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epa05430710 Turin Mayor Chiara Appendino during the first session of the new City Council in Turin, Italy, 18 July 2016. The anti-establishment 5-Star Movement (M5S) Turin mayoral candidate Chiara Appendino was elected as Turin Mayor during the mayoral run-off election on 19 June.  EPA/ALESSANDRO DI MARCO

Steht nter Anklage: Turins Bürgermeisterin Chiara Appendino. Bild: EPA/ANSA

Anklage gegen Turins Stadtpräsidentin wegen Massenpanik beim Champions League-Finals 2017



Über ein Jahr nach einer tödlichen Massenpanik in Turin bei der Übertragung des Champions-League-Finals Juventus - Real Madrid sind die Stadtpräsidentin und 14 weitere Personen angeklagt worden. Ihnen wird fahrlässige Tötung und Körperverletzung vorgeworfen.

Am 3. Juni 2017 hatten sich mehr als 20'000 Menschen auf einem Platz in Turin das Spiel von Juventus Turin gegen Real Madrid auf einer Grossleinwand angeschaut. Warnrufe wegen einer angeblichen Bombenexplosion hatten kurz vor dem Ende der Übertragung für Panik unter den Zuschauern gesorgt.

Menschen stürzten im Gedränge und wurden von Flüchtenden überrannt. Eine 38-jährige Frau starb, mehr als 1500 weitere Menschen wurden verletzt.

Nun erhob die Staatsanwaltschaft in der norditalienischen Stadt Anklage gegen Stadtpräsidentin Chiara Appendino. Auch 14 weitere Verantwortliche, darunter der für die Sicherheit der Fussballfans zuständige Polizeibeamte, sollen sich vor Gericht verantworten, wie italienische Medien am Freitag berichteten.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Politikerin der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und den anderen Angeklagten fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. Bereits unmittelbar nach dem Geschehen waren sie dafür kritisiert worden, nicht für die nötigen Sicherheitsvorkehrungen gesorgt zu haben. (sda/afp)

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