International
Iran

Iran will Kapazität zur Urananreichung erhöhen - Brief an IAEA

Iran will Kapazität zur Urananreichung erhöhen – Brief an IAEA

05.06.2018, 03:0105.06.2018, 07:41

Der Iran will bei einem Scheitern des Atomabkommens seine Kapazitäten zur Anreicherung von Uran erhöhen. Das Oberhaupt der Islamischen Republik, Ali Chamenei, sagte am Montag, er habe für diesen Fall den Ausbau der Anreicherungskapazitäten angeordnet.

«Unsere Feinde können unseren nuklearen Fortschritt niemals aufhalten» sagte er in einer im Fernsehen übertragenen Rede.

Der Sprecher der Atombehörde des Landes, Behrouz Kamalvandi, sagte der Nachrichtenagentur ISNA, in einem Brief an die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) werde das Land ankündigen, ab Dienstag die Produktionskapazitäten für Uranhexafluorid zu erhöhen. Dabei handelt es sich um einen Ausgangsstoff für die Herstellung atomarer Brennelemente. Iran könne auch die Herstellung von Zentrifugen für die Anreicherung forcieren.

Die USA haben den Atomvertrag von 2015 gekündigt und wollen wirtschaftliche Sanktionen wieder in Kraft setzen, von denen auch europäische Firmen betroffen sein könnten. Die anderen Mitunterzeichner Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, China und Russland halten an dem Vertrag fest. (sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
«Dieser Krieg wird auf den Körpern von Frauen geführt»
Am Mittwoch jährt sich der Bürgerkrieg im Sudan zum dritten Mal. Eine Konferenz in Berlin soll verhindern, dass die weltweit grösste humanitäre Krise angesichts anderer Kriege in Vergessenheit gerät.
Im Sudan sind nach drei Jahren Krieg rund 34 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Etwa 21 Millionen Menschen leiden an akutem Hunger, rund 14 Millionen sind auf der Flucht, leben in Provisorien oder in angrenzenden Ländern. In Schätzungen ist von deutlich mehr als 150'000 Toten die Rede, wobei die wahre Zahl der Opfer erst nach Kriegsende festgestellt werden könne. Kurz: Der Sudan ist derzeit Schauplatz der grössten humanitären Krise weltweit.
Zur Story