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Coronavirus International: Die Ereignisse von 15. bis 17. März



Liveticker: Coronaticker International 15. März

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10:21
Ungarn schliesst wegen Coronavirus-Pandemie Grenzen für Ausländer
In Ungarn sind seit Dienstag wegen der Coronavirus-Pandemie die Grenzen für den Personenverkehr geschlossen. Ausgenommen sind lediglich Tagespendler in den grenznahen Regionen und heimkehrende ungarische Staatsbürger.

Auch Lastwagen sollen die Grenzen weiterhin ungehindert passieren können. Veranstaltungen sind grundsätzlich verboten. Gaststätten, Cafés und Geschäfte - ausgenommen Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerieläden und Tankstellen - müssen um 15.00 Uhr schliessen. Schon seit Montag sind in Ungarn die Schulen und Kindergärten geschlossen.

In Ungarn wurde bis Dienstag morgen bei 50 Menschen das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen. Am Tag zuvor waren es 39 gewesen. Bisher starb ein Mann an der Lungenkrankheit Covid-19. Experten kritisieren, dass zu wenige Coronavirus-Tests durchgeführt würden. Auch gibt es in Ungarn keine öffentlich zugängliche Daten darüber, wie sich die nachweislich Angesteckten über das Land verteilen.
epa08297270 There are no tourists in Trinity Square in the Buda Castle due to the restrictions implemented by the government of Hungary to prevent the spread of the new coronavirus in Budapest, Hungary 16 March 2020. In the middle the statue of Saint Stephen is seen. The number of people in Hungary testing positive for the new coronavirus has increased to 39, and one person has died.  EPA/ZSOLT SZIGETVARY HUNGARY OUT
10:17
Seit 70 Jahren rund um die Uhr geöffnet - bis jetzt
10:15
Italien will Fluggesellschaft Alitalia verstaatlichen
epa08291785 Aircraft of the Italian flag carrier Alitalia remain docked at the deserted Milan Linate Airport amid the coronavirus pandemic in Milan, northern Italy, 13 March 2020. The airport, Milan's third-largest, has been temporarily closed down following a decree issued by the Ministry of Transport. All commercial and general passenger air traffic will be concentrated on Milan's Malpensa airport. According to the latest figures confirmed by Italian authorities, there are at least 15,113 cases of infection with the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus and around 1,016 deaths so far in the Mediterranean country.  EPA/MOURAD BALTI TOUATI
Die italienische Regierung will die Fluggesellschaft Alitalia verstaatlichen, deren wirtschaftliche Schwierigkeiten durch die Coronavirus-Krise massiv verstärkt wurden.

Diese Entscheidung habe das Kabinett im Rahmen eines Hilfspakets für die Wirtschaft getroffen, hiess es am Dienstag in einer offiziellen Mitteilung der Regierung. Wegen der Corona-Krise sind weltweit unzählige Flüge ausgefallen, Fluggesellschaften in aller Welt haben dadurch massive Einbussen. (sda/afp)
10:14
Paris kündigt Milliardenpaket für die Wirtschaft an
Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie wird Frankreich Unternehmen und Beschäftigte mit zusammen 45 Milliarden Euro unterstützen. «Es gibt einen Krieg gegen das Coronavirus und auch einen Wirtschafts- und Finanzkrieg», erklärte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire via Twitter.

Staatschef Emmanuel Macron hatte am Montagabend für Frankreich eine Ausgangssperre ankündigt, die am Dienstagmittag beginnen soll. Macron hatte ebenfalls von einem «Krieg» gesprochen und versprochen, dass sich kein Unternehmen Sorgen mache solle, aufgrund der neuen Sperr-Massnahmen in Bankrott zu gehen. Miete oder Gas- und Stromkosten sollen für mittelständische Unternehmen ausgesetzt werden, falls sie finanziell straucheln. (awp/sda/dpa)
10:14
Italiens Ärzte wollen alle auf Coronavirus getestet werden
Angesichts der Corona-Krise hat die italienische Ärzte-Gewerkschaft gefordert, zum Schutz der Patienten alle Ärzte auf das Virus zu testen. Bislang würden nur solche Beschäftigte im Gesundheitswesen getestet, die für das Virus typische Symptome aufwiesen, kritisierte die Generalsekretärin der Gewerkschaft, Pina Onotri, in einem Schreiben an die Regierung und die italienischen Gesundheitsbehörden am Montag. Betroffene könnten jedoch auch infiziert sein, wenn sie keine Symptome aufweisen.

Laut Statistik mache das Fachpersonal zudem zehn Prozent der Infizierten aus, erklärte Onotri. «Wir fordern, dass Ärzte auch ohne Symptome generell getestet werden», heisst es in dem Brief. Sollte dies nicht umgesetzt werden, sollten die Mediziner nach Kontakt mit einem infizierten Patienten unter Quarantäne gestellt werden, empfahl Onotri.

Zudem müssten die Tests «auf alle Patienten mit Symptomen ausgeweitet werden». Onotri bemängelte zudem einen deutlichen Mangel an Schutzausrüstung, insbesondere an Atemschutzmasken.

Bislang sind in Italien zwei Ärzte an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, hunderte weitere haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Jüngsten Angaben zufolge wurden in Italien knapp 140'000 Menschen getestet, rund 28'000 Tests fielen positiv aus.

Italien ist in Europa das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Mehr als 2100 Menschen starben bislang an den Folgen der Infektion. Eine Auswertung offizieller Zahlen durch die Nachrichtenagentur AFP ergab, dass dies knapp einem Drittel der Todesfälle weltweit entspricht.
9:51
Moskau baut Spital für Corona-Patienten
Die russische Hauptstadt Moskau baut im Eiltempo ein Spital für die Behandlung von Patienten mit dem Coronavirus. Derzeit seien mehr als 2000 Arbeiter auf der Baustelle am Stadtrand im Einsatz, sagte der für Stadtplanung zuständige Vize-Bürgermeister Andrej Botschkarjow der Regierungszeitung «Rossijskaja Gaseta» (Dienstag).

In dem künftigen Zentrum für Infektionskrankheiten sollen demnach bis zu 500 Menschen behandelt werden können.

Wann die aus zwölf Gebäuden bestehende Klinik in Betrieb gehen soll, war zunächst unklar. «Unsere Aufgabe ist es, so schnell wie möglich das Spital zu bauen», sagte Botschkarjow. «Wir zählen jede Sekunde.» In Russland gibt es derzeit offiziell mehr als 90 nachgewiesene Corona-Fälle. Experten rechnen aber mit höheren Zahlen.

Das schwer vom Coronavirus gezeichnete Land China hatte vor mehr als einem Monat Kliniken für Corona-Patienten innerhalb kürzester Zeit gebaut.
epa08297496 A general view of a multi-specialty hospital complex in the Kommunarka settlement in New Moscow, Russia, 16 March 2020. People with symptoms of acute viral respiratory infections who arrived to Moscow from countries with unfavorable epidemiological situation on coronavirus (Covid-19) will be placed in the Kommunarka hospital to be diagnosed and treated. According to the Russian Quarantine Service of Rospotrebnadzor (Russian Federal Service for Surveillance on Consumer Rights Protection and Human Wellbeing), sixty-three cases of the coronavirus Covid-19 infection have been confirmed in Russia. Authorities of Moscow and the Moscow region forbade holding mass events of more than five thousand, children introduced free attendance at schools and kindergartens and recommended that citizens not attend mass events and visit shopping centers.  EPA/SERGEI ILNITSKY
9:42
Patienten brechen in Afghanistan aus Corona-Quarantäne aus
Im Westen Afghanistans sind 38 Menschen aus ihrer Corona-Quarantäne ausgebrochen. Die Patienten mit Verdacht auf Covid-19 kamen aus dem Iran, bei einer Person wurde das Virus bereits nachgewiesen, sagte ein Sprecher der Provinzregierung Herats. Sieben von ihnen seien inzwischen wieder in das Spital zurückgebracht worden.

Die Patienten hätten Fenster zerbrochen und Ärzte geschlagen, sagte Wahidullah Mayar, Sprecher im Gesundheitsministerium. Ihre Freunde und Familien hätten ihnen bei der Flucht aus der Isolation geholfen. «Das medizinische Personal steht in der ersten Reihe, um das Coronavirus zu bekämpfen, aber leider werden sie von Rüpeln bedroht und geschlagen», sagte Mayar.

In den sozialen Medien beschwerten sich Menschen in Videos über die Spitalzustände in Herat. Sie äusserten Sorge, sich in den überfüllten Isolationsräumen erst recht anzustecken. Die Echtheit der Videos war zum aktuellen Zeitpunkt nicht unabhängig überprüfbar. Inzwischen stieg die Zahl der mit Covid-19 Infizierten in Afghanistan auf 22, hiess es aus dem Gesundheitsministerium. Die tatsächliche Zahl dürfte allerdings deutlich höher liegen.

Sorge bereitet laut der Uno-Organisation zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) auch der Verkehr an der Grenze zum besonders von der Coronaviruskrise betroffenen Nachbarland Iran. Demnach kamen in diesem Jahr bereits 64'000 Menschen über die Grenze zurück ins Land.

Afghanistan leidet nach fast zwei Jahrzehnten Krieg unter medizinischer Unterversorgung. Vielerorts fehlt es an Personal und Ausrüstung.

Im Nachbarland Pakistan gab es einen sprunghaften Anstieg. 130 weitere Menschen seien positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Zahl der positiven Fälle erreicht damit 183. Die meisten Infektionen wurden bei Pilgern bestätigt, die aus dem Iran zurückkehrten. Pakistan hat aus Sorge vor einer weiteren Coronaausbreitung die Grenzübergänge zum Iran und Afghanistan geschlossen.
epa08296993 Hospital staff wear hazmet suits inside the coronavirus center in Kandahar, Afghanistan, 16 March 202?0. Reports state th?e number of cases infected with coronavirus in Afghanistan increased to 16.  EPA/M SADIQ
9:07
VW stellt Produktion ab Samstag weitgehend ein
Der Volkswagen-Konzern stoppt wegen der Coronavirus-Krise seine Produktion in den meisten Werken in Deutschland und Europa. Der Konzern werde am Vormittag bekanntgeben, dass diesen Freitag die letzte Schicht sei, hiess es in einem Brief des Betriebsrats an die Mitarbeiter.
8:42
Reuters trollt Trump
Die Nachrichtenagentur Reuters hat auf Twitter ein Foto des US-Präsidenten Donald Trump und seiner Coronavirus-Taskforce gepostet. Trump erklärte in diesem Moment gerade, dass das Weisse Haus empfiehlt, Zusammenkünfte mit über zehn Personen zu meiden. Auf dem Bild sind 16 eng beieinander stehende Personen zu sehen.

8:23
Indien schliesst Taj Mahal wegen Coronavirus
Um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, schliesst Indien das berühmte Mausoleum Taj Mahal sowie andere Denkmäler und alle Museen im Land. Die Orte, darunter mehrere Unesco-Weltkulturerbe, sollten zunächst bis Ende März geschlossen bleiben, hiess es aus dem Tourismusministerium. Es ginge um die Sicherheit der Menschen, sagte der indische Tourismusminister Prahlad Singh Patel.

Das Marmordenkmal Taj Mahal besuchen nach Angaben des Ministeriums normalerweise täglich mehrere zehntausend Besucher. Reisenden aus der EU und anderen Teilen Europas ist ab Mittwoch die Einreise nach Indien verboten worden. Touristen dürfen schon jetzt generell nicht mehr ins Land.

Indien hat rund 1,3 Milliarden Einwohner und ist mit 125 bestätigten Fällen und drei nachgewiesenen Corona-Toten noch vergleichsweise wenig betroffen. Inzwischen sind im Land die meisten Schulen und Freizeiteinrichtungen wie Kinos geschlossen.
U.S. President Donald Trump, and first lady Melania Trump visit the Taj Mahal, the 17th century monument to love in Agra, India, Monday, Feb. 24, 2020. (AP Photo/Rajesh Kumar Singh)
Donald Trump,Melania Trump
8:12
VW-Konzern rechnet wegen Corona mit grossen Herausforderungen
Zufriedener Blick zurück, banger Blick nach vorn: Volkswagen hat ein insgesamt gutes Jahr hinter sich, doch Konjunktur und Corona-Pandemie dürften dem deutschen Autokonzern 2020 das Leben schwer machen.

Die Kernmarke des VW-Konzerns hat im vergangenen Jahr trotz eines durchwachsenen Geschäfts noch einmal einen höheren Gewinn eingefahren. Auch die Töchter Audi und Porsche konnten sich verbessern - mit Blick auf den weiteren Verlauf 2020 rechnet der weltgrösste Autokonzern aber mit deutlichen Folgen der Viruskrise. Konzernchef Herbert Diess warnte: «Die Corona-Pandemie stellt uns vor ungekannte operative und finanzielle Herausforderungen.»

Wie das Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage der vollständigen Geschäftszahlen mitteilte, stieg das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen bei den VW-Pkw von 3,2 Milliarden Euro im Vorjahr auf nun 3,8 Milliarden Euro. Die Kosten zur Bewältigung der Dieselkrise blieben mit rund 1,9 Milliarden Euro ungefähr auf Vorjahresniveau. In diesem Jahr kommen weitere Ausgaben nach dem Vergleich für Dieselfahrer aus der Musterklage auf den Hersteller zu.

Der Umsatz der VW-Hauptmarke wuchs um 4,5 Prozent auf 88,4 Milliarden Euro. Die Verkäufe in etlichen Märkten gingen dagegen wegen der trüberen Konjunktur zurück, parallel dazu fuhr 2019 VW die Milliarden-Investitionen in den Ausbau der Elektromobilität hoch. So ergaben sich «Belastungen aus dem geringeren Absatz von Volkswagen-Pkw-Modellen, Anlaufkosten und Wechselkursen», die allerdings durch «Verbesserungen im Mix und in der Preispositionierung» ausgeglichen werden konnten, wie es hiess. Volkswagen steigert derzeit vor allem die Verkäufe neu eingeführter SUV-Modelle - die Stadtgeländewagen erzielen meist höhere Preise.

Pessimistisher Blick in Zukunft
Die weitere Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage stimmt VW eher pessimistisch. «2020 ist ein sehr schwieriges Jahr», meinte Diess. Auch die konjunkturelle Situation mache ihm Sorgen. «Durch die Bündelung unserer Kräfte, eine enge Zusammenarbeit und gute Moral im Konzern wird es uns gelingen, die Corona-Krise zu bewältigen.» Finanzvorstand Frank Witter erklärte, es sei mit Blick auf die Folgen der Virus-Ausbreitung noch «ungewiss, mit welcher Schwere und Dauer dies auch den Volkswagen-Konzern treffen wird. Eine verlässliche Prognose ist derzeit nahezu unmöglich.»

VW hatte in zahlreichen chinesischen Fabriken zwischenzeitlich die Produktion aussetzen müssen, inzwischen soll sich die Lage in der Volksrepublik wieder etwas stabilisieren.
epa08247050 A Volkswagen employee fixes the VW logo on a Volkswagen ID.3 car in the assembly line during the production of the electric car at the Volkswagen (VW) vehicle factory in Zwickau, Germany, 25 February 2020. The Volkswagen annual press conference will be held on 17 March 2020 in Wolfsburg.  EPA/UWE MEINHOLD
8:08
Ryan Reynolds und Blake Lively spenden für Kampf gegen Corona-Folge
Das Schauspieler-Ehepaar Ryan Reynolds (43) und Blake Lively (32) hat angekündigt, eine Million Dollar (rund 895 000 Euro) im Kampf gegen die Folgen des Coronavirus zu spenden. «Covid-19 beeinflusst Ältere und Familien mit niedrigem Einkommen auf eine extreme Weise», heisst es in einem Text auf dem Instagram-Profil von Reynolds vom Dienstag (Ortszeit).

Das Geld gehe an die Organisationen «Feeding America» und «Food Banks Canada» - vergleichbar mit der Tafel in Deutschland. Reynolds richtete zudem noch einen Appell an die Menschen. «Passt auf eure Körper und auf euer Herz auf. Lasst noch Platz für Freude. Ruft jemanden an, der in Isolation ist und vielleicht Kontakt braucht.»

Ryan Reynolds und Blake Lively sind seit 2012 verheiratet und haben drei gemeinsame Töchter: James (5), Inez, (3) und Baby Nummer 3, dessen Namen bisher noch nicht bekannt ist.
Actor Ryan Reynolds, left, and his wife, actress Blake Lively, pose together following a ceremony to award him a star on the Hollywood Walk of Fame on Thursday, Dec. 15, 2016, in Los Angeles. (Photo by Chris Pizzello/Invision/AP)
8:06
Macron mit klarer Botschaft
Der französische Präsident Emanuel Macron postete auf Twitter ein Foto mit ziemlich klaren Worten.

Zu Hause bleiben, Leben retten.

7:11
US-Einreisestopp für Grossbritannien und Irland in Kraft
President Donald Trump speaks during a press briefing with the coronavirus task force, in the Brady press briefing room at the White House, Monday, March 16, 2020, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald Trump,NAT Trump
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus dürfen nun auch Ausländer aus Grossbritannien und Irland zunächst nicht mehr in die USA einreisen. Die von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreisesperre trat am Montag um 23.59 Uhr (04.59 Uhr MEZ am Dienstag) in Kraft.

