International
Iran

Iserlohn: Iraner vergewaltigt – Verdächtige wohl regimetreue Iraner

Iraner in Deutschland vergewaltigt – Verdächtige wohl regimetreue Iraner

Ein Iraner ist in Nordrhein-Westfalen von mehreren Personen vergewaltigt worden. Die mutmasslichen Täter sollen die Gewalttat aus politischen Gründen begangen haben.
09.09.2024, 15:4909.09.2024, 17:05
Amir Selim / t-online
Ein Artikel von
t-online

Bei einer Gruppenvergewaltigung eines Iraners im sauerländischen Iserlohn schliesst die Polizei einen politischen Hintergrund nicht aus. Deswegen hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Am späten Samstagabend hätten Zeugen Schreie aus einem Gebäude gehört, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Beamten fanden dort einen verletzten 30-Jährigen. Er kam in ein Spital.

Der «Spiegel» und der WDR berichteten, dass der Gewalttat ein politischer Streit zuvorging. Demnach handele es sich bei den Tatverdächtigen um regimetreue Iraner. Das Opfer hingegen, ein iranischer Geflüchteter, soll der Opposition angehören. «Nach jetzigem Kenntnisstand sollte das Opfer vor allen Dingen erniedrigt werden», sagte der Hagener Staatsanwalt Michael Burggräf dem «Spiegel».

Verdächtige im Alter von 24 bis 46 Jahren

Mithilfe eines Polizeihubschraubers konnten vier Verdächtige im Alter von 24, 34, 42 und 46 Jahren in einem angrenzenden Waldstück aufgespürt und festgenommen werden. Die Verdächtigen sollen «nach jetzigem Kenntnisstand mindestens iranische Wurzeln» haben, so Burggräf weiter.

In dem ehemaligen Brauereigebäude habe sich eine Gruppenvergewaltigung abgespielt, bestätigte der Staatsanwalt. Zwei Verdächtige seien noch flüchtig. Anhaltspunkte dafür, dass die vier gefassten Verdächtigen der rechten Szene angehören, gab es zuvor nicht.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
60 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Snowy
09.09.2024 16:26registriert April 2016
Danke Polizei.

Täter umgehend ausschaffen und nicht Ausreden suchen, sondern Mittel und Wege finden, dass es klappt.
Haben ja offensichtlich kein Problem mit dem Regime vor Ort - im Gegenteil.

Dito, die Eritreer welche in ganz Europa an pro Regime- Veranstaltungen teilnehmen oder zwecks „Urlaub“ die Heimat besuchen.
2315
Melden
Zum Kommentar
avatar
Bündn0r
09.09.2024 16:31registriert Januar 2018
Ich kenne einen guten Ort mit einer guten politische Führung für regimetreue Iraner.

Gilt übrigens auch für Anhänger anderer Despoten in Ländern wie Syrien, Eritrea oder der Türkei.
1564
Melden
Zum Kommentar
avatar
Neruda
09.09.2024 16:24registriert September 2016
Da ja in Hamburg eine regimtreue Moschee geschlossen wurde, sollte man ja wissen wer dort ein und aus ging und somit auch, welche Iraner regimtreu sind. Man dürfte von mir aus gerne solche Diktaturfreunde ausschaffen. Ohne Härtefallklausel. Schliesslich sollten sie ja glücklich sein, wenn sie wieder in ihr gelobtes Land zurückdürfen!
1352
Melden
Zum Kommentar
60
«Will ich mir nicht vorstellen»: CDU-Frau zu 10-Millionen-Schweiz
Wegen einer EU-Reform soll die Schweiz künftig für arbeitslose Grenzgänger aufkommen. Und die 10-Millionen-Schweiz beschäftigt auch im nahen Ausland, zum Beispiel Diana Stöcker, die Oberbürgermeisterin von Weil am Rhein (DE), das bei Basel liegt. Höchste Zeit also für ein grenzübergreifendes Gespräch.
Weil am Rhein ist praktisch ein Vorort von Basel. Wer im Tram die Grenze überquert, merkt kaum, wo die deutsche Mittelstadt anfängt. Oberbürgermeisterin ist hier Diana Stöcker von der bürgerlichen CDU. Die 56-Jährige setzt sich stark für die Zusammenarbeit im Dreiländereck ein, die sie nun durch die 10-Millionen-Schweiz bedroht sieht. Im Interview spricht sie über Folgen der Initiative, die geplante EU-Reform für arbeitslose Grenzgänger und Friedrich Merz, den Stöcker persönlich erlebt hat. Wir treffen sie im Rathaus von Weil am Rhein. Hinter ihrem Schreibtisch hängt die Kunst eines Baslers. Sie sei eine Freundin der Schweiz, sagt Stöcker im Gespräch.
Zur Story