Diese Regime-Anhänger wurden im Iran schon getötet
Ayatollah Ali Khamenei
Funktion: Oberster Führer des Iran.
Das iranische Staatsfernsehen meldet, dass Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei bei den jüngsten Angriffen getötet worden sei. Khamenei galt als zentrale Figur des Regimes und prägte die Politik des Landes über Jahrzehnte hinweg. Der US-Präsident hatte ihn wiederholt scharf kritisiert und als «einen der bösartigsten Menschen der Geschichte» bezeichnet.
Khamenei wurde 1939 in Maschhad als Sohn eines Geistlichen geboren und schloss sich 1962 der religiösen Oppositionsbewegung von Ayatollah Khomeini gegen Schah Mohammad Reza Pahlavi an. Nach der Islamischen Revolution von 1979 übernahm er das Amt des stellvertretenden Verteidigungsministers und war am Aufbau der Islamischen Revolutionsgarden beteiligt.
Nach dem Tod Khomeinis im Juni 1989 wählte ihn der Expertenrat der Geistlichen zum neuen Obersten Führer, obwohl er zunächst nicht den verfassungsmässig vorgesehenen religiösen Rang innehatte. Die Verfassung wurde entsprechend angepasst. In den folgenden Jahrzehnten hielt Khamenei Politik und Streitkräfte mit harter Hand unter Kontrolle und vertrat in der Aussenpolitik eine kompromisslose Linie, insbesondere gegenüber den USA.
Ali Shamkhani
Funktion: Sekretär des iranischen Sicherheitsrats.
Ali Shamkhani, 70 Jahre alt, war Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran. Er gehörte seit der Islamischen Revolution von 1979, die den vom Westen unterstützten Schah Mohammad Reza Pahlavi stürzte, zu den prägenden Figuren im Verteidigungs- und Sicherheitsapparat des Landes.
Shamkhani war früher Kommandeur der Marineeinheiten der Islamischen Revolutionsgarden sowie Chef der regulären Armee. 2023 spielte er eine wichtige Rolle bei der Wiederannäherung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien.
Als enger Berater von Oberstem Führer Ayatollah Ali Khamenei zählte er zu den einflussreichsten Sicherheitspolitikern des Landes. Bereits im Krieg mit Israel im Juni vergangenen Jahres war er Ziel eines Angriffs; damals ging Israel zunächst davon aus, er sei getötet worden. Nach dem zwölftägigen Krieg im Juni 2025 wurde Shamkhani zum Leiter des iranischen Verteidigungsrats ernannt.
Mohammad Pakpour
Funktion: Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC).
Mohammad Pakpour war Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) und damit einer der ranghöchsten Militärs des Iran. Er galt als eine der zentralen strategischen Figuren innerhalb des Machtapparats.
Nach israelischen Angaben zählte Pakpour zu den wichtigsten Architekten dessen, was Israel als iranischen «Plan zur Zerstörung Israels» bezeichnete. Als Befehlshaber zentraler Streitkräfte soll er für den Einsatz strategischer Waffensysteme gegen Israel verantwortlich gewesen sein.
Zudem koordinierte und unterstützte er vom Iran geförderte militante Gruppen im Ausland. Berichten zufolge spielte er auch eine führende Rolle bei der gewaltsamen Niederschlagung der landesweiten Proteste im vergangenen Monat.
Aziz Nasirzadeh
Funktion: Verteidigungsminister des Iran.
Aziz Nasirzadeh war iranischer Verteidigungsminister und zuvor Kommandeur der Luftwaffe. Zudem amtierte er als stellvertretender Generalstabschef der Streitkräfte und gehörte damit zur obersten militärischen Führung des Landes.
Nasirzadeh galt als verantwortlich für Anlagen zur Produktion von Langstreckenraketen sowie für Waffensysteme, die an mit dem Iran verbündete Milizen im Ausland geliefert wurden.
Ihm wird zudem zugeschrieben, die Organisation SPND beaufsichtigt zu haben, die Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Bereichen nukleare, biologische und chemische Waffen vorantreibt.
Mohammad Shirazi
Funktion: Leiter des Militärbüros des Obersten Führers.
Mohammad Shirazi war lange Leiter des Militärbüros von Oberstem Führer Ayatollah Ali Khamenei und damit eine der zentralen Figuren im Machtapparat der Islamischen Republik.
Shirazi übte diese Funktion bereits kurz nach Khameneis Ernennung zum Obersten Führer 1989 aus und blieb über Jahrzehnte in dieser Schlüsselposition. In dieser Rolle war er für die Koordination zwischen den höchsten Militärkommandeuren des Regimes und dem Obersten Führer verantwortlich.
Damit zählte Shirazi zu den wichtigsten Vermittlern zwischen Politik und Streitkräften im iranischen Machtgefüge und spielte eine bedeutende Rolle an der Spitze der iranischen Sicherheitsarchitektur.
Hossein Jabal Amelian
Funktion: Leiter der Organisation für Verteidigungsinnovation und Forschung (SPND).
Hossein Jabal Amelian war Leiter der Organisation für Verteidigungsinnovation und Forschung, bekannt unter ihrem persischen Akronym SPND. Die Einrichtung gilt als zentrale Forschungsstelle des iranischen Verteidigungsapparats.
Amelian wurde als verantwortlich für die Entwicklung moderner Technologien und Waffensysteme für das Regime beschrieben. Nach Einschätzungen von Sicherheitskreisen umfassten diese Projekte auch Programme in den Bereichen nukleare, biologische und chemische Waffen.
Reza Mozaffari-Nia
Funktion: Ehemaliger Leiter der Organisation für Verteidigungsinnovation und Forschung (SPND).
Reza Mozaffari-Nia war früherer Leiter der Organisation für Verteidigungsinnovation und Forschung (SPND). Die Behörde gilt als zentrale Stelle für militärische Forschungsprojekte im Iran.
Mozaffari-Nia soll eine Rolle bei der Weiterentwicklung von Programmen gespielt haben, die mit der möglichen Entwicklung von Atomwaffen in Verbindung gebracht werden.
Saleh Asadi
Funktion: Hochrangiger Geheimdienstoffizier.
Saleh Asadi war ein hochrangiger Geheimdienstoffizier im iranischen Regime und Leiter der Nachrichtendienste innerhalb des allgemeinen Generalstabs – er gehörte zu den profiliertesten Figuren im Bereich der strategischen Informationsgewinnung und Analyse.
In dieser Funktion war Asadi laut verfügbaren Berichten massgeblich daran beteiligt, den Einfluss der iranischen Geheimdienste auf die Aussenpolitik zu koordinieren und zu verstärken, insbesondere in Bezug auf die Beziehungen und die Konfrontation mit Israel und den Vereinigte Staaten. Seine Rolle reichte über reine Nachrichtendienstarbeit hinaus und umfasste strategische Beiträge zur Ausrichtung der iranischen Sicherheits- und Aussenpolitik gegenüber diesen Staaten.