Amerikaner und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis (Green Card) sowie deren Angehörige dürfen aus den beiden Ländern in die USA zurückkehren. Sie müssen sich aber einer Gesundheitskontrolle unterziehen. Sie sind ausserdem aufgerufen, sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne zu begeben.
6:02
Hongkong setzt Einreisende unter Quarantäne
In Hongkong werden ab Donnerstag Mitternacht (Ortszeit) alle Personen, welche die chinesische Sonderverwaltungszone betreten, für 14 Tage unter Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dies kündigte die Chefin des asiatischen Finanzzentrums, Carrie Lam, am Dienstag an. Gleichzeitig riet sie den Bürgern der Metropole, alle nicht zwingend notwendigen Reisen zu vermeiden.
4:34
Philippinen schliessen Börse vorübergehend
Die philippinische Börse schliesst ab Dienstag auf unbestimmte Zeit. Zudem ist der Devisen- und Anleihehandel ausgesetzt. Die Behörden führen für die erste weltweite Marktschliessung die Risiken für die Sicherheit der Händler an.

Bisher hatten einige Börsen nur das Handelsparkett gesperrt oder den Handel nach drastischen Kurseinbrüchen unterbrochen. Obwohl die Schliessung der Börse aus gesundheitlichen Gründen geschieht, erhöht dies die Sorge der Anleger und Analysten, dass andere Börsen folgen könnten.

«Angesichts der beispiellosen Geschwindigkeit des Einbruchs der Aktienkurse wurde vorgeschlagen, dass die Börsen bald geschlossen werden könnten, wenn sich das Blatt nicht wendet», erklärt das Analystenhaus Capital Economics am Dienstag. (sda/reu)
Die Börse in Manila bleibt ab Dienstag geschlossen - die Gesundheit der Händler wird als Begründung der Behörden angeführt. (Archivbild)
4:08
Coronavirus: 13 Tote und 21 neue Infektionen in China
In China sind erneut 13 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 verstorben. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei 12 Todesfälle, 11 allein auf die Provinzhauptstadt Wuhan.

Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag weiter mitteilte, wurden zudem 21 neue Infektionen nachgewiesen. Laut Behördenangaben handelte es sich bei 20 Erkrankungen um «importierte Fälle», die bei Menschen während der Einreise nach China festgestellt wurden.

Aus Angst davor, dass Reisende das Virus zurück in die Volksrepublik bringen, hat die Regierung die Kontrollen zuletzt weiter verschärft. Reisende, die etwa in Peking landen, werden seit Montag für zwei Wochen zur Beobachtung in zentralen Quarantäne-Einrichtungen untergebracht. Seit Ausbruch des Coronavirus haben sich in China 80'881 Menschen mit dem Erreger infiziert, 3226 kamen ums Leben. (sda/dpa/reu)
3:45
Brasilien: Coronavirus löst Massenflucht aus Gefängnissen aus
Häftlinge im brasilianischen Bundesstaat São Paulo haben rebelliert und sind am Montagabend (Ortszeit) aus verschiedenen Gefängnissen geflohen. Dies geschah, weil den Gefangenen im halboffenen Vollzug wegen des Coronavirus der vorübergehende Freigang untersagt worden war.

Das teilte die Regierung des Bundesstaates in einer Erklärung auf Twitter mit. Das Argument war, dass die mehr als 34'000 Betroffenen bei ihrer Rückkehr mögliche Überträger des Coronavirus für die weiteren Insassen gewesen wären.

«Eine gefährdete Bevölkerungsgruppe, was zu Gesundheitsrisiken für Beamte und Verwalter führen kann», wie es in der Erklärung hiess. Der Freigang sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Darauf reagierten die Häftlinge in Mongaguá, Tremembé, Porto Feliz und Mirandópolis mit den Aufständen. Medien berichteten von einer Massenflucht mit insgesamt mehr als 1300 Gefangenen.

3:19
Griechenland verhängt zweiwöchige Quarantäne für Einreisende
Griechenland hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eine obligatorische 14-tägige Quarantäne für alle ins Land einreisenden Menschen angeordnet. Wer sich nach der Einreise nicht in Isolation halte, müsse mit einer Geldstrafe rechnen.

Dies sagte Regierungssprecherin Aristotelia Peloni am Montagabend in Athen. Die Quarantäne-Auflage gelte für alle Einreisenden unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft. Was sie für den Umgang mit neu ins Land gelangenden Flüchtlingen bedeutet, blieb zunächst allerdings unklar.
epa08293903 A woman wearing a mask waits for a bus as he stands in front of the Athens Academy building in central Athens, Greece, 14 March 2020. Greece expanded its measures of closures on Friday 13 March to prevent the spread of coronavirus epidemic by ordering the shutdown of coffee shops, bars, malls and restaurants.  EPA/YANNIS KOLESIDIS
3:15
Botschaft von einem Piloten
Ein österreichischer Pilot hat eine Botschaft an alle: «Bleibt zuhause», «schrieb» er in den Himmel.

2:18
Abe - G7 unterstützt «umfassende» Olympische Spiele
Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat bekanntgegeben, dass sich die Gruppe der sieben Staats- und Regierungschefs G7 bereiterklärt habe, «umfassende» Olympischen Spiele zu unterstützen. Offenbar gehen die Meinungen dabei allerdings auseinander.

«Wir tun alles in unserer Macht stehende, um uns für die Spiele vorzubereiten, und wir wollen ein komplettes Ereignis als Beweis dafür liefern, dass die Menschheit das neue Coronavirus besiegen kann», so Abe weiter. Die Staats- und Regierungschefs bekundeten ihre Unterstützung dafür, sagte Abe zu Reportern gegen Mitternacht in Tokio, nachdem sich die Staats- und Regierungschefs der G7 per Videokonferenz abgestimmt hatten.

Auf die konkrete Frage, ob ein G7-Vertreter eine Verschiebung der Spiele angesichts der Coronavirus-Pandemie vorgebracht habe, wich Abe allerdings aus. US-Präsident Donald Trump sei der Auffassung, dass das Schlimmste bis Juli oder August vorbei sein könnte, hiess es.

Sportwettkämpfe sind in Europa zum Erliegen gekommen und behindern die Vorbereitung der Athleten auf die Olympischen Spiele. Der Chef des französischen Olympischen Komitees hatte beispielsweise gesagt, die Pandemie müsse ihren Höhepunkt erreicht haben und bis Ende Mai rückläufig sein, damit die Olympischen Spiele planmässig stattfinden könnten. Die Olympischen Spiele sind vom 24. Juli bis zum 9. August in Tokio geplant. (sda/reu)
22:56
Serbien verschiebt wegen Corona-Pandemie für April geplante Wahlen
Serbien hat die für den 26. April geplanten Parlaments- und Provinz- und Kommunalwahlen wegen der Coronaviruskrise für unbestimmte Zeit verschoben. Alle Aktivitäten im Zusammenhang mit den Wahlen würde ausgesetzt, bis der wegen der Pandemie erklärte Notstand wieder aufgehoben sei, teilte die zentrale Wahlbehörde am Montagabend in Belgrad mit.

Serbien hatte den Notstand am Sonntag erklärt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Unter anderem wurden die Grenzen für die meisten Ausländer geschlossen, der Schulunterricht ausgesetzt, ältere Menschen in häusliche Quarantäne geschickt und der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt. Offiziellen Angaben zufolge wurden bis Sonntag 57 mit dem Virus infizierte Personen gezählt, von denen 29 in Spitälern behandelt wurden. (sda/dpa)
22:16
Krisenhilfen für die Wirtschaft: EU sucht Antwort auf Corona
Nach weitgehend verpufften Eingriffen wichtiger Zentralbanken hat am Montag die Eurogruppe eine gemeinsame Antwort auf die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise gesucht. Die Euro-Finanzminister berieten am Nachmittag in einer Videokonferenz.

Die Finanzminister der Euro-Zone sagten der Wirtschaft im Kampf gegen die Corona-Pandemie unbegrenzte Hilfen zu. Es werde alles Nötige getan, um die ökonomischen Folgen einzugrenzen, sagte Eurogruppenchef Mario Centeno am Montag. Die Finanzminister würden sich deswegen ab jetzt mindestens ein Mal pro Woche per Telefonkonferenz abstimmen.

Wegen der Ausbreitung der neuen Krankheit Covid-19 und der Gegenmassnahmen steuert die EU heuer voraussichtlich auf eine Rezession zu, wie die EU-Kommission am Montag bekräftigte. Die Brüsseler Behörde hatte am Freitag ein milliardenschweres Paket an Gegenmassnahmen vorgeschlagen.

Zum einen sollen die EU-Staaten Spielräume bei den Schulden-, Defizit- und Beihilferegeln für Hilfen an ihre Unternehmen ausreizen dürfen.

Zum anderen sollen Milliarden aus dem EU-Haushalt Investitionen anschieben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat schon vorige Woche ein Massnahmenbündel mit Notkrediten und Anleihekäufen angekündigt. (sda/dpa)
21:56
Schafft Amazon 100'000 Jobs?
Der weltgrösste Online-Händler Amazon will einem starken Anstieg der Bestellungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit einer Einstellungsoffensive begegnen. Das Unternehmen kündigte am Montag an, in den USA 100'000 zusätzliche Voll- und Teilzeitkräfte für Lager und Auslieferung anzuheuern, um die gestiegene Nachfrage bewältigen zu können.

Zudem will Amazon die Stundenlöhne für Beschäftigte in den USA, Kanada und Europa erhöhen. Dafür will der Konzern über 350 Millionen Dollar aufwenden.

In einem Firmenblog stellt das Unternehmen die Stellenausschreibungen wie eine Art Hilfsaktion in der Coronavirus-Krise dar. Während die Pandemie anhalte, helfe Amazon mit seinem Partnernetzwerk Gemeinden weltweit «wie wenige andere es können» - durch die Versorgung mit wichtigen Lieferungen bis an die Haustüren bedürftiger Menschen.

Dies sei in Zeiten sozialer Abgrenzung aufgrund des Virus besonders für Ältere und Schwache wichtig. Dass die vielen Bestellungen Amazon gute Geschäfte bescheren dürften, wird in dem Blog nicht thematisiert. (sda/dpa)
FILE - In this Thursday, Feb. 14, 2019, file photo, people stand in the lobby of Amazon offices in New York. Amid growing concern about the incentives that cities promised Amazon to land its new headquarters, Kentucky lawmakers considered a bill in 2019 to keep the details of Louisville’s failed pitch to the retailer forever secret. (AP Photo/Mark Lennihan, File)
21:26
Trump ruft Amerikaner zum Verzicht auf Reisen auf
US-Präsident Donald Trump ruft alle Amerikaner dazu auf, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in den kommenden 15 Tagen auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.

Als Teil der neuen verschärften Richtlinien fordere er ausserdem dazu auf, auf Besuche von Bars und Restaurants zu verzichten und Ansammlungen von mehr als zehn Menschen zu vermeiden, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Wo immer es möglich sei, sollten Kinder zu Hause unterrichtet werden.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatten zuvor bereits die US-Grossstädte New York und Los Angeles das öffentliche Leben erheblich eingeschränkt. Alle Bars, Cafés und Restaurants müssen ihren Betrieb weitgehend einstellen, wie New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio am Sonntag mitteilte.

Auch alle Nachtclubs und Kinos sowie kleine Theater und Konzerthallen in New York müssen schliessen. (sda/dpa/afp)
21:20
In Holland wird weitergekifft
Alle Coffeeshops in den Niederlanden, die gestern zur Schliessung verpflichtet wurden, dürfen Haschisch von Take-away-Schaltern verkaufen. Ein Sprecher von Bürgermeister Hubert Bruls aus Nimwegen, bestätigt diese Nachricht gegenüber NU.nl.

20:59
Weltweit mehr als 7000 Menschen durch Coronavirus gestorben
Weltweit sind mittlerweile mehr als 7000 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Bis Montag wurden 7007 Tote und mehr als 175'530 Infektionsfälle in 145 Ländern registriert.

Seit dem Vortag gab es weltweit 587 neue Todesfälle, wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Behördenangaben hervorgeht.

Mit 3213 Toten ist China nach wie vor das Land mit den meisten Todesfällen, jedoch steigen die Zahlen in Europa weiter an: Italien meldet inzwischen 2158 Tote, Spanien 309 und Frankreich 127. Italien registrierte dabei mit 349 neuen Opfern weltweit die meisten neuen Todesfälle innerhalb eines Tages.

Ausserdem stark betroffen ist der Iran: Dort starben seit Beginn des Virusausbruchs nach offiziellen Angaben 853 Menschen. Portugal, Bahrain, Ungarn, Guatemala und Luxemburg meldeten die ersten Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus. (sda/afp)
20:49
Frankreich verhängt Ausgangssperre
Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein.

Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache. «Wir sind im Krieg», sagte er. Die Anordnung gelte für mindestens zwei Wochen, Verstösse würden bestraft. (sda/dpa/afp)
20:39
EU schliesst ihre Aussengrenzen ab Dienstagmittag
Die Europäische Union wird nach Angaben von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron ab Dienstagmittag ihre gesamten Aussengrenzen schliessen.

Diese Massnahme solle für 30 Tage gelten, sagte der Präsident am Montagabend in einer Fernsehansprache. «Alle Reisen zwischen nicht-europäischen Ländern und der Europäischen Union werden für 30 Tage ausgesetzt.» (sda/afp)
epa08299026 A TV screen shows French President Emmanuel Macron addressing the nation from the Elysee Palace about the widening coronavirus crisis, in Bois-Colombes, near Paris, France, 16 March 2020. Macron asked the French citizens to reduce their movement to the strictly necessary and postponed the second round of the Municipal Elections.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON
20:16
Russland schliesst wegen Coronavirus Grenzen
Russland schliesst wegen der Coronaviruskrise seine Grenzen für Ausländer. Dies gelte von diesem Mittwoch an bis zum 1. Mai, teilte Regierungschef Michail Mischustin am Montagabend in Moskau mit. Mit diesem Schritt solle die Gesundheit russischer Staatsbürger geschützt und eine Ausbreitung der Krankheit eingedämmt werden.

Nach Angaben Mischustins bleiben Diplomaten und Menschen mit ständigem Wohnsitz in Russland von den Beschränkungen ausgenommen. Im flächenmässig grössten Land der Erde wurden nach offiziellen Zahlen bislang 93 Coronavirus-Fälle nachgewiesen. Viele Experten glauben aber, dass die eigentliche Zahl viel höher liegen könnte.

Wegen des Virus sollen in Moskau von diesem Samstag an alle Schulen geschlossen werden. Faktisch bleiben auch Museen, Theater und Kinos dicht. Dort dürfen sich einer Anordnung zufolge nicht mehr als 50 Menschen aufhalten. Ärzte und Krankenschwestern, die Patienten mit dem Virus betreuen, sollen zudem eine Extra-Prämie erhalten.

Bisher wurden in Russland offiziellen Angaben zufolge 93 Infektionsfälle registriert. Am Montagvormittag hatte Regierungschef Mischustin bereits weitere Massnahmen zur Eindämmung der Lungenkrankheit Covid-19 angekündigt. So soll nun auch die Grenze zu Weissrussland geschlossen werden.

Im Februar waren bereits die Grenze zu China abgeriegelt und Einreisen aus dem Iran und Südkorea beschränkt worden. Auch die Flugverbindungen in die EU wurden reduziert.

Die russische Regierung kündigte am Montag zudem ein Milliardenprogramm zur Unterstützung der Wirtschaft an. Mischustin zufolge ist im diesjährigen Haushalt eine Reserve von 300 Milliarden Rubel (3,6 Milliarden Euro) für «vorrangige Ausgaben» und «zur Unterstützung der Industrie und der Bürger» vorgesehen.
19:55
Johnson ruft Briten wegen Coronavirus-Krise zum Abstandhalten auf
Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Bevölkerung angesichts der sich zuspitzenden Coronavirus-Pandemie aufgerufen, voneinander Abstand zu halten. «Jetzt ist die Zeit gekommen, in der jeder alle nicht notwendigen sozialen Kontakte mit anderen und nicht notwendige Reisen einstellen sollte», sagte Johnson am Montag.

Die Menschen sollten «Kneipen, Clubs, Theater und andere solche sozialen Orte meiden», fügte er hinzu. «Wir brauchen Menschen, die anfangen von zu Hause aus zu arbeiten, wo immer sie können», forderte der Premier seine Landsleute auf einer Pressekonferenz auf. Es handle sich um eine «nachdrückliche Empfehlung». Kritiker hatten der Regierung zuvor vorgeworfen, nicht schnell genug zu handeln, um die Ausbreitung der Viruserkrankung Covid-19 einzudämmen.
Prime Minister Boris Johnson gives a press conference about the ongoing situation with the COVID-19 coronavirus pandemic at 10 Downing Street in London, Monday March 16, 2020. According to the World Health Organization, the vast majority of people recover from the new COVID-19 coronavirus in about two to six weeks depending on the severity of the illness. (Richard Pohle/Pool via AP)
Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern will der Premierminister keine Schulschliessungen oder Versammlungsverbote verkünden. Im gegenwärtigen Zustand sei es «nicht notwendig», Verbote für Versammlungen oder die Schliessung von öffentlichen Plätzen zu erlassen, sagte Johnson. Die Regierung erachte auch die Schliessung von Schulen für nicht notwendig.

Allerdings solle jeder Haushalt, in dem ein Mitglied Symptome wie hohes Fieber oder anhaltenden Husten zeigt, sich für 14 Tage zu Hause in Quarantäne begeben, sagte Johnson. Menschen, die sich in einem «sehr schwachen Gesundheitszustand» befänden, sollten zwölf Wochen lang weitgehend vor sozialen Kontakten geschützt werden.

