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IS veröffentlicht Video, das Täter von Solingen zeigen soll

IS veröffentlicht Video, das Täter von Solingen zeigen soll

Die Terrororganisation IS hat via seinen Propagandakanal Amak ein Video geteilt, das den Treueschwur des Attentäters von Solingen zeigen soll. Ob es sich beim Vermummten tatsächlichen um den 26-jährigen Syrer, der dringend tatverdächtig ist, handelt, ist nicht klar.
26.08.2024, 05:5226.08.2024, 06:26

In dem einminütigen Video, das der IS via seiner «Nachrichtenagentur» Amak geteilt hat, fuchtelt ein vermummter junger Mann mit einem Messer durch die Luft. Er spricht Arabisch und legt einen Eid ab, wonach er dem Anführer des IS treu ergeben sein will.

IS Video Solingen Attentäter
Das Video soll den Attentäter von Solingen zeigen.Bild: screenshot X

Der IS gab über seinen Propagandakanal bekannt, im Besitz von Videomaterial des Attentäters zu sein. Ob das veröffentlichte Video mit dem Treueschwur echt ist oder nicht und ob es tatsächlich den mutmasslichen Täter Issa al-H. darstellt, konnte bisher nicht überprüft werden. Auch wann es aufgenommen wurde, ist nicht bekannt.

Der IS hatte in der Vergangenheit gelegentlich Attentate für sich beansprucht, bei denen keine direkte Verbindung zwischen Täter und der Terrororganisation bestand – wohl, um mächtig zu wirken. Deshalb wird die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass das Video nachträglich aufgenommen wurde und gefälscht ist.

Der Mann im Video erklärt im Video weiter, dass er aus der syrischen Provinz Deir al-Sor stamme. Dort sind bis heute Zellen des IS aktiv, welche regelmässig Anschläge verüben. Der Vermummte nennt sich im Video Samarkand A., was ein Kampfname sein könnte.

Er kündigt «Vergeltung» an, für die Tötung von Muslimen in Syrien, im Iran und in Bosnien. Weiter erwähnt er seine Eltern im Video und erklärt, dass sein Angriff ein «Akt der Rache» für die Menschen in Palästina sei, die unter den israelischen «Zionisten» litten.

Der mutmassliche Täter von Solingen hatte sich am Samstagabend blutverschmiert der Polizei gestellt, nachdem drei Menschen bei einem Volksfest in der Stadt durch einen Messerangriff gestorben sind. Acht weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.

Der festgenommene Mann heisst Issa al-H., ist 26 Jahre alt und aus Syrien stammend. Er kam laut Informationen des deutschen «Spiegel» als Flüchtling nach Europa und wurde abgewiesen. Danach tauchte er unter.

Al-H. sitzt in Untersuchungshaft. Die deutsche Bundesanwaltschaft ermittelt in dem Fall, sie hält es für möglich, dass der Mann sich radikalisiert und dem IS angeschlossen hatte.

(con)

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