DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
abspielen

Plötzlich bricht beim Public-Viewing in Turin Panik aus.  Video: YouTube/Crazy Boom

Massenpanik an Public Viewing in Turin: 7-Jähriger lebensgefährlich verletzt 



In Turin bricht beim Public Viewing während des Champions-League-Finals zwischen Juventus Turin und Real Madrid eine Panik aus. Rund 1500 Personen werden verletzt.

Aus Angst vor einem Terroranschlag ist es in Turin beim Public Viewing während des Champions-League-Finals zu einer Massenpanik mit mehr als 1500 Verletzten gekommen. Drei Menschen wurden schwerst verletzt, teilte die Präfektur in der norditalienischen Stadt mit. Die Masse sei von einer «Angstpsychose» vor einem Terrorangriff ergriffen gewesen. Nach Medienangaben wurde ein siebenjähriges Kind lebensgefährlich verletzt.

1500 Verletzte nach Massenpanik in Turin

1 / 6
1500 Verletzte nach Massenpanik in Turin
quelle: epa/ansa / alessandro di marco
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Am Samstagabend war es auf dem zentral gelegenen Platz San Carlo, auf dem rund 30'000 Menschen gewesen sein sollen, zu einer Panik gekommen. Nach ersten Angaben des Polizeipräsidenten war wahrscheinlich ein Knallkörper explodiert und hatte die Menschen in die Flucht getrieben. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass man von etwas anderem als Panik als Grund für das Unglück ausgehen könne. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

«Ich bin erschüttert von dem, was gestern auf dem Platz San Carlo passiert ist und stehe den betroffenen Menschen nahe»

Bürgermeister Chiara Appendino

Der genaue Unglückshergang ist noch unklar. Medien berichteten von umgefallenen Absperrgittern und Menschen, die «Bombe» gerufen hätten. Fans berichteten von vollkommener Planlosigkeit und versperrten Fluchtwegen. Die meisten Menschen hätten Schnittwunden erlitten, erklärte ein Arzt vor Ort der Turiner Zeitung «La Stampa». Der gesamte Platz war mit Glasscherben und Schuhen übersät. Auf Fotos sah man Menschen, die auf ein Kioskdach geflüchtet waren.

Organisatoren am Pranger

«Ich bin erschüttert von dem, was gestern auf dem Platz San Carlo passiert ist und stehe den betroffenen Menschen nahe», schrieb Turins Bürgermeisterin Chiara Appendino am Sonntag auf Twitter. Es wurden Vorwürfe an die Organisatoren des Massenevents laut. Gab es wirklich keine Fluchtwege, wie Betroffene berichteten? Und wieso war der ganze Platz voller Glasscherben, wenn bei Veranstaltungen dieser Art eigentlich nur Plastikbecher zugelassen sein sollten?

«Sehr viele Verletzte haben sich an Glas geschnitten, und das hätte leicht vermieden werden können», sagte der Gesundheitsbeauftragte der Stadt, Antonio Saitta. Fans erzählten, dass Schwarzhändler überall unbehelligt Bier in Flaschen verkaufen konnten. «Es gab nur Kontrollen, was gefälschte Merchandising-Produkte anging, aber keine Kontrollen, um den Flaschenverkauf und den ungeregelten Zugang zu verhindern», schrieb ein Nutzer auf Twitter an Turins Bürgermeisterin Appendino. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Labour-Chef baut Parteispitze nach Wahlschlappe in England um

Nach einer herben Niederlage bei den Kommunalwahlen in England hat der Chef der britischen Labour-Partei, Keir Starmer, sein Führungsteam umgebaut. Prominentestes Opfer ist Nick Brown, der als «Chief Whip», Chef-Einpeitscher, bei wichtigen Abstimmungen für Disziplin in der Labour-Fraktion zu sorgen hatte.

Ihn ersetzt Alan Campbell. Andere Führungskräfte wurden degradiert. So ist Anneliese Dodds, die in Starmers Schattenkabinett für Finanzen zuständig war, nun «Party Chair», eine Art …

Artikel lesen
Link zum Artikel