Die Zahl der Toten liegt in Grossbritannien nach Angaben der Behörden bei 35. Bislang seien 1543 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Das Land führt jedoch keine systematischen Tests durch. Daher wird geschätzt, dass die tatsächliche Zahl der Fälle viel höher ist. (sda/afp)
19:51
Taliban kündigen Kooperation im Kampf gegen Coronakrise an
Die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan haben ihre Bereitschaft zur Kooperation im Kampf gegen die Coronaviruskrise angekündigt. Dafür wolle man mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und internationalen Gesundheitsorganisationen zusammenarbeiten, twitterte der Sprecher des politischen Büros der Taliban in Doha, Suhail Schahin, am Montagabend.

Insgesamt stieg die Zahl der mit Covid-19 Infizierten in Afghanistan am Montag auf 22, hiess es aus dem Gesundheitsministerium in Kabul. Die tatsächliche Zahl dürfte allerdings deutlich höher liegen.

Sorge bereitet laut der Uno-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) auch der Verkehr an der Grenze zum besonders von der Coronaviruskrise betroffenen Nachbarland Iran. Demnach kommen seit Tagen Tausende Afghanen über die Grenze zurück ins Land. Afghanistan leidet nach fast zwei Jahrzehnten Krieg unter medizinischer Unterversorgung. Vielerorts fehlt es an Personal und Ausrüstung.

«In Gebieten, in denen die Taliban die Kontrolle haben, leisten wir unsere Dienste über Nichtregierungsorganisationen, die mit uns zusammenarbeiten», sagte Wahidullah Mayar, Sprecher im Gesundheitsministeriums.

Auch in der westlichen Provinz Farah, die an den Iran grenzt, kamen in der Vergangenheit viele Menschen auf Schmugglerouten über die Grenze. Farah wird zu grossen Teilen von den Taliban kontrolliert. Ein Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation in der Provinz sagte der Nachrichtenagentur DPA am Montag, es fehle vor allem an Ausrüstung zum Testen auf das Virus. Die Mitarbeiter der Hilfsorganisation würden aber nicht an ihrer Arbeit gehindert. (sda/dpa)
19:18
Diebe stehlen 50'000 Atemschutzmasken von Kölner Kliniken
Diebe haben aus einem Lager der Kliniken der Stadt Köln 50'000 Atemschutzmasken gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, sei der Diebstahl im Stadtteil Mülheim am Montagmorgen von einer Mitarbeiterin bemerkt worden.

Der Krisenstab der Stadt hat nun angeordnet, in allen Kölner Krankenhäusern Bestände der wegen des Coronavirus dringend benötigten Schutzausrüstung zu überprüfen und noch besser gegen Diebstahl zu schützen.

«Das ist eine neue Qualität des Diebstahls», sagte eine Sprecherin der Kliniken der Nachrichtenagentur DPA. «Wir reden hier über Artikel, die normalerweise einen Wert im Cent-Bereich haben, aber offensichtlich gibt es jetzt einen Markt dafür.» Einen Engpass soll es in den Kliniken laut der Sprecherin nach dem Diebstahl aber nicht geben. (sda/dpa)
19:16
CureVac bekommt bis zu 80 Millionen Euro EU-Hilfe für Impfstoff
Die Europäische Kommission will die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac bei der Entwicklung eines Mittels gegen das Coronavirus unterstützen. CureVac bekommt «bis zu 80 Millionen Euro» EU-Hilfe für Corona-Impfstoff.

«Die EU hat deren Forschung früh unterstützt und wird nun wieder finanziell helfen», teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag in Brüssel mit, nachdem sie und Forschungskommissarin Mariya Gabriel mit CureVac telefoniert hatten.

Es gehe darum, so schnell wie möglich einen Impfstoff zu finden, «der der ganzen Welt hilft». Am Wochenende hatte es Berichte gegeben, wonach die USA exklusiv die Rechte an einem Impfstoff gegen das Coronavirus von CureVac erwerben wollten.

Derweil sind gemäss Behördenangaben erste klinische Tests für einen Corona-Impfstoff in den USA gestartet. (sda/dpa)
19:13
27'000 Italiener in fünf Tagen angezeigt
Die italienischen Behörden kontrollieren streng die Einhaltung der Vorschriften zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie. In fünf Tagen wurden 27'000 Personen wegen Verstössen gegen die Quarantäne-Vorschriften angezeigt. Insgesamt wurden 665'480 Personen kontrolliert, teilte das italienische Innenministerium am Montag mit.

1102 Shopinhaber wurden angezeigt, weil ihre Geschäfte trotz der Quarantäne offen waren. Wer sich nicht an die Vorschriften hält, verletzt Paragraf 650 des Strafgesetzbuches, der Missachtung von Behördenverordnungen ahndet. Dabei drohen drei Monate Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 206 Euro.

In der Quarantäne dürfen Italiener nur aus beruflichen, oder dringenden Gründen auf die Strassen, oder um kurze Einkäufe zu erledigen. Sie können dabei von der Polizei kontrolliert werden. (sda/apa)
18:49
UEFA vor wegweisenden Entscheiden
Die UEFA entscheidet am Dienstag ab 13.00 Uhr an einer Telefonkonferenz über die Verschiebung der EM. Die Vorschläge der involvierten Länder zielen in eine ähnliche Richtung, eine planmässige EM scheint illusorisch. In allen Szenarien kommt es zu Interessenkonflikten.

Klar ist, dass es nur noch um Schadensbegrenzung geht. Es gilt, sich auf das in der Summe am wenig schlimmste Szenario zu einigen. Will man die Chance wahren, die nationalen Meisterschaften mit Verzögerung noch zu Ende bringen, muss die EM verschoben werden. Das würde den Ligen keine Garantien, aber mehr Zeit und Flexibilität einbringen. (sda/dpa/afp/apa)
18:42
Weltweite Aktienmärkte bleiben im Bann der Coronakrise
Das Coronavirus hat die Börsen weltweit weiterhin fest im Griff: Nach den deutlichen Kursverlusten in den vergangenen Wochen, rutschten die Aktienmärkte am Montag weiter ab. Die News zu der rasanten Ausbreitung des Coronavirus, zu Geschäfts- und Grenzschliessungen oder zu dem in vielen Ländern ausgerufenen Notstand sind Gift für die Börse und schlagen die Anleger in die Flucht.

Die Angst vor einer tiefgreifenden Rezession ist im Handel allgegenwärtig. Und sie ist nicht unbegründet, wie am Montag veröffentlichte Daten aus China zeigten. In der Volksrepublik, wo das Virus im Januar und Februar weite Teile des Landes lahmlegte, sind die Industrie geschrumpft, die Umsätze im Detailhandel eingebrochen und die Arbeitslosigkeit gestiegen.
epaselect epa08297982 Trader Peter Tuchman works at a podium normally reserved for guests at the opening bell at the New York Stock Exchange in New York, New York, USA, 16 March 2020. Stocks opened sharply lower this morning and trading was halted for 15 minutes at the opening bell as investors continue to react to the impact of the coronavirus COVID-19 pandemic.  EPA/JUSTIN LANE
Der Sorge der Anleger versuchten die Notenbanken mit weiteren Liquiditätsspritzen entgegenzuwirken. Allen voran senkte die US-Notenbank Fed überraschend den Leitzins ein zweites Mal innerhalb von weniger als zwei Wochen, die japanische Notenbank dreht den Geldhahn weiter auf und in einer konzertierten Aktion wollen die wichtigsten Zentralbanken den Märkten ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen.

Das half allerdings nicht, um die Talfahrt an den Börsen zu stoppen. In Deutschland verlor der DAX 5,3 Prozent, der europäische EuroStoxx50 büsste 5,5 Prozent, während der Dow Jones in New York im Nachmittagsgeschäft um über 8 Prozent einbrach. (awp/sda)
18:37
Zahl der Toten in Italien um 349 auf 2158 gestiegen
Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien wächst weiter, allerdings weniger schnell als in den vergangenen Tagen. Am Montag wurden 2158 Todesfälle gemeldet, das sind 349 mehr als am Sonntag. Am Sonntag war die Zahl der Todesopfer um ein Hoch von 368 Personen gegenüber dem Vortag gestiegen.

Die Zahl der Infizierten kletterte um 2470 auf 23'073. Am Vortag war die Zahl der neuen Infizierten um 2853 gestiegen. 2749 Personen sind inzwischen genesen, 414 mehr als am Sonntag. 1851 Personen - circa zehn Prozent aller Infizierten - liegen auf der Intensivstation. Rund 30 Prozent der weltweit auf das Coronavirus zurückgeführten Todesfälle sind in Italien registriert worden.

Die Lombardei, die von der Coronavirus-Epidemie am stärksten betroffenen Region Italiens, registrierte eine starke Zunahme der Infektionsfälle und der Todesopfer, allerdings auch in diesem Fall geringer als am Sonntag. Die Zahl der Toten stieg auf 1420, 202 mehr als am Vortag, teilten die regionalen Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Zahl der Todesopfer war somit um 50 Personen geringer als am Sonntag.

Die Lombardei ist mit 1420 Todesopfern die am stärkste betroffen Region Italiens, gefolgt von der Emilia Romagna (346 Todesopfer), Venetien (69) und Marken (57). In Friaul gab es 22 Todesfälle, in Südtirol waren es sechs. Der Zivilschutz appellierte an die Italiener, Blut zu spenden. (sda/apa)
18:21
Merkel: Keine Urlaubsreisen mehr ins In- und Ausland
Um das Coronavirus einzudämmen, sollen Deutschen keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Berlin nach der Sitzung mehrerer Gremien, die sich mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie befasst hatten.

Merkel bezeichnete einschneidende Massnahmen im öffentlichen Leben als notwendig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. «Das sind Massnahmen, die es so in unserem Lande noch nicht gegeben hat», sagte Merkel am Montag in Berlin. Es gehe darum, soziale Kontakte zu verringern. Das wirtschaftliche Leben, die Energieversorgung und die medizinische Versorgung sollten aufrecht erhalten werden. Es gehe aber darum, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. (sda/dpa)
epa08292733 German Chancellor Angela Merkel arrives for a press statement prior to a conversation with the representatives of German business associations and the trade unions at the chancellery in Berlin, Germany, 13 March 2020. Merkel will meet heads of business associations and the trade unions in the German chancellery and discuss on the economic consequences of the spread of the coronavirus (Covid-19).  EPA/HAYOUNG JEON / POOL
18:10
Schotten dicht von Lateinamerika bis Asien
Ab kommenden Mittwoch werden für 15 Tage keine Ausländer mehr in das südamerikanische Land Chile gelassen, wie Präsident Sebastián Piñera am Montag ankündigte. Chilenische Staatsbürger müssen nach der Einreise für zwei Wochen in Quarantäne. Zuvor hatten in der Region bereits Argentinien, Peru, Panama, Honduras und El Salvador ihre Grenzen geschlossen. Haiti schloss seine Grenze zur Dominikanischen Republik, Kolumbien die Übergänge nach Venezuela.

Unterdessen kündigte Indien an, ab Mittwoch keine Reisenden aus Europa mehr ins Land zu lassen. «Die Einreise von Passagieren aus den Mitgliedsländern der Europäischen Union, der Europäische Freihandelsassoziation, der Türkei und Grossbritannien nach Indien ist ab dem 18. März verboten», teilte das indische Gesundheitsministerium am Montag mit.

Ägypten kündigte an, alle internationalen Flüge ab Donnerstag und bis 31. März auszusetzen. Damit solle ein Ausbruch verhindert werden, sagte Ministerpräsident Mustafa Madbuli am Montag. In Ägypten wurden bisher 126 Infektionen mit Sars-CoV-2 und zwei Todesfälle gemeldet.

Algerien erklärte, alle Flüge von und nach Europa ab Donnerstag auszusetzen. Wie lange diese Regelung gilt, teilte die Regierung nicht mit. In Algerien sind 54 Menschen offiziell infiziert.

In Jordanien werden ab Dienstag vorerst sämtliche Flüge ausgesetzt. Heimkehrer aus dem Ausland werden dort für 14 Tage in staatlich zur Verfügung gestellten Einrichtungen und Hotels in Quarantäne gestellt. Jordanien meldete bisher insgesamt 18 Fälle, darunter sechs Franzosen und ein britischer Tourist.

Zuvor hatte die Regierung des Libanon erklärt, ab Mittwoch alle Grenzen, den landesweit einzigen Flughafen sowie Häfen des Landes zu schliessen. Die Regelung gilt vorerst bis 29. März. (sda/dpa)
17:41
Coronavirus erreicht verstärkt Süditalien
Die Coronavirus-Pandemie versetzt verstärkt den armen Süden Italiens in Alarmzustand. Bisher liegt der Schwerpunkt der Ansteckungswelle zwar weiter in der Lombardei und anderen Gebieten im Norden. Doch seit Anfang der Woche stehen mehrere Gemeinden im Süden unter voller Quarantäne, weil sich dort die Fälle häuften, wie Nachrichtenagenturen schrieben.

Zu- und Ausfahrtsperren gebe es etwa in Orten der Provinz Avellino östlich von Neapel in der Region Kampanien. In ganz Kampanien zählten die Behörden bis Sonntag gut 330 Infizierte, in der Lombardei sind es mehr als 13'000.

Für Sizilien ganz im Süden erliessen die Behörden Reiseverbote. Flugzeuge dürfen fast nicht mehr landen und starten, Züge und Fähren wurden auf ein Minimum reduziert. Auf der Insel sind die Verantwortlichen aufgeschreckt, weil Zehntausende Menschen aus dem Norden in kurzer Zeit dort eingetroffen seien, hiess es. Einige haben dort Familien, andere Ferienquartiere. Auch für die Urlaubsinsel Sardinien gelten Reiseverbote.

Die Krankenversorgung im armen Süden gilt als deutlich schlechter als im wirtschaftsstarken Norden. Ein Ausbruch der Covid-19-Krankheit wie im Norden könnte dort noch gravierendere Auswirkungen haben als etwa rund um Bergamo, wo die Hospitäler am Limit sind. (sda/dpa)
16:35: EU verhängt Einreisestopp
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus einen vorläufigen Einreisestopp in die EU vorgeschlagen. Dazu gehören auch die Schengen-Staaten Schweiz und Norwegen.

Sie werde den EU-Staats- und Regierungschefs einen entsprechenden Vorschlag für «nicht notwendige Reisen» in die Union unterbreiten, sagte von der Leyen in einer Video-Botschaft am Montag. Der Einreisestopp solle zunächst für 30 Tage gelten, könne aber falls notwendig verlängert werden.

«Je weniger Reisen es gibt, desto mehr können wir das Virus eindämmen», sagt von der Leyen. Ihr Vorschlag sieht demnach Ausnahmen von dem Einreisestopp für bestimmte Gruppen vor.
16:34
Mehr als 2000 Sanitäter in Italien infiziert
Die italienischen Sanitäter zahlen einen hohen Preis für ihren unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie. Mehr als 2000 Ärzte, Krankenpfleger und andere Sanitäter haben sich seit Beginn der Krise infiziert, berichtete Carlo Palermo, Sprecher des Ärzteverbands Anaao-Assomed, laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

««Das ist eine schreckliche Zahl, die das Gesundheitssystem noch mehr belastet, denn viele Sanitäter erkranken und müssen ersetzt werden. Andere müssen unter Quarantäne»», sagte Palermo. Laut den Gewerkschaften sind auch die Mitarbeiter von Pharmakonzernen gefährdet. Sie forderten mehr Schutzmassnahmen für diese Berufsgruppe.

Die italienische Regierung will dem Gesundheitswesen in dieser schwierigen Phase unter die Arme greifen. 1,15 Milliarden Euro werden für das öffentliche Gesundheitssystem locker gemacht. Dies ist ein Teil des am Montag verabschiedeten Hilfspakets von 25 Milliarden Euro.

Die Regierung will dafür sorgen, dass die Prozeduren für die Anstellung von zusätzlichen Sanitätern im öffentlichen Gesundheitswesen bis Juni abgeschlossen sind. Die Regionen werden aufgerufen, die Kapazität auf den Intensivstationen um 50 Prozent aufzustocken. In den Abteilungen für Infektions- und Lungenkrankheiten soll die Bettenzahl sogar verdoppelt werden.

Privatkliniken können sich dann nicht mehr weigern, Infrastrukturen, Personal oder medizinische Geräte zur Verfügung zu stellen. Die von der Epidemie besonders belastete Region Lombardei wird befugt, Verträge mit Privatkliniken abzuschliessen, auch wenn damit das regionale Budget überstiegen wird. (sda/apa)
Das Coronavirus legt ganz Italien lahm
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Der Petersplatz in Rom: Hier stehen sich normalerweise die Touristen auf den Füssen. Am 11. März 2020 ist er praktisch leer.  EPA/Massimo Percossi
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16:08
Deutschland macht Spielplätze dicht
Deutschland will im Kampf gegen das Coronavirus auch die Spielplätze schliessen. In dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag heisst es, neben öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern sowie Fitnessstudios seien auch Spielplätze für den Publikumsverkehr zu sperren.
15:58
EU plant Einreiseverbot in Schengen-Zone aus Drittstaaten
Die EU greift offenbar zu drastischen Mitteln, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen: Wie die Financial Times berichtet, will die EU-Kommission noch heute ein Einreiseverbot in die Schengen-Zone aus Drittstaaten verhängen.

