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Iran

Verhandlungen zwischen Iran und USA wohl Donnerstag in Genf

Verhandlungen zwischen Iran und USA wohl Donnerstag in Genf

22.02.2026, 20:3122.02.2026, 20:31
FILE - Iranian Foreign Minister Abbas Araghchi looks on during a meeting with Director General of the International Atomic Energy Agency (IAEA) Rafael Grossi, and Egyptian Foreign Minister Badr Abdela ...
Bild: keystone

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat im Konflikt um das umstrittene Atomprogramm des Landes eine weitere Verhandlungsrunde mit den USA in wenigen Tagen in Aussicht gestellt. «Ich gehe davon aus, dass wir bei unserem erneuten Treffen an diesem Donnerstag in Genf einen tragfähigen Text ausarbeiten und rasch zu einer Einigung kommen können», sagte Araghtschi dem US-Sender CBS News.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein besserer Deal als das Wiener Atomabkommen von 2015 möglich sei. Es gebe Elemente, die deutlich über die damalige Vereinbarung hinausgehen könnten. Ein solches Abkommen könne unter anderem die friedliche Natur des iranischen Atomprogramms garantieren und zugleich eine Aufhebung der Sanktionen ermöglichen, so der iranische Chefdiplomat.

Iran verlangt Aufhebung westlicher Sanktionen

Die USA und Israel haben bislang vom Iran die vollständige Aufgabe seines Atomprogramms und insbesondere eine Null‐Urananreicherung gefordert. Teheran ist jedoch lediglich bereit, den derzeitigen Anreicherungsgrad von 60 Prozent zu senken, um zu bekräftigen, dass sein Nuklearprogramm friedlichen Zwecken dient und das Land – anders als im Westen befürchtet – nicht an Atomwaffen arbeitet. Im Gegenzug verlangt der Iran die Aufhebung der westlichen Sanktionen.

Finden beide Seiten keinen Kompromiss, droht eine militärische Eskalation. Angesichts der anhaltenden Unruhen im Iran könnte ein solcher Konflikt auch innenpolitische Folgen haben. Teile der iranischen Opposition hoffen danach sogar auf einen Machtwechsel.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sagte in einem am Samstag ausgestrahlten Interview im Sender Fox News, US-Präsident Donald Trump sei «neugierig», warum der Iran auch unter dem militärischen Druck, den die USA in der Region mit mehr Präsenz aufgebaut haben, noch nicht «ich will nicht das Wort kapitulieren sagen, aber warum sie nicht kapituliert haben» (sda/dpa)

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