Ex-US-Abgeordneter witzelt über Island als 52. Bundesstaat der USA
Am Mittwochabend (Schweizer Zeit) traf sich der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen mit US-Vizepräsident JD Vance und Aussenminister Marco Rubio. Dies, um die Zukunft von Grönland zu besprechen.
Wenige Stunden zuvor hatte der US-Politiker, Billy Long, im Senat einen Witz darüber gemacht, dass Island der 52. US-Bundesstaat sein werde. Ebenfalls sagte er, dass der zukünftige Gouverneur dieses Bundesstaates Long selbst sein werde.
Der US-Präsident Donald Trump hatte Billy Long zuvor als neuen Botschafter für Island nominiert. Billy Long, eigentlich William Hollis Long, war bis August 2025 US-Abgeordneter des Bundesstaats Missouri im Repräsentantenhaus. Dies berichtete das US-amerikanische Nachrichtenportal «Politico» als erstes.
Die Reaktion von Island
Die isländische Aussenministerin, Katrín Gunnarsdóttir, habe sofort die US-amerikanische Botschaft kontaktiert, wie sie in einem Statement gegenüber «The Guardian» schreibt. Dies, um nachzufragen, ob dieser Witz tatsächlich gemacht worden sei.
Zusätzlich wurde die Aussenministerin in einer Petition aufgefordert, Billy Long als Botschafter von Island abzulehnen. In der Petition steht, dass die Aussage beleidigend für Island und das isländische Volk sei. Auch wenn die Aussage als Scherz gemeint gewesen wäre, da das isländische Volk in der Vergangenheit für seine Freiheit kämpfen musste.
Innert weniger Stunden hatten die Petition 3200 Menschen unterschrieben. Am Mittwoch habe sich Long Berichten zufolge bei der Nachrichtenwebsite Arctic Today entschuldigt. Das Medium zitierte Long wie folgt: «Die Kommentare seien scherzhaft gemeint gewesen, da andere Witze über Jeff Landry, Trumps US-Sonderbeauftragten für Grönland, gemacht hätten.»
Long habe gegenüber dem Medium zugegeben, dass er verstehe, wieso er solche Reaktionen auslöst habe. Er bestand jedoch auf den Fakt, dass es ein Scherz gewesen sei und in keiner Weise ernst zu nehmen. (nib)