Die Schweiz gehört ebenfalls zur Schengen-Zone und würde die Regelung übernehmen.
15:48
Norwegen und Schweden beschliessen Rettungspakete für Unternehmen
Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Krise abzufedern, will die schwedische Regierung 300 Milliarden schwedische Kronen (28 Milliarden Franken) bereitstellen. Finanzministerin Magdalena Andersson kündigte am Montag an, der Staat werde die betroffenen Unternehmen massiv unterstützen.

Die Zahlung von Arbeitgeber-, Einkommen- und Mehrwertsteuer könnte aufgeschoben werden. Ausserdem werde der schwedische Staat Teile der Lohnkosten übernehmen, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter beurlauben müssen.

Auch die Parteien im norwegischen Parlament einigten sich am Montag auf ein Rettungspaket von 100 Milliarden norwegischen Kronen (9,4 Milliarden Franken. Zwangsbeurlaubte Angestellte sollen 20 Tage lang ihr volles Gehalt beziehen. Selbstständige und Freiberufliche bekommen nach 17 Tagen ohne Einkommen staatliche Leistungen. Unternehmen können die Zahlung von Vorsteuer und Mehrwertsteuer aussetzen.
15:11
Warteschlangen vor niederländischen Coffeeshops
In den Niederlanden kam es gestern Nachmittag zu langen Warteschlangen vor vielen Coffeeshops, nachdem die Regierung in Den Haag die Schliessung aller Schulen, Bars, Restaurants, Sexclubs und Cannabis-Cafés angeordnet hatte.



In Den Bosch wurde ein Mann verhaftet, der in einer solchen Warteschlange stand und dann plötzlich «provozierend hustete» und «Corona, Corona!» rief. Er soll zudem einen Polizisten angespuckt haben.

15:12
EU-Grenzregime soll Binnenmarkt retten - Sondergipfel am Dienstag
Die EU möchte mit neuen Massnahmen an Aussen- und Binnengrenzen den in der Coronakrise massiv gestörten Binnenmarkt retten. Die Massnahmen würden «in den nächsten Stunden» angekündigt, hiess es am Montag aus Paris. Zuvor hatte EU-Ratspräsident Charles Michel einen EU-Video-Sondergipfel für Dienstag angekündigt.

«Endlich gute Nachrichten aus Brüssel», schrieb der neue slowenische Ministerpräsident Janez Jansa am Montag nach einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter. Laut Jansa wird die EU unter anderem ihre Aussengrenzen schliessen und Richtlinien für den Transport über die Binnengrenzen beschliessen.

Von der Leyen und Michel hatten am Vormittag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel beraten.

Offenbar handelte es sich um Vorentscheidungen für den Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs am Dienstagnachmittag. Auf dessen Agenda stehen laut Michel Massnahmen zur Eindämmung des Virus, die Bereitstellung von medizinischer Ausrüstung, die Unterstützung von Forschungsaktivitäten sowie die Begrenzung der wirtschaftlichen Folgen der Krise.

Brüssel kritisiert Grenzschliessung
In ihrem verzweifelten Kampf gegen die Ausbreitung des Virus hatten in den vergangenen Tagen zahlreiche EU-Staaten einseitig Grenzkontrollen und auch faktische Einreiseverbote verhängt. Nach Angaben der EU-Kommission haben acht Schengen-Staaten die Brüsseler Behörde von der Schliessung der Binnengrenzen informiert. Dazu gehören Österreich, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Dänemark, Polen, Litauen und die Schweiz.

Die EU-Kommission bekräftigte am Montag ihre ablehnende Haltung gegenüber Grenzschliessungen. «Das Virus ist bereits in allen EU-Ländern», argumentierte ein EU-Kommissionssprecher in Brüssel. «Die Grenzen zu schliessen ist nicht unbedingt der beste Weg, um die Ausbreitung einzudämmen.»

Stattdessen stellte die Brüsseler Behörde den EU-Innen- und Gesundheitsministern am Montag in einer Videokonferenz Empfehlungen für das Grenzmanagement vor. Auch die Schweiz hatte nach Angaben der EU-Kommission an dieser Videokonferenz teilgenommen.

Güter weiter erhältlich
Damit will die EU zwei Ziele erreichen: Die Gesundheit der Bürger zu schützen und die richtige Behandlung von Menschen, die reisen müssen, sicherzustellen. Zudem soll gewährleistet werden, dass grundlegende Güter und Dienstleistungen erhältlich bleiben.

Die EU-Kommission empfiehlt daher die Einrichtung von Sonderfahrspuren für den Frachtverkehr. Auch eine geschützte Mobilität von in der Transportbranche beschäftigten Personen wie Lkw- und Lokfahrern sowie Flugpersonal sei ein Schlüsselfaktor, hiess es.

Personen, bei denen das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus festgestellt wurde, sollten entweder im Ankunfts- oder im Abreiseland Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung haben, und dies sollte zwischen beiden Ländern koordiniert werden.

Die EU-Behörde zeigte Verständnis für die bereits von den EU-Ländern getroffenen Massnahmen. Jedoch müssten Massnahmen «gut koordiniert und umgesetzt werden», um effektiv zu sein.

Für eine europaweite Koordinierung der Massnahmen sprach sich am Montag auch der italienische Premier Giuseppe Conte aus. In einem Interview mit der Zeitung «Corriere della Sera» hob er zugleich die Vorbildfunktion Italiens für andere Länder hervor.
14:59
Östereichische Fluglinien stellen Flugbetrieb ein
Die zur Lufthansa gehörende Austrian Airlines und die Ryanair-Tochter Laudamotion stellen wegen der Corona-Krise ihren regulären Flugbetrieb temporär ein. Austrian werde die Flüge ab Donnerstag aussetzen, der vorerst letzte Flug werde am 19. März in den Morgenstunden aus Chicago in Wien landen, teilte die Fluglinie mit.

Bis dahin werde der Flugbetrieb kontrolliert und strukturiert zurückgefahren, um möglichst alle Passagiere, Crews und Flugzeuge nach Hause zu holen. Zunächst streicht Austrian Airlines alle Flüge bis zum 28. März. Passagiere, die in diesem Zeitraum einen gebuchten Flug haben, würden wenn möglich auf andere Fluglinien umgebucht, hiess es.

Die zur irischen Billigfluglinie Ryanair gehörende Laudamotion stellt ihren Flugbetrieb ab sofort bis auf weiteres ein. Bis 8. April werden sämtliche Flüge aus dem Programm gestrichen. Betroffene Passagiere werden umgehend per E-Mail informiert und können kostenfrei umbuchen, sowie auf Wunsch eine Erstattung des Flugpreises erhalten.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte am Sonntag bereits an, dass der Flugverkehr von und nach Österreich weitgehend eingestellt werde.

14:38
EU-Kommission beklagt Lastwagen-Staus nach Grenzschliessungen
Die EU-Kommission hat lange Lastwagen-Staus an innereuropäischen Grenzen beklagt. «Wir haben Hinweise auf kilometerlange Staus an manchen Grenzübergängen», sagte Eric Mamer, Chefsprecher der EU-Kommission, am Montag in Brüssel.

Es müsse aber sichergestellt sein, dass Waren rechtzeitig ihre Empfänger erreichten. Mehrere EU-Staaten hatten im Kampf gegen das neuartige Coronavirus wieder Kontrollen an Grenzen eingeführt, wo diese dank des Schengen-Abkommens seit langem abgeschafft waren.

Die EU-Kommission empfahl, für Lastzüge gesonderte Fahrspuren einzurichten, damit sie an den Grenzen nicht aufgehalten würden. Krankenhäuser, das Gesundheitssystem im Allgemeinen und die Patienten bräuchten Nachschub an medizinischem Material.

Ähnliches gelte für Lebensmittel und die Industrie: Die EU-Kommission wolle sicherstellen, dass die Fabriken genug Material für ihre Produktion erhielten, sagte Mamer. Viele Firmen arbeiteten mit Just-in-time-Lieferketten. Man dürfe nicht warten, bis die Unternehmen Nachschubprobleme bekämen.
16.03.2020, Brandenburg, Frankfurt (Oder): Lastwagen stauen sich auf der Autobahn 12 vor dem deutsch-polnischen Grenzübergang. Polen hat seit Sonntagmorgen wegen der Corona-Krise für alle Ausländer die Grenzen geschlossen. Polnische Staatsbürger dürfen zwar weiterhin einreisen, müssen aber in Quarantäne. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
13:57
Kampf um den Impfstoff
Eine spannende Nebengeschichte ereignet sich derzeit in Deutschland. Dort hat die Tübinger Firma CureVac einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt. Die Mehrheit an CureVac gehört dem Deutschen Dietmar Hopp. Hopp ist Mitbegründer der Software-Firma SAP und steinreich. Sein Vermögen nutzt er unter anderem dazu, den Fussballverein TSG Hoffenheim als Mäzen zu unterstützen.
Hoffenheim's main sponsor Dietmar Hopp gestures prior to a Champions League's qualifier first leg soccer match between 1899 Hoffenheim and FC Liverpool, in the Rhein-Neckar-Arena, in Sinsheim, Germany, Tuesday, Aug. 15, 2017. (AP Photo/Michael Probst)
Als Hoffenheim-Mäzen war Hopp in den letzten Wochen in den Schlagzeilen, weil er von diversen Fan-Gruppierungen übel beschimpft wurde. Diese mögen ihn nicht, weil er für den Kommerz im modernen Fussball steht. Gerade jetzt kann man dem Mann aber kaum Geldgier vorwerfen.

Denn Hopp, oder besser gesagt seine Firma CureVac, haben in diesen Tagen einen Anruf aus den USA erhalten. Genauer gesagt aus Washington. Noch genauer gesagt aus einem weissen Haus in Washington. Der momentane Bewohner dieses Hauses wollte CureVac den Impfstoff abkaufen – inklusive Exklusivnutzung nur für die USA. Preis: 1 Milliarde Dollar.

Doch Hopp lehnte das Angebot ab. «Ich wusste sofort, dass das nicht infrage kommt», sagt er in einem Interview mit Sport1. Für ihn komme es nicht in Frage, dass ein Impfstoff nur einem Teil der Erde zugänglich gemacht werde.

In dem Interview sagt Hopp zudem: «Ich denke, zum Herbst müsste der Impfstoff verfügbar sein und dann käme möglicherweise die nächste Welle erneuter Infektionen.» (aeg)
13:45
Tausende Pubs in Irland wegen Pandemie geschlossen
Tausende Pubs und Bars in Irland sind seit Montag wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Dies gilt zunächst für knapp zwei Wochen. Noch am Wochenende waren die Kneipen etwa in Dublin und Cork sehr stark besucht, obwohl die Zahl der Infizierten steigt. Die Regierung hatte auch dazu aufgerufen, private Partys zu meiden.

Der Chef des Verbands der irischen Restaurants forderte die Regierung auf, den Betrieb von Cafés und Restaurants zu untersagen. Das Vermeiden von sozialen Kontakten funktioniere derzeit nicht im Land, sagte Adrian Cummings am Montag dem irischen Sender RTE. Schulen und Kindergärten sind im Land schon geschlossen. Auch die Paraden zum St. Patrick's Day am Dienstag wurden bereits verboten.
A sign on the door of The Temple Bar, as pubs and clubs in Irish tourist hotspot Temple Bar closed with immediate effect amid coronavirus fears, in Dublin, Ireland, Sunday March 15, 2020. For most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms. For some, it can cause more severe illness, especially in older adults and people with existing health problems. (Aine McMahon/PA via AP)
13:12
Libanon schliesst Grenzen und Flughafen ab Mittwoch
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat der Libanon einen nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Sämtliche Grenzen, der landesweit einzige Flughafen sowie Häfen des Mittelmeerlandes würden ab Mittwoch und vorerst bis 29. März geschlossen, teilte Ministerpräsident Hassan Diab mit.

Zudem würden bis dahin auch alle öffentlichen und privaten Einrichtungen geschlossen, nur Spitäler, Apotheken und Bäckereien blieben weiterhin geöffnet.

Diab kündigte den Schritt am Sonntagabend nach einem Treffen mit Präsident Michel Aoun an. Aoun hatte die Libanesen bereits angewiesen, zu Hause zu bleiben und eine weitere Ausbreitung des Virus damit einzudämmen. Im Libanon wurden bisher 99 Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet, drei Menschen verstarben.

Die Anweisung zur Stilllegung des öffentlichen Lebens befolgten längst nicht alle Libanesen. In der Hauptstadt Beirut waren am Montag Spaziergänger, Jogger sowie Kaffee- und Teeverkäufer unterwegs. «Ich nehme ein Sonnenbad, das lässt das Virus verschwinden», sagte ein Mann in Badehose. «Ich mache Corona-Ferien und geniesse die Sonne an der Corniche», sagte ein anderer.

Der Libanon steckt in einer tiefen Wirtschafts- und Finanzkrise. Die nun verordneten Schritte dürften Betreiber von Geschäften, Restaurants und Cafés ebenfalls schwer treffen.
Municipal policemen order people to evacuate the corniche, or waterfront promenade, along the Mediterranean Sea, as the country's top security council and the government were meeting over the spread of coronavirus, in Beirut, Lebanon, in Beirut, Lebanon, Sunday, March 15, 2020.  Lebanon has been boosting precautionary measures including halting flights from several countries, closing all restaurants and nightclubs and tightening measures along the border with neighboring Syria. (AP Photo/Hassan Ammar)
12:58
"Wascht die Hände": Terrormiliz IS warnt Anhänger vor Coronavirus
Die Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus hat nun auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erfasst. In der jüngsten Ausgabe ihrer Wochenschrift «Al-Naba» geben die Extremisten auf der letzten Seite Tipps, wie Anhänger sich vor dem Virus Sars-CoV-2 schützen können. «Wascht die Hände» und «bedeckt den Mund beim Gähnen und Niesen», heisst in einer Übersicht, die mit lilafarbenen Viren illustriert ist.

Auch von Reisen in vom Coronavirus betroffene Länder rät die IS-Miliz, die sonst zu Anschlägen in Europa und den USA aufruft, ab: «Gesunde Menschen sollten das Land der Epidemie nicht betreten, und Infizierte sollten es nicht verlassen.» Europa, das von dem Virus sehr stark betroffen ist, wird dabei allerdings nicht wörtlich genannt.

Laut dem US-Magazin «Homeland Security Today» hatte die IS-Miliz schon seit Januar über das neuartige Coronavirus berichtet und den Ausbruch gefeiert. «Ein neues Virus verbreitet Tod und Terror in China», schrieb «Al-Naba» demnach vor einigen Wochen. In China sei «Panik» ausgebrochen. Die Extremisten hatten zuvor etwa auch Naturkatastrophen aufgegriffen als vermeintlichen Beweis dafür, dass Gott ihren Kampf unterstütze.
12:51
Ausnahmezustand in Teilen Australiens wegen Coronavirus
Wegen des Coronavirus ist in Teilen Australiens der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Damit wollen der südöstliche Bundesstaat Victoria und das Gebiet um die Hauptstadt Canberra die Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 eindämmen.

Der Regierungschef von Victoria, Daniel Andrews, sprach am Montag von einer noch nie da gewesenen Notfallsituation für die öffentliche Gesundheit. Der Schritt gibt den Behörden etwa das Recht, Quarantäne über Orte und Menschen zu verhängen sowie den Bewegungsradius einzuschränken.

In Australien gibt es mehr als 300 bestätigte Fälle des Virus. Am Sonntag hatte die Regierung angekündigt, dass alle Einreisenden nach ihrer Ankunft 14 Tage in heimische Quarantäne oder im Hotel bleiben müssen.
12:45
Olga Kurylenko hat auch Corona
Ex-Bond-Girl Olga Kurylenko hat per Instagram mitgeteilt, dass auch sie am Virus erkrankt sei. Sie postete ein Bild ihres Balkons und schrieb dazu: «Bin eingesperrt, nachdem ich positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Ich fühle mich seit einer Woche krank. Fieber und Müdigkeit sind meine Hauptsymptome. Passt auf euch auf und nehmt das ernst!»

12:24
Iran: 853 Todesopfer - fast 15000 Infizierte
Erneut ist die Zahl der Coronavirus-Opfer im Iran drastisch gestiegen. Innerhalb von nur 24 Stunden habe sich die Zahl der Toten von 724 auf 853 erhöht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianush Dschahanpur, am Montag in Teheran.

Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 stieg im gleichen Zeitraum auf 14'991.

Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran mit über 3700. Gleichzeitig seien fast 5000 infizierte Patienten geheilt aus den Spitälern entlassen worden, sagte der Sprecher im Staatsfernsehen. Unter den Toten war auch ein Mitglied des Expertenrats, ein Gremium für klerikale Angelegenheiten. Haschem Bathaei starb Medienangaben zufolge im Alter von 78 Jahren an den Folgen des Coronavirus.
epa08296075 (FILE) - Iranians leave the shrine of Imam Reza in the city of Mashhad, eastern Iran, 12 October 2011 (reissued 15 March 2020). According to reports, Iranian authorities announced the closure of the tomb of Imam Reza in the Shiite city of Mashhad to prevent the spread of the coronavirus. Iran reported 113 new deaths from coronavirus, bringing the total to 724.  EPA/ABEDIN TAHERKENAREH *** Local Caption *** 50075467
Präsident Hassan Ruhani rief am Montag alle Iraner dazu auf, auch zum persischen Neujahr am 20. März zuhause zu bleiben und während der Ferien Reisen zu vermeiden. Ab Montag werde die Polizei bei Autofahrern auf den Landstrassen Fiebermessungen vornehmen.

