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Türkisches Unternehmen nimmt Stromversorgung im Libanon wieder auf

Stromausfälle gehören im Libanon zum Alltag. Jetzt soll's ein neues Unternehmen richten.



Nach Einstellung der Stromversorgung im Libanon hat ein türkischer Elektrizitätsversorger die Produktion wieder aufgenommen. Die Entscheidung, den Betrieb der zwei Kraftwerksschiffe vor der libanesischen Küste wieder zu starten, sei aus Kulanz getroffen worden, teilte das Unternehmen Karpowership am Dienstag mit.

A electricity worker fixes power cables in front of a damaged building, near the scene of Tuesday's explosion that hit the seaport of Beirut, Lebanon, Friday, Aug. 7, 2020.  Rescue teams were still searching the rubble of Beirut's port for bodies on Friday, nearly three days after a massive explosion sent a wave of destruction through Lebanon's capital.(AP Photo/Hussein Malla)

Bild: keystone

Karpowership hatte die Versorgung im Mai wegen ungelöster Zahlungsprobleme und nach Androhung rechtlicher Schritte eingestellt. In den kommenden Tagen und Wochen solle nun ein «konstruktiver Dialog» geführt werden, um Lösungen für die Probleme zu finden.

Der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge liefern die Schiffe «Fatmagül Sultan» und «Orhan Bey» dem Mittelmeerstaat seit 2013 Strom. Mit einer gemeinsamen Kapazität von rund 400 Megawatt deckten sie bisher rund ein Viertel des landesweiten Strombedarfs.

Der Libanon ist hoch verschuldet und steht derzeit eine schwere Wirtschafts- und Finanzkrise durch. Stromausfälle gehören zum Alltag. Staatliche Stromversorgung deckt derzeit täglich zwei Stunden, die restliche Zeit versuchen Haushalte ihren Bedarf mit selbst erzeugtem Strom aus Generatoren zu decken. Lokalen Medien zufolge könnte der Schritt des türkischen Unternehmens dafür sorgen, dass täglich vier bis sechs Stunden Strom geliefert werden könne. (sda/dpa)

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