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Mehr als ein Dutzend Leichen an Italiens Küsten angeschwemmt

epa12069902 A new mural titled 'Franciscus - The Hope' by contemporary artist aleXsandro Palombo on a wall of the Caritas Ambrosiana in Milan, Italy, 02 May 2025. The artwork, which aims to  ...
Dieses Wandgemälde zeigt den Leichnam des kleinen syrischen Jungen Alan Kurdi, der 2015 bei der Überquerung des Mittelmeers mit seiner Flüchtlingsfamilie ertrunken ist.Bild: keystone

Mehr als ein Dutzend Leichen an Italiens Küsten angeschwemmt

17.02.2026, 22:1217.02.2026, 22:12

An Italiens Küsten sind mehr als ein Dutzend Leichen angeschwemmt worden – vermutlich Migranten, die beim Versuch ums Leben kamen, das Mittelmeer zu überqueren. An Stränden auf Sizilien sowie in der süditalienischen Region Kalabrien wurden nach Angaben von Behörden in den vergangenen Tagen mindestens 15 Tote gefunden. Vermutet wird, dass die Menschen in den vergangenen Wochen auf hoher See Winterstürmen zum Opfer fielen.

Die Fahrt übers Mittelmeer nach Europa gilt auch bei normalen Wetterbedingungen als gefährlich. Oft werden Migranten von Schleppern aus Ländern wie Libyen und Tunesien in Schiffen auf den Weg geschickt, die kaum seetauglich sind. Hilfsorganisationen befürchten, dass in diesem Winter mehrere Hundert Menschen ertrunken sind. Auch auf hoher See wurden bereits Leichen gefunden, sowohl von der Küstenwache als auch von zivilen Schiffen wie Fischerbooten.

Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein

In der Nähe von Tropea, einem Badeort am Festland, wurde nach Angaben von Dienstag eine Leiche von Schülern entdeckt. Der unbekannte Mann trug eine orangefarbene Rettungsweste. Auch eine Frau, die keine Papiere bei sich hatte, wurde tot geborgen. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Auch auf der kleinen italienischen Insel Pantelleria wurden Leichen gefunden.

Italien gehört zu den Ländern, die von der Fluchtbewegung übers zentrale Mittelmeer besonders betroffen sind. Jedes Jahr landen Zehntausende mit Booten an Italiens Küsten. Die Rechts-Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte ihren Kurs in der Migrationspolitik in der vergangenen Woche nochmals verschärft. (sda/dpa)

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52 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Diego de la Vega
17.02.2026 22:31registriert Februar 2026
Solange wir zulassen, dass Boote überhaupt erst ablegen, finanzieren wir indirekt das Geschäftsmodell der Schlepper. Jedes Boot, das in See sticht, ist ein potenzielles Todesurteil, das durch falsche Anreize befeuert wird. Wahre Humanität bedeutet nicht, die Augen vor der Abfahrt zu verschliessen, sondern die Kontrollen direkt am Ursprungsort zu erzwingen. Nur so entziehen wir den kriminellen Banden die Grundlage und stoppen das Sterben auf See. Es ist Zeit, dass unsere Millionen in echte Sicherheit investiert werden, statt in ein bürokratisches System, das die Tragödien nur noch verwaltet.
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Fiesekatzekratzetatze
17.02.2026 22:51registriert September 2019
Und in gewissen Gemeinden macht man daraus einen Mottowagen zur Fasnacht und lacht sich darüber kaputt... Seltsame Welt.
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SC90
17.02.2026 23:19registriert Juli 2025
Das wird immer so weitergehen bis Europa geschlossen die Grenzen endlich dicht macht und höchstens selektiv Menschen aufnimmt.

Wir sind nicht verantwortlich für das Leid dieser Welt, aber sehr wohl für die Hoffnung, die gewisse Kreise bei diesen Menschen auflodern lässt und sie sich deshalb auf diese Reisen begeben.

Damit muss endlich Schluss sein
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