Voraussichtlich werden sowohl die Schulen als auch die Universitäten im Land nicht wie geplant Anfang April geöffnet. Der Krisenstab werde mit den relevanten Ministerien noch beraten müssen, wann eine Öffnung möglich sei, sagte der Präsident.

Die Polizei untersagte auch das traditionelle Feuerfest am letzten Dienstag des persischen Jahres - zu vergleichen mit dem Feuerwerk an Silvester. (sda/dpa)
12:05
Kirchengemeinde in Südkorea neuer Corona-Infektionsherd
In Südkorea ist im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eine Kirchengemeinde als neuer Infektionsherd ausgemacht worden. Mit inzwischen 46 Fällen sei nun ein Drittel der Gläubigen der Grace River Church in Seongnam positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden, teilten die Behörden der Stadt südlich von Seoul am Montag mit. Betroffen sind demnach auch der Pfarrer und dessen Frau.

Die Kirche hatte entgegen mehrmaliger Aufforderung der Regierung weiterhin Gottesdienste abgehalten. Erst am Sonntag wurde sie geschlossen.
epa08296731 A man takes a photograph at the gate to the temporarily closed River of Grace Community Church in Seongnam, South Korea, 16 March 2020. The church will be closed until March 22 after 46 people, including its pastor and his wife, were confirmed to have been infected with the new coronavirus.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT
Südkorea war das erste Land ausserhalb Chinas, in dem das neuartige Coronavirus sich massiv ausgebreitet hatte. Mehr als 60 Prozent der dort nachgewiesenen 8200 Infektionen stehen in Verbindung mit einer Sekte in der südkoreanischen Stadt Daegu. Eine Frau hatte mindestens vier Gottesdienste der Shincheonji Church of Jesus besucht, bevor sie positiv auf den Erreger getestet wurde.

Seit Anfang März gehen die Zahlen der Neuinfektionen in Südkorea deutlich zurück, am Montag wurden lediglich 74 neue Fälle gemeldet. Die Behörden hoffen deshalb, die Pandemie unter Kontrolle zu haben. Anders als in anderen Ländern werden in Südkorea massenhaft mögliche Kontaktpersonen auf das Coronavirus getestet. Bis zum Sonntag wurden seit Ausbruch mehr als 250'000 Tests vorgenommen. (sda/afp)
11:43
In Wales hapert es noch mit der Umsetzung von Social Distancing...
Auf Twitter macht ein Video die Runde, das ein Konzert der «Stereophonics» vom Samstagabend in Cardiff zeigt. Die Halle ist rappelvoll. In Grossbritannien sind Grossveranstaltungen nicht verboten worden, trotz bereits 1372 Corona-Fällen.

10:55
Italiens Premier fordert koordinierten Kampf gegen Corona in Europa
Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat die europäischen Partner zu einem koordinierten Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise aufgerufen.

In einem am Montag veröffentlichten Interview mahnte der Regierungschef «eine notwendige europäische Koordination der Massnahmen im Gesundheits- und Wirtschaftssektor» an. Zugleich warnte er in dem Gespräch mit der Zeitung «Corriere della Sera», in Italien, das in Europa von der Corona-Pandemie am stärksten betroffen ist, sei der Höhepunkt der Krise noch nicht erreicht.

Conte äusserte sich vor der für Montag geplanten Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten zur Corona-Krise. Bei der Konferenz soll es um Massnahmen für die Gesundheit der Bürger, für die Wirtschaft und die Finanzmärkte sowie um Fragen der Forschung gehen, wie der Elysée-Palast in Paris mitteilte. Zur G7-Gruppe gehören neben Italien und Frankreich auch Deutschland, die USA, Grossbritannien sowie Japan und Kanada.

«Es ist der Moment gekommen, mutige Entscheidungen zu treffen», sagte Conte. «Italien kann einen bedeutenden Beitrag leisten, denn es ist das Land, das als erstes eine derartige Ausbreitung des Virus erlebt hat.» Inzwischen wurden in Italien 1809 Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 verzeichnet, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird. Die Zahl der Infizierten kletterte auf 24'747.

«Die Wissenschaftler sagen uns, dass wir den Höhepunkt noch nicht erreicht haben. Diese Wochen jetzt sind die mit dem grössten Risiko, man muss höchste Vorsicht walten lassen», sagte der Regierungschef. Angesichts der Pandemie hatte die Regierung Conte drastische Massnahmen verhängt und ganz Italien zur Schutzzone erklärt.
Der italienische Ministerpräsident Conte hält im Kampf gegen das Coronavirus eine europäische Koordination der Massnahmen im Gesundheits- und Wirtschaftssektor für notwendig.  (Archivbild)
10:35
Air-France-KLM schränkt Angebot massiv ein
Die Fluggesellschaft Air-France-KLM reduziert wegen der Coronavirus-Krise drastisch ihr Angebot. Angesichts der wachsenden Einschränkungen der Reisemöglichkeiten und einer stark rückläufigen Nachfrage, müsse die Gruppe ihre Tätigkeit in den nächsten Tagen schrittweise um 70 bis zu 90 Prozent der angebotenen Sitzplatzkilometer zurückfahren, teilte die Airline am Montag mit.

Die Zahl der angebotenen Sitzplatzkilometer spiegelt die Leistungsmöglichkeit eines Transportunternehmens wider.

Der Kapazitätsabbau sei derzeit auf zwei Monate angelegt, die Entwicklung des Umfelds werde täglich überwacht und gegebenenfalls angepasst. Als Konsequenz bleibt bei Air France ihre gesamte Airbus 380-Flotte am Boden, bei KLM die gesamte Boeing 747-Flotte. Die Airline will sich mit ihren Arbeitnehmervertretungen über Massnahmen beraten. Ein zusätzlicher Sparplan soll in diesem Jahr 200 Millionen Euro einbringen.
FILE - In this May 17, 2019 file photo, Air France planes are parked on the tarmac at Paris Charles de Gaulle airport, in Roissy, near Paris. Air France announced Thursday Jan.30, 2020 it is suspending all its regular passenger flights to and from China until Feb. 9 "to ensure the health and security of its customers and staff." (AP Photo/Christophe Ena, File)
10:33
New York und Los Angeles schliessen Bars und Restaurants
Wegen der Coronavirus-Pandemie schränken die US-Grossstädte New York und Los Angeles das öffentliche Leben erheblich ein. Alle Bars, Cafés und Restaurants müssen ihren Betrieb weitgehend einstellen, wie New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio am Sonntag mitteilte.

Auch alle Nachtclubs und Kinos sowie kleine Theater und Konzerthallen in New York müssen schliessen.

Gastronomiebetriebe dürfen demnach nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten. Auch Lieferdienste sind von der Anordnung ausgenommen. New York hatte wegen der Corona-Krise zuvor bereits Versammlungen von mehr als 500 Menschen verboten und alle Aufführungen an den Broadway-Theatern abgesagt.

Auch die Westküstenmetropole Los Angeles verhängte drastische Schutzmassnahmen. Bars, Restaurants und Nachtclubs müssen von Montag an für mindestens zwei Wochen schliessen, wie Bürgermeister Eric Garcetti auf seiner Facebook-Seite verkündete.

Die Bundesstaaten Massachusetts und Washington erliessen ähnliche Massnahmen. In Las Vegas wurden zahlreiche Casinos und Hotels geschlossen. In mehreren US-Bundesstaaten waren wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bereits Schulen, Museen, Sportarenen und andere Veranstaltungsstätten geschlossen worden. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom rief alle Menschen im Alter von mehr als 65 Jahren auf, sich in häusliche Isolation zu begeben.

In den USA wurden nach Angaben der Johns Hopkins Universität bislang mehr als 3700 Coronavirus-Fälle registriert. 69 Patienten starben an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.
10:02
Notenbanken stemmen sich mit Notfallmassnahmen gegen Virus-Krise
Führende Notenbanken haben sich am Montag mit neuen Notfallmassnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise gestemmt. Am Morgen kündigte die japanische Notenbank den Kauf weiterer Wertpapiere an.

In Hongkong reagierte die Notenbank mit einer kräftigen Leitzinssenkung, nachdem die US-Notenbank bereits am Sonntagabend und damit nur wenige Tage vor der regulären Zinssitzung ein neues Massnahmenpaket zur Eindämmung der Krise verkündet hatte und den Leitzins drastisch senkte. Auch die Notenbank von Korea senkte den Leitzins.

Kreditprogramme in Japan
Japans Notenbank versuchte am Montagmorgen mit einer Ausweitung des Anleihekaufprogramms gegen die Folgen der Virus-Krise anzukämpfen. Hierzu zählen demnach der Erwerb von börsengehandelte Indexfonds (ETFs) und Unternehmensanleihen. Ausserdem sollen Japans Firmen Kreditprogramme zum Nullzins angeboten werden. Mit den Massnahmen soll die Marktstabilität in Japan gewährleistet werden.

Im Anschluss an die Veröffentlichung der geldpolitischen Massnahmen hat Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda versichert, dass die Bank of Japan die weitere konjunkturelle Entwicklung genau verfolgen werde. Man werde nicht zögern, die Geldpolitik noch weiter zu lockern. Kuroda ging aber davon aus, dass die aktuellen Massnahmen den Markt stützen werden.

Südkorea zieht nach
Am Morgen folgte auch Südkorea mit einer Zinssenkung. Die Bank of Korea schraubte den Leitzins um 0,50 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent nach unten. Zuvor hatte bereits die Notenbank von Hongkong den Leitzins in der vergangenen Nacht um 0,64 Prozentpunkte auf 0,86 Prozent reduziert. Die Zinsschritte erfolgte nur wenige Stunden, nachdem die US-Notenbank Fed ebenfalls den Leitzins erneut massiv gesenkt hatte.

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hatte die US-Zentralbank (Fed) den Leitzins am Vorabend überraschend um einen ganzen Prozentpunkt auf einen Korridor von 0 bis 0,25 Prozent verringert. Zudem will die Fed die Wirtschaft mit einem 700 Milliarden Dollar schweren Anleihekaufprogramm ankurbeln und Banken vorübergehend Notfallkredite gewähren, wie sie es bereits nach der grossen Finanzkrise 2008 getan hatte. Die Massnahmen erfolgten nur wenige Tage vor der geplanten Zinssitzung an diesem Mittwoch.

Nach der Zinsentscheidung hatte der Vorsitzende der Fed, Jerome Powell, deutlich gemacht, alle Instrumente zu nutzen, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie zu dämpfen. Die Virus-Krise habe tiefe Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaft, sagte Powell. Die Fed verfüge immer noch über genügend Handlungsspielraum. Negative Zinsen betrachte der Notenbankchef aber nicht als angemessenes Instrument.
Jerome Powell, der Chef der US-Notenbank, tritt auf die Zinsbremse. (Archivbild)
10:01
Fiat Chrysler fährt Werke in Europa herunter
Fiat Chrysler fährt wegen der Coronavirus-Epidemie die Produktion in dem meisten europäischen Werken für zwei Wochen herunter. Der italienisch-amerikanische Konzern teilte am Montag mit, in den italienischen Fabriken Melfi, Pomigliano, Cassino, Mirafiori, Grugliasco und Modena werde bis 27. März nicht gearbeitet.

Die Produktion im serbischen Kragujevac und das polnische Werk Tychy würden ebenfalls geschlossen. Die vorübergehende Aussetzung ermögliche es dem Autobauer, auf die gesunkene Nachfrage effektiv zu reagieren.

Fiat Chrysler hatte vergangene Woche bereits angekündigt, die Fabriken in Pomigliano, Melfi, Atessa und Cassino für zwei Tage in der Woche stillzulegen. Italien ist besonders hart von der Epidemie getroffen, im ganzen Land gelten inzwischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Auch bei Volkswagen machen sich die Auswirkungen der Epidemie inzwischen stärker bemerkbar. Durch die Grenzschliessungen werde die Logistik zunehmend herausfordernd, sagte ein Sprecher des deutschen Autobauers. In Spanien würden das VW-Werk in Navarra und das der VW-Tochter Seat in Martorell heruntergefahrenen. Die US-Fabrik in Chattanooga werde zunächst für einen Tag heruntergefahren, um zu sehen, welche Mitarbeiter überhaupt zur Arbeit erschienen.
FILE - In this Oct. 31, 2019 file photo, a Fiat logo is pictured on a car in Bayonne, southwestern France. Fiat Chrysler Automobiles and PSA Peugeot announced Wednesday, Dec. 18, 2019, that their boards signed a binding deal to merge the two automakers, creating the world’s fourth-largest auto company. (AP Photo/Bob Edme, File)
9:23
British-Airways-Mutter IAG streicht mindestens 75 Prozent der Flüge
Die British-Airways-Mutter IAG streicht ihr Flugangebot wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in den kommenden Monaten kräftig zusammen. Im April und Mai werde die Kapazität im Vergleich zum Vorjahreszeitraum voraussichtlich um mindestens 75 Prozent gekürzt, teilte die International Airlines Group (IAG) mit ihren Fluggesellschaften British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level am Montag mit.

Der Konzern lässt massenhaft Flugzeuge am Boden, schickt Mitarbeiter nach Hause und fährt seine Investitionen zurück. «Wir hatten in den vergangenen Wochen einen erheblichen Buchungsrückgang bei unseren Airlines», sagte IAG-Chef Willie Walsh. Weiterhin sei unklar, wie stark und wie lange die Pandemie das Geschäft belaste. Eine belastbare Gewinnprognose für das laufende Jahr sei daher weiterhin nicht möglich.

Das Management verwies darauf, dass IAG eine starke Bilanz habe. Die Barmittel und Bankeinlagen hätten sich am 12. März auf 7,35 Milliarden Euro belaufen. Hinzu kämen bisher ungenutzte Flugzeugfinanzierungen von 1,9 Milliarden Euro. Damit liege die gesamte Liquidität des Konzerns bei 9,3 Milliarden Euro.
epa08293889 British Airways passenger aircraft at Heathrow Airport Terminal Five in London, Britain, 14 March 2020. The future of British Airways and other airlines is under threat as global travel is significantly down due to the Coronavirus. The International Air Transport Association (IATA) on 13 March said losses of global airliners will likely exceed its earlier estimate of 113 billion US dollars.  EPA/ANDY RAIN
9:09
Italien will neues Hilfspaket beschliessen
Die italienische Regierung will ihre Massnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise weiter hochfahren. Noch am heutigen Montag soll ein Paket mit Unterstützung für die am stärksten betroffenen Wirtschaftssektoren, sowie für die Familien verabschiedet werden.

«Was bisher genehmigt wurde, reicht nicht aus», sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte am Montag im Interview mit der Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera». «Wir brauchen einen richtigen Plan zum Wiederaufbau.» Bisher sind insgesamt 25 Mrd. Euro vorgesehen, um die Wirtschaft zu stützen.

1,15 Mrd. Euro werden für das öffentliche Gesundheitssystem locker gemacht, geht aus einem von der Regierung in Rom entworfenes Dekret hervor, das am Montag verabschiedet werden sollte. 1,5 Milliarden sollen dem Fonds für nationale Notstandssituationen zur Verfügung gestellt werden.

Zusatzmassnahmen
Zu den Massnahmen zählen Kurzarbeit für Mitarbeiter von Unternehmen, die wegen der Coronavirus-Krise schliessen mussten, sowie die Verschiebung der Steuerzahlungen. Für Selbstständige ist ein Bonus von 600 Euro für März vorgesehen.

Sanitäter sollen Gehaltserhöhungen für Überstunden erhalten, wenn sie im Kampf gegen die Epidemie eingesetzt sind. Die Regierung will dafür sorgen, dass die Prozeduren für die Anstellung von zusätzlichen Sanitätern im öffentlichen Gesundheitswesen bis Juni abgeschlossen sind.

So sollen die Regionen aufgerufen werden, die Zahl der Plätze auf den Intensivstationen um 50 Prozent aufzustocken. In den Abteilungen für Infektions- und Lungenkrankheiten soll die Zahl der Betten sogar verdoppelt werden.

Hotels für Kranke nutzen
Der Zivilschutz wird von privaten oder öffentlichen Einrichtungen sanitäres Material konfiszieren können. Die Präfekturen können Immobilien, Hotels, oder andere Strukturen nutzen, um Kranke unterzubringen, die die akuteste Phase der Infektion überwunden haben, jedoch weiterhin in Isolierung bleiben müssen und noch nicht nach Hause zurückkehren können.

Die Zahlung von Steuern, darunter die Mehrwertsteuer IVA, soll vorübergehend ausgesetzt werden. Voucher sind für Familien vorgesehen, die zusätzliche Ausgaben für die Betreuung ihrer Kinder haben, weil diese nicht in die Schule gehen.
8:59
Deutschland hat mit Grenzkontrollen zur Schweiz begonnen
Deutschland hat an den Grenzen nach Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark am Montagmorgen um 8.00 Uhr mit den geplanten Kontrollen begonnen. Dadurch soll eine rasante Ausbreitung des Virus verhindert und die Zahl der Infizierten und Toten kleingehalten werden.

Reisende ohne triftigen Grund dürfen daher nicht mehr nach Deutschland einreisen, wie ein Sprecher der deutschen Bundespolizei mitteilte. Der Warenverkehr und Berufspendler seien davon aber nicht betroffen.

