Modschtaba Chamenei soll bewusstlos sein
Irans oberster Führer soll bewusstlos und in einem ernsten gesundheitlichen Zustand sein. Das sollen geleakte Audioaufnahmen zwischen Israel und den USA zeigen, auf die die Times verweist. Demnach sei er auch nicht in der Lage, Entscheidungen zu treffen, wie das Regime das Land regieren soll.
Chamenei soll derzeit in Qom behandelt werden. Der Ort gilt als religiöse Hauptstadt des Irans. Dort werde auch der Leichnam seines Vaters für die Beerdigung vorbereitet. Die Arbeiten für ein grosses Mausoleum in Qom seien ebenfalls angelaufen und würden schon jetzt mehr als ein Grab berücksichtigen.
Video von Modschtaba Chamenei als Fake identifiziert
Modschtaba Chamenei übernahm die Macht Anfang März, nachdem sein Vater bei einem gezielten Bombenangriff ums Leben gekommen war. Einen öffentlichen Auftritt gab er bisher jedoch noch nicht. Das führte zu Spekulationen. Das Regime erklärte, Modschtaba habe beim Anschlag auf seinen Vater eine «leichte Beinverletzung» erlitten. Weitere Erklärungen gab es bis heute nicht. Allerdings wurden bisher zwei Stellungnahmen im Namen von Modschtaba Chamenei veröffentlicht.
Trotzdem hielt sich das Gerücht, der neue Religionsführer liege im Koma. Ein Video, das vor wenigen Tagen vom iranischen Staatssender veröffentlicht wurde und Chamenei zeigen soll, wie er in einem Raum israelische Atomkraftwerke auf einer Karte analysiert, stellte sich als KI-generiert heraus.
Weitere Familienangehörige tot
Wie es in den geleakten Audioaufnahmen weiter heisst, soll Modschtaba Chamenei beim Anschlag gerade von draussen auf dem Weg in das Gebäude gewesen sein, in dem sich sein Vater befand. Seine Mutter, seine Frau und ein Sohn sollen beim Angriff ebenfalls ums Leben gekommen sein.
Die Audioaufnahmen sollen zwischen den USA und Israel ausgetauscht worden sein. Auch US-Präsident Donald Trump erklärte kürzlich, dass die iranische Führung heute aus «total anderen Leuten» bestehe. Es brauche keinen Regime-Wechsel, da dieser durch den Krieg ohnehin stattgefunden habe. Was er damit genau meinte, blieb zunächst unklar. (vro)
