International
Gesundheit

82-jährige Frau in Italien stirbt an West-Nil-Virus

82-jährige Frau in Italien stirbt an West-Nil-Virus

20.07.2025, 20:2820.07.2025, 20:28

Rund um Rom gibt es mehrere Fälle des Fiebers, das durch Stechmücken übertragen wird. Die Behörden richten sicherheitshalber eine Taskforce ein. Eine 82-jährige Frau ist an den Folgen einer Infektion mit dem West-Nil-Virus gestorben.

Die Rentnerin aus der Gemeinde Nerola nördlich von Rom war vergangene Woche mit Fieber ins Spital eingeliefert worden, wie die Behörden mitteilten. Nach offiziellen Angaben gibt es aktuell in der Region rund um die italienische Hauptstadt noch sechs weitere bestätigte Fälle von West-Nil-Virus-Infektionen. Zwei Patienten im Alter von 63 und 72 Jahren befinden sich demnach in kritischem Zustand im Spital.

Das Virus wird durch Mückenstiche übertragen. Schwerere und tödliche Verläufe betreffen meist ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Nur etwa ein Prozent der Infektionen führen zu schweren neuroinvasiven Erkrankungen. Auch in Deutschland gibt es seit mehreren Jahren immer wieder Infektionen. Generell wird von einer sehr hohen Dunkelziffer ausgegangen, da eine Infektion in etwa 80 Prozent der Fälle ohne Symptome verläuft.

Das West-Nil-Virus stammt ursprünglich vom afrikanischen Kontinent und wurde vermutlich über Zugvögel eingeführt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Berlin können über Vögel infizierte Mücken das Virus auf Menschen und andere Säugetiere übertragen. Experten gehen davon aus, dass die Fallzahlen infolge des Klimawandels steigen werden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Shell-Chef warnt vor Benzinknappheit binnen Tagen – was das für die Schweiz bedeutet
Friedensgespräche hin oder her, die Strasse von Hormus ist für Tanker bis auf Weiteres nicht befahrbar. Shell-Chef Wael Sawan warnt vor baldigen Versorgungslücken in Europa. Noch zeigt man sich in der Schweiz relativ entspannt.
Der Erdölpreis sinkt wieder, die Börsen jubilieren und mindestens in der Welt der Finanzmärkte denken offenbar viele, dass der Krieg mit Iran bald vorüber sein könnte. Doch abgesehen vom Umstand, dass es für die von US-Präsident Donald Trump seit Montag zunehmend offensiv geäusserte Aussicht auf Friedensverhandlungen noch keine wirklich harten Belege gibt, spitzt sich die Versorgungslage auf den Energiemärkten weiter zu.
Zur Story