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer hatte die Massnahmen am Sonntagabend angekündigt. Sie waren zuvor von Kanzlerin Angela Merkel, Seehofer und mehrere Ministerpräsidenten vereinbart worden.

An der Grenze zu Österreich blieb es kurz vor und zu Beginn der Kontrollen ruhig. Der Verkehr rollte zunächst normal weiter, der Rückstau nach Österreich war gering, wie Reporter der Nachrichtenagentur DPA vor Ort berichteten. Auch Raststätten und deren Parkplätze im Grenzgebiet seien auffällig leer. (sda/dpa)
8:50
Manila schliesst seine Einkaufszentren
Die philippinische Hauptstadt Manila schliesst wegen des Coronavirus ihre Einkaufszentren. Nur einige Restaurants und Läden für den nötigsten Bedarf durften darin geöffnet bleiben, darunter Lebensmittelgeschäfte und Apotheken.

«Wir müssen uns wirklich beschränken», sagte Salvador Panelo, Sprecher von Präsident Rodrigo Duterte, am Montag. Der Präsident sei sehr besorgt. Daher mache er alles, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Das Kabinett empfehle strengere Massnahmen für den Grossraum Manila, wo 13 Millionen Menschen leben.

In dem südostasiatischen Inselstaat sind bisher 140 Fälle des Coronavirus bestätigt. Am Wochenende hatte das Militär damit begonnen, Manila für einen Monat abzuriegeln. Auch die Messen in der katholisch geprägten Metropole fielen aus. (sda/dpa)
5:53
United Airlines mit 1,5 Milliarden Dollar an Umsatzeinbusse im März
Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines teilte in der Nacht auf Montag mit, dass sie im März rund 1,5 Milliarden Dollar weniger Umsatz erzielen werde als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. United gehe davon aus, dass sich die Situation infolge des Virus bis in die Sommerreisezeit noch verschlimmern werde.

Gleichzeitig kündigte sie weitere Massnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs an. In einer Mitteilung erklärte United weiter, dass der Konzern die Gehälter von Führungskräften im April und Mai um 50 Prozent senke sowie die Flugkapazität um rund 50 Prozent reduziere. (sda/reu)
5:32
New York steht still
Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus bleiben von Montag an auch in der Millionenmetropole New York die öffentlichen Schulen geschlossen. «Ich bin sehr, sehr besorgt, dass wir eine rapide Ausbreitung dieser Krankheit sehen werden, und es ist Zeit, drastischere Massnahmen zu ergreifen.»

Dies sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Sonntag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. «Es ist eine Entscheidung, die ich ohne Freude und mit viel Schmerz getroffen habe.» Die Schulen sollen frühestens am 20. April wieder eröffnen, hiess es.

Zuvor hatten im Grossraum New York schon vereinzelt Schulen geschlossen, landesweit haben auch schon in einigen ganzen Bundesstaaten wie Ohio die Schulen zu. Die Millionenmetropole New York aber hat mit rund 1,1 Millionen Kindern und Jugendlichen das mit Abstand grösste öffentliche Schulsystem des Landes. Zudem gelten rund 114'000 Schüler als obdachlos, sie und auch viele andere bekommen häufig all ihre Mahlzeiten und medizinische Betreuung von der Schule. Dafür und beispielsweise für die Kinder von Eltern mit für die Stadt «essenziellen Jobs» wie Krankenpflegern und Ärzten solle ein Notfallplan organisiert werden.

New Yorker Bürgermeister de Blasio lässt ab Dienstag zudem Geschäfte, Restaurants, Theater und Kinos schliessen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Restaurants, Bars oder Cafés könnten weiterhin Lieferservice oder Take-Away anbieten, so der Bürgermeister am Sonntag weiter. Mehr als 50'000 Restaurants in New York sind davon betroffen. Nach Angaben der National Restaurant Association erwirtschaften diese einen Jahresumsatz von mehr als 51 Milliarden Dollar und beschäftigen mehr als 800'000 Mitarbeiter. (sda/dpa/reu)
A food truck vendor pushes his cart down an empty street near Times Square in New York, on Sunday, March 15, 2020. President Donald Trump on Sunday called on Americans to cease hoarding groceries and other supplies, while one of the nation's most senior public health officials called on the nation to act with more urgency to safeguard their health as the coronavirus outbreak continued to spread across the United States. (AP Photo/Wong Maye-E)
3:59
Chinas Industrie schrumpft - Investitionen brechen ein
Infolge des Ausbruchs des Coronavirus schrumpft die chinesische Industrie mit dem schnellsten Tempo seit 30 Jahren. Die Industrieproduktion in China ging den offiziellen Angaben vom Montag zufolge mit 13,5 Prozent im Zeitraum Januar-Februar deutlich stärker zurück als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Sie zeigte damit den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen der Nachrichtenagentur Reuters im Jahr 1990. Die durchschnittliche Prognose von Analysten lag bei einem Anstieg von 1,5 Prozent.

Die Anlageinvestitionen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 24,5 Prozent zurück und blieben damit hinter den Erwartungen der Ökonomen von 2,8 Prozent. Chinesische Regierungsvertreter gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie vorbei sei, aber Analysten warnen, dass es noch Monate dauert, bevor sich die Wirtschaft wieder normalisiere. Die weltweite Ausbreitung des Virus schürt die Angst vor einer globalen Rezession, welche die Nachfrage nach chinesischen Waren treffen wird. (sda/reu)
3:03
G7-Chefs kommen zu Videokonferenz zusammen
Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten wollen an diesem Montag um 15.00 Uhr (MEZ/10.00 Uhr Ortszeit Ostküste USA) bei einer Videokonferenz über eine koordinierte Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus beraten. Das geht aus der Terminankündigung für US-Präsident Donald Trump hervor.

Diese publizierte das Weisse Haus am Sonntagabend (Ortszeit). Eine Pressekonferenz im Anschluss an die Videokonferenz ist demnach aber nicht geplant.

Nach der Terminvorschau steht für den US-Präsidenten eineinhalb Stunden später bereits eine Videoschaltung mit den Gouverneuren der US-Bundesstaaten an. Die USA haben derzeit die G7-Präsidentschaft inne. Die Gruppe der sieben wichtigen Industriestaaten umfasst neben den USA auch Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Japan und Grossbritannien.

Der G7-Gipfel soll im Juni in Camp David in den USA stattfinden. Der Landsitz des US-Präsidenten liegt im Bundesstaat Maryland, Luftlinie rund 90 Kilometer vom Weissen Haus entfernt. (sda/dpa)
2:37
Afrika verschärft Massnahmen
Mehrere afrikanische Regierungen haben ihre Landesgrenzen geschlossen. Zudem streichen sie Flüge und erlassen strenge Einreise- und Quarantäneauflagen, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen.

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat den nationalen Notstand ausgerufen und warnte am Sonntag, dass der Ausbruch «potenziell dauerhafte» Auswirkungen auf die am weitesten entwickelte Wirtschaft des Kontinents haben könnte, die sich bereits in einer Rezession befände. «Jedem Ausländer, der in den letzten 20 Tagen Länder mit hohem Risiko besucht hat, wird ein Visum verweigert», sagte er.

Südafrikaner, die betroffenen Länder besuchten, würden bei der Rückkehr in ihre Heimat unter Quarantäne gestellt und Versammlungen von mehr als 100 Menschen verboten, sagte Ramaphosa weiter.

Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta sagte unterdessen, seine Regierung setze Reisen aus jedem Land mit gemeldeten COVID-19-Fällen aus. «Nur kenianische Staatsbürger und Ausländer mit gültigen Aufenthaltsgenehmigungen dürfen einreisen, sofern sie in Selbstquarantäne gehen», führte er in einer Fernsehansprache am Sonntag aus. Das Verbot werde innerhalb von 48 Stunden in Kraft treten und mindestens 30 Tage in Kraft bleiben. Schulen sollten sofort schliessen und Universitäten bis Ende der Woche, fügte er hinzu. Die Bürger würden ermutigt, bargeldlose Transaktionen zu tätigen, um das Risiko des Umgangs mit kontaminiertem Geld zu verringern.

In Westafrika werde Ghana ab Dienstag jedem, der in den letzten 14 Tagen in einem Land mit mehr als 200 Coronavirus-Fällen war, die Einreise verbieten, es sei denn, es handelt sich um einen Reisenden mit offiziellen Wohnsitz oder um einen ghanaischen Staatsangehörigen. Ghana hat bisher sechs Fälle der Viruserkrankung registriert. Präsident Nana Akufo-Addo erklärt, dass Universitäten und Schulen ab Montag bis auf weiteres geschlossen seien. Öffentliche Versammlungen würden für vier Wochen verboten, sagte er, obwohl private Bestattungen für Gruppen von weniger als 25 Personen erlaubt seien.

Im südlichen Afrika ordnete Namibia die Schliessung von Schulen für einen Monat an, nachdem die ersten beiden Fälle am Samstag bestätigt worden waren. Dschibuti, das bisher keinen bestätigten Fall von COVID-19 hat, werde Regierungsangaben zufolge alle internationalen Flüge aussetzen. Tansania, das ebenfalls noch keine Fälle verzeichnet, sagte Flüge nach Indien ab und setzte Schulmeisterschaften aus. Das Virus hat bisher in mindestens 26 Ländern des Kontinents Fuss gefasst. (sda/reu)
0:58
Serbien ruft Notstand aus
Serbien hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie den nationalen Notstand ausgerufen. Die Schulen, Kindergärten, Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen des Landes werden ab Montag geschlossen, wie Präsident Aleksandar Vucic am Sonntag ankündigte.

Auch solle die Armee eingesetzt werden, um «wichtige Orte» wie Spitäler mit Coronavirus-Patienten zu schützen.

Nach Angaben von Ministerpräsidentin Ana Brnabic sollten zudem bereits ab der Nacht zum Montag die Grenzen des Landes für fast alle Ausländer geschlossen werden. Ausnahmen sollten nach ihren Angaben für Diplomaten mit ihren Familien sowie Ausländer mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung in Serbien gelten.

Allerdings appellierte Vucic an China, Coronavirus-Experten nach Serbien zu schicken. Er kritisierte, dass es keine «europäische Solidarität» im Vorgehen gegen die Pandemie gebe. Vucic strebt den Beitritt seines Landes zur EU an, pflegt aber auch einen engen Kontakt zu China.

Wie weit die Stilllegung des öffentlichen Lebens in dem Balkanstaat gehen soll, stand am Sonntag in vielen Details noch nicht fest. Vucic sagte, Einzelheiten wie etwa die Öffnungszeiten von Cafés und Bars sollten noch in einer Sitzung der Regierung festgelegt werden. In Serbien gibt es bisher rund 50 bestätigte Coronavirus-Infektionsfälle. (sda/afp)
Serbian President Aleksandar Vucic speaks during a press conference in Belgrade, Serbia, Sunday, March 15, 2020. Vucic has declared a state of emergency in the country over the outbreak of the coronavirus. Only for most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms, such as fever and cough. For some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness, including pneumonia. (AP Photo/Darko Vojinovic)
23:51
Niederlande und Luxemburg schliessen Schulen und Restaurants
Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat die niederländische Regierung an Sonntag die Schliessung aller Schulen, Bars, Restaurants, Sexclubs und Cannabis-Cafés angeordnet. Auch Luxemburg verkündete die Schliessung aller Bars und Restaurants in der Nacht auf Montag.

Alle Restaurants und Bars mussten laut dem niederländischen Gesundheitsminister Bruno Bruins am Sonntag um 18 Uhr schliessen. Vor den sogenannten Coffee Shops, in denen Cannabis verkauft wird, bildeten sich kurz nach der Ankündigung lange Schlangen.

In den Niederlanden bleiben von Montag an für drei Wochen auch die Schulen und Kindertagesstätten geschlossen, wie Bildungsminister Arie Slob abkündigte. Ausnahmeregelungen gelten für Kinder von Eltern mit «lebenswichtigen Berufen». Viele Schulen hätten bereits Massnahmen ergriffen, um Fernunterricht per Internet einzuführen, teilte der öffentlich-rechtliche Sender NOS mit.

In den Niederlanden war der Druck auf die Behörden zuletzt gewachsen, nachdem das benachbarte Belgien Massnahmen wie Schul- und Restaurantschliessungen bereits am Donnerstag angeordnet hatte. Die offizielle Zahl der Todesfälle in den Niederlanden durch die Lungenkrankheit Covid-19 liegt bei 20. Bislang wurden 1135 Infektionen registriert.

Auch Luxemburgs Ministerpräsident Xavier Bettel verkündete am Sonntagabend die Schliessung aller Restaurants und Bars. Lebensmittelgeschäfte und Apotheken sollen weiter geöffnet bleiben. In Luxemburg sind bislang 50 Coronavirus-Fälle bekannt. Ein Mensch ist gestorben. (sda/afp)
23:49
Tschechien schränkt Bewegungsfreiheit wegen Coronavirus stark ein
Die tschechische Regierung schränkt die Bewegungsfreiheit der Menschen im Kampf gegen das Coronavirus drastisch ein. Dies gab Ministerpräsident Andrej Babis von der populistischen Partei ANO am Sonntagabend bekannt.

Die Bürger wurden aufgefordert, sich ab Mitternacht zu Montag an ihrem Wohnort aufzuhalten und zwischenmenschliche Kontakte zu vermeiden. Ausnahmen gelten unter anderem für den Weg zur Arbeitsstätte und zurück, die Erledigung dringend notwendiger Besorgungen wie den Einkauf von Lebensmitteln sowie Arztbesuche und Parkspaziergänge.

«Wir stehen im Kampf mit dem Virus», sagte der Regierungschef. Seit Donnerstag gilt in Tschechien für 30 Tage der nationale Notstand. Damit können die Grundrechte der Bürger eingeschränkt werden. Ausländer ohne Wohnsitz in Tschechien dürfen nicht mehr in den EU-Staat einreisen. Umgekehrt dürfen Tschechen nicht mehr ausreisen. Ausnahmen gibt es unter anderem für grenznahe Pendler. Mehr als 2000 Soldaten werden für die Kontrolle der Grenzen aufgeboten.

Schulen, Restaurants, Kneipen und Geschäfte ausser Supermärkten und Apotheken sind geschlossen. Viele Menschen machten am Wochenende Hamsterkäufe. Vor allem Brot und haltbare Lebensmittel waren schnell vergriffen. Die Behörden meldeten bis Sonntagabend 253 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2. Todesfälle wurden bisher noch keine bekannt. (sda/dpa/reu)
Polish policemen talk to drivers at the closed border crossing near Hradek nad Nisou, Czech Republic, Sunday, March 15, 2020. Due to the outbreak of the novel coronavirus, Poland has imposed more restrictions at their borders. For most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms. For some it can cause more severe illness. (AP Photo/Petr David Josek)
Gesperrte Grenzen in Tschechien. bild: keystone
22:31
Bayern plant Katastrophenfall wegen Coronavirus
Bayern will wegen der grassierenden Coronavirus-Pandemie den Katastrophenfall ausrufen. Das bestätigte Ministerpräsident Markus Söder am Sonntagabend im Bayerischen Fernsehen.

«Es muss eine Strategie geben unter einer Führung», begründete der CSU-Politiker den Schritt. «Die Herausforderung wächst täglich.» Zudem sollen Clubs, Bars, Schwimmbäder oder Spielhallen sowie nicht für die Grundversorgung notwendige Geschäfte geschlossen werden. Für Supermärkte und andere Lebensmittelläden könnten dagegen die Öffnungszeiten sogar verlängert werden. Ausgangsbeschränkungen wie in Österreich seien zunächst nicht geplant.

Für den Mittelstand plane er einen «grossen bayerischen Schutzschirm», kündigte Söder an. «Da braucht es schnelle und unbürokratische Hilfe.» Näheres will er am Montag in München in einer über das Internet übertragenen Medienkonferenz mitteilen. (sda/reu)
22:30
US-Notenbank Fed senkt Leitzinsen wegen Corona-Pandemie drastisch
Die US-Notenbank Federal Reserve senkt die Leitzinsen wegen der Folgen des Coronavirus überraschend zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen. Die neue Spanne liegt bei null bis 0,25 Prozent - einen Prozentpunkt niedriger als bisher, wie die Notenbank am Sonntagabend mitteilte. Sie will die US-Wirtschaft damit vor den Folgen der Pandemie schützen.

«Die Auswirkungen des Coronavirus werden die wirtschaftliche Aktivität kurzfristig belasten und ein Risiko für die konjunkturelle Entwicklung bedeuten», begründete das Fed den Schritt. Die neue Spanne werde so lange auf diesem Niveau bleiben, bis die Wirtschaft die jüngsten Entwicklungen überstanden habe und wieder auf Kurs sei, ihre Ziele für Beschäftigung und Preissatabilität zu erreichen.

Zuletzt hatte das Fed die Leitzinsen am 3. März um einen halben Prozentpunkt gesenkt. Es war die erste Zinssenkung seit der Finanzkrise 2008 ausserhalb eines regulären Treffens ihrer Mitglieder. Die nächste Sitzung steht am Dienstag und Mittwoch an. (awp/sda/reu)
22:27
Deutschland mit über 1000 neuen Fällen
Die Zahl der Coronapatienten stiegt in Deutschland auf 4195 Personen. Das berichtet das Robert Koch Institut. Damit sei die Zahl der positiv getesteten Personen gegenüber dem Vortag um 1043 gestiegen. Mit 1407 gibt es in Nordrhein-Westfalen aktuell am meisten Coronapatienten. Danach folgen Bayern (886), Baden-Württemberg (827) und Niedersachsen (287). (pls)
22:18
Boston erklärt Notstand
Wie der Bürgermeister von Boston, Marty Walsh, am Sonntag mitteilte, gilt in Boston ab sofort der Notstand für die öffentliche Gesundheit. Dies ermöglicht der Stadt alle nötigen Ressourcen zur Bekämpfung des Virus einzusetzen.

