob, autoritätsgläubig: Warum Ingenieure die besten Dschihadisten sind

Link zum Artikel

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Link zum Artikel

Gute Frage: Weshalb werden französisch sprechende Muslime öfter radikal als alle anderen?

Link zum Artikel

Wir sollten uns an den Terror gewöhnen, aber das können wir nicht

Link zum Artikel

Bilal reist in den Dschihad und rechnet dann mit dem «IS» ab – Kurz darauf ist der Deutsche tot

Link zum Artikel

Kein Mensch versteht Syrien, weil alle von Syrien sprechen, aber etwas anderes meinen

Link zum Artikel

Perfide Propaganda: Wie der «IS» mit «JiHotties» und Social Media westliche Frauen fängt

Link zum Artikel

Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Saudi-Arabien ist weltweit einer der Hauptunterstützer radikal-islamischer Strömungen»

Link zum Artikel

Studie zeigt: So denken Muslime weltweit über den «Islamischen Staat»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Terror des sogenannten Islamischen Staates

Intelligent, homophob, autoritätsgläubig: Warum Ingenieure die besten Dschihadisten sind

33
Link zum Artikel

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

224
Link zum Artikel

Gute Frage: Weshalb werden französisch sprechende Muslime öfter radikal als alle anderen?

68
Link zum Artikel

Wir sollten uns an den Terror gewöhnen, aber das können wir nicht

43
Link zum Artikel

Bilal reist in den Dschihad und rechnet dann mit dem «IS» ab – Kurz darauf ist der Deutsche tot

7
Link zum Artikel

Kein Mensch versteht Syrien, weil alle von Syrien sprechen, aber etwas anderes meinen

14
Link zum Artikel

Perfide Propaganda: Wie der «IS» mit «JiHotties» und Social Media westliche Frauen fängt

16
Link zum Artikel

Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

61
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Saudi-Arabien ist weltweit einer der Hauptunterstützer radikal-islamischer Strömungen»

33
Link zum Artikel

Studie zeigt: So denken Muslime weltweit über den «Islamischen Staat»

16
Link zum Artikel

Terror des sogenannten Islamischen Staates

Intelligent, homophob, autoritätsgläubig: Warum Ingenieure die besten Dschihadisten sind

33
Link zum Artikel

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

224
Link zum Artikel

Gute Frage: Weshalb werden französisch sprechende Muslime öfter radikal als alle anderen?

68
Link zum Artikel

Wir sollten uns an den Terror gewöhnen, aber das können wir nicht

43
Link zum Artikel

Bilal reist in den Dschihad und rechnet dann mit dem «IS» ab – Kurz darauf ist der Deutsche tot

7
Link zum Artikel

Kein Mensch versteht Syrien, weil alle von Syrien sprechen, aber etwas anderes meinen

14
Link zum Artikel

Perfide Propaganda: Wie der «IS» mit «JiHotties» und Social Media westliche Frauen fängt

16
Link zum Artikel

Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

61
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Saudi-Arabien ist weltweit einer der Hauptunterstützer radikal-islamischer Strömungen»

33
Link zum Artikel

Studie zeigt: So denken Muslime weltweit über den «Islamischen Staat»

16
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tolgito 28.05.2019 22:50
    Highlight Highlight Boom biddy bye bye
  • So en Ueli 28.05.2019 22:07
    Highlight Highlight Warum sollte man die vor dem Tode retten? Diese Herren wollten ja den Tod, den eigenen oder die der "Ungläubigen".
  • AdvocatusDiaboli 28.05.2019 19:36
    Highlight Highlight Mitgegangen, mitgefangen. Die sollen zuerst einmal ihre Schulden im Irak begleichen, bevor es überhaupt eine Diskussion darüber gibt, ob sie je nach Europa zurück dürfen.
  • Watson - die Weltwoche der SP 28.05.2019 18:27
    Highlight Highlight Wer sich mit den Gräueltaten dieser islamischen Terrororganisation auseinandergesetzt hat, wird dieses Urteil begrüssen.
  • Tommyboy Jones 28.05.2019 16:36
    Highlight Highlight Die Leute die sich dem IS angeschlossen haben, taten dies aus Überzeugung. Sie lehnen die westliche Staatsordnung ab und wollen mit dem ungläubigen Pack Nichts zu tun haben.

    Die Enthauptungsvideos des IS waren wohl dessen grösstes Marketinginstrument um solche Personen anzulocken. Jetzt droht den Verurteilten ein ähnliches Schicksal...Man könnte sagen: Der Kreis schliesst sich.

    Darum: Frankreich, halt dich da raus und lass den Dingen ihren Lauf. Und wenn du das nicht kannst, dann nimm deine Leute wieder zurück.

Er überlebte den Anschlag auf Charlie Hebdo – nun erzählt der Chefredaktor vom Terror

Vor fünf Jahren stürmten Terroristen die Redaktion des Pariser Satiremagazins. Jetzt äussert sich der Überlebende und heutige Chefredaktor Laurent Sourisseau zum Anschlag.

Wenn Blicke wirklich töten könnten, wäre Laurent Sourisseau, alias Riss, wohl nicht mehr am Leben. «Wir schauten uns in die Augen», beschreibt er die Szene, als die Gebrüder Kouachi am 7. Januar 2015 mit ihren Kalaschnikows in die Redaktionssitzung platzten. «Eine Sekunde lang, vielleicht zwei.» Der schwarz gekleidete Attentäter schien überrascht, in dem kleinen Raum so viele Leute vor­zufinden. «Sein Staunen wurde aber gleich von seiner Aufgabe weggewischt: Er sollte töten.»

Riss tauchte …

Artikel lesen
Link zum Artikel