Per sofort müssen alle Restaurants und Bars ihre Kapazität auf 50 Prozent reduzieren. Die Lokale sind verpflichtet, Tische entfernen, um die Reduktion durchzusetzen. Ausserdem dürfen sich vor Lokalen keine Menschenschlangen mehr bilden und ab 23.00 Uhr müssen alle schliessen.

Restaurants und Bars, die gegen die Regelung verstossen, werden für 30 Tage geschlossen. Nicht betroffen von der Regelung sind Liefer- und Takeout-Dienste. Ebenfalls sollen ab Dienstag die öffentlichen Schulen geschlossen werden. Familien sollen dabei die Möglichkeit haben, Essensrationen für ihre Kinder zu beziehen. Weiteren Zugang zu Essen soll via staatlichen Einrichtungen und Non-Profit-Organisationen gewährleistet werden.

Für Studenten werde Lernmaterial in gedruckter Form als auch Online zur Verfügung gestellt. Man arbeite mit Internetprovidern zusammen, um Familien, die es benötigen, günstiges oder Gratis-Internet zur Verfügung zu stellen.
Boston Mayor Martin "Marty" Walsh speaks at the Facing Addiction with NCADD (National Council on Alcoholism and Drug Dependence) gala at the Rainbow Room on Monday, Oct. 8, 2018, in New York. (Photo by Evan Agostini/Invision/AP)
epa08292445 Boston Mayor Martin Walsh announces the postponement of the 124th Boston Marathon from 20 April 2020 to 14 September 2020 due to coronavirus COVID-19 pandemic during a press conference outside City Hall in Boston, Massachusetts, USA 13 March 2020. Since the first edition in 1897, the Boston Marathon has only been cancelled once in 1918 during World War I and officials have asked that athletes do not try to complete the route on 20 April 2020.  EPA/CJ GUNTHER
22:05
Irland appelliert an Pubs, nicht mehr zu öffnen
Der irische Premierminister Leo Varadkar fordert in einem Post auf Twitter alle Pubs - inklusive Hotelbars - auf, nicht mehr zu öffnen. Sie sollen so dazu beitragen, das Virus nicht weiterzuverbreiten. Ebenfalls sollen Bürger*innen an keinen Privatpartys mehr teilnehmen oder diese veranstalten. Die Massnahmen gelten bis zum 29. März.

21:03
Zweitgrösste Kreuzfahrtgesellschaft stellt Betrieb ein
Royal Carribbean Cruises Ltd. stellt alle Kreuzfahrten für die nächsten 30 Tage ein. Noch am 13. März hatte das Unternehmen bekannt gegeben, keine US-Häfen mehr anzulaufen. Nun habe man sich nach sorgfältiger Prüfung dazu entschieden, alle Kreuzfahrten bis und mit 11. April auszusetzen. Das teilte das Unternehmen auf seiner Website mit.

Das Unternehmen hatte in den vergangenen Tagen bereits mit einzelnen Coronafällen auf ihren Schiffen zu kämpfen. So waren auf zwei Schiffen je ein Passagier positiv auf Corona getestet worden. Man werde nun mit den örtlichen Behörden zusammenarbeiten, um die nächsten, nötigen Schritte anzugehen, teilte das Unternehmen mit.

Royal Caribbean International ist mit drei Kreuzfahrtmarken das zweitgrösste Kreuzfahrtunternehmen der Welt. Zum Unternehmen gehören aktuell 54 Schiffe.
FILE - In this Oct. 3, 2017, file photo, The Royal Caribbean Adventure of the Seas, arrives at Port Everglades in Fort Lauderdale, Fla. Royal Caribbean has announced that its ship Adventure of the Seas will resume port calls to St. Thomas on Nov. 10, and that the ship hopes to be in San Juan, Puerto Rico, and St. Martin by the end of November. It's one of a number of initiatives from the travel industry to remind consumers that the region is recovering from the impact of recent hurricanes. (Joe Cavaretta/South Florida Sun-Sentinel via AP, File)
19:48
Deutschland bestätigt Grenzschliessungen zu Nachbarländern
Der deutsche Innenminister Horst Seehofer hat die Rückkehr zu Grenzkontrollen wegen der Corona-Krise bestätigt. Es sollen vorübergehend wieder Grenzkontrollen an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Dänemark und Frankreich eingeführt werden, wie Seehofer am Sonntagabend in Berlin sagte. Die Kontrollen greifen demnach ab Montagmorgen 8 Uhr.

«Die Ausbreitung des Coronavirus schreitet schnell und aggressiv voran», sagte Seehofer. «Wir müssen davon ausgehen, dass der Höhepunkt dieser Entwicklung noch nicht erreicht ist.»

«Deutsche Staatsangehörige haben selbstverständlich das Recht, wieder in ihr Heimatland einzureisen», sagte Seehofer. Die Dauer der Massnahmen sei noch nicht absehbar. Wie Seehofer sagte, geht es dabei vor allem um den Reiseverkehr. Der Warenverkehr und auch der Grenzübertritt für Berufspendler bleibe möglich.

Zuvor hatten schon andere EU-Staaten ihre Grenzen weitgehend dicht gemacht, darunter Dänemark, Polen, die Slowakei, Tschechien und Österreich. Frankreich kündigte als Reaktion auf die deutschen Massnahmen ebenfalls verschärfte Kontrollen an. (sda/apa/afp/dpa)
18:53
Scandinavian Airlines stellt Flugbetrieb ein
Die skandinavische Fluggesellschaft SAS (Scandinavian Airlines) stoppt wegen mangelnder Nachfrage ab dem 16. März die meisten Flüge. In einer Mitteilung auf der Firmen-Website heisst es: «Aufgrund des Coronavirus und der von den nationalen Behörden getroffenen Massnahmen ist die Nachfrage nach Flugreisen im Wesentlichen nicht (mehr) existent.»

18:43
Air Algerie stoppt Frankreich-Flüge
Algeriens staatliche Fluggesellschaft Air Algerie werde wegen des Coronavirus-Ausbruchs ab dem 17. März alle Flüge von und nach Frankreich einstellen, berichtete das staatliche tunesische Fernsehen am Sonntag.

Air Algerie werde jedoch Notfallflüge arrangieren, um Dutzende von algerischen und in Frankreich ansässigen Reisenden zurückzubringen, hiess es weiter.

Quelle: theguardian.com
18:37
Zahl der Toten in Italien um 368 auf 1809 gestiegen
Trotz drakonischen Massnahmen nimmt die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Italien weiterhin zu. Am Sonntag wurden 368 zusätzliche Todesfälle gemeldet, das sind fast doppelt so viele wie jene, die am Samstag gemeldet wurden. Damit stieg die Zahl der Opfer seit Beginn der Epidemie am 21. Februar auf 1809, wie der Zivilschutz am Sonntag in Rom mitteilte.

Die Infektionen kletterten um 2853 auf 20'603. 1372 Personen lagen auf der Intensivstation. 2335 Personen sind inzwischen genesen.

Die Lombardei ist mit 1218 Todesopfern die am stärkste betroffen Region, gefolgt von der Emilia Romagna (284 Todesopfer), vom Veneto (63) und den Marche (46). Im Friaul gab es 14 Todesfälle, in der Provinz Südtirol waren es fünf.

Quelle: sda/apa
18:33
Italienischer Mafiaboss verhaftet
Ein flüchtiger Boss der kalabresischen Mafia ist am Freitag dank der von der italienischen Regierung verhängten Coronavirus-Ausgangssperre verhaftet worden.

Cesare Antonio Cordì, 42, aufstrebender Chef des Locri-Clans der 'Ndrangheta, sei seit Juli 2019 von der Polizei gesucht worden, wie der «Guardian» am Sonntag berichtete. Der Mann habe sich in einer Villa auf dem Land in Locri versteckt.

Die italienische Polizei sei seit Tagen mit Kontrollen zur Durchsetzung der Sperre und des Ausgangsverbots beschäftigt. Dann hielten Beamten einen Mann mit Einkaufstaschen an, der sich damit rechtfertigte, dass er die Lebensmittel nur zu einem Freund bringen wolle, der nicht ausgehen könne.

Szenen vom Polizeieinsatz:
18:13
Deutsche Bahn schränkt Regionalverkehr ein
Nach der Ankündigung der Deutschen Bahn, ab Dienstag den Regionalverkehr einzuschränken, fordert das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene, den Eisenbahnverkehr in Deutschland weiter zu gewährleisten.

«Wir müssen in Deutschland den Eisenbahnbetrieb so lange wie möglich aufrechterhalten», erklärt Geschäftsführer Dirk Flege auf Anfrage von watson.de. Er rufe alle Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft auf, die Eisenbahnverkehrsunternehmen bei dieser wichtigen Aufgabe nach Kräften zu unterstützen. Die Fortsetzung des Schienenverkehrs dürfe nicht an mangelnder Kinderbetreuung scheitern.

Die Deutsche Bahn hatte zuvor angekündigt, in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr deutlich einzuschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin am Sonntag in Berlin sagte.

Quelle: watson.de
18:04
Afrikanische Länder schliessen Grenzen
Mehrere afrikanische Länder haben ihre Grenzen geschlossen, Flüge gestrichen und strenge Einreise- und Quarantänebestimmungen erlassen, wie der «Guardian» berichtet. Dies um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, das in 26 Ländern des Kontinents Fuss gefasst habe, und die Zahl der Fälle weiter steige.

Kenia:
Das ostafrikanische Land verhängt ein Einreiseverbot für Menschen aus allen Ländern, in denen bereits Coronavirus-Fälle aufgetreten sind. Das Verbot werde innert 48 Stunden in Kraft treten und mindestens 30 Tage dauern.

Ghana will allen Ausländern die Einreise verbieten, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Land mit mehr als 200 Fällen aufgehalten haben.

Namibia hat nach zwei bestätigten Fällen am Samstag angeordnet, die Schulen für einen Monat zu schliessen.

Dschibuti, das keine offiziell bestätigten Fälle hat, kündigte an, dass es alle internationalen Flüge einstellen werde.

Tansania, das ebenfalls noch keine Fälle habe, hat Flüge nach Indien gestrichen und Schulanlässe ausgesetzt.

Quelle: theguardian.com
17:52
Länderspiel abgesagt, EM verschoben?
Der spanische Fussballverband hat das Testspiel zwischen seinem Nationalteam und jenem Deutschlands abgesagt. Die Partie sollte am 26. März in Madrid stattfinden, fiel aber nun erwartungsgemäss den Auswirkungen des Coronavirus zum Opfer.

Die FIFA empfahl am Freitagabend, alle Länderspiele im März und April zu verschieben. Die sonst gültige Abstellungspflicht für Profis hob der Weltverband auf. Die geplanten Spiele der Schweiz in Katar gegen Kroatien und Belgien wurden bereits zu einem früheren Zeitpunkt abgesagt.

Am Dienstag beraten die 55 UEFA-Mitgliedsländer über weitere Schritte in der Coronavirus-Krise. Eine Verschiebung der Fussball-Europameisterschaft (EM) gilt mittlerweile als wahrscheinlich.

Quelle: sda/dpa
17:50
20'000 Italiener wegen Quarantäne-Verstössen angezeigt
Die italienischen Behörden kontrollieren die Einhaltung der drakonischen Vorschriften zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie streng. Nachdem ganz Italien seit Donnerstag unter zweiwöchige Quarantäne mit Sperre von Geschäften und Lokalen gestellt worden ist, wurden 20'003 Personen wegen Verstössen gegen die Quarantäne-Vorschriften angezeigt.

Insgesamt wurden 550'589 Personen kontrolliert, teilte das italienische Innenministerium am Sonntag mit. 982 Shopinhaber wurden angezeigt, weil ihre Geschäfte trotz der Quarantäne offen waren. Wer sich nicht an die Vorschriften hält, verletzt Paragraf 650 des Strafgesetzbuches, der Missachtung von Behördenverordnungen ahndet. Dabei drohen drei Monate Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 206 Euro.

In der Quarantäne dürfen Italiener nur aus beruflichen, oder dringenden Gründen auf die Strassen, oder um kurze Einkäufe zu erledigen. Sie können dabei von der Polizei kontrolliert werden.

Quelle: sda/apa
17:31
EU-Chefin warnt vor leeren Regalen
Nach den Grenzschliessungen in Europa wegen der Corona-Krise warnt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen vor leeren Supermarktregalen. Schon jetzt seien Tausende Bus- und Lastwagenfahrer an Grenzen in der EU gestrandet. «Wenn wir jetzt nicht handeln, werden Läden Schwierigkeiten bekommen, ihre Lager mit bestimmten Produkten zu füllen», sagte von der Leyen in einem am Sonntag auf Twitter verbreiteten Video. «In diesem Moment der Krise ist es von äusserster Wichtigkeit, unseren gemeinsamen Binnenmarkt am Laufen zu halten.»



Von der Leyen kündigte mehrere Initiativen an: Am Montag werde sie einen Vorschlag für einheitliche Kontrollmassnahmen an den europäischen Grenzen machen. Gesundheitsschutz dürfe nicht dazu führen, dass wichtige Güter und Personal blockiert würden, sagte die Kommissionschefin. Zudem werde die Kommission am Montag für die EU-Staaten die gemeinsame Beschaffung von Coronavirus-Tests und Beatmungsgeräten starten.

Darüber hinaus habe man den EU-Staaten Exportbeschränkungen für wichtige Güter in Drittstaaten vorgeschlagen, sagte von der Leyen. Konkret soll vor der Ausfuhr medizinischer Hilfsmittel von den EU-Staaten geprüft werden, ob sie in der Europäischen Union gebraucht werden.

Kurz zuvor hatte die deutsche Regierung Einreisebeschränkungen an den Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz angekündigt. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen gesichert bleiben. Hamsterkäufe im kleinen Grenzverkehr sollen aber unterbunden werden.
Waiters stand outside their Bavarian restaurant near the 'Marienplatz' downtown in Munich, Germany, Sunday, March 15, 2020. Germany has been slower than some of its neighbours to ban large gatherings, initially leaving the decision to local authorities as required by country's federal structure. For some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness, including pneumonia. (AP Photo/Matthias Schrader)
Wartende Kellner in München. (Bild: Keystone)

Quelle: dpa/sda
17:10
Spanische Coiffeure sollen weiterarbeiten
Die spanische Regierung hat mit einer Entscheidung bei Coiffeuren im Land gewaltigen Zorn ausgelöst: Demnach sollen Friseursalons während der landesweiten Beinahe-Sperre geöffnet bleiben.

Und dies obwohl am Samstag wegen des Coronavirus der Notstand ausgerufen wurde, verbunden mit der Schliessung aller nicht unbedingt notwendigen Geschäfte sowie von Bars, Restaurants, Cafés, Fußballplätzen und Kinos.

Die spanische Regierung wolle Friseurdienstleistungen aus Gründen der Hygiene weiter zulassen, um Dienstleistungen für Menschen mit Mobilitätsproblemen zu gewährleisten, die möglicherweise Hilfe beim Haarewaschen benötigen.

Eine Arbeitergewerkschaft, die Friseure in der südspanischen Stadt Cordoba vertritt, hat am Sonntag bei change.org eine Petition gegen den Entscheid gestartet.

Quelle: theguardian.com
16:59
Opferzahl steigt in Grossbritannien
In Grossbritannien hat sich die offizielle Zahl der Coronavirus-bedingten Todesfälle am Sonntag auf 35 erhöht. Von insgesamt 40'279 bislang durchgeführten Tests seien 1372 positiv verlaufen, teilte die Gesundheitsbehörde, Public Health England, via Twitter mit.
16:49
Kasachstan erklärt Notstand
Mehrere ehemalige Sowjetrepubliken haben ihre Massnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus massiv verstärkt. Kasachstan in Zentralasien rief den nationalen Notstand bis Mitte April aus. Die Einreise in das Land an der Grenze zu China werde extrem eingeschränkt, wie aus einem Dekret des Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew hervorgeht.

In Kasachstan sind zwar erst sechs Infektionsfälle nachgewiesen, mehrere hundert Menschen befinden sich jedoch in Quarantäne.

Auch im Nachbarland Usbekistan mit bislang einem bestätigen Fall seien neben anderen Massnahmen auch Schulen, Kindergärten und Universitäten geschlossen, ordnete die Regierung in Taschkent an.

Und Russland?

In Russland stieg die Zahl der Infektionen nach offiziellen Angaben auf 63 an – die meisten davon in Moskau. In dem Land wurde der Zugverkehr in einige Nachbarländer eingestellt: in das EU-Land Lettland, in die Ukraine und nach Moldau, wie die russische Bahn mitteilte.

Die Regierung in Chisinau (Moldau) beschloss ebenfalls, die Grenzen ab Dienstag für Ausländer dicht zu machen, den Flugverkehr in dem Binnenland einzustellen sowie Märkte, Bars und Restaurants zu schliessen. Georgien schloss für Reisende die Grenze im Norden zu Russland.

Quelle: sda/dpa
16:43
Niederlande schliesst Schulen laut Bericht
Die Schulen in den Niederlanden sollen geschlossen werden: Dies hat die niederländische Regierung laut einem aktuellen Bericht des nationalen TV-Senders NOS beschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Wie der «Guardian» schreibt, sei die Massnahme bei Krisensitzungen beschlossen worden und die niederländische Regierung werde sie später (17 Uhr Ortszeit) auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben.
16:27
Kaiserschnitt bei erkrankter Frau, Kind wohlauf
Eine mit dem Coronavirus infizierte junge Frau hat am Samstag in Südtirol im Krankenhaus Bozen entbunden. Sie kam mit hohem Fieber in die Notaufnahme, anschliessend wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt, teilte das Land Südtirol mit. «Die Situation war schwierig», sagte Martin Steinkasserer, Leiter der Gynäkologie und Geburtshilfe. Mutter und Kind gehe es den Umständen entsprechend gut. Der neugeborene Bub sei nicht infiziert. Die Mutter müsse noch einige Zeit isoliert bleiben.

Bei der Mutter handelt es sich um eine bereits bekannte Risikopatientin. Nachdem sie in die Notaufnahme gekommen war, wurde sie auf das Virus getestet und sogleich isoliert.

«Im Laufe der Nacht hat sich die respiratorische Situation der Mutter verschlechtert, weshalb wir einen raschen Kaiserschnitt durchführen mussten», berichtete Steinkasserer. Der schwierige Eingriff wurde unter «grossen Sicherheitsvorkehrungen für Mutter, Kind und Mitarbeitende durchgeführt», hiess es weiter.

Quelle: sda/apa
16:13
Keine Krisenregierung in Belgien
In Belgien ist die Bildung einer Krisenregierung zum Kampf gegen die Covid-19-Epidemie vorerst gescheitert. Die französischsprachigen Sozialisten erteilten am Sonntag einem befristeten Bündnis mit der flämischen Nationalistenpartei N-VA eine Absage. Stattdessen signalisierten sie Unterstützung für Notmassnahmen der amtierenden Regierung. Diese hat seit einem Koalitionsbruch im Herbst 2018 keine eigene Mehrheit.

Nach der Parlamentswahl vom 26. Mai 2019 gelang keine neue Koalition. Die amtierende liberale Ministerpräsidentin Sophie Wilmès kann sich nur auf 38 der 150 Abgeordneten im Parlament stützen.
epa08290735 Belgian Prime Minister Sophie Wilmes (C) and Presidents of Regions hold a news conference after a national security council meeting on coronavirus, in Brussels, Belgium, 12 March 2020. The Belgian prime minister announced the closure of schools as new measure to tackle the spread of the pandemic coronavirus.  EPA/OLIVIER HOSLET
Sophie Wilmès bei einer früheren Medienkonferenz. (Bild: Keystone)

Am Montag sollen die derzeit mit Sondierungen beauftragten liberalen Parteivertreter Patrick Dewael und Sabine Laruelle König Philippe Bericht erstatten.

Quelle: sda/dpa
16:10
London will Brexit-Übergangszeit nicht verlängern
Trotz der Coronavirus-Pandemie lehnt die britische Regierung eine Verlängerung der Brexit-Übergangsphase «unter allen Umständen» ab. Das teilte eine Regierungssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit.

Wegen des weltweiten Covid-19-Ausbruchs haben Grossbritannien und die Europäische Union die geplante zweite Runde der Verhandlungen über ihre künftigen Beziehungen abgesagt. Diese hätte am Mittwoch in London beginnen sollen. Geprüft wird aber nach Angaben der britischen Regierung, inwiefern beispielsweise per Videokonferenz weiterverhandelt werden könnte.
Two pedestrians cross the street wearing masks in Piccadilly Circus, London, Saturday, March 14, 2020. British Prime Minister Boris Johnson has described the worldwide pandemic as â??the worst public health crisis for a generation.â? (Hollie Adams/PA via AP)
Piccadilly Circus in London am Abend des 14. März 2020. (Bild: Keystone)

Bei der ersten Runde in Brüssel hatten die Unterhändler bislang wenig Fortschritt erzielt. Doch die Zeit drängt. London und Brüssel haben nur bis Ende Dezember Zeit, um sich auf ein Freihandelsabkommen und die Kooperation in weiteren Bereichen zu einigen, bevor die Brexit-Übergangsphase ausläuft. Ansonsten drohen vor allem der Wirtschaft schwere Konsequenzen.

Grossbritannien war am 31. Januar aus der Staatengemeinschaft ausgeschieden, unterliegt aber noch bis Jahresende EU-Regeln. Eine Verlängerung der Übergangsfrist steht nur noch bis Ende Juni offen. Doch der britische Premierminister Boris Johnson lehnt eine Verlängerung vehement ab. Er will die Gespräche sogar vorzeitig beenden, sollte bis zum Sommer nicht ausreichend Fortschritt erreicht sein. Kritiker warnen, die Coronavirus-Epidemie könne genau dann ihren Höhepunkt erreichen.

Quelle: sda/dpa
15:27
Deutschland schliesst Grenzen zu Nachbarländern
Wegen des Coronavirus schliesst Deutschland ab Montagmorgen 08.00 Uhr weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die «Bild-Zeitung» dies berichtet.

TV-Bericht dazu:
15:10
Südkorea meldet weniger Neuinfektionen
Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen auf unter 100 zurückgegangen. Am Samstag seien 76 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8162. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus lag bei 75.

Unterdessen erklärte Präsident Moon Jae In die am stärksten betroffenen Regionen im Südosten zu «Sonderkatastrophenzonen». Diese Zonen umfassen nach Angaben des Präsidialamts in Seoul die Millionen-Stadt Daegu, deren Nachbarstadt Gyeongsan sowie die Kreise Cheongdo und Bonghwa. Damit haben die betroffenen Menschen und Gemeinden Anspruch auf staatliche Hilfsgelder.
South Korean army soldiers wearing protective suits move to spray disinfectant in Daegu, South Korea, Sunday, March 15, 2020. For most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms, such as fever and cough. For some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness, including pneumonia. (Kim Hyun-tae/Yonhap via AP)
Koreanische Soldaten in der Stadt Daegu. (Bild: Keystone)

Mehr als 80 Prozent aller bisher bestätigten Infektionen entfallen auf Daegu und die umliegende Region. Es ist das erste Mal, dass Teile des Landes als Folge einer Epidemie zu Katastrophenzonen erklärt wurden. Auch konzentriert sich die Mehrheit der neu erfassten Fälle wieder auf die Region. Mehr als 60 Prozent aller Infektionen entfallen auf Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat.

Die aktuellen Fallzahlen bestätigten den Abwärtstrend bei den Neuerkrankungen in den vergangenen Tagen. Sorgen bereiten den Behörden jedoch weiter kleinere lokale Häufungen von Ansteckungen.

Auch dehnte Südkorea seine verstärkten Einreisekontrollen zur Identifizierung erkrankter Reisender auf Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Niederlande und Spanien aus. Die Einreiseformalitäten erfolgen nach Angaben der deutschen Botschaft seit Sonntag am Flughafen in einer gesonderten Ankunftshalle. Auch müssen die Besucher unter anderem einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, eine Aufenthaltsadresse in Südkorea und Kontaktmöglichkeiten angeben.

Quelle: sda/dpa
14:52
So reagieren die EU-Länder
Spanien: Die Regierung in Madrid ging bislang am weitesten: Sie erklärte am Samstag einen 14-tägigen Notstand und stellte das Land fast vollständig unter Quarantäne. Bürger dürfen das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen, wie Regierungschef Pedro Sánchez, dessen Frau Begoña Gómez positiv auf das Virus getestet wurde, bekanntgab. Alle nicht notwendigen Geschäfte sowie Vergnügungsstätten werden geschlossen. Die Schliessung der Schulen war bereits angeordnet.

Österreich: Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärte, es gebe nur drei Gründe, das Haus zu verlassen: nicht aufschiebbare Arbeit für den Beruf, der Einkauf von Lebensmitteln sowie die Notwendigkeit, anderen Menschen zu helfen. Spaziergänge sind laut dem vom Nationalrat beschlossenen Gesetzespaket nur allein gestattet oder mit Menschen, die im selben Haushalt leben.

In Frankreich bleiben alle Restaurants, Bars, Cafés, Diskotheken und Kinos geschlossen. Auch die meisten Geschäfte wurden dicht gemacht, Ausnahmen gibt es für Lebensmittelläden, Apotheken, Banken, Tankstellen und Kioske.

Ab Montag sind alle Schulen, Universitäten und Kindertagesstätten zu. In den kommenden Tagen soll der Langstreckenverkehr mit Bahn, Bus und Auto «schrittweise verringert» werden, wie Umweltministerin Elisabeth Borne ankündigte.

Deutschland: Drastische Massnahmen ergriff auch Berlin. Mit sofortiger Wirkung verbot die Stadt am Samstag alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern. Clubs, Kneipen, Sport- und Kulturstätten wurden geschlossen. Ausnahmen gibt es für Restaurants, wenn ein Abstand von 1,50 Metern zwischen den Tischen eingehalten wird. Besuche bei Angehörigen in Kliniken und Pflegeheimen wurden deutlich eingeschränkt. Schulen und Kitas werden ohnehin - wie auch in anderen Bundesländern - ab nächster Woche geschlossen.

Grossbritannien: Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock kündigte an, dass die Regierung in London am Dienstag Notstandsgesetze erlassen werde, darunter wohl ein Verbot von Massenversammlungen. Gegenüber «Sky News» bestätigte der Minister Presseberichte, wonach die Regierung plant, über 70-Jährige für bis zu vier Monate zu isolieren.

Mehr und mehr Länder in Europa schlossen zudem ihre Grenzen oder stellten den Flugverkehr ein. Deutschland verschärfte die Kontrollen an der französischen Grenze. Dänemark und Polen schlossen ihre Grenzen. Tschechien verhängte einen ab Montag geltenden kompletten Reisebann. Österreich stellte den Bahnverkehr nach Italien ein und schloss seine Grenzen zum Nachbarland fast vollständig. Mit Heiligenblut in Kärnten wurde am Samstag ein dritter Ort unter Quarantäne gestellt.

Quelle: sda/afp
14:41
Queen angeblich evakuiert
Grossbritannien plant derzeit eine Schutzisolierung von Menschen über 70 Jahren. Dies sei Teil eines Aktionsplans der Regierung, sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock.

Zumindest eine britische Bürgerin ist Hancock nun zuvorgekommen. Queen Elisabeth II. hat laut britischen Medienberichten die Hauptstadt London verlassen. Zum Schutz vor der Krankheit Covid-19, wie etwa die Boulevardzeitung «Sun» berichtet. Demnach ist das Staatsoberhaupt des Commonwealth auf Schloss Windsor in Sicherheit gebracht worden.

Quelle: watson.de
14:38
Virus überschattet Kommunalwahlen in Frankreich
In Frankreich werden trotz der Coronavirus-Pandemie neue Bürgermeister im ganzen Land gewählt. Obwohl das öffentliche Leben weitgehend stillsteht, waren am Sonntag fast 48 Millionen Menschen aufgerufen, die Wahllokale aufzusuchen.

An der Entscheidung, die Wahl trotz der Ausbreitung des Coronavirus stattfinden zu lassen, gibt es massive Kritik. Viele befürchten, dass das Ergebnis wegen geringer Wahlbeteiligung nicht repräsentativ sein könnte.

Am Mittag lag die Wahlbeteiligung nach offiziellen Angaben bei 18,38 Prozent. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als bei den letzten Kommunalwahlen 2014.

Präsident Emmanuel Macron verteidigte bei der Stimmabgabe im nordfranzösischen Badeort Le Touquet seine Entscheidung, an der Wahl festzuhalten. Er sei nicht nur für die Gesundheit der Bürger, sondern auch für das demokratische Leben in Frankreich verantwortlich, sagte er. Dem 42-Jährigen droht bei der Wahl eine Quittung für seine Reformpolitik. Seine Partei La République en Marche ist in den Regionen ausserdem nicht gut verankert.
French President Emmanuel Macron casts his ballot for the first round of the mayoral elections in Le Touquet, northern France, Sunday March 15, 2020. France is holding nationwide elections Sunday to choose all of its mayors and other local leaders despite a crackdown on public gatherings because of the new virus. (Pascal Rossignol/Pool via AP)
Macron bei der Stimmabgabe. (Bild: Keystone)

Premierminister Édouard Philippe hatte am Samstagabend angekündigt, dass im Kampf gegen das Coronavirus bis auf Weiteres alle nicht lebensnotwendigen Einrichtungen geschlossen bleiben müssen. Dazu zählen Bars, Restaurants und zahlreiche Läden. Die Wahlen könnten allerdings trotzdem stattfinden, wenn entsprechende Vorsichtsmassnahmen eingehalten würden.

In Frankreich herrschte teilweise Unverständnis über diese Entscheidung. Es gab zahlreiche Aufrufe, etwa von medizinischem Fachpersonal, zu Hause zu bleiben, um das Virus nicht weiter zu verbreiten. «Die Kommunalwahlen unter diesen Bedingungen abzuhalten, ist wahnwitzig», monierte der Vizepräsident des Senats, Philippe Dallier.

Die Regierung hatte den Wählern empfohlen, einen eigenen Stift mitzubringen, um sich vor dem Virus zu schützen. Auch sollten genug Abstand gewahrt und die Wahlkabinen regelmässig desinfiziert werden. Macron desinfizierte sich nach seinem Wahlgang in Le Touquet die Hände. Er sei bisher nicht auf das Coronavirus getestet worden und habe auch keine Symptome, sagte er.

Quelle: sda
14:36
Spanien meldet hundert neue Opfer innert 24 Stunden
Spanien hat innert 24 Stunden hundert neue Corona-Todesopfer und 2000 neue Infektionsfälle registriert. Das teilten die spanischen Behörden am Sonntag mit. Damit verzeichnet das Land nunmehr 288 Todesopfer und mehr als 7750 Infektionsfälle.

Spanien ist das am zweitstärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa - nach Italien. Am Samstag hatte die Regierung in Madrid den Notstand ausgerufen und das Land fast vollständig unter Quarantäne gestellt.

Quelle: sda/afp
14:45
Emotionaler Appell von Uli Hoeness
Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeness hat in der Sendung «Doppelpass» des deutschen Privatsenders Sport1 zu Solidarität miteinander während der Coronavirus-Krise aufgerufen. «Die Grossen müssen den Kleinen helfen», sagte der 68-Jährige. «Es ist die einmalige Chance, Solidarität zu zeigen. Das ist eine grosse Chance für die Bundesliga und ganz Europa.»

Zustimmung erhielt der langjährige Manager des Rekordmeisters von Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, der per Video-Übertragung in die Sendung geschaltet wurde. «Wir sind die wichtigste Sportart und haben eine Vorbildsfunktion für die Gesellschaft und junge Leute. Wir müssen den Leuten zeigen, wie man sich richtig verhält und dass man nicht rausgeht, sondern zu Hause bleibt.»

Quelle: t-online.de
epa07372078 Leverkusen's CEO Rudi Voeller follows a memorial service for FC Schalke 04 former manager Rudi Assauer at Propsteikirche St. Urbanus in Gelsenkirchen, Germany, 15 February 2019. Assauer was suffering from Alzheimer disease and died on 06 February 2019 at the age of 74.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL
Rudi Völler. (Bild: Keystone)
11:57
Ausgangsbeschränkungen in Österreich
Die österreichische Regierung ruft für das ganze Land Ausgangsbeschränkungen aus. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag der Nachrichtenagentur APA. Es gebe schon ab Sonntag Polizeikontrollen. Grössere Gruppen, die sich etwa auf Spielplätzen ansammeln, würden aufgefordert, nach Hause zu gehen.

Der Landeshauptmann (Ministerpräsident) von Tirol, Günther Platter, formulierte seine Massnahmen noch drastischer: «Ohne einen triftigen Grund darf niemand seine Wohnung verlassen», erklärte er. Es gebe nur wenige Ausnahmen. Tirol ist vom Coronavirus besonders betroffen.

Kurz präzisierte damit einen neuen Massnahmenkatalog vom Vormittag. Für Ausnahmen, das Haus zu verlassen, solle es nur drei Gründe geben: je nach Beruf nicht aufschiebbare Arbeit, notwendige Besorgungen oder Hilfe für andere Menschen. Wer im dringenden Fall ins Freie möchte, «der darf das ausschliesslich alleine machen oder mit den Personen, mit denen er in der Wohnung gemeinsam zusammenlebt», sagte Kurz.
Police at a roadblock stop a bus from driving out of the Paznauntal, near Landeck, Austrian province of Tyrol, Saturday, March 14, 2020. Due to the Covid-19 virus, the towns of St. Anton am Arlberg and the Paznauntal area are isolated for 14 days. Only for most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms, such as fever and cough. For some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness, including pneumonia. (AP Photo/Kerstin Joensson)
Strassensperre in der Nähe von Landeck, Tirol. (Bild: Keystone)

Platter führte für Tirol ähnliche Ausnahmen aus: «beruflich notwendige Gründe, medizinische Versorgung, Versorgung der Grundbedürfnisse, Rückkehr zum eigenen Wohnort und wenn es berechtigte Gründe zum Verlassen des Landes gibt». Es sei aber erlaubt, Lebensmittel oder Medikamente einzukaufen, Geld vom Geldautomaten abzuheben, zum Arzt zu gehen oder den Hund auszuführen. (sda/dpa)

Quelle: sda

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quelle: epa/anp kippa / ferdy damman
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